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# Praktische Tipps für eine liebevolle Hundeerziehung

            **Podcast:**

   [Furminant - Der Hundepodcast mit Johanna und Alex](/podcast/furminant)

              **Erscheinungsdatum:**

   9. August 2026

            **Länge:**

   01:26:45

 ![Wie viel Liebe verträgt mein Hund?](https://www.petcaster.de/sites/default/files/styles/podcast_n_episode_metadata_image_1x/public/2026-01/Furminant.jpg.webp?itok=1P8mjIyX)

###   Wie viel Liebe verträgt mein Hund?

   9. August 2026 · [Furminant - Der Hundepodcast mit Johanna und Alex](/podcast/furminant)

Wir sagen es oft und meistens meinen wir es auch so: Wir lieben unsere Hunde. Aber was bedeutet das eigentlich genau? Ist es ein Gefühl, eine Handlung oder vielleicht eine komplexe Mischung aus beidem? In einer nachdenklichen Episode ihres Podcasts [*Furminant*](https://www.petcaster.de/podcast/furminant) gehen die Hosts Johanna Spahr und Alex Schillack genau dieser Frage auf den Grund. Sie beleuchten, wie unterschiedlich Liebe im Hunde-Mensch-Kontext aussehen kann und warum unsere menschliche Vorstellung von Zuneigung nicht immer das ist, was unsere Hunde wirklich brauchen. Diese Folge ist ein Muss für alle, die ihre Beziehung zum eigenen Hund besser verstehen und sicherstellen wollen, dass ihre Liebe auch wirklich beim Vierbeiner ankommt.

## Das Wichtigste auf einen Blick

- **Liebe ist subjektiv:** Wie und wie schnell wir Liebe für einen Hund entwickeln, ist individuell sehr verschieden. Johanna beschreibt, wie sie für ihre Hündin Quest lange Zeit keine tiefe Liebe empfand, während andere Menschen schon nach wenigen Tagen von Liebe sprechen. Es gibt kein Richtig oder Falsch.
- **Taten zählen mehr als Worte:** Hunde verstehen den Satz Ich liebe dich nicht. Unsere Zuneigung zeigt sich in Handlungen, die ihre Sicherheit, ihr Wohlbefinden und ihre Lebensqualität verbessern - nicht durch teure Geschenke oder sentimentale Worte.
- **Grenzen sind Liebe:** Klare Regeln und konsequente Erziehung, auch wenn sie kurzfristig Frust beim Hund auslösen, schaffen langfristig Sicherheit und Freiheit. Ein Hund, der zuverlässig abrufbar ist, kann mehr Freilauf genießen und ein entspannteres Leben führen.
- **Hinterfrage deine Schuldgefühle:** Viele Hundebesitzer:innen plagt ein schlechtes Gewissen, wenn sie ihren Hund allein lassen oder in eine Betreuung geben. Johanna und Alex argumentieren, dass diese Gefühle oft mehr mit unseren eigenen Ängsten als mit dem tatsächlichen Leid des Hundes zu tun haben. Hunde sind anpassungsfähiger, als wir oft denken.
- **Unsere Vergangenheit prägt unsere Hundeerziehung:** Eigene Kindheitserfahrungen beeinflussen stark, wie wir mit unseren Hunden umgehen. Wer als Kind wenig Beachtung fand, neigt manchmal dazu, den Hund übermäßig zu bemuttern und ihm keine Grenzen zu setzen - aus Angst, ähnliche Fehler zu wiederholen.

## Die vielen Gesichter der Liebe: Mehr als nur ein Gefühl

Die Episode beginnt mit einer persönlichen Reflexion von Johanna. Sie erzählt von einer Bekannten, die ihren neuen Hund schon nach wenigen Tagen über alles liebt. Das brachte sie zum Nachdenken, denn bei ihrer eigenen Hündin Quest dauerte es deutlich länger, bis sich dieses tiefe Gefühl einstellte. Alex knüpft daran an und zieht einen Vergleich zur Elternschaft: Auch die Liebe zu seinen Kindern wuchs und vertiefte sich mit der Zeit, geprägt durch gemeinsame Erlebnisse. Diese einleitenden Gedanken machen deutlich, dass Liebe kein standardisiertes Produkt ist, sondern ein Prozess, der für jede Mensch-Tier-Beziehung einzigartig ist.

Ein entscheidender Punkt, den Alex einbringt, ist die Unterscheidung zwischen Liebe als Gefühl und Liebe als Handlung. Er erinnert sich an seine Mutter, die ihre Zuneigung nie in Worte fasste, aber durch unermüdliche Taten bewies, etwa indem sie stundenlang Aufnäher für seine Jugend-Band nähte. Diese Anekdote dient als Brücke zur Welt der Hunde: Sie können mit unseren Liebesbekundungen nichts anfangen. Für sie zählt, was wir tun. Das wirft die zentrale Frage auf: Welche Handlungen empfindet ein Hund als liebevoll?

## Was Hunde wirklich brauchen: Sicherheit statt Schrein

Hier wird die Diskussion konkret. Für Alex äußert sich Liebe darin, seinen Hunden maximale Freiheit zu ermöglichen. Auf seinem Grundstück können sie sich autonom bewegen, die Umgebung erkunden und einfach Hund sein. Diese Freiheit ist jedoch kein Geschenk, sondern das Ergebnis konsequenter Erziehung. Er erklärt, dass er klare Grenzen setzt und unerwünschtes Verhalten korrigiert, auch wenn das für den Hund im Moment frustrierend ist. Langfristig führt genau das aber zu einem stressfreieren Leben für alle, weil der Hund die Spielregeln kennt und sich sicher in seinem Rahmen bewegen kann.

Johanna ergänzt diesen Gedanken um den Aspekt der Fürsorge und des Schutzes. Ihre Liebe zeigt sich darin, dass sie ihre Hunde vor potenziell überfordernden Situationen bewahrt - sei es vor dem stürmischen Kleinkind oder vor aufdringlichen Artgenossen im Park. Sie wird zur Anwältin ihres Hundes, was dessen Vertrauen stärkt. Beide sind sich einig, dass diese Form der praktischen Liebe weitaus wertvoller ist als materielle Dinge. Ein teures Hundebett oder ein personalisierter Fressnapf mag unser Bedürfnis befriedigen, etwas Gutes zu tun, für den Hund sind jedoch Verlässlichkeit und Sicherheit die wahren Liebesbeweise.

## Die Falle der Vermenschlichung: Wenn unsere Bedürfnisse im Weg stehen

Ein wiederkehrendes Thema ist die Gefahr, unsere eigenen emotionalen Bedürfnisse auf den Hund zu projizieren. Johanna teilt Ergebnisse einer Instagram-Umfrage, die zeigen, wie viele Menschen extreme Schuldgefühle haben, wenn sie ihren Hund länger als vier Stunden allein lassen oder ihn in eine Fremdbetreuung geben. Viele würden ihrem Hund das niemals zumuten. Doch wessen Bedürfnis steht hier wirklich im Vordergrund? Alex und Johanna argumentieren, dass es oft die Angst des Menschen vor dem Getrenntsein ist, nicht die Unfähigkeit des Hundes, damit umzugehen.

Ich kenne das aus eigener Erfahrung nur zu gut. Als ich meinen Hund das erste Mal für ein Wochenende bei Freunden ließ, war ich nervöser als er. Ich malte mir die schlimmsten Szenarien aus, während er nach fünf Minuten fröhlich im Garten tobte. Die Fotos, die ich bekam, zeigten einen rundum zufriedenen Hund. Diese Erfahrung war ein wichtiger Lernprozess: Loslassen ist auch ein Akt der Liebe, denn es ermöglicht dem Hund, neue soziale Erfahrungen zu machen und seine Anpassungsfähigkeit zu stärken. Die Hosts betonen, dass Hunde, anders als oft angenommen, im Hier und Jetzt leben und sich erstaunlich gut auf neue Gegebenheiten einstellen können.

## Warum Grenzen setzen so schwerfällt: Ein Blick in den Spiegel

Warum fällt es uns so schwer, Entscheidungen zu treffen, die für den Hund kurzfristig unangenehm sind? Die Antwort liegt oft in unserer eigenen Biografie. Johanna erzählt von einer Bekannten, die es nicht ertragen konnte, die ständige Aufmerksamkeit ihres Hundes zu ignorieren. In der Auseinandersetzung damit erkannte sie, dass dieses Verhalten tief in ihrer eigenen Kindheit verwurzelt war, in der ihre eigenen Bedürfnisse und Gefühle oft übersehen wurden. Sie projizierte ihre alten Verletzungen auf den Hund und wollte ihn um jeden Preis vor einer ähnlichen Erfahrung bewahren.

Diese tiefenpsychologische Ebene ist vielleicht der wichtigste Aspekt der Folge. Sie zeigt, dass Hundetraining oft auch Selbstreflexion bedeutet. Wenn wir uns schwertun, konsequent zu sein, liegt es selten am Hund. Es sind unsere eigenen Ängste und Unsicherheiten, die uns im Weg stehen. Die Erkenntnis, dass wir unsere Hunde nicht vor allem Unbehagen schützen müssen - und es auch nicht sollten -, ist ein befreiender Schritt zu einer gesünderen und ehrlicheren Beziehung.

## Praktische Schritte: So zeigst du deinem Hund deine Liebe wirklich

Aus dem Gespräch lassen sich konkrete Handlungsempfehlungen ableiten, die über bloße Emotionen hinausgehen:

1. **Definiere Freiheit neu:** Wahre Freiheit für deinen Hund ist nicht die Abwesenheit von Regeln, sondern die Fähigkeit, sich sicher und entspannt durch unsere Welt zu bewegen. Investiere in eine gute Erziehung, die ihm genau das ermöglicht. Ein zuverlässiger Rückruf ist mehr wert als jedes Spielzeug.
2. **Werde zum Fels in der Brandung:** Lerne, die Körpersprache deines Hundes zu lesen und erkenne, wann eine Situation ihn überfordert. Greife ein, bevor es zu viel wird. Schütze ihn vor aufdringlichen Hunden oder Menschen. Dein Hund wird dir dieses Management mit tiefem Vertrauen danken.
3. **Trainiere das Loslassen:** Suche dir eine gute Betreuungsmöglichkeit - Freunde, Familie oder eine professionelle Pension - und übe, deinen Hund auch mal abzugeben. Beginne mit kurzen Zeiträumen. Das stärkt nicht nur die Resilienz deines Hundes, sondern gibt auch dir wertvolle Freiräume zurück.
4. **Sei ehrlich zu dir selbst:** Frage dich regelmäßig: Tue ich das gerade für meinen Hund oder für mich? Es ist völlig in Ordnung, wenn du eine Hundebegegnung meidest, weil du selbst gestresst bist. Wichtig ist nur, dass du dir deiner wahren Motive bewusst bist.
5. **Erlaube Frustration in kleinen Dosen:** Liebe bedeutet auch, Entwicklung zu ermöglichen. Dein Hund lernt und wächst, wenn er lernt, mit kleinen Frustrationen umzugehen - sei es das Warten auf sein Futter oder das Bleiben auf seiner Decke, während du isst. Diese kleinen Übungen im Alltag bauen Impulskontrolle und Frustrationstoleranz auf und machen ihn zu einem souveräneren Begleiter.

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                    Petcaster

  **Zusammengefasst von Anja Schirwinski**

Seit meine Hündin Frida mit fünf Monaten aus einem rumänischen Shelter zu mir kam, beschäftige ich mich intensiv mit Hundethemen - von Alltagstraining bis Verhaltensbesonderheiten. Viele der Fragen, die in Podcasts besprochen werden, kenne ich aus unserer gemeinsamen Erfahrung nur zu gut. Deshalb fasse ich hier die für mich interessantesten Podcastfolgen zusammen und ergänze sie mit meinen eigenen Erlebnissen mit Frida.

[Mehr über das Projekt Petcaster](/ueber-uns)

##  Themen

 - [  Hundetraining und Erziehung  ](/podcasts/themen/hundetraining-und-erziehung)

**Hinweis:** *Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe von KI aus dem Transkript der Podcast-Episode generiert.*

Alle Inhalte auf Petcaster beruhen auf öffentlich zugänglichen Podcasts aus der Hunde- und Haustierwelt. Wir fassen die Episoden nach bestem Wissen zusammen, übernehmen jedoch keine Gewähr für Vollständigkeit, Aktualität oder Richtigkeit der Inhalte. Die Rechte an den Original-Podcasts und -Inhalten liegen ausschließlich bei den jeweiligen Urheber:innen.

         ## Shownotes

  In dieser Episode sprechen wir über Liebe zum Hund? Was bedeutet Liebe eigentlich? Welche Form von Liebe können wir unseren Hunden schenken? Lieben uns unsere Hunde auch?

Manchmal wird Liebe auch falsch verstanden bzw. tun wir Dinge aus guter Absicht, die aber beim Hund nicht so ankommt, wie wir uns das wünschen.

Über all das sprechen wir in dieser langen Folge.

Mehr zu:

👩🏻 **Johanna Spahr**

[Hahutra](https://www.hahutra.de/)

📲 [Instagram](https://instagram.com/johanna_hundemensch)

[🖥 Website](https://www.hahutra.de/)

**👱🏻‍♂️ Alexander Schillack**

[TeamHundecoach](https://www.teamhundecoach.de/)

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🖥 [Website](https://teamhundecoach.de/)

Keywords

Orientierung am Menschen, Hundeverhalten, Hundetraining, Forschung, Hundetypen, Kommunikation, Genetik, Erziehung, Hundetraining, Hundeerziehung