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# Dog Mom oder Hundehalter? Warum Vermenschlichung Hunden schaden kann

 



            **Podcast:** 

   [Furminant - Der Hundepodcast mit Johanna und Alex](/podcast/furminant) 

              **Erscheinungsdatum:** 

   30. März 2026 

            **Länge:** 

   01:01:07 

    

 

 





 ![Dogmom - Wenn Sprache Beziehung formt](https://www.petcaster.de/sites/default/files/styles/podcast_n_episode_metadata_image_1x/public/2026-01/Furminant.jpg.webp?itok=1P8mjIyX) 

###   Dogmom - Wenn Sprache Beziehung formt  

   30. März 2026 · [Furminant - Der Hundepodcast mit Johanna und Alex](/podcast/furminant)

  

 

 





 

Stell dir vor, du scrollst durch Social Media und stößt auf einen Beitrag, der behauptet: Einen Hund zu erziehen ist dasselbe wie Mutterschaft. Die Fürsorge, die schlaflosen Nächte, die bedingungslose Liebe - all das verdiene den gleichen Respekt. Dieser Gedanke, der in der Hundewelt immer lauter wird, ist der Funke, der in der neuesten Episode des Podcasts [*Furminant*](https://www.petcaster.de/podcast/furminant) ein Feuer entfacht. Die Hosts Johanna Spahr und Alex Schillack, beide selbst erfahrene Hundetrainer und Eltern, nehmen diese steile These zum Anlass für eine ebenso ehrliche wie kontroverse Diskussion.

Doch es geht hier um mehr als nur einen viralen Post. Im Kern der Debatte steht eine fundamentale Frage, die jeden Hundemenschen betrifft: Wie sehen wir unsere Hunde wirklich? Als Familienmitglieder, ja, aber auch als eigenständige Tiere mit spezifischen Bedürfnissen? Oder projizieren wir menschliche Konzepte wie Elternschaft auf sie und tun ihnen damit vielleicht gar keinen Gefallen? Diese Episode taucht tief in die emotionale Welt der Mensch-Hund-Beziehung ein und beleuchtet, warum der Vergleich mit Elternschaft nicht nur hinkt, sondern auch gefährliche Folgen haben kann - für uns und für unsere Hunde.

## Das Wichtigste auf einen Blick

Bevor wir tiefer in die Analyse eintauchen, hier die zentralen Erkenntnisse aus dem Gespräch zwischen Johanna und Alex:

- **Kein fairer Vergleich:** Die Verantwortung und der tägliche Aufwand der Elternschaft sind mit der Hundehaltung nicht zu vergleichen. Diesen Unterschied zu ignorieren, wertet laut den Hosts die immense Leistung von Eltern, insbesondere von Alleinerziehenden, massiv ab.
- **Schädliche Vermenschlichung:** Den Hund permanent wie ein menschliches Kind zu behandeln, schadet ihm oft mehr, als es nützt. Johanna beobachtet, dass diese Haltung häufig zu Verhaltensproblemen wie starker Abhängigkeit und Trennungsstress führt, weil die wahren Bedürfnisse des Hundes nach Struktur und Selbstständigkeit übersehen werden.
- **Die Qualität der Liebe:** Die Liebe zu einem Hund kann überwältigend und tief sein. Dennoch argumentieren die Hosts, dass die biologische, instinktive und allumfassende Bindung zu einem eigenen Kind eine andere Dimension hat. Es geht nicht darum, Gefühle abzuwerten, sondern die Unterschiede anzuerkennen.
- **Zwei unvereinbare Welten:** Der Konflikt offenbart eine tiefe Spaltung in der Hundeszene. Auf der einen Seite stehen jene, die den Hund als Tier mit spezifischen Bedürfnissen sehen, auf der anderen die, die ihn vollständig vermenschlichen. Alex und Johanna bezweifeln, dass diese beiden Lager jemals einen gemeinsamen Nenner finden werden.
- **Verantwortung heißt auch loslassen:** Echte Verantwortung für einen Hund zu übernehmen, kann in extremen Fällen auch bedeuten, ein neues Zuhause für ihn zu suchen - zum Beispiel, wenn die Sicherheit von Kindern oder anderen Familienmitgliedern gefährdet ist.

## Ein umstrittener Vergleich: Wenn Hundeliebe zur Elternschaft wird

Ausgangspunkt der Diskussion ist ein Fundstück aus dem Internet, in dem eine Person fordert, dass die Hundehaltung als gleichwertig zur Mutterschaft anerkannt wird. Alex merkt direkt an, dass hier schon die erste Schieflage beginnt: Warum wird nur von Müttern gesprochen? Er als Vater fühlt sich bei solchen Debatten oft übergangen, obwohl er genauso viel Care-Arbeit leistet. Doch der Kern des Problems liegt für beide Hosts tiefer. Johanna erklärt, dass sie schon oft die Erfahrung gemacht hat, wie heikel dieses Thema ist. Jede kritische Äußerung dazu führt fast unweigerlich zu verletzten Gefühlen und dem Verlust von Followern, die sich als "Dog Moms" identifizieren.

Für sie ist die Gleichsetzung von Hundehaltung mit der Erziehung eines alleinerziehenden Elternteils nicht nur falsch, sondern schlichtweg frech. Es zeugt ihrer Meinung nach von einem Mangel an Verständnis dafür, was Elternschaft im Alltag wirklich bedeutet. Die Forderung nach demselben Respekt für die Arbeit als Hundehalterin, den Eltern für ihre Care-Arbeit erhalten, bagatellisiert die unzähligen physischen und emotionalen Belastungen, die mit der Erziehung eines Kindes einhergehen.

## Der Realitätscheck: Der Alltag mit Kind versus Hund

Um den Unterschied greifbar zu machen, ziehen Johanna und Alex konkrete Beispiele aus ihrem eigenen Leben heran. Während ein gut erzogener Hund problemlos vier bis fünf Stunden allein zu Hause bleiben kann, ist das bei einem Kleinkind undenkbar. Selbst wenn man zu Hause ist, erfordert ein Kind eine permanente Verfügbarkeit - sei es zur Gefahrenabwehr, zur emotionalen Begleitung oder einfach nur zur Beschäftigung. Alex bringt es auf den Punkt: Seine Hunde haben ihn noch nie daran gehindert, seinen Kaffee heiß zu trinken. Ein Luxus, den Eltern oft monate- oder jahrelang nicht kennen.

Auch in Ausnahmesituationen zeigt sich der gewaltige Unterschied. Wenn Johanna krank ist, liegen ihre Hunde solidarisch mit ihr auf dem Sofa. Ihr Kind hingegen fordert die gleiche Action wie an jedem anderen Tag. Dieser unermüdliche Anspruch an die elterliche Präsenz ist eine Belastung, die Hundebesitzer in dieser Form nicht erleben. Die Aussage, ein Hund mit Durchfall halte einen genauso wach wie ein krankes Kind, empfinden beide als absurde Verkennung der Realität. Alex, der vor seinen Kindern allein für zwei Hunde verantwortlich war, betont, dass selbst diese doppelte Hunde-Verantwortung nicht annähernd die Einschränkungen und die persönliche Veränderung mit sich brachte, die die Vaterschaft für ihn bedeutet.

## Wenn Liebe dem Hund schadet: Die Kehrseite der Vermenschlichung

Ein zentraler Punkt, den beide Hosts immer wieder betonen, ist, dass die übermäßige Vermenschlichung dem Hund selbst schadet. Johanna hat in ihrer Arbeit eine klare Korrelation festgestellt: Menschen, die sich stark als Dog Moms identifizieren und ihren Hund wie ein Kind behandeln, haben überproportional häufig Hunde mit massivem Trennungsstress. Es entsteht ein Teufelskreis: Weil der Hund so anspruchsvoll ist und nicht allein bleiben kann, muss die Halterin extrem viel Zeit und Energie investieren, was wiederum ihr Gefühl bestärkt, eine aufopferungsvolle "Mutter" zu sein.

Diese falsch verstandene Liebe, so argumentiert Johanna, führt dazu, dass der Hund das Gefühl bekommt, für seinen Menschen übermäßig wichtig zu sein. Das erzeugt Druck und Unsicherheit. Ein Hund braucht keinen Menschen, der sich permanent um ihn sorgt und ihn in den Mittelpunkt stellt. Er braucht einen souveränen Partner, der ihm Sicherheit gibt und ihm erlaubt, auch einfach nur Hund zu sein - ein Tier, das einen Großteil des Tages ruht und nicht ständig bespaßt oder emotional umsorgt werden muss. Der Ansatz von Johanna und Alex im Training ist daher oft das genaue Gegenteil: Nimm den Fokus vom Hund, kümmere dich mehr um dich selbst und gib dem Tier die Chance, selbstständiger und damit auch entspannter zu werden.

## Gefühle versus Fakten: Lässt sich Liebe objektiv vergleichen?

Alex und Johanna sind sich bewusst, dass sie niemandem seine Gefühle absprechen können. Wenn jemand ohne Kinder seinen Hund liebt wie ein Kind, dann ist das die stärkste Form der Liebe, die diese Person kennt. Das respektieren sie. Schwierig wird es jedoch, wenn aus diesem subjektiven Gefühl objektive Ansprüche an die Gesellschaft abgeleitet werden, wie etwa Elternzeit für Welpen oder Kranktage für den Hund.

Johanna teilt eine sehr persönliche Erfahrung, um den qualitativen Unterschied in der Liebe zu verdeutlichen. Als ihr neugeborenes Kind auf der Neugeborenen-Intensivstation lag, erlebte sie die schlimmste Zeit ihres Lebens - eine alles verzehrende Sorge und einen emotionalen Schmerz, der mit nichts vergleichbar ist. Sie sagt ehrlich, dass sie sich nicht vorstellen kann, eine solche emotionale Ausnahmesituation zu erleben, wenn einer ihrer Hunde für zehn Tage in eine Tierklinik müsste. Es würde ihr leidtun, aber es würde sie nicht auf dieselbe existenzielle Weise erschüttern. Diese bedingungslose, fast schon absurde Tiefe der elterlichen Liebe sei etwas, das man wohl erst wirklich versteht, wenn man es selbst fühlt. Selbst für ein fremdes Kind, so Johanna, würde sie im Ernstfall ihre eigenen Hunde opfern - ein Gedanke, der die Hierarchie der Verantwortung verdeutlicht.

## Denkimpulse für eine gesunde Mensch-Hund-Beziehung

Die Episode endet ohne klares Fazit, sondern mit der ernüchternden Erkenntnis, dass die Fronten in der Hundeszene verhärtet sind. Eine Einigung scheint unmöglich, solange die grundlegende Definition von dem, was einen Hund ausmacht, so weit auseinanderklafft. Dennoch lassen sich aus der Diskussion wertvolle Impulse für deinen eigenen Umgang mit deinem Hund ableiten:

1. **Hinterfrage deine Motivation:** Behandelst du deinen Hund so, weil er es braucht, oder weil es dir ein gutes Gefühl gibt? Echte Tierliebe bedeutet, die artspezifischen Bedürfnisse des Tieres in den Vordergrund zu stellen, nicht die eigenen emotionalen Wünsche.
2. **Fördere Selbstständigkeit statt Abhängigkeit:** Ein Hund, der gelernt hat, entspannt allein zu sein und nicht ständig im Mittelpunkt zu stehen, ist ein souveräner und ausgeglichener Partner. Übe mit ihm, dass deine Abwesenheit nichts Schlimmes ist, und gib ihm die Freiheit, auch mal seine Ruhe zu haben.
3. **Akzeptiere die Unterschiede:** Du kannst deinen Hund als vollwertiges Familienmitglied lieben, ohne ihn mit einem menschlichen Kind gleichzusetzen. Diese Unterscheidung zu treffen, schmälert deine Liebe nicht - im Gegenteil, sie zeigt Respekt vor der Einzigartigkeit deines Hundes als Tier.
4. **Verantwortung bedeutet Klarheit:** Echte Verantwortung heißt, im Sinne des gesamten sozialen Gefüges zu handeln. Wenn ein Hund eine Gefahr für Kinder darstellt oder das Familienleben untragbar belastet, kann die verantwortungsvollste Entscheidung sein, ein passenderes Zuhause für ihn zu finden, anstatt eine ungesunde Situation aufrechtzuerhalten.

 

 

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                    Petcaster 

 

 

  **Zusammengefasst von Anja Schirwinski**  

 

Seit meine Hündin Frida mit fünf Monaten aus einem rumänischen Shelter zu mir kam, beschäftige ich mich intensiv mit Hundethemen - von Alltagstraining bis Verhaltensbesonderheiten. Viele der Fragen, die in Podcasts besprochen werden, kenne ich aus unserer gemeinsamen Erfahrung nur zu gut. Deshalb fasse ich hier die für mich interessantesten Podcastfolgen zusammen und ergänze sie mit meinen eigenen Erlebnissen mit Frida.

[Mehr über das Projekt Petcaster](/ueber-uns)

 

 

 

 

     

##  Themen 

 

 

 

 - [  Hundetraining und Erziehung  ](/podcasts/themen/hundetraining-und-erziehung)
 
  

 

**Hinweis:** *Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe von KI aus dem Transkript der Podcast-Episode generiert.*

Alle Inhalte auf Petcaster beruhen auf öffentlich zugänglichen Podcasts aus der Hunde- und Haustierwelt. Wir fassen die Episoden nach bestem Wissen zusammen, übernehmen jedoch keine Gewähr für Vollständigkeit, Aktualität oder Richtigkeit der Inhalte. Die Rechte an den Original-Podcasts und -Inhalten liegen ausschließlich bei den jeweiligen Urheber:innen.

 

 

         ## Shownotes

  In dieser Folge sprechen wir über einen Vergleich, der immer wieder auftaucht – und selten wirklich gut funktioniert:

Hunde und Kinder.

Wir merken selbst, wie ambivalent wir diesem Thema gegenüberstehen.
Wie schnell Gespräche darüber emotional werden.
Und wie schwierig es ist, dabei differenziert zu bleiben.

Was steckt hinter dem Bedürfnis, Hunde wie Kinder zu betrachten?
Was sagt das über unsere Erwartungen, unsere Beziehung und unseren Umgang aus?

Und wo wird es problematisch?

Eine Folge über Perspektiven –
und darüber, wie sehr unsere Sicht auf Hunde prägt, wie wir mit ihnen leben.

Was sind eure Gedanken zu diesem Thema? Schreibt es in die Kommentare 👇🏻

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👩🏻 **Johanna Spahr**

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**👱🏻‍♂️ Alexander Schillack**

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Keywords

Orientierung am Menschen, Hundeverhalten, Hundetraining, Forschung, Hundetypen, Kommunikation, Genetik, Erziehung, Hundetraining, Hundeerziehung