CANIS Weiterbildung: Beratungskompetenz für Hundetrainerinnen

Shorts: Besser beraten als Hundetrainer:in – Einblick in die Ausbildung

Shorts: Besser beraten als Hundetrainer:in – Einblick in die Ausbildung

10. Juli 2026 · Der CANIS-Podcast

Stell dir vor, du hast einen wirklich anstrengenden Tag in der Hundeschule hinter dir. Nicht wegen der Hunde - die waren wie immer eine Freude. Es sind die Menschen, die dir die Energie rauben. Der eine Kunde, der deine Ratschläge zwar hört, aber konsequent ignoriert. Die andere, die dich mit einer Flut von WhatsApp-Nachrichten überrollt, weil sie bei jeder Kleinigkeit unsicher ist. Als Hundetrainer:in bist du nicht nur Expert:in für Vierbeiner, sondern auch Coach, Psycholog:in und manchmal sogar Seelsorger:in für Zweibeiner. Genau hier setzt eine besondere Weiterbildung an, die im CANIS-Podcast von den Hosts Miriam Warwas, Michael Grewe und Iona Teichert vorgestellt wird. In dieser Episode spricht Iona mit der Canis-Dozentin und Sozialpädagogin Tanja über die Berater-Innen-Ausbildung bei CANIS - eine Zusatzausbildung, die dir beibringt, nicht nur den Hund, sondern vor allem den Menschen am anderen Ende der Leine sicher und souverän zu begleiten.

Diese Ausbildung schließt eine Lücke, die viele im Berufsalltag spüren: die zwischen kynologischem Fachwissen und der Fähigkeit, dieses Wissen effektiv und empathisch an den Menschen zu vermitteln. Sie richtet sich an alle Hundetrainer:innen, die ihre Beratungskompetenz auf das nächste Level heben und dabei nicht nur ihre Kund:innen, sondern auch sich selbst besser verstehen wollen.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Für alle Trainer:innen offen: Egal, ob du deine Ausbildung bei Canis oder einem anderen Institut gemacht hast - diese Weiterbildung steht allen offen, die im Hundetraining tätig sind. Es geht nicht um eine bestimmte Trainingsphilosophie, sondern um die universelle Fähigkeit der Beratung.
  • Finde deinen persönlichen Stil: Das Ziel ist nicht, dass am Ende alle gleich beraten. Tanja erklärt, dass es darum geht, die eigenen Stärken zu erkennen und einen authentischen Beratungsstil zu entwickeln, der zu deiner Persönlichkeit und deiner Zielgruppe passt.
  • Der Mensch im Mittelpunkt: Die Ausbildung legt einen starken Fokus auf die persönliche Weiterentwicklung. Du lernst, deine eigenen Muster zu erkennen, mit schwierigen Situationen souveräner umzugehen und deine Stärken gezielt einzusetzen.
  • Mehr als nur Beruf: Viele Absolvent:innen berichten, so Tanja, dass die Ausbildung sie auch privat weitergebracht hat. Sie konnten sich besser abgrenzen, wurden in Gesprächen mit Familie und Freunden klarer und gewannen insgesamt an Gelassenheit.
  • Schutz vor Burnout: Ein zentraler Aspekt ist die Selbstfürsorge. Die Ausbildung hilft dir, eine gesunde Grenze zwischen Arbeit und Privatleben zu ziehen und den mentalen Feierabend zu finden, den viele in diesem leidenschaftlichen Beruf vermissen.

Mehr als nur Hundetraining: Warum Beratungskompetenz entscheidend ist

Hundearbeit ist zu 90 Prozent Menschenarbeit. Diese Erkenntnis ist der Kern der Berater-Ausbildung. Tanja, die nicht nur Hundetrainerin, sondern auch erfahrene Sozialarbeiterin mit langjähriger Erfahrung in der Psychiatrie und Suchttherapie ist, bringt eine einzigartige Perspektive mit. Sie weiß, dass es nicht ausreicht, einem Menschen zu sagen, was er tun soll. Er muss auch verstehen, warum er es tun soll, und sich dabei begleitet und wertgeschätzt fühlen. In einer Zeit, in der Hundehalter:innen durch eine Flut an Informationen aus dem Internet oft verunsicherter sind als je zuvor, wird die Fähigkeit zur klaren und empathischen Beratung laut Tanja immer wichtiger.

Die Ausbildung zielt darauf ab, genau diese Kompetenz zu schärfen. Es geht darum, eine wertschätzende Grundhaltung zu entwickeln, die bei Canis sowohl für den Umgang mit Hunden als auch mit Menschen gilt. Du lernst, hinter das vordergründige Problem zu blicken und zu verstehen, welche Bedürfnisse, Ängste oder Unsicherheiten bei deinen Kund:innen eine Rolle spielen. Diese tiefere Ebene der Kommunikation ist oft der Schlüssel zum Erfolg - nicht nur für das Hund-Mensch-Team, sondern auch für deine eigene Arbeitszufriedenheit.

Für wen ist die Berater-Ausbildung gedacht? Ein Blick auf die Zielgruppe

Vielleicht fragst du dich, ob diese Ausbildung das Richtige für dich ist. Tanja macht im Gespräch klar: Die Zielgruppe ist bewusst breit gefasst. Ursprünglich dachte sie, das Angebot sei vor allem für erfahrene Trainer:innen interessant, die ihre Routinen hinterfragen wollen. Doch die Praxis zeigte, dass auch Berufsanfänger:innen enorm profitieren. Sie berichten, dass ihnen die Ausbildung von Anfang an mehr Sicherheit im Umgang mit Kund:innen gegeben hat.

Ein besonderer Pluspunkt ist die bunte Mischung der Teilnehmenden. In den letzten Jahrgängen war das Verhältnis von Canis-Absolvent:innen zu Trainer:innen von anderen Instituten etwa halbe-halbe. Diese Vielfalt an Hintergründen und Trainingsphilosophien schafft eine unglaublich bereichernde Lernatmosphäre. Tanja betont, wie spannend der Austausch ist, wenn Menschen zusammenkommen, die sich im normalen Leben vielleicht nie begegnet wären. In diesem geschützten Rahmen lernen sie voneinander, erweitern ihren Horizont und erkennen, dass die Herausforderungen im Beratungsalltag oft die gleichen sind, egal, welchem kynologischen Ansatz man folgt.

Vom persönlichen Stil bis zur Selbstfürsorge: Die Inhalte der Ausbildung

Was unterscheidet diese Ausbildung von den Beratungsinhalten, die beispielsweise schon im Canis-Studium vermittelt werden? Während im Grundstudium der Fokus auf Gesprächstechniken und kynologischen Inhalten liegt, geht die Berater-Ausbildung einen entscheidenden Schritt tiefer. Sie rückt dich als Person in den Mittelpunkt. Es geht um Fragen wie: Wer bin ich als Berater:in? Was sind meine Stärken und wo komme ich an meine persönlichen Grenzen? Wie kann ich authentisch bleiben und gleichzeitig professionell agieren?

Die Ausbildung ist ein Raum für intensive Selbstreflexion. Du lernst, deinen eigenen Kommunikationsstil zu analysieren - bist du eher vorsichtig und überlegst jedes Wort genau oder eher direkt und manchmal vielleicht zu forsch? Es geht nicht darum, das eine als besser oder schlechter zu bewerten, sondern darum, eine gesunde Mitte zu finden und dein Repertoire zu erweitern. Ein weiteres zentrales Thema ist die Psychohygiene. Viele Trainer:innen, so Tanja, arbeiten gedanklich rund um die Uhr. Sie grübeln abends noch über schwierige Fälle nach und können nur schwer abschalten. Die Ausbildung vermittelt Strategien, um klare Grenzen zu ziehen, einen gesunden Feierabend zu etablieren und so langfristig die Freude am Beruf zu erhalten. Es ist eine Investition in dich selbst, die dich nicht nur professionell, sondern auch persönlich wachsen lässt.

Dein Weg zur Berater-Ausbildung: So kannst Du starten

Wenn du jetzt neugierig geworden bist und das Gefühl hast, dass diese Ausbildung genau das ist, was du für deinen nächsten beruflichen Schritt brauchst, ist der Weg dorthin ganz unkompliziert. Hier sind die wichtigsten Schritte zusammengefasst:

  1. Informationen einholen: Der erste Anlaufpunkt ist die Website von Canis-Kynos. Dort findest du unter dem Reiter für Zusatzausbildungen alle Details zur Berater-Innen-Ausbildung, inklusive der einzelnen Module und Inhalte.
  2. Kontakt aufnehmen: Melde dich beim Canis-Büro, um eine Infomappe anzufordern. Darin sind alle wichtigen Informationen noch einmal übersichtlich für dich zusammengestellt.
  3. Das persönliche Gespräch: Der nächste Schritt ist ein kostenloses und unverbindliches, etwa 15-minütiges Infogespräch mit Tanja persönlich. Das ist eine tolle Gelegenheit, um deine individuellen Fragen zu klären und ein Gefühl dafür zu bekommen, ob die Chemie stimmt. Tanja ist es wichtig, einen sicheren und vertrauensvollen Rahmen zu schaffen, und dieses erste Kennenlernen ist ein wichtiger Teil davon.
  4. Den richtigen Zeitpunkt finden: In dem Gespräch wird es auch darum gehen, ob die Ausbildung gerade in deine Lebenssituation passt. Da die Inhalte sehr persönlich sind und Zeit zur Reflexion benötigen, rät Tanja davon ab, die Ausbildung in einer akuten Lebenskrise wie einer Trennung oder einem stressigen Umzug zu beginnen. Du solltest den Kopf frei haben, um dich wirklich darauf einlassen zu können.
  5. Live-Info-Abend: Eine weitere Möglichkeit, mehr zu erfahren, ist der kostenlose Live-Info-Abend per Zoom. Dort kannst du Tanja kennenlernen und all deine Fragen stellen. Die Anmeldung erfolgt ebenfalls über die Canis-Website.

Petcaster
Zusammengefasst von Anja Schirwinski

Seit meine Hündin Frida mit fünf Monaten aus einem rumänischen Shelter zu mir kam, beschäftige ich mich intensiv mit Hundethemen - von Alltagstraining bis Verhaltensbesonderheiten. Viele der Fragen, die in Podcasts besprochen werden, kenne ich aus unserer gemeinsamen Erfahrung nur zu gut. Deshalb fasse ich hier die für mich interessantesten Podcastfolgen zusammen und ergänze sie mit meinen eigenen Erlebnissen mit Frida.

Mehr über das Projekt Petcaster

Hinweis: Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe von KI aus dem Transkript der Podcast-Episode generiert.

Alle Inhalte auf Petcaster beruhen auf öffentlich zugänglichen Podcasts aus der Hunde- und Haustierwelt. Wir fassen die Episoden nach bestem Wissen zusammen, übernehmen jedoch keine Gewähr für Vollständigkeit, Aktualität oder Richtigkeit der Inhalte. Die Rechte an den Original-Podcasts und -Inhalten liegen ausschließlich bei den jeweiligen Urheber:innen.

Shownotes

Interview mit Tanja Elias

In dieser CANIS Shorts Folge spricht Iona mit Tanja Elias über die CANIS Berater:innenausbildung. Warum reicht fachliches Wissen allein oft nicht aus, um Menschen erfolgreich durch Veränderungsprozesse zu begleiten? Welche Rolle spielt die eigene Persönlichkeit in der Beratung und warum profitieren viele Teilnehmer:innen nicht nur beruflich, sondern auch persönlich von der Ausbildung? Tanja gibt Einblicke in die Inhalte, den Aufbau und die Zielsetzung der Ausbildung und erklärt, wie Hundetrainer:innen mehr Sicherheit in Beratungsgesprächen gewinnen und ihren eigenen Beratungsstil entwickeln können.