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# Kinder und Hunde: Wie viel Sicherheit ist nötig?

            **Podcast:**

   [Furminant - Der Hundepodcast mit Johanna und Alex](/podcast/furminant)

              **Erscheinungsdatum:**

   2. August 2026

            **Länge:**

   01:01:04

 ![Über Hunde, die Kinder töten!](https://www.petcaster.de/sites/default/files/styles/podcast_n_episode_metadata_image_1x/public/2026-01/Furminant.jpg.webp?itok=1P8mjIyX)

###   Über Hunde, die Kinder töten!

   2. August 2026 · [Furminant - Der Hundepodcast mit Johanna und Alex](/podcast/furminant)

Stell dir vor, dein Kind spielt im Wohnzimmer mit dem Hund, dem treuen Begleiter der Familie. Ein Moment der Unachtsamkeit, und die Situation eskaliert auf unvorstellbare Weise. Genau dieses Schreckensszenario ist der Ausgangspunkt für eine der wohl emotionalsten und schwierigsten Episoden des Podcasts [Furminant](https://www.petcaster.de/podcast/furminant). Die Hosts Johanna Spahr und Alex Schillack nehmen einen tragischen Vorfall vom Sommer 2023 zum Anlass, um über ein Tabuthema zu sprechen: Kindstötungen durch Hunde. Sie tauchen tief in die Materie ein und fragen nicht nur, wie es zu solchen Tragödien kommen kann, sondern auch, was wir als Gesellschaft, als Züchter und vor allem als Hundehalter tun können, um sie zu verhindern. Diese Folge ist keine leichte Kost, aber sie ist unerlässlich für jeden, der mit Hunden und Kindern lebt und die Verantwortung für beide ernst nimmt.

## Das Wichtigste auf einen Blick

- **Der entscheidende Unterschied: Aggression vs. Beutefangverhalten.** Die meisten tödlichen Vorfälle sind kein Resultat von klassischem Aggressionsverhalten, das auf Kommunikation und Distanzvergrößerung abzielt. Vielmehr kippen die Hunde in ein Beutefangverhalten, dessen einziger Zweck das Töten der Beute ist. Alex betont, dass dies ein fundamentaler Unterschied ist, der die Gefährlichkeit dieser Situationen erklärt.
- **Die Gefahr des falschen Spiels.** Repetitives Bällchen- oder Stöckchenwerfen trainiert und verstärkt das Beutefangverhalten. Alex warnt eindringlich davor, Hunde durch solche Spiele "rammdösig" zu machen und eine Verhaltensstörung zu fördern, die potenziell katastrophale Folgen haben kann.
- **Der Tatort ist meist das eigene Zuhause.** Entgegen der landläufigen Meinung passieren die schwerwiegendsten Beißvorfälle nicht mit fremden Hunden auf der Straße, sondern im vertrauten Umfeld, oft mit dem eigenen Familienhund. Dies unterstreicht die Notwendigkeit ständiger Wachsamkeit und eines guten Managements.
- **Rasse und Genetik sind keine Nebensache.** Auch wenn jeder Hund ein Individuum ist, lässt sich nicht leugnen, dass bestimmte Rassen aufgrund ihrer Zuchtgeschichte - etwa eine hohe Reizempfänglichkeit, eine enorme Beißkraft und ein gering ausgeprägtes Drohverhalten - ein höheres Gefahrenpotenzial mitbringen. Johanna erläutert dies am Beispiel von Terriern und Bull-Typen.
- **Sachkunde allein ist kein Allheilmittel.** Obwohl ein Sachkundenachweis für Hundehalter ein Schritt in die richtige Richtung ist, zeigt die Praxis seine Grenzen. Johanna berichtet von Fällen, in denen Halter trotz bestandener Prüfung und fachlicher Beratung grundlegende Sicherheitsmaßnahmen, wie einen passenden Maulkorb, nicht umsetzen konnten.
- **Eine unbequeme Tierschutz-Realität.** Nach einer Tragödie stellt sich die Frage nach dem Schicksal des Hundes. Johanna vertritt hier eine klare, wenn auch schmerzhafte Position: Angesichts überfüllter Tierheime sei es ethisch kaum vertretbar, immense Ressourcen für die lebenslange, sichere Unterbringung eines Hundes aufzuwenden, der einen Menschen getötet hat, während unzählige andere, weniger gefährliche Hunde eingeschläfert werden müssen.

## Ein Tödliches Missverständnis: Wenn Spiel zu Jagd wird

Am Anfang steht oft ein Satz, der in den Berichten über solche Vorfälle immer wieder auftaucht: Das Kind habe mit dem Hund gespielt. Alex hakt hier sofort kritisch nach und stellt die entscheidende Frage: Was verstehen wir eigentlich unter Spiel? In unserer Kultur, geprägt von Kinderbüchern und Filmen wie Paw Patrol, ist das Bild des spielenden Hundes untrennbar mit dem Apportieren von Bällen und Stöcken verbunden. Doch genau hierin sieht Alex eine massive Gefahr. Er beschreibt diese Art der Beschäftigung nicht als soziales Spiel, sondern als pures Training des Beutefangverhaltens. Der Hund wird dabei in einen extrem hohen Erregungszustand versetzt, entwickelt eine suchtähnliche Fixierung auf das Objekt und lernt, alles andere auszublenden. Wenn diese hochgradige Erregung und der antrainierte Jagdinstinkt in einer unglücklichen Situation auf ein Kind treffen - das vielleicht schnell rennt, quietscht oder unvorhersehbare Bewegungen macht -, kann der Schalter im Kopf des Hundes umspringen. Das Kind wird nicht mehr als Sozialpartner, sondern als Beute wahrgenommen. Im Gegensatz zur sozialen Aggression, die der Kommunikation dient und meist mit gehemmten Bissen endet, zielt das Beutefangverhalten auf die Tötung ab. Die Bisse erfolgen instinktiv und oft in den tödlichen Kopf- und Halsbereich.

## Die Wurzeln der Gefahr: Risikofaktoren im Alltag

Warum passiert so etwas? Johanna und Alex sind sich einig, dass es keine einzelne Ursache gibt, sondern ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren. Einer davon ist zweifellos die Genetik. Johanna erklärt, dass Rassen wie der American Staffordshire Terrier nicht grundlos in den Statistiken auftauchen. Sie wurden historisch für Aufgaben gezüchtet, die Eigenschaften wie eine hohe Angriffslustigkeit, ein geringes Drohverhalten und eine enorme Schmerzresistenz erforderten. Diese genetische Veranlagung verschwindet nicht einfach, nur weil der Hund heute als Familienmitglied gehalten wird. Kombiniert mit einer enormen Körperkraft und Beißkraft ergibt sich ein erhebliches Gefahrenpotenzial.

Ein weiterer, oft unterschätzter Faktor ist die fehlende oder falsche Sozialisation. Wenn ein Hund nicht lernt, die Signale von Menschen - und insbesondere von Kindern - richtig zu deuten und seine eigenen Impulse zu kontrollieren, steigt das Risiko. Der wichtigste Faktor bleibt jedoch der Mensch. Eine mangelnde Sachkunde der Halter, die die Bedürfnisse ihres Hundes nicht verstehen, seine Körpersprache falsch interpretieren und ihn, wie oben beschrieben, durch falsches Spiel in gefährliche Erregungszustände bringen, ist oft der Auslöser für eine Eskalation.

## Die Grenzen der Sachkunde: Warum ein Hundeführerschein allein nicht reicht

Die logische Konsequenz aus diesen Erkenntnissen scheint ein verpflichtender Sachkundenachweis für alle Hundehalter zu sein, wie er in Niedersachsen bereits existiert. Doch Johanna, die in Niedersachsen lebt und arbeitet, dämpft die Erwartungen. Sie weist auf die Schwachstellen des Systems hin: Viele langjährige Hundehalter sind von der Pflicht ausgenommen, was die fragwürdige Annahme bestärkt, dass Erfahrung automatisch mit Kompetenz gleichzusetzen sei. Noch problematischer findet sie, dass selbst Menschen, die den Nachweis erbracht und sich zusätzlich professionelle Hilfe geholt haben, oft nicht in der Lage sind, grundlegende Sicherheitsvorkehrungen zu treffen. Sie schildert den Fall eines Hundes mit hohem Gefahrenpotenzial, der trotz Betreuung durch Veterinärämter und Verhaltenstierärzte mit einem völlig ungeeigneten, unsicheren Maulkorb ausgestattet war. Das zeigt: Ein einmaliger Test kann keine kontinuierliche, vorausschauende und verantwortungsbewusste Hundehaltung ersetzen.

## Nach der Tragödie: Der schwierige Umgang mit dem Tätertier

Nach einem tödlichen Vorfall entbrennt oft eine emotionale Debatte über das Schicksal des Hundes. In den sozialen Medien wird nicht selten die Schuld beim Kind gesucht - eine Form der Täter-Opfer-Umkehr, die Alex und Johanna scharf verurteilen. Sie stellen klar, dass ein Kind niemals die Verantwortung tragen kann, da es kognitiv gar nicht in der Lage ist, die komplexen Signale eines Hundes zu verstehen oder Gefahren realistisch einzuschätzen. Die Verantwortung liegt immer bei den erwachsenen Aufsichtspersonen.

Besonders eindrücklich ist Johannas Monolog zur Situation im Tierschutz. Während viele Menschen für das Leben des Hundes kämpfen, der getötet hat, beleuchtet sie die bittere Realität: Die Tierheime sind am Limit. Einen Hund, der ein so hohes Risiko darstellt, sicher und artgerecht bis an sein Lebensende zu versorgen, bindet enorme finanzielle und personelle Ressourcen. Ressourcen, die an anderer Stelle fehlen und dazu führen, dass täglich andere, unproblematische Hunde eingeschläfert werden, weil kein Platz für sie da ist. Diese Perspektive ist hart, aber sie zwingt dazu, die romantische Vorstellung vom "unschuldigen" Tier zu hinterfragen und eine pragmatische, wenn auch schmerzhafte Güterabwägung vorzunehmen.

## Praktische Schritte zur Prävention

Was kannst du also konkret tun, um das Risiko zu minimieren? Die Episode liefert keine einfachen Antworten, aber klare Handlungsanweisungen:

1. **Überdenke die Art des Spiels:** Verzichte auf exzessive und repetitive Wurfspiele mit Bällen oder Stöcken. Fördere stattdessen ruhige Beschäftigungsformen wie Nasenarbeit, gemeinsames Erkunden oder ruhige Zerrspiele, bei denen der Hund lernt, seine Impulse zu kontrollieren.
2. **Management ist alles:** Lass Hund und Kind niemals unbeaufsichtigt zusammen, egal wie sehr du deinem Hund vertraust. Schaffe für beide sichere Rückzugsorte und sorge dafür, dass der Hund seine Ruhephasen ungestört einhalten kann.
3. **Lerne, deinen Hund zu lesen:** Investiere Zeit und Mühe, um die Körpersprache deines Hundes wirklich zu verstehen. Erkenne feine Anzeichen von Stress, Unbehagen oder Überforderung, lange bevor es zu einem Knurren oder Schnappen kommt.
4. **Sei ehrlich bei der Rassewahl:** Wähle einen Hund, dessen genetische Veranlagung und Bedürfnisse wirklich zu deinem Leben, deiner Erfahrung und deiner Familie passen. Lass dich nicht von Äußerlichkeiten leiten.
5. **Übernimm die volle Verantwortung:** Wenn es zu einer brenzligen Situation kommt, suche die Ursache nicht beim Kind. Analysiere, was du als Aufsichtsperson hättest anders machen können und müssen, um die Situation zu verhindern.

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                    Petcaster

  **Zusammengefasst von Anja Schirwinski**

Seit meine Hündin Frida mit fünf Monaten aus einem rumänischen Shelter zu mir kam, beschäftige ich mich intensiv mit Hundethemen - von Alltagstraining bis Verhaltensbesonderheiten. Viele der Fragen, die in Podcasts besprochen werden, kenne ich aus unserer gemeinsamen Erfahrung nur zu gut. Deshalb fasse ich hier die für mich interessantesten Podcastfolgen zusammen und ergänze sie mit meinen eigenen Erlebnissen mit Frida.

[Mehr über das Projekt Petcaster](/ueber-uns)

**Hinweis:** *Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe von KI aus dem Transkript der Podcast-Episode generiert.*

Alle Inhalte auf Petcaster beruhen auf öffentlich zugänglichen Podcasts aus der Hunde- und Haustierwelt. Wir fassen die Episoden nach bestem Wissen zusammen, übernehmen jedoch keine Gewähr für Vollständigkeit, Aktualität oder Richtigkeit der Inhalte. Die Rechte an den Original-Podcasts und -Inhalten liegen ausschließlich bei den jeweiligen Urheber:innen.

         ## Shownotes

  Heute gibt es ein Thema, was uns nicht kalt lässt. Als Hundetrainer\*in, als Hundehalter\*in aber speziell auch als Elternteil bewegt dieses Thema besonders. Wenn Hunde Kinder verletzen oder töten. Was steckt dahinter? Welche Situationen führen zu den dramatischen Unfällen und welche Präventionsmaßnahmen gibt es?

Wir besprechen dieses Thema und greifen die relevanten Punkte für euch auf.

Mehr zu:

👩🏻 **Johanna Spahr**

[Hahutra](https://www.hahutra.de/)

📲 [Instagram](https://instagram.com/johanna_hundemensch)

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**👱🏻‍♂️ Alexander Schillack**

[TeamHundecoach](https://www.teamhundecoach.de/)

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🖥 [Website](https://teamhundecoach.de/)

Keywords

Orientierung am Menschen, Hundeverhalten, Hundetraining, Forschung, Hundetypen, Kommunikation, Genetik, Erziehung, Hundetraining, Hundeerziehung