Von Grannen bis Blaualgen: Sicher durch den Sommer mit Hund

178: "Sommergefahren: Worauf Du im Sommer mit Hund achten musst"

178: "Sommergefahren: Worauf Du im Sommer mit Hund achten musst"

1. August 2026 · Der Welpentrainer - Der Podcast mit André Vogt

Der Duft von Holzkohle liegt in der Luft, die Tage sind lang und die Abende lau - der Sommer ist die perfekte Zeit für gemeinsame Abenteuer mit dem Hund. Doch abseits der bekannten Hitzefallen lauern oft unterschätzte Risiken. Im Podcast Der Welpentrainer nehmen sich die Hosts André Vogt und Eva Birkenholz genau diesen versteckten Gefahren an. Sie beleuchten, warum das gemütliche Grillfest schnell zur Notaufnahme führen kann und welche unscheinbaren Pflanzen am Wegesrand eine ernste Bedrohung darstellen. Diese Episode ist ein unverzichtbarer Leitfaden für alle Hundebesitzer, die den Sommer sicher und entspannt genießen wollen, denn sie schärft den Blick für die Gefahren, die wir im Alltag leicht übersehen.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Grillen birgt Risiken: Gekochte Knochen, stark gewürzte Marinaden, Grillspieße und sogar leere Plastikverpackungen können für Hunde lebensgefährlich sein. Eine klare Kommunikation mit Gästen ist hier essenziell.
  • Giftige Pflanzen sind allgegenwärtig: Pflanzen wie der Riesenbärenklau, Rhododendron oder Kirschlorbeer können bei Kontakt oder Verzehr schwere Vergiftungen oder Hautreaktionen auslösen. Lerne, die häufigsten Giftpflanzen in deiner Umgebung zu erkennen.
  • Die Tücke der Grannen: Die kleinen, borstigen Pflanzenteile von Gräsern können sich in Ohren, Nase, Augen und zwischen den Pfotenballen festsetzen und tief ins Gewebe wandern. Ein gründlicher Check nach jedem Spaziergang ist im Sommer unerlässlich.
  • Gefahren am Wasser: Stehende Gewässer können im Sommer mit giftigen Blaualgen belastet sein, während Flüsse wie der Rhein unberechenbare Strömungen aufweisen. Informiere dich über lokale Warnungen und unterschätze niemals die Kraft des Wassers.
  • Training als beste Prävention: Ein gut trainiertes Impulskontroll- und Akzeptanztraining, bei dem der Hund lernt, nicht alles Essbare sofort zu verschlingen oder definierte Zonen (wie den Grillbereich) zu meiden, ist der wirksamste Schutz.

Grillen - Ein Fest für uns, eine Gefahrenzone für den Hund

Das sommerliche Grillen ist für viele der Inbegriff von Gemütlichkeit, doch für unsere Hunde lauern hier zahlreiche Gefahren. André und Eva machen im Gespräch deutlich, dass die Risiken weit über das klassische Betteln am Tisch hinausgehen. Ein zentraler Punkt, den André betont, sind gegarte Knochen, insbesondere von Geflügel. Anders als rohe Knochen splittern diese leicht und können zu schweren Verletzungen in Maul, Speiseröhre und Magen-Darm-Trakt führen. Auch wenn es gut gemeint ist, die Reste vom Hähnchen an den Hund zu verfüttern, ist dies eine der häufigsten Ursachen für Notfälle.

Ein weiteres Problem sind die Gäste. Oft wollen sie dem Hund eine besondere Freude machen und stecken ihm heimlich ein Stück mariniertes Fleisch zu. Eva warnt hier eindringlich, denn die Marinaden enthalten oft für Hunde giftige Zutaten wie Zwiebeln und Knoblauch oder große Mengen an Salz und Gewürzen, die zu Magenverstimmungen und Durchfall führen können. Besonders gefährlich sind auch zuckerfreie Grillsaucen, die den Süßstoff Xylit (Birkenzucker) enthalten können, der für Hunde hochtoxisch ist. Eine besondere Gefahr, die oft übersehen wird, sind Grillspieße aus Holz oder Metall. Wenn ein Hund einen solchen Spieß verschluckt, kann dies zu inneren Perforationen führen und erfordert einen sofortigen Tierarztbesuch. Selbst die leeren, aber herrlich duftenden Plastikverpackungen des marinierten Fleisches stellen ein Risiko dar, wenn der Hund sie aus dem Müll klaut und verschluckt.

Giftige Pflanzen im Garten und am Wegesrand

Der eigene Garten und die Spazierwege verwandeln sich im Sommer in ein blühendes Paradies - allerdings mit einigen giftigen Mitbewohnern. Die Hosts heben hervor, wie wichtig es ist, die Flora in der direkten Umgebung des Hundes zu kennen. Beliebte Heckenpflanzen wie Kirschlorbeer oder Ziersträucher wie Rhododendron sind für Hunde giftig. Welpen und neugierige Junghunde knabbern gerne mal an Blättern oder fressen heruntergefallene Beeren, was zu Vergiftungssymptomen führen kann.

Eine Pflanze, vor der beide eindringlich warnen, ist der Riesenbärenklau. Diese imposante Pflanze mit ihren großen weißen Dolden wächst oft an Flussufern oder Feldrändern. Ihr Saft enthält Substanzen, die in Verbindung mit Sonnenlicht schwere, verbrennungsähnliche Hautreaktionen auslösen. Es reicht schon, wenn der Hund durch die Pflanzen streift oder daran schnüffelt. Diese Pflanze zu erkennen, ist kein Nischenwissen, sondern essenziell für die Sicherheit von Mensch und Tier. Auch die Raupen des Eichenprozessionsspinners, deren feine Brennhaare bei Kontakt starke allergische Reaktionen und Schmerzen auslösen können, sind im Sommer eine ernste Gefahr, vor allem in Gebieten mit vielen Eichen.

Unsichtbare Feinde: Grannen, Blaualgen und Strömungen

Neben den offensichtlichen Gefahren gibt es auch die kleinen, unscheinbaren Übeltäter. Eva beschreibt die Grannen als einen der häufigsten Sommernotfälle in Tierarztpraxen. Diese kleinen, pfeilartigen Pflanzenteile von Getreide und Gräsern haben Widerhaken, mit denen sie sich im Fell festsetzen und dann unaufhaltsam in die Haut, in die Nase, die Ohren oder zwischen die Zehen bohren. Ein Hund, der nach einem Spaziergang plötzlich den Kopf schüttelt, unentwegt niest oder sich eine Pfote wund leckt, könnte eine Granne haben. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Dies ist ein absoluter Notfall, der oft nur unter Narkose vom Tierarzt behoben werden kann.

Auch das erfrischende Bad im See ist nicht immer ohne Risiko. Bei anhaltender Hitze können sich in stehenden Gewässern Blaualgen explosionsartig vermehren. Das Verschlucken dieses Wassers kann für Hunde lebensgefährlich sein. André rät, auf offizielle Warnschilder der Gemeinden zu achten und im Zweifel den Hund nicht ins Wasser zu lassen, wenn dieses eine grünliche, schlierige Oberfläche aufweist. Eine ganz andere, aber ebenso tödliche Gefahr lauert in Flüssen. Die starke und oft unsichtbare Unterströmung, beispielsweise im Rhein, wird regelmäßig zur Todesfalle für Hunde, die einem Ball oder Stock hinterherjagen. Hier gilt: Hunde in der Nähe von solchen Flüssen niemals ungesichert ins Wasser lassen.

Praktische Schritte zur Prävention

Anstatt den Sommer in ständiger Sorge zu verbringen, geben André und Eva konkrete, umsetzbare Tipps an die Hand, um die Risiken zu minimieren.

  1. Training ist der beste Schutz: Die wichtigste Grundlage ist ein solides Training. Übe mit deinem Hund das sogenannte Akzeptanztraining. Er muss lernen, dass heruntergefallenes Essen nicht automatisch ihm gehört. Eine klar definierte räumliche Grenze, zum Beispiel ein Tabu-Bereich um den Grill und den Esstisch, schafft klare Regeln und verhindert, dass der Hund überhaupt in Versuchung kommt.
  2. Management, wenn Training nicht möglich ist: Wenn du Gäste hast und dich nicht voll auf deinen Hund konzentrieren kannst, ist Management die beste Lösung. Bringe deinen Hund während des Essens ins Haus oder in einen sicheren Bereich im Garten. Das ist kein Versagen, sondern verantwortungsvolles Handeln, um Stress für alle Beteiligten zu vermeiden, wie Eva betont.
  3. Routine-Check nach dem Spaziergang: Mache es dir zur Gewohnheit, deinen Hund nach jedem Ausflug durch Wiesen und Felder gründlich abzusuchen. Kontrolliere vor allem die Pfoten (auch zwischen den Ballen), die Ohren, die Augen und die Nase auf Grannen. Gleichzeitig kannst du so auch Zecken frühzeitig entdecken.
  4. Wissen schützt: Informiere dich darüber, welche Pflanzen in deinem Garten oder auf deinen üblichen Gassi-Routen giftig sind. Nutze Pflanzenbestimmungs-Apps oder entsprechende Ratgeber. Erkundige dich bei deiner Gemeinde nach Warnungen bezüglich Blaualgen oder des Eichenprozessionsspinners.

Petcaster
Zusammengefasst von Anja Schirwinski

Seit meine Hündin Frida mit fünf Monaten aus einem rumänischen Shelter zu mir kam, beschäftige ich mich intensiv mit Hundethemen - von Alltagstraining bis Verhaltensbesonderheiten. Viele der Fragen, die in Podcasts besprochen werden, kenne ich aus unserer gemeinsamen Erfahrung nur zu gut. Deshalb fasse ich hier die für mich interessantesten Podcastfolgen zusammen und ergänze sie mit meinen eigenen Erlebnissen mit Frida.

Mehr über das Projekt Petcaster

Hinweis: Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe von KI aus dem Transkript der Podcast-Episode generiert.

Alle Inhalte auf Petcaster beruhen auf öffentlich zugänglichen Podcasts aus der Hunde- und Haustierwelt. Wir fassen die Episoden nach bestem Wissen zusammen, übernehmen jedoch keine Gewähr für Vollständigkeit, Aktualität oder Richtigkeit der Inhalte. Die Rechte an den Original-Podcasts und -Inhalten liegen ausschließlich bei den jeweiligen Urheber:innen.

Shownotes

Der Hund folgt jedem Kommando von Herrchen – während Frauchen scheinbar ignoriert wird. Oder genau umgekehrt. Dieses Phänomen kennen viele Paare und Familien: Der Hund hört auf eine Person zuverlässig, bei der anderen scheint jedes Kommando wirkungslos zu sein. Doch woran liegt das?

In der neuen Folge des Podcasts „Der Welpentrainer“ gehen Hundetrainer André Vogt und Eva Birkenholz dem sogenannten „Partner-Problem“ auf den Grund. Sie erklären, warum Hunde Menschen unterschiedlich wahrnehmen, welche Rolle Konsequenz, Körpersprache und Alltagssituationen spielen und weshalb dieses Verhalten meist nichts mit Sympathie zu tun hat.

Unter anderem beantworten sie, warum Hunde auf verschiedene Menschen unterschiedlich reagieren, welche Bedeutung Konsequenz und klare Regeln im Alltag haben, wie unbewusste Signale das Verhalten des Hundes beeinflussen, warum gut gemeinte Nachgiebigkeit häufig das Gegenteil bewirkt oder wie beide Partner eine vertrauensvolle und verlässliche Beziehung zum Hund aufbauen können.

Mit vielen Beispielen aus ihrer langjährigen Praxis zeigen André Vogt und Eva Birkenholz, wie Missverständnisse zwischen Mensch und Hund entstehen – und wie sie sich vermeiden lassen. Eine spannende Folge für alle Hundehalter, die ihren Vierbeiner besser verstehen und als Team zusammenwachsen möchten.

„Der Welpentrainer“ richtet sich an Welpenbesitzer, Hundeanfänger und alle Menschen, die ihren Hund besser verstehen und sicher durch den Alltag begleiten möchten.

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