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# Hundepubertät meistern: Tipps für die Junghundezeit

            **Podcast:**

   [Der CANIS-Podcast](/podcast/der-canis-podcast)

              **Erscheinungsdatum:**

   9. Oktober 2026

            **Länge:**

   00:47:55

    [         Link zur Episode (extern)   ](https://dercanis-podcast.podigee.io/153-neue-episode)

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###    Junghundezeit und Hundepubertät – worauf kommt es jetzt an?

   9. Oktober 2026 · [Der CANIS-Podcast](/podcast/der-canis-podcast)

Die Junghundezeit und Hundepubertät stellen alles auf den Kopf. Was eben noch funktionierte, wird plötzlich ignoriert, und der Aktionsradius deines Hundes wird täglich größer. In der Episode "*Junghundezeit und Hundepubertät - worauf kommt es jetzt an?"* aus dem [CANIS-Podcast](https://www.petcaster.de/podcast/der-canis-podcast) gehen die Hosts Miriam Warwas, Michael Grewe und Iona Teichert diesem turbulenten Lebensabschnitt auf den Grund. Iona spricht mit der Expertin Christiane Miller über die Herausforderungen und Chancen dieser prägenden Phase. Gemeinsam klären sie, warum junge Hunde plötzlich Grenzen austesten, welche Erziehungsziele jetzt wirklich zählen und wie du als Hundehalter:in mit realistischem Blick und den richtigen Prioritäten sicher durch diese Zeit navigierst. Diese Folge ist ein wertvoller Ratgeber für alle, die verstehen wollen, was im Kopf ihres heranwachsenden Hundes vorgeht.

## Das Wichtigste auf einen Blick

- **Der Übergang verläuft fließend:** Wann ein Welpe zum Junghund wird und wie lange die Pubertät dauert, ist stark vom Individuum und der Rasse abhängig. Bei kleineren Rassen beginnt diese Phase früher (ca. 16. Woche), bei größeren später. Richtig erwachsen und ausgereift sind viele Hunde erst mit zwei bis drei Jahren.
- **Prioritäten neu setzen:** Statt auf perfekte Kommandos wie Sitz oder Platz solltest du den Fokus auf alltagsrelevante Fähigkeiten legen. Leinenführigkeit, Orientierung am Menschen und eine gute Frustrationstoleranz sind jetzt die entscheidenden Bausteine für ein entspanntes Zusammenleben.
- **Orientierung ist der Schlüssel:** Ein Hund, der lernt, sich an dir zu orientieren, ist auch in schwierigen Situationen ansprechbar. Diese Fähigkeit, so erklärt Christiane, wird nicht primär mit Futter aufgebaut, sondern durch klare Führung und das Setzen von Grenzen. Sie ist die Basis für einen zuverlässigen Freilauf und hilft, unerwünschtes Verhalten wie Pöbeln an der Leine zu vermeiden.
- **Pubertät verstärkt den Charakter:** Die hormonellen Veränderungen der Pubertät bringen oft bereits vorhandene Charaktereigenschaften stärker zum Vorschein. Ein von Natur aus eigenständiger Hund wird noch unabhängiger, ein unsicherer Hund vielleicht noch skeptischer.
- **Perfektionismus ist fehl am Platz:** Christiane nimmt Hundebesitzer:innen den Druck, alles richtig machen zu müssen. Fehler gehören zum Lernprozess - sowohl für den Hund als auch für dich. Wichtiger als Perfektion ist es, aus Fehlern zu lernen und eine klare, verlässliche Linie zu verfolfen.
- **Der Rückruf ist die Königsdisziplin:** Der zuverlässige Rückruf ist in der Junghundezeit extrem schwierig zu etablieren, da die Welt voller Ablenkungen ist. Trainiere ihn in ruhigen Momenten, aber verbrauche ihn nicht in Situationen, in denen du dir sicher bist, dass dein Hund nicht reagieren wird.

## Was verändert sich vom Welpen zum Junghund?

Der Übergang von der Welpen- zur Junghundezeit ist geprägt von tiefgreifenden Veränderungen, die viele Besitzer:innen überraschen. Christiane Miller beschreibt als eines der auffälligsten Merkmale die Erweiterung des Aktionsradius. Der junge Hund wird mutiger, selbstsicherer und traut sich, die Welt weiter von dir entfernt zu erkunden. Neue Interessen wie Wildspuren oder der Geruch läufiger Hündinnen rücken in den Fokus und konkurrieren stark mit deiner Aufmerksamkeit. Gleichzeitig kann diese Phase von einer neuen Unsicherheit begleitet sein, einer Art Spooky Phase, in der alltägliche Dinge wie ein Müllsack plötzlich Furcht auslösen. Christiane berichtet von Hunden, die bekannte Wege plötzlich meiden. Ein weiteres typisches Verhalten ist das verstärkte Ziehen an der Leine - ein Ausdruck des Wunsches, den neu entdeckten Raum zu erobern und eigene Entscheidungen zu treffen. Junghunde beginnen zudem, die Schwächen ihrer Menschen gezielt auszuloten und verhalten sich strategischer, um ihre Ziele zu erreichen, sei es der verbotene Platz auf dem Sofa oder das Austesten unterschiedlicher Regeln bei verschiedenen Familienmitgliedern.

## Orientierung und Frustrationstoleranz sind jetzt wichtiger als Tricks

In einer Zeit, in der viele Hundebesitzer:innen auf das Erlernen von Kommandos wie Sitz, Platz und Steh pochen, rät Christiane zu einer klaren Priorisierung. Formale Übungen sind zweitrangig. Viel entscheidender sind zwei grundlegende Fähigkeiten: Orientierung und Frustrationstoleranz. Die Orientierung am Menschen, also die Bereitschaft des Hundes, auch ohne Leine in deiner Nähe zu bleiben und auf dich zu achten, ist die Grundlage für fast alles Weitere. Sie wird nicht durch ständiges Locken mit Futter erreicht, sondern indem der Hund lernt, dass du die relevante und sichere Anlaufstelle bist. Diese Orientierung ist laut Christiane essenziell, um später einen verlässlichen Freilauf zu ermöglichen und unerwünschtes Jagdverhalten oder Pöbeln an der Leine in den Griff zu bekommen. Eng damit verknüpft ist die Frustrationstoleranz - die Fähigkeit, Bedürfnisse nicht sofort befriedigen zu können und ruhig abzuwarten. Ob beim Warten vor der Hundewiese, beim Begrüßen von Besuch ohne Hochspringen oder einfach nur beim Aushalten von Ruhephasen zu Hause: Ein Hund, der Frustration ertragen kann, ist ein entspannterer Begleiter im Alltag.

## Pubertät oder Charakter: Der schmale Grat der Veränderung

Eine der häufigsten Fragen, die sich Besitzer:innen stellen, lautet: Ist dieses anstrengende Verhalten nur eine Phase oder der wahre Charakter meines Hundes? Christiane Miller erklärt, dass die Pubertät bereits angelegte Charakterzüge und rassetypische Veranlagungen oft wie ein Brennglas verstärkt. Ein Herdenschutzhund, der schon als Welpe einen großen Erkundungsdrang zeigte, wird in der Junghundezeit noch eigenständiger. Ein kleiner Terrier, der früh gelernt hat, seine Ressourcen zu verteidigen, könnte nun noch ernster reagieren. Wenn ein Verhalten also quasi aus dem Nichts auftaucht und der Hund bisher unkompliziert war, ist es wahrscheinlicher, dass die Hormone eine große Rolle spielen. Zeigt der Hund jedoch eine Intensivierung von Verhaltensweisen, die in Ansätzen schon immer da waren, spricht vieles für eine Kombination aus Charakter und pubertärer Entwicklung. Christiane betont in diesem Zusammenhang, wie wichtig es ist, sich vor der Anschaffung intensiv mit den Eigenschaften der gewählten Rasse auseinanderzusetzen, um nicht von Verhaltensweisen überrascht zu werden, die tief in der Genetik des Hundes verankert sind.

## Der Umgang mit dem eigenen Perfektionsdruck

Besonders Ersthundebesitzer:innen fühlen sich in der Junghundezeit oft überfordert und unter enormem Druck. Sie lesen Ratgeber, schauen Online-Videos und bekommen auf der Hundewiese unzählige, oft widersprüchliche Ratschläge. Die Angst, einen Fehler zu machen, der die nächsten Jahre des Zusammenlebens negativ prägt, ist groß. Christiane spricht dieses Problem direkt an und plädiert für mehr Gelassenheit. Sie stellt klar, dass niemand alles richtig machen kann und Fehler ein normaler Teil des Lernprozesses sind - ähnlich wie in der Kindererziehung. Anstatt sich von Streber-Junghunden in der Hundegruppe oder perfekten Social-Media-Inszenierungen verunsichern zu lassen, solltest du dich auf dein eigenes Mensch-Hund-Team konzentrieren. Es ist wichtiger, eine klare und authentische Linie zu finden, als einem starren Ideal nachzueifern. Wenn du unsicher bist, rät Christiane, sich eine:n vertrauenswürdige:n Trainer:in zu suchen und dessen Rat zu folgen, anstatt sich im Informationschaos zu verlieren.

## Praktische Schritte für die Junghundezeit

Um die Herausforderungen der Pubertät zu meistern, gibt Christiane Miller konkrete, handlungsorientierte Tipps, die den Fokus auf den Beziehungsaufbau und alltagsrelevante Regeln legen.

1. **Leinenführigkeit konsequent üben:** Statt den Hund ständig mit Futter bei Laune zu halten, solltest du jetzt beginnen, Grenzen zu setzen. Wenn dein Hund zieht, bleib stehen oder wechsle kommentarlos die Richtung. Es geht darum, dass er lernt, sich an deinem Tempo zu orientieren, nicht umgekehrt. Die Leine ist ein Kommunikationsmittel, kein reines Sicherungsinstrument.
2. **Frustrationstoleranz im Alltag fördern:** Baue kleine Warteübungen in den Alltag ein. Dein Hund muss lernen, dass nicht jeder seiner Impulse sofort zum Erfolg führt. Lass ihn kurz warten, bevor er aus dem Auto springt, seinen Futternapf bekommt oder du die Leine auf der Hundewiese abmachst. Auch das ruhige Warten auf seiner Decke, während Besuch da ist, ist eine wertvolle Übung.
3. **Kommandos nicht wiederholen:** Vermeide es, ein Kommando wie Sitz mehrfach zu wiederholen. Wenn dein Hund nicht reagiert, lernt er nur, dass das Wort keine Bedeutung hat. Stattdessen solltest du die Situation analysieren: War die Ablenkung zu groß? Ist der Hund überfordert? Es ist besser, in einem schwierigen Moment auf ein Kommando zu verzichten und den Hund stattdessen ruhig zu sichern, als das Signal zu entwerten.
4. **Den Rückruf bewusst einsetzen:** Der Rückruf ist das höchste Gut. Trainiere ihn gezielt in Situationen, in denen du dir des Erfolgs sicher bist. Ansonsten sichere deinen Hund lieber mit einer (Schlepp-)Leine. Jedes Mal, wenn du rufst und dein Hund ignoriert dich, lernt er, dass dein Rufen optional ist. Unterscheide klar zwischen dem Training des Rückrufs und seiner Anwendung im Ernstfall.
5. **Einen Junghundekurs besuchen:** Iona und Christiane sind sich einig, dass ein guter Junghundekurs extrem hilfreich sein kann. Er bietet ein kontrolliertes Umfeld, um unter Ablenkung zu üben, ermöglicht sozialen Kontakt und gibt dir als Halter:in professionelles Feedback und Sicherheit. Ein guter Kurs ist eine Mischung aus Training, dosiertem Spiel und der Beantwortung individueller Fragen.

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                    Petcaster

  **Zusammengefasst von Anja Schirwinski**

Seit meine Hündin Frida mit fünf Monaten aus einem rumänischen Shelter zu mir kam, beschäftige ich mich intensiv mit Hundethemen - von Alltagstraining bis Verhaltensbesonderheiten. Viele der Fragen, die in Podcasts besprochen werden, kenne ich aus unserer gemeinsamen Erfahrung nur zu gut. Deshalb fasse ich hier die für mich interessantesten Podcastfolgen zusammen und ergänze sie mit meinen eigenen Erlebnissen mit Frida.

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##  Themen

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**Hinweis:** *Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe von KI aus dem Transkript der Podcast-Episode generiert.*

Alle Inhalte auf Petcaster beruhen auf öffentlich zugänglichen Podcasts aus der Hunde- und Haustierwelt. Wir fassen die Episoden nach bestem Wissen zusammen, übernehmen jedoch keine Gewähr für Vollständigkeit, Aktualität oder Richtigkeit der Inhalte. Die Rechte an den Original-Podcasts und -Inhalten liegen ausschließlich bei den jeweiligen Urheber:innen.

         ## Shownotes

   Interview mit Christiane Miller In dieser Folge des CANIS Podcasts spricht Iona mit Christiane Miller über die Junghundezeit und die Veränderungen, die mit der Hundepubertät einhergehen. Warum entfernen sich Junghunde plötzlich weiter von ihren Menschen und stellen bisherige Regeln infrage? Welche Rolle spielen Orientierung, Frustrationstoleranz und Grenzen in dieser Entwicklungsphase? Und worauf sollten Hundehalter bei der Erziehung jetzt besonders achten? Christiane erklärt, warum der Übergang vom Welpen zum erwachsenen Hund individuell verläuft, wie sich Pubertät und Charakter unterscheiden lassen und weshalb nicht alles auf Anhieb funktionieren muss. Eine Folge über realistische Erwartungen, sinnvolle Prioritäten und den Umgang mit den Herausforderungen der Junghundezeit.

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