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# CANIS-Podcast: Die häufigsten Fehler beim Rückruf im Training

            **Podcast:**

   [Der CANIS-Podcast](/podcast/der-canis-podcast)

              **Erscheinungsdatum:**

   3. Juli 2026

            **Länge:**

   00:24:39

    [         Link zur Episode (extern)   ](https://dercanis-podcast.podigee.io/147-neue-episode)

 ![Short: Die häufigsten Fehler beim Rückruf](https://www.petcaster.de/sites/default/files/styles/podcast_n_episode_metadata_image_1x/public/2026-08/906f1359-aef4-4333-96c4-e4487b618712.jpg.webp?itok=X8iuVpEu)

###   Short: Die häufigsten Fehler beim Rückruf

   3. Juli 2026 · [Der CANIS-Podcast](/podcast/der-canis-podcast)

Stell Dir vor, Du stehst im Park, die Sonne scheint, und Dein Hund ist irgendwo am Horizont verschwunden, vertieft in den Duft eines Mauselochs. Du rufst. Nichts. Du rufst lauter. Ein kurzes Ohrenzucken, mehr nicht. Diese Mischung aus Frustration, Sorge und ein wenig öffentlicher Blamage kennt wohl jeder Hundemensch. Doch warum scheitert der Rückruf so oft, selbst wenn man ihn fleißig trainiert? In einer kompakten Shorts-Episode des [CANIS-Podcasts](https://www.petcaster.de/podcast/der-canis-podcast) widmen sich die erfahrenen Hundetrainer Iona Teichert und Rainer Dorenkamp genau dieser Frage. Sie vergleichen ihre persönlichen Top-8-Listen der häufigsten Fehler beim Rückruf und decken dabei schonungslos die kleinen und großen Saboteure auf, die sich in den Alltag einschleichen. Dabei geht es nicht nur um technische Fehler, sondern tief in die Psychologie der Mensch-Hund-Beziehung - eine unverzichtbare Analyse für alle, die sich einen wirklich zuverlässigen Begleiter an ihrer Seite wünschen.

## Das Wichtigste auf einen Blick

- **Deine Stimmung ist ein Signal:** Iona Teichert betont, wie stark eine ärgerliche oder angespannte Körpersprache den Hund davon abhält, wirklich bis zu Dir zu kommen. Ein Rückruf ist eine Einladung - Deine Haltung sollte das widerspiegeln.
- **Klarheit vor Lautstärke:** Das ständige Wiederholen des Kommandos, oft mit steigender Lautstärke, lehrt den Hund nur, auf die letzte, ernste Ansage zu warten. Rainer Dorenkamp sieht dies als den absolut häufigsten Fehler.
- **Kontext ist alles:** Rufe Deinen Hund nicht in Situationen, in denen Du bereits weißt, dass er nicht kommen wird. Jeder missachtete Ruf schwächt das Kommando. Absicherung, zum Beispiel durch eine Schleppleine, ist in schwierigen Phasen unerlässlich.
- **Belohne klug, nicht blind:** Eine Belohnung, nachdem der Hund erst beim fünften Mal Rufen kommt, entwertet die Anstrengung. Belohne exzellente Leistung exzellent und passe die Belohnung der Qualität des Kommens an.
- **Der Rückruf ist kein Zufallsprodukt:** Ein zuverlässiger Rückruf muss, so Rainer, sauber und bewusst angelernt werden. Er entsteht selten einfach so und muss auch im Alltag durch gelegentliche, grundlose Rufe gefestigt werden.
- **Durchsetzung schafft Verlässlichkeit:** Iona hebt hervor, dass viele Halter:innen nie gelernt haben, einen missachteten Rückruf konsequent durchzusetzen. Ohne diesen Schritt bleibt das Kommando eine unverbindliche Bitte.

## Die Psychologie des Rückrufs: Deine Stimmung und Körpersprache entscheiden mit

Einer der am höchsten bewerteten Fehler auf beiden Listen ist die unbewusste Kommunikation durch den Menschen. Iona platziert diesen Punkt auf Platz 2 ihrer Liste, weil sie es in ihrer Arbeit mit erwachsenen, oft sensiblen Hunden aus dem Tierschutz ständig erlebt: Der Mensch ist bereits frustriert, weil er erwartet, dass der Hund nicht kommt. Diese innere Anspannung überträgt sich unweigerlich auf die Körpersprache. Ein leicht nach vorne gebeugter Oberkörper, fixierender Blick, angespannte Schultern - all das sind für einen Hund bedrohliche Signale, die signalisieren: Komm mir bloß nicht zu nah. Rainer stimmt dem voll zu und erklärt, dass der Hund die Situation intuitiv richtig deutet: Der Mensch ist ärgerlich, also ist es klüger, Abstand zu halten, um sich zu deeskalieren. Es ist ein Teufelskreis: Deine negative Erwartungshaltung erzeugt genau das Verhalten, das Du befürchtest. Ein praktischer Tipp von mir ist, sich in dem Moment des Rufens bewusst einen Schritt zurückzubewegen oder in die Hocke zu gehen. Das öffnet den Raum und wirkt einladend statt konfrontativ.

## Klarheit und Konsequenz: Warum schwammige Signale den Rückruf sabotieren

Ein weiterer großer Themenblock dreht sich um die mangelnde Klarheit im gesamten Ablauf des Rückrufs. Rainer kritisiert scharf das Verhalten, den Hund zu rufen und direkt weiterzulaufen, bevor dieser überhaupt angekommen ist. Dies vermittelt dem Hund, dass das Ziel nicht der Mensch selbst ist, sondern nur die grobe Bewegungsrichtung. Ein echter Rückruf endet jedoch erst beim Menschen und wird dort aufgelöst. Iona ergänzt dies mit der von CANIS entwickelten Drei-A-Regel: **A**nsprache (Name), **A**nweisung (Kommando) und **A**uflösung (Freigabe). Oft, so ihre Beobachtung, wird dieser Prozess abgekürzt, bis am Ende nur noch der Name gerufen wird, ohne klare Anweisung und ohne bewusste Freigabe. Der Hund lernt dadurch, selbst zu entscheiden, wann das Kommando beendet ist. Ebenso fatal, so Rainer, ist die Angewohnheit, den Hund nach dem Herankommen sofort ins Sitz zu schicken. Damit belohnt man nicht den Rückruf, sondern das Sitzen, und bestraft den Hund möglicherweise sogar, wenn er sich auf heißem Asphalt oder in einer für ihn unangenehmen Position setzen muss.

## Der strategische Fehler: Wann und wie oft Du Deinen Hund rufst

Strategisches Denken ist beim Rückruftraining entscheidend. Ein Kardinalfehler, den Rainer auf Platz 5 listet, ist, den Hund fast ausschließlich dann zu rufen, wenn es wirklich nötig ist - zum Beispiel, weil ein anderer Hund, ein Jogger oder ein Auto kommt. Der Hund verknüpft den Rückruf dadurch schnell mit dem Ende von Spaß oder dem Auftauchen einer potenziell unangenehmen Situation. Das Ergebnis: Er schaut sich bei Deinem Ruf suchend um und fragt sich: Was habe ich übersehen?. Um diese negative Konditionierung zu vermeiden, sollte der Rückruf regelmäßig sinnlos geübt werden: Hund kommt, wird gefeiert und darf sofort wieder laufen. Iona und Rainer sind sich auch einig, dass es ein schwerwiegender Fehler ist, den Hund in Situationen zu rufen, die er noch nicht meistern kann. Jeder ignorierte Ruf ist eine erfolgreiche Selbstbelohnung für den Hund und eine Lektion in Mensch kann man ignorieren. In solchen Momenten ist Management - wie die Nutzung einer Schleppleine - der Schlüssel zum Erfolg, um das Kommando nicht zu entwerten.

## Belohnung und Durchsetzung: Die zwei Säulen eines verlässlichen Rückrufs

Wie gehst Du damit um, wenn Dein Hund kommt - oder eben nicht? Iona und Rainer widmen sich hier zwei zentralen Aspekten. Zum einen der falsche Umgang mit Belohnung. Iona kritisiert, dass viele Menschen ihren Hund auch dann noch überschwänglich belohnen, wenn er erst auf den fünften Ruf reagiert hat. Aus menschlicher Sicht ist man erleichtert, dass er überhaupt da ist. Aus Hundesicht ist die Botschaft klar: Es ist egal, wie oft ich ignoriere, am Ende gibt es trotzdem den Jackpot. Das untergräbt die Motivation für eine schnelle Reaktion. Belohnungen sollten die Leistung widerspiegeln. Ein Blitz-Rückruf aus vollem Spiel verdient die beste Belohnung, ein zögerliches Kommen vielleicht nur ein anerkennendes Nicken.

Die zweite und für Iona wichtigste Säule (ihr Platz 1) ist die fehlende Durchsetzung. Viele Hundebesitzer:innen haben nie gelernt, ein Kommando zu Ende zu bringen, wenn der Hund nicht reagiert. Sie bleiben bei der Bitte, statt eine klare Erwartungshaltung zu vermitteln. Ein Rückruf ist keine Option, sondern eine Anweisung, die der Sicherheit dient. Das bedeutet nicht, den Hund zu bestrafen, sondern ihn notfalls körpersprachlich oder mithilfe einer Leine abzuholen und ihm so zu zeigen, dass das Kommando verbindlich ist. Ohne diese Konsequenz bleibt der Rückruf ein Glücksspiel.

## Praktische Schritte für einen bombenfesten Rückruf

Basierend auf der Diskussion der Experten lassen sich konkrete Handlungsempfehlungen ableiten, um die häufigsten Fehler zu vermeiden und den Rückruf systematisch zu verbessern.

1. **Überprüfe Dein Fundament:** Ein guter Rückruf steht nicht für sich allein. Er basiert, wie Rainer erklärt, auf einer soliden Beziehungsstruktur, einer hohen Frustrationstoleranz und einer guten Orientierung des Hundes am Menschen. Arbeite an diesen Grundlagen, bevor Du Perfektion im Rückruf erwartest.
2. **Sei glasklar in Deiner Kommunikation:** Nutze die Drei-A-Regel (Ansprache, Anweisung, Auflösung). Warte, bis Dein Hund bei Dir angekommen ist, bevor Du weitergehst oder ihn freigibst. Vermeide es, andere Kommandos wie Sitz direkt anzuhängen, um den Fokus klar auf dem Herankommen zu halten.
3. **Manage die Umgebung, nicht nur den Hund:** Sei vorausschauend. Wenn Du weißt, dass eine Situation zu schwierig ist, sichere Deinen Hund mit einer Schleppleine. Das verhindert, dass er lernt, Deinen Ruf zu ignorieren, und gibt Dir die Möglichkeit, das Kommando durchzusetzen.
4. **Spiele mit der Motivation:** Rufe Deinen Hund zu 80 % in Situationen, in denen nichts Besonderes los ist. Belohne ihn für sein Kommen und schicke ihn sofort wieder los. So wird der Rückruf zu einer positiven, lohnenden Interaktion und nicht zum Spielverderber.
5. **Achte auf Dich selbst:** Bevor Du rufst, atme kurz durch. Versuche, eine offene, einladende Körperhaltung einzunehmen. Auch wenn Du innerlich kochst, signalisiere Deinem Hund, dass es bei Dir sicher und angenehm ist. Deine ehrliche Freude über sein Kommen ist oft die beste Belohnung.
6. **Sei konsequent, nicht nur laut:** Gib Dein Kommando einmal - klar und freundlich. Reagiert Dein Hund nicht, handle. Gehe auf ihn zu, setze Deinen Körper ein oder nutze die Leine. Er muss lernen, dass Dein erstes Wort zählt. Wie Iona und Rainer am Ende selbstironisch zugeben, schleicht sich auch bei Profis mal der Fehler ein, nur bei Bedarf zu rufen (Rainer) oder die Belohnungsroutine zu vernachlässigen (Iona). Perfektion ist nicht das Ziel, aber ein bewusstes und faires Training.

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                    Petcaster

  **Zusammengefasst von Anja Schirwinski**

Seit meine Hündin Frida mit fünf Monaten aus einem rumänischen Shelter zu mir kam, beschäftige ich mich intensiv mit Hundethemen - von Alltagstraining bis Verhaltensbesonderheiten. Viele der Fragen, die in Podcasts besprochen werden, kenne ich aus unserer gemeinsamen Erfahrung nur zu gut. Deshalb fasse ich hier die für mich interessantesten Podcastfolgen zusammen und ergänze sie mit meinen eigenen Erlebnissen mit Frida.

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##  Themen

 - [  Rückruftraining  ](/podcasts/themen/rueckruftraining)

**Hinweis:** *Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe von KI aus dem Transkript der Podcast-Episode generiert.*

Alle Inhalte auf Petcaster beruhen auf öffentlich zugänglichen Podcasts aus der Hunde- und Haustierwelt. Wir fassen die Episoden nach bestem Wissen zusammen, übernehmen jedoch keine Gewähr für Vollständigkeit, Aktualität oder Richtigkeit der Inhalte. Die Rechte an den Original-Podcasts und -Inhalten liegen ausschließlich bei den jeweiligen Urheber:innen.

         ## Shownotes

   Interview mit Rainer Dorenkamp In dieser CANIS Shorts Folge spricht Iona mit Rainer Dorenkamp über die häufigsten Fehler beim Rückruf. Warum scheitert ein Rückruf oft nicht am Hund, sondern am Trainingsaufbau? Welche Fehler passieren im Alltag immer wieder und worauf kommt es für einen zuverlässigen Rückruf wirklich an? Gemeinsam ordnen die beiden typische Trainingsfehler ein und zeigen, wie sich diese vermeiden lassen.

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