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# Nonverbale Kommunikation mit dem Hund: Wie Körpersprache, Haltung und Energie eure Bindung stärken

 



            **Podcast:** 

   [Furminant - Der Hundepodcast mit Johanna und Alex](/podcast/furminant) 

              **Erscheinungsdatum:** 

   20. September 2024 

            **Länge:** 

   01:49:21 

    

 

 





 ![Körpersprachliche Kommunikation - Hundeharmony Rejana](https://www.petcaster.de/sites/default/files/styles/podcast_n_episode_metadata_image_1x/public/2026-01/Furminant.jpg.webp?itok=1P8mjIyX) 

###   Körpersprachliche Kommunikation - Hundeharmony Rejana  

   20. September 2024 · [Furminant - Der Hundepodcast mit Johanna und Alex](/podcast/furminant)

  

 

 





 

Stell dir vor, du könntest deinem Hund allein durch deine Haltung, deinen Blick und deine Energie vermitteln, was du von ihm erwartest - ohne ein einziges Kommando. In der neuesten Folge des [*Furminant*](https://www.petcaster.de/podcast/furminant/) Podcasts tauchen die Hosts Johanna Spahr und Alex Schillack tief in die Welt der nonverbalen Kommunikation ein. Zu Gast ist Rejana von [Hundeharmony](https://hundeharmony.de/), eine Expertin, deren Weg zur körpersprachlichen Meisterschaft einen überraschenden Ursprung hat: nicht bei Hunden, sondern bei Pferden.

Diese Episode geht weit über klassische Trainingstipps hinaus. Sie beleuchtet, wie unsere eigene Erziehung, unsere inneren Überzeugungen und unser Körperbewusstsein die Beziehung zu unserem Hund fundamental prägen. Es ist eine Folge für alle, die verstehen wollen, warum klare, nonverbale Kommunikation der Schlüssel zu einer tiefen und vertrauensvollen Bindung ist und wie wir lernen können, diese oft vergessene Sprache wieder fließend zu sprechen.

## Das Wichtigste auf einen Blick

- **Der wahre Ursprung der Kompetenz:** Rejana erklärt eindrücklich, dass ihre Expertise in der nonverbalen Kommunikation nicht aus dem Hundetraining, sondern aus der jahrelangen Arbeit mit Pferden stammt. Das enorme Kräfteungleichgewicht bei Pferden erfordert eine unmissverständliche und präsente Körpersprache, die sich direkt auf den Umgang mit Hunden übertragen lässt.
- **Die Macht der "inneren Anteile":** Deine persönliche Geschichte und Erziehung prägen, wie du nonverbal kommunizierst. Ob du gelernt hast, bestimmt aufzutreten oder eher konfliktscheu bist, beeinflusst direkt, wie dein Hund dich wahrnimmt. Hundetraining wird so unweigerlich zu einer Reise der Persönlichkeitsentwicklung.
- **Führung bedeutet nicht Dominanz:** Eine klare, nonverbale Führung basiert auf Entschlossenheit, der Fähigkeit zur Abgrenzung und der Bereitschaft, im Notfall auch bedrohlich zu wirken, um Gefahr abzuwenden. Es geht darum, ein verlässlicher Anker für den Hund zu sein, nicht darum, ihn zu unterdrücken.
- **Die Kunst der Balance:** Effektive Kommunikation ist ein Tanz zwischen Anspannung und Entspannung. Es geht darum, gleichzeitig überzeugend Druck aufbauen (eine Richtung vorgeben) und zugewandt einladen zu können (Sicherheit vermitteln).
- **Kommunikation ist ein buntes Spektrum:** Körpersprachliches Arbeiten ist weit mehr als nur das Setzen von Grenzen. Es umfasst liebevolle Einladungen, spielerische Interaktionen und subtile Bestätigungen. Alex betont, wie selten er seine Hunde im Alltag tatsächlich maßregeln muss, weil die Basis durch eine ständige, leise Kommunikation geklärt ist.
- **Die Haltung macht den Unterschied:** Ob eine körperliche Handlung wie das Blocken als faire Kommunikation oder als Gewalt empfunden wird, hängt entscheidend von der inneren Haltung des Menschen ab. Geht es darum, ein Gespräch zu führen und auf die Antwort des Hundes zu achten, oder nur darum, den Hund stumm zu machen?

## Der überraschende Ursprung: Warum Pferde die besseren Lehrmeister sind

Zu Beginn des Gesprächs stellt Rejana eine faszinierende These auf: Ihre Fähigkeit, mit Hunden körpersprachlich zu arbeiten, hat sie nicht auf dem Hundeplatz, sondern im Pferdestall gelernt. Als Pferdemädchen von Kindesbeinen an war sie täglich mit Tieren konfrontiert, bei denen eine unklare Kommunikation schnell gefährlich werden kann. Wenn eine halbe Tonne Lebendgewicht entscheidet, in Panik die Richtung zu wechseln, reichen verbale Bitten nicht aus. Man muss, so Rejana, mit dem eigenen Körper eine unmissverständliche Präsenz ausstrahlen.

Hier führt sie den Begriff der "inneren Anteile" ein - ein Konzept, das sich durch die gesamte Folge zieht. Damit meint sie die Summe unserer persönlichen Lernerfahrungen, die unsere unbewusste Körpersprache formen. Während unsere Gesellschaft uns oft zu verbaler Höflichkeit und Zurückhaltung erzieht, lehrt die Arbeit mit Pferden das genaue Gegenteil: physische Entschlossenheit und die Fähigkeit, den eigenen Raum klar zu behaupten. Diese früh erlernte Selbstverständlichkeit ist der Grund, warum ihr viele Aspekte der nonverbalen Führung heute so leichtfallen.

## Die fünf Säulen der nonverbalen Führung

Aus ihrer Erfahrung mit Pferden leitet Rejana mehrere Kernkompetenzen ab, die für eine erfolgreiche nonverbale Kommunikation mit Hunden entscheidend sind:

**1. Entschlossenheit und Zuversicht:** Es geht darum, einen klaren Plan zu haben und diesen auch auszustrahlen. Wer unsicher ist, wird vom Tier - sei es Pferd oder Hund - nicht ernst genommen. Johanna teilt hierzu eine treffende Anekdote: Mit einem jungen Hund, der noch keine Leinenführigkeit kennt, geht sie einfach konsequent ihren Weg. Sie lässt sich nicht von jedem Schnüffel-Impuls des Hundes von A nach B ziehen. Diese klare Zielstrebigkeit vermittelt dem Hund von Anfang an, dass der Mensch die Richtung vorgibt - eine wichtige Lektion für das spätere Zusammenleben.

**2. Abgrenzung:** Wenn ein Tier nervös oder hektisch wird, neigen viele Menschen dazu, diese Emotion zu spiegeln und selbst unruhig zu werden. Rejana betont, wie wichtig es ist, in solchen Momenten bei sich zu bleiben und nicht auf die Welle der Emotionalität aufzuspringen. Stattdessen sollte man zum ruhigen Anker werden, der dem Tier signalisiert: Deine Aufregung ist nicht meine. Ich habe die Situation bewertet und es gibt keinen Grund zur Panik.

**3. Bedrohlich sein können:** Dieser Punkt klingt zunächst provokant, ist aber essenziell. Es bedeutet nicht, gewalttätig zu sein, sondern in einer brenzligen Situation eine so starke Präsenz aufzubauen, dass das Gegenüber sofort Abstand hält. Dies kann durch Aufrichten, einen fokussierten Blick oder ein plötzliches Stampfen geschehen. Es ist die Fähigkeit, unmissverständlich zu signalisieren: "Bis hierhin und nicht weiter." Rejana erklärt, dass vielen Menschen diese Fähigkeit fehlt, weil sie ihren inneren Anteilen - dem Wunsch nach Harmonie und Empathie - widerspricht.

**4. Überzeugend und zugewandt zugleich sein:** Anhand des Beispiels eines Pferdes, das sich weigert, durch eine gruselige Stalltür zu gehen, illustriert Rejana eine hohe Kunst der Kommunikation. Man muss von hinten eine treibende, überzeugende Kraft ausstrahlen ("Hierbleiben ist keine Option"), während man nach vorne gleichzeitig weich und einladend bleibt ("Komm, hier vorne ist alles sicher"). Diese Fähigkeit, gleichzeitig Druck und Zugewandtheit zu vermitteln, ist auch im Hundetraining von unschätzbarem Wert.

**5. Schnelligkeit und Handeln auf Distanz:** Wer schon einmal versucht hat, ein Pferd von einer riesigen Koppel zu holen, weiß, dass man lernen muss, die Absichten des Tieres früh zu erkennen und auf Distanz zu lenken. Diese Fähigkeit, die eigene Energie über eine Entfernung zu projizieren, ist auch bei Hunden entscheidend. Johanna erzählt, wie sie ihrer Hündin Quest einmal im Vollsprint hinterhergerannt ist, als diese zu einem anderen Hund stürmte. Diese konsequente und schnelle Reaktion hat Quest nachhaltig vermittelt, dass auch auf Distanz eine Grenze existiert.

## Warum uns klare Kommunikation so schwerfällt

Ein zentraler Punkt der Diskussion ist die Frage, warum so viele Menschen Schwierigkeiten mit dieser Art der Kommunikation haben. Die Hosts und Rejana sind sich einig: Es liegt an unserer gesellschaftlichen Prägung. Wir lernen, höflich zu sein, nachzufragen und Konflikte zu meiden. Eigene Ansprüche durchzusetzen, besonders wenn sie beim Gegenüber Unwohlsein auslösen könnten, wird uns oft aberzogen. Johanna schlägt ihren Kundinnen manchmal eine kleine Alltagsübung vor: im Supermarkt zielstrebig den eigenen Weg zu gehen und nicht automatisch jedem auszuweichen. Allein dieser kleine Akt der Selbstbehauptung ist für viele eine enorme Hürde.

Diese erlernte Zurückhaltung kollidiert im Hundetraining mit einem Lebewesen, das direkt und ehrlich kommuniziert. Ein Hund fragt nicht höflich, er handelt. Hier beginnt für viele Menschen ein schmerzhafter, aber auch heilsamer Prozess. Sie müssen lernen, sich selbst die Erlaubnis zu geben, Grenzen zu setzen und für ihre Bedürfnisse einzustehen. Hundetraining wird so, wie Rejana es formuliert, zu echter Persönlichkeitsentwicklung.

## Mehr als nur Grenzen: Die bunte Welt der nonverbalen Kommunikation

Gegen Ende des Gesprächs lenkt Alex den Fokus auf einen entscheidenden Aspekt, um ein Missverständnis zu vermeiden: Nonverbale Kommunikation besteht nicht nur aus Strenge und Grenzsetzung. Er beobachtet in seinem eigenen Alltag, dass er kaum noch aktiv strafen muss. Der Grund dafür ist eine ständige, subtile und oft positive nonverbale Verbindung zu seinen Hunden.

Rejana greift diesen Gedanken begeistert auf und beschreibt die nonverbale Kommunikation als ein buntes Farbspektrum. Sie unterteilt sie in zwei Hauptbereiche: alltägliche Aufforderungen und soziale Beziehungsmomente auf der einen Seite und das Formulieren von Konsequenzen auf der anderen. 80 % unserer täglichen Interaktion, so schätzt sie, gehören zur ersten Kategorie. Ein weicher Blick, ein einladendes Lächeln, eine sanfte Geste - all das ist ebenfalls nonverbale Kommunikation. Das Ziel ist nicht, den Hund zu kontrollieren, sondern eine unumstößliche Gesprächsregel zu etablieren: Wir sind aufmerksam füreinander. Wenn diese Basis stimmt, wird die Kommunikation fließend, intuitiv und meistens positiv.

## Praktische Schritte zur Stärkung deiner nonverbalen Kommunikation

1. **Beginne mit Selbstreflexion:** Frage dich ehrlich: Welche inneren Anteile bringe ich mit? Wurde ich dazu erzogen, Konflikte zu meiden? Fällt es mir schwer, Nein zu sagen? Das Bewusstsein für die eigene Prägung ist der erste Schritt zur Veränderung.
2. **Die Supermarkt-Challenge:** Übe im Alltag, deinen Raum zu behaupten. Gehe zielstrebig und selbstbewusst durch eine Menschenmenge, ohne automatisch jedem auszuweichen. Es geht nicht um Rücksichtslosigkeit, sondern darum, ein Gefühl für die eigene Präsenz zu entwickeln.
3. **Werde zum Fels in der Brandung:** Wenn dein Hund das nächste Mal aufgeregt ist, konzentriere dich bewusst auf dich selbst. Atme tief durch, verankere deine Füße fest im Boden und widerstehe dem Impuls, in die Hektik einzusteigen. Sei der ruhige Anker, den dein Hund in diesem Moment braucht.
4. **Entdecke die bunte Seite:** Achte bewusst darauf, wie du deinen Hund nonverbal einlädst. Wie sieht deine Körperhaltung aus, wenn du ihn zum Kuscheln rufst? Wie spielst du mit ihm ohne Spielzeug, nur mit deinem Körper? Stärke aktiv die positive, zugewandte Seite eurer Kommunikation.
5. **Schaffe einen Übungsrahmen:** Aktivitäten wie das von Rejana favorisierte Longieren bieten einen geschützten Rahmen, um gezielt an der nonverbalen Kommunikation zu feilen. Hier kannst du in einem klaren Setting lernen, deinen Hund durch deine Körpersprache zu lenken, ohne die Ablenkungen des Alltags.

 

 

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                    Petcaster 

 

 

  **Zusammengefasst von Anja Schirwinski**  

 

Seit meine Hündin Frida mit fünf Monaten aus einem rumänischen Shelter zu mir kam, beschäftige ich mich intensiv mit Hundethemen - von Alltagstraining bis Verhaltensbesonderheiten. Viele der Fragen, die in Podcasts besprochen werden, kenne ich aus unserer gemeinsamen Erfahrung nur zu gut. Deshalb fasse ich hier die für mich interessantesten Podcastfolgen zusammen und ergänze sie mit meinen eigenen Erlebnissen mit Frida.

[Mehr über das Projekt Petcaster](/ueber-uns)

 

 

 

 

     

##  Themen 

 

 

 

 - [  Hundetraining und Erziehung  ](/podcasts/themen/hundetraining-und-erziehung)
 
  

 

**Hinweis:** *Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe von KI aus dem Transkript der Podcast-Episode generiert.*

Alle Inhalte auf Petcaster beruhen auf öffentlich zugänglichen Podcasts aus der Hunde- und Haustierwelt. Wir fassen die Episoden nach bestem Wissen zusammen, übernehmen jedoch keine Gewähr für Vollständigkeit, Aktualität oder Richtigkeit der Inhalte. Die Rechte an den Original-Podcasts und -Inhalten liegen ausschließlich bei den jeweiligen Urheber:innen.

 

 

         ## Shownotes

  In dieser Folge sprechen wir mit Rejana Hader-Schneidmann von "Hundeharmony" über die körpersprachliche Kommunkation mit Hunden.

Was genau bedeutet es "körpersprachlich" zu kommunizieren?
Welche Ziele verfolgt eine nonverbale Kommunikation und wie sieht eine solche im Alltag aus?

Unter anderem diesen Fragen sind wir in dieser Podcastepisode auf den Grund gegangen.

Rejana berichtet uns davon, was sie von und mit Pferden lernen durfte und wie diese Erfahrungen ihre Arbeit mit Hunden beeinflusst haben.

Mehr zu Rejana erfahrt ihr hier 👇🏻

[Instagram](https://www.instagram.com/hundeharmony)
[Webiste](https://www.hundeharmony.de/)

Mehr zu:

👩🏻 **Johanna Spahr**

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**👱🏻‍♂️ Alexander Schillack**

[TeamHundecoach](https://www.teamhundecoach.de/)

📲 [Instagram](https://instagram.com/alex_hundecoach?igshid=os5elirkq4xt)

🖥 [Website](https://teamhundecoach.de/)

Keywords

Orientierung am Menschen, Hundeverhalten, Hundetraining, Forschung, Hundetypen, Kommunikation, Genetik, Erziehung, Hundetraining, Hundeerziehung