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# Hunde im Tierschutz und der Weg zum souveränen Begleiter im Furminant Podcast

            **Podcast:**

   [Furminant - Der Hundepodcast mit Johanna und Alex](/podcast/furminant)

              **Erscheinungsdatum:**

   18. Oktober 2026

            **Länge:**

   01:02:59

 ![Kein Hund für AfD Frau? &amp; Wie werden Hunde souverän?](https://www.petcaster.de/sites/default/files/styles/podcast_n_episode_metadata_image_1x/public/2026-01/Furminant.jpg.webp?itok=1P8mjIyX)

###    Kein Hund für AfD Frau? &amp; Wie werden Hunde souverän?

   18. Oktober 2026 · [Furminant - Der Hundepodcast mit Johanna und Alex](/podcast/furminant)

Darf ein Tierschutzverein einer AfD-Politikerin die Adoption eines Hundes verweigern? Diese brisante Frage und wie man als Halter:in einen wirklich souveränen Hund erzieht, stehen im Mittelpunkt dieser Episode des Podcasts [*Furminant*](https://www.petcaster.de/podcast/furminant). Die Hosts Johanna Spahr und Alex Schillack beleuchten die ethischen und rechtlichen Fallstricke, die hinter der politisch motivierten Entscheidung eines kleinen Vereins stecken. Anschließend widmen sie sich einer Hörerfrage und tauchen tief in die Psychologie des Hundeverhaltens ein, um zu klären, was Souveränität wirklich ausmacht und wie man sie fördern kann. Die Episode bietet eine fesselnde Mischung aus gesellschaftspolitischer Debatte und praxisnahem Hundewissen, relevant für alle, die sich im Tierschutz engagieren oder einfach nur einen ausgeglichenen Begleiter an ihrer Seite haben möchten.

## Das Wichtigste auf einen Blick

- **Politik im Tierschutz:** Ein Tierschutzverein kann rechtlich in eine Grauzone geraten, wenn er die Vermittlung eines Hundes aus politischen Gründen ablehnt, da dies die Gemeinnützigkeit gefährden könnte. Dennoch ist Tierschutz inhärent politisch, und die Haltung des Vereins wird als mutig und nachvollziehbar verteidigt.
- **Was Souveränität bedeutet:** Ein souveräner Hund ist nicht aggressiv oder dominant, sondern zeichnet sich durch innere Ruhe, eine gelassene Präsenz und die Fähigkeit aus, Konflikte nicht eskalieren zu lassen. Er ist bei sich und lässt sein Verhalten nicht ständig von anderen bestimmen.
- **Der Unterschied zu Selbstbewusstsein:** Ein Hund kann selbstbewusst, aber gleichzeitig unsouverän und impulsiv sein. Souveränität erfordert zusätzlich Erfahrung und die Fähigkeit, Situationen abzuwägen, anstatt blind zu reagieren.
- **Die Rolle des Menschen:** Als Halter:in hast du einen enormen Einfluss. Deine Reaktion auf neue oder beängstigende Reize dient deinem Hund als Referenz. Deine Ruhe und positive Bewertung einer Situation können entscheidend dazu beitragen, Ängste gar nicht erst entstehen zu lassen.
- **Selbstwirksamkeit als Schlüssel:** Ein Hund gewinnt an Souveränität, wenn er lernt, dass sein eigenes Handeln positive Konsequenzen hat. Dies kann durch gezieltes Training, wie Nasenarbeit, oder durch sorgfältig ausgewählte, positive Sozialkontakte gefördert werden.
- **Grenzen des Trainings anerkennen:** Nicht jeder Hund kann in allen Lebenslagen souverän werden. Die Persönlichkeit und die bisherigen Erfahrungen setzen natürliche Grenzen. Das Ziel ist nicht die totale Veränderung, sondern die Stärkung des Hundes im Rahmen seiner individuellen Möglichkeiten.

## Kein Hund für die AfD? Ein Tierschutzverein zwischen Ethik und Recht

Johanna eröffnet die Diskussion mit einem Fall, der hohe Wellen schlug: Der kleine Tierschutzverein [Fortuna Animali](https://www.tierschutzverein-fortuna-animali.com/) verweigerte der AfD-Politikerin Vanessa Behrendt die Adoption eines Hundes. Die Begründung des Vereins war explizit politisch und bezog sich auf die Haltung der Partei, insbesondere da der Hund aus dem Ausland stammte. Johanna äußert persönliches Verständnis für diese Entscheidung. Sie erklärt, dass Sympathie und Vertrauen in der Hundevermittlung eine Rolle spielen und sie sich selbst schwertun würde, einen Hund an jemanden abzugeben, dessen politische Werte sie fundamental ablehnt.

Gleichzeitig beleuchtet sie die heikle rechtliche Lage: Als gemeinnütziger Verein ist man zur politischen Neutralität verpflichtet. Eine solche Absage kann als politisches Statement gewertet werden und im schlimmsten Fall zum Verlust der Gemeinnützigkeit führen - eine existenzielle Bedrohung für jeden Verein. Alex pflichtet ihr bei und versteht den Wunsch, keine Berührungspunkte mit Personen aus diesem politischen Spektrum zu haben. Er merkt jedoch an, dass die politische Zugehörigkeit allein nichts über die Qualität als Hundehalter:in aussagt. Die Diskussion macht deutlich, dass Tierschutz nicht unpolitisch ist. Johanna argumentiert, dass die AfD nachweislich am wenigsten für den Tierschutz tut, weshalb eine klare Positionierung von Tierschutzorganisationen nur konsequent sei.

## Was macht einen souveränen Hund wirklich aus?

Ausgehend von einer Hörerfrage von Max, widmen sich die beiden Hosts dem komplexen Thema der Souveränität bei Hunden. Alex definiert einen souveränen Hund als ein Tier, das eine ruhige Präsenz ausstrahlt, ohne im Mittelpunkt stehen zu müssen. Es sucht keine Konflikte, lässt sich aber auch nicht von der Unsicherheit anderer anstecken. Ein solcher Hund ist bei sich, bewegt sich frei und ist in seinen Handlungen nicht ständig von seiner Umgebung abhängig.

Johanna ergänzt, dass ein wichtiges Merkmal die Fähigkeit ist, Konflikte deeskalieren zu lassen und nicht auf jede Provokation einzusteigen. Ein souveräner Hund entscheidet selbst, welche Auseinandersetzung es wert ist. Sie stellen klar, dass dies das Gegenteil von einem Hund ist, der gezielt schwächere oder unsichere Artgenossen schikaniert - ein Verhalten, das oft fälschlicherweise als selbstbewusst interpretiert wird, aber eigentlich auf tiefer Unsicherheit beruht. Die beiden betonen, dass Souveränität auch kontextabhängig ist: Ein Hund kann in vertrauter Umgebung absolut gelassen sein, bei fremden Hunden jedoch unsicher reagieren.

## Der Weg zur Souveränität: Wie du deinen Hund unterstützen kannst

Wie wird ein Hund also souveräner? Alex erklärt, dass der Mensch hier eine zentrale Rolle spielt, insbesondere im Umgang mit Umweltreizen. Hunde nutzen sogenanntes Social Referencing, das heißt, sie schauen zu ihrem Menschen, um eine unklare Situation einzuschätzen. Reagierst du gelassen und positiv, signalisierst du deinem Hund, dass alles in Ordnung ist. Dies ist besonders in der Prävention bei Welpen und Junghunden ein mächtiges Werkzeug.

Bei bereits bestehenden Ängsten, etwa vor Treppen oder Stadtlärm, ist oft eine behutsame Konfrontation (Habituation) notwendig. Alex beschreibt, dass dies für den Hund anfangs unangenehm sein kann, da er in der Situation gehalten wird. Doch nur durch die Erfahrung, dass nichts Schlimmes passiert, kann er lernen, zu entspannen. Johanna teilt dazu eine eindrückliche persönliche Erfahrung mit ihrem Pflegehund Arne, einem Malinois. Nachdem er sie attackiert hatte, vermied sie für einige Tage jeglichen Konflikt, was ihre eigene Unsicherheit massiv anwachsen ließ. Erst als sie sich der Situation kontrolliert stellte, konnten beide wieder Vertrauen fassen. Dieses Beispiel zeigt, wie schädlich Vermeidungsverhalten sein kann.

Im Sozialkontakt mit anderen Hunden ist das Schaffen von Selbstwirksamkeit entscheidend. Ein Hund, der lernt, dass er eine Situation durch sein eigenes Verhalten positiv beeinflussen kann - zum Beispiel, indem er erfolgreich eine Grenze setzt -, gewinnt an Selbstvertrauen. Alex empfiehlt hierfür sorgfältig ausgewählte und begleitete Hundekontakte, bei denen der eigene Hund Erfolgserlebnisse sammeln kann.

## Die Grenzen des Trainings und ein Blick über den Tellerrand

Alex und Johanna sind sich einig, dass Training seine Grenzen hat. Man kann aus einem von Natur aus devoten oder ängstlichen Hund wie Johannas Hündin Berta keinen Draufgänger machen, der jede Situation meistert. Der Fortschritt ist jedoch spürbar: Berta flieht nicht mehr panisch, sondern kann inzwischen auch drohen oder sich Schutz bei Johanna suchen. Sie ist in ihrem Rahmen sicherer geworden, wird aber wohl nie ein Fan von fremden Hunden werden.

Die beiden reflektieren auch ihre eigene, durch ihren Beruf geprägte Sicht auf die Hundewelt. Als Trainer:innen arbeiten sie vor allem mit Hunden, die Verhaltensprobleme zeigen. Sie erinnern sich an Erlebnisse in Hundepensionen oder bei Prüfungen, wo sie auf eine Vielzahl unkomplizierter, freundlicher und sozialer Hunde trafen. Diese Begegnungen sind eine wichtige Erinnerung daran, dass die meisten Hunde im Grunde nett sind und gut durchs Leben kommen, auch ohne perfektes Training. Es zeigt, wie resilient und anpassungsfähig Hunde sind und dass nicht jedes Verhalten ein Problem darstellt.

## Praktische Schritte zur Förderung der Souveränität

1. **Sei ein souveränes Vorbild:** Deine eigene Ruhe in neuen Situationen ist der stärkste Anker für deinen Hund. Bewerte unbekannte Reize bewusst positiv und zeige ihm mit deiner Körpersprache, dass keine Gefahr besteht.
2. **Durch die Angst begleiten, statt sie zu meiden:** Wenn dein Hund Furcht zeigt, hilf ihm, die Situation sicher zu überstehen. Ständiges Vermeiden verstärkt die Angst. Suche dir bei tiefsitzenden Ängsten professionelle Unterstützung, um diesen Prozess sicher und positiv zu gestalten.
3. **Schaffe bewusste Erfolgserlebnisse:** Fördere die Selbstwirksamkeit deines Hundes. Lass ihn Aufgaben selbstständig lösen, sei es bei der Nasenarbeit, beim Erlernen eines Tricks oder beim gemeinsamen Meistern einer kleinen Herausforderung im Alltag. Jeder Erfolg stärkt sein Selbstvertrauen.
4. **Sozialkontakte gezielt auswählen:** Nicht jede Hundebegegnung ist eine gute Lernerfahrung. Schütze deinen unsicheren Hund vor übergriffigen Artgenossen und suche gezielt den Kontakt zu ruhigen, sozial kompetenten Hunden, damit er positive Erfahrungen sammeln kann.
5. **Biete Schutz und sei eine sichere Basis:** Dein Hund muss sich darauf verlassen können, dass du für ihn da bist. Gib ihm die Sicherheit, dass er sich jederzeit zu dir zurückziehen kann, wenn ihn eine Situation überfordert. Dieses Vertrauen ist die Grundlage für jede Souveränität.

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                    Petcaster

  **Zusammengefasst von Anja Schirwinski**

Seit meine Hündin Frida mit fünf Monaten aus einem rumänischen Shelter zu mir kam, beschäftige ich mich intensiv mit Hundethemen - von Alltagstraining bis Verhaltensbesonderheiten. Viele der Fragen, die in Podcasts besprochen werden, kenne ich aus unserer gemeinsamen Erfahrung nur zu gut. Deshalb fasse ich hier die für mich interessantesten Podcastfolgen zusammen und ergänze sie mit meinen eigenen Erlebnissen mit Frida.

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##  Themen

 - [  Tierschutz  ](/podcasts/themen/tierschutz)
- [  Hundetraining und Erziehung  ](/podcasts/themen/hundetraining-und-erziehung)

**Hinweis:** *Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe von KI aus dem Transkript der Podcast-Episode generiert.*

Alle Inhalte auf Petcaster beruhen auf öffentlich zugänglichen Podcasts aus der Hunde- und Haustierwelt. Wir fassen die Episoden nach bestem Wissen zusammen, übernehmen jedoch keine Gewähr für Vollständigkeit, Aktualität oder Richtigkeit der Inhalte. Die Rechte an den Original-Podcasts und -Inhalten liegen ausschließlich bei den jeweiligen Urheber:innen.

         ## Shownotes

  Heute sprechen wir über den Vorfall, dass eine AfD Politikerin von einem Tierschutzverein keinen Hund bekommen hat - aus politischen Gründen, wie es vom Tierschutzverein heißt. Außerdem klären wir eine Hörerfrage: Wie bekommt man einen souveränen Hund?

Das alles und mehr in der heutigen Episode! Viel Spaß!

Mehr zu:

👩🏻 **Johanna Spahr**

[Hahutra](https://www.hahutra.de/)

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**👱🏻‍♂️ Alexander Schillack**

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Keywords

Orientierung am Menschen, Hundeverhalten, Hundetraining, Forschung, Hundetypen, Kommunikation, Genetik, Erziehung, Hundetraining, Hundeerziehung