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# Positive Verstärkung oder klare Grenzen: Was braucht dein Hund wirklich?

 



            **Podcast:** 

   [Der Welpentrainer - Der Podcast mit André Vogt](/podcast/der-welpentrainer) 

              **Erscheinungsdatum:** 

   25. Mai 2026 

            **Länge:** 

   00:31:38 

    [         Link zur Episode (extern)   ](https://der-welpentrainer.podigee.io/175-neue-episode) 

 

 

 

 





 ![173: &quot;Positive Only oder Klare Grenzen? Kontroverse Erziehungsmaßnahmen&quot;](https://www.petcaster.de/sites/default/files/styles/podcast_n_episode_metadata_image_1x/public/2025-08/9ec8c2cd-23ac-4d95-8208-289db56d6bb2.jpg.webp?itok=p9qXY27-) 

###   173: "Positive Only oder Klare Grenzen? Kontroverse Erziehungsmaßnahmen"  

   25. Mai 2026 · [Der Welpentrainer - Der Podcast mit André Vogt](/podcast/der-welpentrainer)

  

 

 





 

Stell dir vor, du gibst in der Hundeerziehung alles. Du belohnst jedes gute Verhalten, vermeidest konsequent jeden Konflikt und folgst dem Mantra, dass Training ausschließlich positiv sein muss. Doch statt eines entspannten Begleiters hast du einen Hund, der bei jeder Begegnung an der Leine tobt, voller Stress ist und dir das Leben schwer macht. Genau an diesem Punkt setzt die neue Folge des Podcasts [*Der Welpentrainer*](https://www.petcaster.de/podcast/der-welpentrainer) an. Die Hosts André Vogt und Eva Birkenholz nehmen sich eines der umstrittensten Themen der Hundewelt an: den scheinbaren Gegensatz zwischen rein positiver Erziehung und einem Training, das auf klaren Regeln und Grenzen basiert.

Ausgelöst durch einen aktuellen Fall aus Evas Hundeschule, beleuchten die beiden, warum ein ideologischer Tunnelblick für manche Hunde nicht nur wirkungslos, sondern sogar schädlich sein kann. Diese Episode ist damit mehr als nur eine Diskussion über Trainingsmethoden. Sie ist ein Plädoyer für einen pragmatischen, fairen und am Hund orientierten Mittelweg und richtet sich an alle Hundebesitzer, die sich im Dschungel der Erziehungsphilosophien verloren fühlen und nach einem Weg suchen, der für sie und ihren Vierbeiner wirklich funktioniert.

### Das Wichtigste auf einen Blick

- **Der Mittelweg ist das Ziel:** Weder rein positives Training noch rein aversive Methoden sind der Königsweg. André und Eva plädieren für einen ausgewogenen Ansatz, den sie „Hämoneka“ nennen - eine Kombination aus positiver Verstärkung und fairer, verständlicher Grenzsetzung.
- **Grenzen schaffen Sicherheit, nicht Angst:** Klare Regeln und ein fester Rahmen geben einem Hund - insbesondere einem unsicheren - die nötige Orientierung. Sie lernen, was von ihnen erwartet wird, und können die Verantwortung an den Menschen abgeben, was enormen Stress reduziert.
- **Die Natur als Vorbild:** André betont immer wieder, wie wichtig die Beobachtung von Hunden untereinander ist. Ihre Kommunikation ist direkt, unmissverständlich und alles andere als rein positiv. Sie setzen sich gegenseitig klare Grenzen, um das soziale Gefüge zu erhalten.
- **Wenn "Positive Only" an seine Grenzen stößt:** Anhand eines Herdenschutzhundes zeigt Eva eindrücklich, wie ein rein positiver Ansatz scheitern kann. Trotz Management-Tools und sogar Medikamenten wurde das Verhalten des Hundes immer problematischer, weil ihm die grundlegende Struktur fehlte.
- **Vertraue deinem Bauchgefühl:** Wenn du merkst, dass du mit einer Methode nicht weiterkommst oder dein Hund sogar mehr Stress zeigt, ist es legitim und wichtig, den Ansatz zu hinterfragen und dir professionelle Hilfe zu suchen, die zu dir und deinem Hund passt.

## Der Auslöser: Ein Herdenschutzhund am Limit

Den Anstoß für diese intensive Diskussion liefert ein Fall aus Evas Praxis, der die potenziellen Schattenseiten eines dogmatisch durchgezogenen „Positive Only“-Trainings verdeutlicht. Sie betreut einen Herdenschutzhund, der seit seiner Ankunft in Deutschland ausschließlich positiv trainiert wurde. Das bedeutete konkret: Unerwünschtes Verhalten wurde ignoriert, und Konfliktsituationen, wie Hundebegegnungen im Wald, wurden durch großräumiges Ausweichen umgangen. Das Ergebnis war jedoch alles andere als positiv. Der Hund entwickelte eine massive Leinenaggression, zog unkontrolliert und zeigte nach seiner Kastration zusätzlich starke Ängste.

Die Situation eskalierte so weit, dass der Hund mit einer ganzen Armada an Hilfsmitteln wie Halti und Maulkorb ausgestattet und schließlich sogar medikamentös behandelt wurde, weil man von einer psychischen Störung ausging. Die vorherige Hundeschule erklärte ihn für austrainiert. Für Eva ist dieser Fall ein Paradebeispiel dafür, wie ein Hund durch fehlende Führung und klare Ansagen in eine ständige Überforderung gerät. Er hatte nie gelernt, was von ihm nicht erwartet wird, und fühlte sich gezwungen, jede Situation selbst zu regeln - eine Last, die ihn krank machte. Erst als Eva begann, mit ihm an klaren Grenzen zu arbeiten, zeigte sich eine deutliche Besserung. Der Hund konnte endlich entspannen, weil er verstand, dass sein Mensch die Entscheidungen trifft.

## Warum klare Grenzen für Hunde fair sind

Was von manchen als Härte oder gar Gewalt missverstanden wird, ist für André und Eva ein Akt der Fairness. André erklärt, dass er seine Methoden maßgeblich aus der Beobachtung der hündischen Kommunikation ableitet. In einem Rudel oder bei einer Begegnung zwischen Hunden gibt es klare soziale Regeln. Ressourcen werden verteidigt, und unerwünschtes Verhalten wird sofort und unmissverständlich korrigiert. Dieses Vorgehen sorgt für Stabilität und Klarheit.

Indem wir unseren Hunden einen ähnlichen Rahmen bieten, machen wir die Welt für sie vorhersehbar. Sie lernen, welche Verhaltensweisen akzeptabel sind und welche nicht. Das ist besonders für unsichere oder ängstliche Hunde aus dem Tierschutz von unschätzbarem Wert. Anstatt permanent die Umgebung scannen zu müssen und unsicher zu sein, wie sie reagieren sollen, können sie sich auf die Führung ihres Menschen verlassen. Diese Verlässlichkeit schafft Vertrauen und eine tiefe Bindung - die Basis für ein entspanntes Zusammenleben. Es geht nicht darum, den Hund zu unterdrücken, sondern ihm die Freiheit innerhalb sicherer Leitplanken zu ermöglichen.

## Ideologie vs. Pragmatismus: Die Debatte in der Hundeszene

Ein zentraler Punkt, der André sichtlich beschäftigt, ist die Radikalität, mit der die Debatte oft geführt wird. Er beschreibt die "Positive Only"-Szene als teilweise sehr laut, intolerant und schnell bei der Sache, andere Ansätze zu verteufeln. Oft werden, so berichtet er, einzelne Szenen aus Fernsehsendungen oder Trainingsvideos aus dem Kontext gerissen, um zu belegen, wie gewalttätig eine Korrektur sei. Dabei wird übersehen, dass 90 Prozent des Trainings auch bei ihnen auf positiver Verstärkung, Beziehung und dem Decken von Bedürfnissen basieren.

Diese ideologische Spaltung empfinden beide als kontraproduktiv. Anstatt im Sinne des Hundes zu handeln und für jedes Mensch-Hund-Team den passenden Weg zu finden, wird ein Grabenkrieg geführt. André und Eva kritisieren, dass diese Diskussion oft emotional aufgeladen ist und mehr über die Bedürfnisse der Menschen als über die der Hunde aussagt. Der Wunsch, dem Tier niemals etwas Unangenehmes zuzumuten, kann paradoxerweise dazu führen, dass dem Hund die für ihn so wichtige Struktur vorenthalten wird. Aus diesem Grund sprechen sie eine offene Einladung aus: Sie würden gerne einen Vertreter der rein positiven Trainingsphilosophie in den Podcast einladen, um eine sachliche und respektvolle Diskussion zu führen.

## Kritik am System: Wenn die Ausbildung zum Problem wird

Interessanterweise wird die "Positive Only"-Philosophie auch von offizieller Seite oft als alleiniger Standard dargestellt. André und Eva berichten von ihren eigenen Erfahrungen bei der Prüfung für den Paragraph 11, die offizielle Erlaubnis zum gewerblichen Hundetraining. Dort werde von vielen Veterinärämtern ein Training ohne jegliche Korrektur oder Strafe als einzig richtiger Weg gelehrt. Dies führt dazu, dass Hundetrainer in der Ausbildung oft lernen, eine Methode zu predigen, die sie in der Praxis als unzureichend empfinden.

André erzählt eine bezeichnende Anekdote von einem Dozenten, der während seines Vortrags über rein positive Methoden seine eigenen Hunde unter dem Tisch mit einem scharfen Blick zur Ruhe brachte - eine klare, nonverbale Korrektur. Auf Nachfrage gab er zu, dass er seine eigenen Hunde natürlich nicht rein positiv erzieht, es für die Prüfung aber so lehren müsse. Diese Diskrepanz zwischen offizieller Lehre und praxiserprobter Realität ist für viele Trainer ein Dilemma und trägt zur Verunsicherung bei Hundebesitzern bei.

## Praktische Schritte für deinen Weg

Wie findest du nun den richtigen Weg für dich und deinen Hund? Die Episode liefert keine Patentrezepte, aber wertvolle Denkanstöße, die dir helfen, deine eigene, fundierte Entscheidung zu treffen.

1. **Beobachte und lerne von deinem Hund:** Schau genau hin, wie dein Hund mit anderen Hunden kommuniziert. Du wirst sehen, dass es um mehr als nur Spiel und Futter geht. Diese Beobachtungen helfen dir, die Notwendigkeit von klaren Signalen besser zu verstehen.
2. **Hinterfrage deine Trainingsmethode kritisch:** Egal, welchem Ansatz du folgst - sei ehrlich zu dir selbst. Seht ihr Fortschritte? Fühlt sich dein Hund im Alltag sichtlich wohler und entspannter? Wenn du monate- oder jahrelang stagnierst oder sich die Probleme verschlimmern, ist es Zeit für eine Kurskorrektur.
3. **Vertraue deinem Bauchgefühl:** Oft spüren wir instinktiv, wenn etwas nicht stimmt. Wenn dein Trainer dir verbietet, deinem Hund ein klares Nein zu sagen, obwohl dein Inneres dir signalisiert, dass genau das jetzt nötig wäre, dann höre auf dieses Gefühl. Du bist der wichtigste Partner deines Hundes.
4. **Suche dir einen flexiblen Trainer:** Ein guter Trainer hat einen gut gefüllten Werkzeugkoffer und klebt nicht an einer einzigen Ideologie. Er oder sie analysiert dein Team individuell und schlägt einen Weg vor, der zu euch beiden passt - auch wenn das bedeutet, von der eigenen Präferenz abzuweichen oder dich an einen Kollegen zu verweisen.
5. **Finde deinen eigenen, ausgewogenen Weg:** Erziehung ist kein Dogma. Nutze die Kraft der positiven Verstärkung, um erwünschtes Verhalten aufzubauen. Sei aber auch mutig genug, faire und verständliche Grenzen zu setzen, wenn es die Situation erfordert. Dein Hund wird dir diese Klarheit mit Vertrauen und Gelassenheit danken.

 

 

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                    Petcaster 

 

 

  **Zusammengefasst von Anja Schirwinski**  

 

Seit meine Hündin Frida mit fünf Monaten aus einem rumänischen Shelter zu mir kam, beschäftige ich mich intensiv mit Hundethemen - von Alltagstraining bis Verhaltensbesonderheiten. Viele der Fragen, die in Podcasts besprochen werden, kenne ich aus unserer gemeinsamen Erfahrung nur zu gut. Deshalb fasse ich hier die für mich interessantesten Podcastfolgen zusammen und ergänze sie mit meinen eigenen Erlebnissen mit Frida.

[Mehr über das Projekt Petcaster](/ueber-uns)

 

 

 

 

     

##  Themen 

 

 

 

 - [  Hundetraining und Erziehung  ](/podcasts/themen/hundetraining-und-erziehung)
 
  

 

**Hinweis:** *Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe von KI aus dem Transkript der Podcast-Episode generiert.*

Alle Inhalte auf Petcaster beruhen auf öffentlich zugänglichen Podcasts aus der Hunde- und Haustierwelt. Wir fassen die Episoden nach bestem Wissen zusammen, übernehmen jedoch keine Gewähr für Vollständigkeit, Aktualität oder Richtigkeit der Inhalte. Die Rechte an den Original-Podcasts und -Inhalten liegen ausschließlich bei den jeweiligen Urheber:innen.

 

 

         ## Shownotes

  Im Hundetraining prallen oft zwei Welten aufeinander: Die einen setzen ausschließlich auf positive Verstärkung, die anderen betonen die Bedeutung klarer Regeln und Grenzen. Doch was braucht ein Hund wirklich – und wo liegt die Grenze zwischen fairer Führung und unnötiger Härte?

In der neuen Folge unseres Podcasts „Der Welpentrainer“ diskutieren André Vogt und Eva Birkenholz über dieses Thema, das in der Hundewelt regelmäßig für hitzige Debatten sorgt.

Die beiden sprechen offen über moderne Trainingsphilosophien, Missverständnisse rund um Belohnung und Konsequenz sowie über die Frage, warum viele Hundehalter zwischen „zu nett“ und „zu streng“ hin- und hergerissen sind. Dabei geht es nicht um Schwarz oder Weiß, sondern um einen differenzierten Blick auf Kommunikation, Orientierung und Verantwortung im Alltag mit Hund.

Außerdem klären André und Eva, warum Grenzen nichts mit Härte zu tun haben müssen, wo positives Training an seine Grenzen stoßen kann, weshalb Timing und Klarheit entscheidend sind und warum Hunde oft mehr Orientierung brauchen, als viele Menschen denken.

Eine ehrliche, kontroverse und praxisnahe Folge für alle, die ihren Hund besser verstehen und ihren eigenen Weg in der Hundeerziehung finden möchten – ohne Ideologien, aber mit viel Erfahrung aus dem echten Trainingsalltag.

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