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# Beziehung schlägt Training: Warum dein Hund mehr als nur Kommandos braucht

 



            **Podcast:** 

   [Der Welpentrainer - Der Podcast mit André Vogt](/podcast/der-welpentrainer) 

              **Erscheinungsdatum:** 

   25. April 2026 

            **Länge:** 

   00:28:15 

    [         Link zur Episode (extern)   ](https://der-welpentrainer.podigee.io/173-neue-episode) 

 

 

 

 





 ![171: &quot;Warum weniger Training manchmal mehr Erfolg bringt&quot;](https://www.petcaster.de/sites/default/files/styles/podcast_n_episode_metadata_image_1x/public/2025-08/9ec8c2cd-23ac-4d95-8208-289db56d6bb2.jpg.webp?itok=p9qXY27-) 

###   171: "Warum weniger Training manchmal mehr Erfolg bringt"  

   25. April 2026 · [Der Welpentrainer - Der Podcast mit André Vogt](/podcast/der-welpentrainer)

  

 

 





 

Du übst jeden Tag den Rückruf, trainierst die Leinenführigkeit bis zur Erschöpfung und trotzdem scheint dein Hund draußen alles zu vergessen, was er gelernt hat? Wenn du dich in dieser Situation wiederfindest, bist du nicht allein. In einer neuen Folge ihres Podcasts [*Der Welpentrainer*](https://www.petcaster.de/podcast/der-welpentrainer) gehen André Vogt und Eva Birkenholz einem weitverbreiteten Missverständnis auf den Grund: der Annahme, dass ständiges Training der Schlüssel zu einem gehorsamen Hund ist. Sie argumentieren, dass etwas viel Grundlegenderes den Erfolg bestimmt - die Beziehung zwischen dir und deinem Hund. André und Eva zeigen auf, warum ein Umdenken von reiner Dressur hin zu echter Führung nicht nur die Probleme löst, sondern auch zu einem entspannteren Zusammenleben für beide Seiten führt. Diese Folge ist ein Muss für alle, die das Gefühl haben, auf der Stelle zu treten, und die verstehen wollen, was ihr Hund wirklich von ihnen braucht.

## Das Wichtigste auf einen Blick

- **Beziehung vor Training:** Eine stabile, klare Beziehung, in der dein Hund dir vertraut und dich als Entscheidungsträger akzeptiert, ist die Basis für alles Weitere. Klassisches Training von Kommandos ist wichtig, aber zweitrangig.
- **Grenzen sind Liebe:** Hunde brauchen klare Regeln und Grenzen, um sich sicher und orientiert zu fühlen. Ständige Nachgiebigkeit und das Erfüllen jedes Wunsches führen nicht zu Zuneigung, sondern zu Stress und Überforderung.
- **Die Gefahr der Vermenschlichung:** Wenn wir Hunde wie kleine Menschen behandeln, übersehen wir ihre wahren Bedürfnisse. Ein Hund sucht nach einem souveränen Führer, nicht nach einem Kumpel, der ihm jede Entscheidung überlässt.
- **Zuhause fängt alles an:** Probleme wie Leinenaggression oder mangelnder Rückruf haben ihre Wurzeln fast immer im häuslichen Umfeld. Das Verhalten deines Hundes in den eigenen vier Wänden verrät viel über eure Rollenverteilung.
- **Kommuniziere wie ein Hund:** Anstatt menschliche Höflichkeit anzuwenden, ist es effektiver, hündische Kommunikationsformen zu übernehmen. Das bedeutet, klar und authentisch Raum, Ressourcen und Entscheidungen für dich zu beanspruchen.

## Warum Training allein nicht die Lösung ist

Zu Beginn der Folge stellen André und Eva eine entscheidende Frage: Was verstehen wir eigentlich unter Training? Für viele bedeutet es, aktiv Übungen wie Sitz, Platz oder Rückruf abzuverlangen. André beschreibt es als den Prozess, ein Verhalten aufzubauen, das im Alltag nützlich ist. Doch hier liegt oft schon das erste Problem. Viele Hundebesitzer, so Evas Beobachtung, trainieren unermüdlich, doch die Probleme werden eher schlimmer. Der Hund wird nervöser, die Kommandos unsauberer und der Frust auf beiden Seiten wächst. Der Grund dafür ist, dass der Fokus falsch gesetzt wird.

Die beiden Experten plädieren dafür, den Blick von der reinen Konditionierung abzuwenden und sich stattdessen auf die Beziehung und die Erziehung zu konzentrieren. Erziehung, so definieren sie es, bedeutet nicht, dem Hund Tricks beizubringen, sondern ihm zu vermitteln, wer die Entscheidungen trifft. Es geht um das Setzen von Grenzen und die Akzeptanz der menschlichen Führung. Diese Grundlage ist aus ihrer Sicht weitaus effektiver und nachhaltiger als jedes perfektionierte Kommando, denn sie funktioniert auch dann, wenn die Ablenkung groß und der Hund emotional erregt ist.

## Die fatale Falle der Vermenschlichung

Warum fällt es uns so schwer, diese führende Rolle einzunehmen? André und Eva sehen die Ursache in unserer tiefen emotionalen Bindung und der Neigung, unsere Hunde zu vermenschlichen. Wir wollen, dass es ihnen gut geht, überschütten sie mit Liebe, dem besten Futter und teurem Spielzeug. Dieses "Verwöhnprogramm", so André, ist zwar gut gemeint, sendet dem Hund aber völlig falsche Signale. Er lernt nicht, dass er einen verlässlichen Partner an seiner Seite hat, sondern dass er der Nabel der Welt ist.

Eva verdeutlicht den Unterschied mit einem eindrücklichen Beispiel: Wenn ein neuer Hund in ein bestehendes Rudel kommt, wird er nicht mit einer Willkommensparty empfangen. Stattdessen wird er zunächst ignoriert oder korrigiert, wenn er Grenzen überschreitet. Ein souveräner Hund macht sofort klar: Du bist hier in meinem Raum, also pass dich an. Wir Menschen tun oft das genaue Gegenteil. Diese grenzenlose Zuneigung führt dazu, dass der Hund keine klare Orientierung hat und gezwungen ist, selbst die Verantwortung zu übernehmen - eine Rolle, die ihn massiv überfordert und stresst.

## Dein Wohnzimmer als Spiegel für die Außenwelt

Ein Satz, den Hundetrainer oft hören, lautet: "Zuhause ist er der liebste Hund, aber draußen ..." André und Eva stellen diese Aussage entschieden infrage. Sie argumentieren, dass die Probleme, die sich draußen zeigen - sei es Leinenzerren, Jagen oder Aggression gegenüber Artgenossen - fast immer ihre Wurzeln im häuslichen Zusammenleben haben. Das Verhalten, das wir drinnen vielleicht als harmlos oder sogar süß empfinden, ist oft die Ursache für das Chaos draußen.

Ein Hund, der seinem Menschen auf Schritt und Tritt folgt, ständig Aufmerksamkeit einfordert, entscheidet, wann gespielt oder gekuschelt wird, und jeden Raum für sich beansprucht, hat ein klares Bild von der Rollenverteilung: Er sieht sich selbst als denjenigen, der die Kontrolle hat. Wenn dieser Hund dann draußen mit einer herausfordernden Situation konfrontiert wird, verlässt er sich nicht auf seinen Menschen, sondern trifft die Entscheidungen selbst - mit oft unerwünschten Folgen. Das Problem ist also nicht die Situation an sich, sondern das falsche Bild, das der Hund von seinem Menschen hat.

## Die Sprache der Hunde: Klarheit statt Nettigkeit

Um dieses Bild zu korrigieren, müssen wir lernen, die Sprache der Hunde zu sprechen. Eva erklärt einen fundamentalen Unterschied: Während menschliche Kommunikation oft auf Freundlichkeit und einem Ja-Schema basiert (bitte mach dies für mich), kommunizieren Hunde untereinander eher in einem Nein-Schema (lass das, dann ist alles gut). Sie sind nicht darauf aus, es allen recht zu machen, sondern setzen klare Grenzen, um Konflikte zu vermeiden und die soziale Ordnung aufrechtzuerhalten.

Für uns bedeutet das, dass wir nicht durch Nettigkeit, sondern durch Klarheit und Konsequenz das Vertrauen unseres Hundes gewinnen. Wenn wir eine Ressource wie Futter, einen Liegeplatz oder auch nur unsere eigene Aufmerksamkeit für uns beanspruchen, müssen wir dies authentisch und selbstverständlich tun. André warnt davor, dass der Hund sofort spürt, wenn wir nur eine Rolle spielen. Echte Akzeptanz zeigt sich nicht darin, dass ein Hund auf Kommando sitzt, sondern in subtilen Beschwichtigungssignalen und einer Haltung, die echten Respekt ausdrückt. Dieses Verhalten wird fälschlicherweise oft als Angst interpretiert, ist aber ein normaler und gesunder Teil der hündischen Kommunikation.

## Praktische Schritte zu einer klaren Beziehung

Wie kannst du nun beginnen, diese Erkenntnisse in die Tat umzusetzen und das Bild, das dein Hund von dir hat, zu verändern? André und Eva geben konkrete, alltagstaugliche Tipps, die auf dem Prinzip basieren, sich wie ein souveräner Hund zu verhalten.

1. **Beginne mit aktivem Ignorieren:** Wenn dein Hund ständig deine Aufmerksamkeit fordert, indem er dich anstupst, Spielzeug bringt oder bellt, ignoriere dieses Verhalten konsequent. Das bedeutet: nicht ansehen, nicht ansprechen, nicht anfassen. Du entscheidest, wann es Interaktion gibt. Das reduziert nicht nur den Stress beim Hund, sondern macht dich auch wieder interessanter.
2. **Beanspruche Raum und Ressourcen:** Mache dir bewusst, dass du der Verwalter aller wichtigen Ressourcen bist. Du entscheidest, wann und wo gefüttert wird. Dein Sofa, dein Bett und dein persönlicher Raum gehören dir - du kannst deinen Hund einladen, aber er darf sie nicht von sich aus beanspruchen. Ein einfacher Schritt ist, den Hund sanft, aber bestimmt aus dem Weg zu schicken, anstatt um ihn herumzugehen.
3. **Übe mit Stellvertreterkonflikten:** Du musst nicht auf die nächste Hundebegegnung warten, um Führung zu zeigen. Schaffe zu Hause kleine, kontrollierbare Situationen. Schicke deinen Hund für einige Minuten auf seinen Platz und setze durch, dass er dortbleibt, auch wenn es ihm schwerfällt. Wenn du solche kleinen Konflikte souverän löst, baust du ein Akzeptanzkonto auf, von dem du in schwierigen Situationen draußen zehren kannst.
4. **Beobachte dich selbst:** Bevor du etwas änderst, nimm dir einen Tag Zeit und beobachte einfach nur dein Verhalten. Wie oft reagierst du auf die Initiativen deines Hundes? Wie oft setzt du unbewusst seine Wünsche über deine eigenen? Diese Selbstanalyse ist oft der erste und wichtigste Schritt zur Veränderung.

Der Weg zu einer klaren Mensch-Hund-Beziehung ist ein Prozess, der Zeit und vor allem ein Umdenken erfordert. Doch wie André zum Abschluss sagt: Wer seinen Hund wirklich liebt, gibt ihm das, was er braucht - und das ist vor allem eine klare, verlässliche Führung.

 

 

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                    Petcaster 

 

 

  **Zusammengefasst von Anja Schirwinski**  

 

Seit meine Hündin Frida mit fünf Monaten aus einem rumänischen Shelter zu mir kam, beschäftige ich mich intensiv mit Hundethemen - von Alltagstraining bis Verhaltensbesonderheiten. Viele der Fragen, die in Podcasts besprochen werden, kenne ich aus unserer gemeinsamen Erfahrung nur zu gut. Deshalb fasse ich hier die für mich interessantesten Podcastfolgen zusammen und ergänze sie mit meinen eigenen Erlebnissen mit Frida.

[Mehr über das Projekt Petcaster](/ueber-uns)

 

 

 

 

     

##  Themen 

 

 

 

 - [  Hundetraining und Erziehung  ](/podcasts/themen/hundetraining-und-erziehung)
 
  

 

**Hinweis:** *Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe von KI aus dem Transkript der Podcast-Episode generiert.*

Alle Inhalte auf Petcaster beruhen auf öffentlich zugänglichen Podcasts aus der Hunde- und Haustierwelt. Wir fassen die Episoden nach bestem Wissen zusammen, übernehmen jedoch keine Gewähr für Vollständigkeit, Aktualität oder Richtigkeit der Inhalte. Die Rechte an den Original-Podcasts und -Inhalten liegen ausschließlich bei den jeweiligen Urheber:innen.

 

 

         ## Shownotes

  Mehr üben, mehr wiederholen, mehr kontrollieren – viele Hundehalter:innen glauben, dass konsequentes und intensives Training automatisch zu besseren Ergebnissen führt. Doch was, wenn genau das Gegenteil der Fall ist? Was, wenn weniger Training tatsächlich mehr Erfolg bringt?

In der neuen Folge des Welpentrainer-Podcasts gehen André Vogt und Eva Birkenholz dieser spannenden Frage auf den Grund. Sie sprechen darüber, warum zu viel Training Hunde (und Menschen) überfordern kann und weshalb Pausen, Alltagssituationen und gezielte Reduktion oft der Schlüssel zu nachhaltigem Lernerfolg sind.

Im Fokus stehen unter anderem: typische Anzeichen von Übertraining, warum Wiederholung nicht automatisch Fortschritt bedeutet, die Rolle von Ruhe und Verarbeitung im Lernprozess, wie viel Training wirklich sinnvoll ist und weshalb Qualität im Training wichtiger ist als Quantität.

Mit ihrer langjährigen Erfahrung zeigen die beiden, dass effektives Hundetraining nicht durch Dauerbeschäftigung entsteht, sondern durch kluge Struktur, gutes Timing und bewusste Pausen. Statt ständig „mehr zu machen“, lohnt es sich oft, einen Schritt zurückzugehen – und genau darin den Fortschritt zu erkennen.

Die Folge richtet sich an alle, die das Gefühl haben, trotz viel Training nicht wirklich voranzukommen – und bietet neue Perspektiven für einen entspannteren, nachhaltigeren Trainingsalltag.

Ein ehrlicher, praxisnaher Blick auf ein oft unterschätztes Prinzip im Hundetraining – und warum weniger manchmal genau das Richtige ist. Jetzt reinhören und Training neu denken.

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