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# Warum dein Hund nicht nur Regeln, sondern auch deine Entscheidungen akzeptieren sollte

 



            **Podcast:** 

   [Furminant - Der Hundepodcast mit Johanna und Alex](/podcast/furminant) 

              **Erscheinungsdatum:** 

   27. Juli 2026 

            **Länge:** 

   00:48:49 

    

 

 





 ![Wie viele Regeln braucht ein Hund?](https://www.petcaster.de/sites/default/files/styles/podcast_n_episode_metadata_image_1x/public/2026-01/Furminant.jpg.webp?itok=1P8mjIyX) 

###   Wie viele Regeln braucht ein Hund?  

   27. Juli 2026 · [Furminant - Der Hundepodcast mit Johanna und Alex](/podcast/furminant)

  

 

 





 

Stell dir vor, dein Hund kennt alle Regeln im Haus: Er wartet vor dem vollen Napf, springt nicht auf die Couch und macht an jeder Straßenecke brav Sitz. Ein Vorzeigehund, oder? Doch was passiert, wenn du spontan entscheidest, dass er heute ausnahmsweise nicht mit ins Schlafzimmer darf, obwohl er es sonst immer tut? Plötzlich ist die Harmonie dahin, der Hund jault, kratzt an der Tür und versteht die Welt nicht mehr. Genau hier setzt die Diskussion im Podcast [*Furminant*](https://www.petcaster.de/podcast/furminant) an, in der die Hosts Johanna Spahr und Alex Schillack ein Thema beleuchten, das für eine stabile Mensch-Hund-Beziehung entscheidender ist, als viele ahnen.

In dieser Episode geht es nicht um die Frage, *ob* Hunde Regeln brauchen, sondern darum, den fundamentalen Unterschied zwischen festen, erlernten Regeln und situativen, spontanen Entscheidungen zu verstehen. Johanna wirft die Frage auf, warum manche Hunde, die unzählige Kommandos und Regeln beherrschen, dennoch massive Probleme haben - zum Beispiel beim Alleinbleiben. Die Antwort, so argumentieren die beiden, liegt oft nicht in der mangelnden Erziehung, sondern in der fehlenden Fähigkeit des Hundes, die Führung und die Entscheidungen seines Menschen flexibel zu akzeptieren. Es ist eine Einladung, den eigenen Alltag mit Hund kritisch zu hinterfragen und zu erkennen, wo wir vielleicht zu sehr auf starre Strukturen setzen, anstatt eine flexible, vertrauensvolle Beziehung zu fördern.

### Das Wichtigste auf einen Blick

- **Regeln vs. Entscheidungen:** Regeln sind vorhersehbar, konstant und oft ritualisiert (z. B. "vor dem Futter warten"). Entscheidungen hingegen sind situativ, spontan und durchbrechen gewohnte Muster (z. B. "heute darfst du nicht mit in diesen Raum").
- **Frustrationstoleranz ist der Schlüssel:** Ein Hund, der nur an feste Regeln gewöhnt ist, entwickelt oft eine geringe Frustrationstoleranz. Jede Abweichung von der Norm führt zu einem "Prediction Error" im Gehirn, was Stress und Frust auslöst. Die Akzeptanz von spontanen Entscheidungen trainiert diese wichtige Fähigkeit.
- **Flexibilität für den Alltag:** Das Leben ist unvorhersehbar. Ein Hund, der gelernt hat, die Entscheidungen seines Menschen zu akzeptieren, kommt mit Veränderungen wie Urlaub, Besuch oder Krankheit viel besser zurecht, weil er nicht auf starre Abläufe angewiesen ist.
- **Der Kern des Alleinbleibens:** Johanna stellt die These auf, dass Schwierigkeiten beim Alleinbleiben oft weniger mit reiner Trennungsangst zu tun haben, sondern mit der Unfähigkeit des Hundes, die Entscheidung des Menschen "Ich gehe jetzt ohne dich" zu akzeptieren.
- **Führung als verlässliche Konstante:** Es geht nicht darum, den Hund zu dominieren, sondern darum, dass er lernt: Mein Mensch trifft verlässliche Entscheidungen zu meinem Wohl. Diese Sicherheit ist oft wertvoller als ein starres Regelkorsett. Alex bringt es auf den Punkt, dass seine einzige wirkliche Regel lautet: Akzeptiere meine Entscheidung.

## Regeln versus Entscheidungen: Mehr als nur ein Wortspiel

Johanna startet die Diskussion mit einer Beobachtung aus ihrer Arbeit: Viele Hundebesitzer beschreiben ihre Hunde als gut erzogen, weil sie auf etablierte Regeln wie das Warten am Futternapf oder das Bleiben auf der Decke hören. Trotzdem zeigen dieselben Hunde in anderen Bereichen, wie dem Alleinsein, große Unsicherheit. Hier, so erklärt sie, liegt der Knackpunkt. Eine Regel ist für den Hund eine erlernte, vorhersehbare Kette von Handlungen. Sie bietet Sicherheit durch Wiederholung. Der Hund weiß genau: Wenn ich Sitz mache, bekomme ich gleich mein Futter. Wenn ich an der Leine ziehe, passiert X.

Eine Entscheidung hingegen ist dynamisch und unvorhersehbar. Sie bricht mit der Routine. Alex greift diesen Gedanken auf und vergleicht es mit der Situation, wenn sein Hund normalerweise auf der Couch liegen darf, er aber an einem heißen Tag spontan entscheidet: "Nee, heute nicht, du bist mir zu warm." Für den Hund ist das eine unerwartete Abweichung. Seine Fähigkeit, diese Entscheidung ohne großen Protest zu akzeptieren, sagt laut den beiden Hosts viel mehr über die Beziehungsqualität und seine innere Stabilität aus als das Befolgen von hundert eingeübten Kommandos.

## Die entscheidende Rolle der Frustrationstoleranz

Warum reagieren manche Hunde so heftig auf solche spontanen Änderungen? Alex erklärt dies mit dem Konzept des "Prediction Error" (Vorhersagefehler). Ein Hund, der an Routinen gewöhnt ist, baut eine klare Erwartungshaltung auf. Wenn diese Erwartung - insbesondere eine angenehme - nicht erfüllt wird, kommt es zu einem Dopaminabfall im Gehirn. Das Ergebnis: Frust und Stress. Ein Hund, der nie gelernt hat, mit solchen Momenten umzugehen, wird emotional instabil.

Ein Hund, der jedoch regelmäßig mit wohlüberlegten, fairen Entscheidungen seines Menschen konfrontiert wird, trainiert seine Frustrationstoleranz. Er lernt, dass die Welt nicht untergeht, wenn etwas mal anders läuft als erwartet. Alex schildert ein passendes Beispiel aus seinem Alltag: Normalerweise bekommen seine Hunde ihr Futter gleichzeitig. Als er einen Gasthund hatte, entschied er, die Fütterungsreihenfolge zu ändern. Seine Hunde mussten warten, obwohl sie eine andere Erwartung hatten. Sie akzeptierten es ohne Drama - ein klares Zeichen für eine gut entwickelte Fähigkeit, Frust auszuhalten und seine Entscheidung anzuerkennen.

## Warum ein flexibler Hund ein entspannterer Hund ist

Ein Leben, das nur aus starren Regeln besteht, macht unflexibel - sowohl den Menschen als auch den Hund. Was passiert, wenn sich der Alltag ändert? Wenn ein Baby in die Familie kommt, man umzieht oder im Urlaub plötzlich andere Gegebenheiten herrschen? Ein Hund, der nur auf seine gewohnten Rituale gepolt ist, wird in solchen Situationen massiven Stress erleben. Sein Sicherheitsnetz aus Vorhersehbarkeit bricht zusammen.

Hier zeigt sich der wahre Wert eines Hundes, der gelernt hat, den Entscheidungen seines Menschen zu vertrauen. Er orientiert sich nicht primär an der Situation, sondern an seiner Bezugsperson. Wenn sein Mensch signalisiert, dass alles in Ordnung ist und eine neue Anweisung gibt, kann er diese annehmen, weil die Beziehung selbst die Sicherheit gibt, nicht die Routine. Diese Flexibilität, so betonen Johanna und Alex, macht den Hund zu einem souveränen Begleiter, der mit den Unwägbarkeiten des Lebens gelassen umgehen kann.

## Führung bedeutet nicht, ein Regelbuch zu führen

Die Diskussion führt unweigerlich zu der Frage, was "Führung" eigentlich bedeutet. Es geht nicht darum, den Hund mit Verboten zu überhäufen, sondern ihm einen verlässlichen Rahmen zu bieten. Alex formuliert es treffend: Seine Hunde haben kaum fixe Regeln, aber sie haben gelernt, dass seine Entscheidungen gelten. Diese Klarheit schafft eine tiefe Sicherheit.

Johanna ergänzt diesen Gedanken mit einer wichtigen Differenzierung, die in der modernen Hundeerziehung oft verloren geht: der Unterschied zwischen einem Bedürfnis und einem Wunsch. Ein Hund hat das Bedürfnis nach Sicherheit, Futter und sozialem Kontakt. Er hat aber vielleicht den Wunsch, in jeder Sekunde am Menschen zu kleben. Gute Führung bedeutet, die echten Bedürfnisse zu erfüllen, aber nicht jedem Wunsch nachzugeben. Manchmal ist es im besten Interesse des Hundes, eine Entscheidung für ihn zu treffen, die ihm im ersten Moment nicht gefällt - genau wie Eltern es für ihre Kinder tun. Ihre Anekdote von sehr jungen Welpen, die echten Trennungsstress zeigten, im Gegensatz zu älteren Junghunden, die bei einer Trennung lediglich Frust empfanden, verdeutlicht, dass ein erwachsener, gesunder Hund lernen kann und sollte, solche Situationen auszuhalten.

## Praktische Schritte: So überprüfst und stärkst du die Akzeptanz deines Hundes

Die Episode ist nicht nur theoretisch, sondern liefert auch wertvolle Impulse für den eigenen Alltag. Wenn du herausfinden möchtest, wie es um die Akzeptanz deines Hundes bestellt ist, kannst du kleine, bewusste Übungen einbauen:

1. **Bewusst Routinen durchbrechen:** Wähle eine feste Routine, zum Beispiel den Ablauf vor dem Spaziergang oder die Fütterungszeit, und ändere bewusst einen kleinen Aspekt. Beobachte die Reaktion deines Hundes genau. Ist er irritiert, gestresst oder nimmt er die Änderung gelassen hin?
2. **Räumliche Grenzen setzen:** Bitte deinen Hund, für ein paar Minuten in einem Raum zu bleiben, während du in einem anderen bist - auch wenn die Tür offen ist. Normalerweise würde er dir vielleicht folgen. Deine Entscheidung ist aber, dass er diesmal wartet.
3. **Privilegien situativ entziehen:** Darf dein Hund immer mit aufs Sofa? Schicke ihn für eine Weile freundlich, aber bestimmt auf seinen Platz. Es geht nicht um eine dauerhafte Regeländerung, sondern um die situative Entscheidung.
4. **Die Erwartungshaltung beim Spiel ändern:** Wenn du einen Ball-Junkie hast, wirf den Ball nicht sofort, nachdem er Sitz gemacht hat. Warte einen Moment länger oder brich das Spiel für eine kurze Pause ab und entscheide du, wann es weitergeht.

Der Schlüssel bei all diesen Übungen ist, fair und klar zu sein. Es geht nicht darum, den Hund willkürlich zu frustrieren, sondern ihm beizubringen, dass du ein verlässlicher Partner bist, dessen Entscheidungen Hand und Fuß haben. Diese Erkenntnis stärkt nicht nur die Frustrationstoleranz, sondern vertieft das Vertrauen und die Bindung auf eine Weise, die starre Regeln allein niemals erreichen können.

 

 

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                    Petcaster 

 

 

  **Zusammengefasst von Anja Schirwinski**  

 

Seit meine Hündin Frida mit fünf Monaten aus einem rumänischen Shelter zu mir kam, beschäftige ich mich intensiv mit Hundethemen - von Alltagstraining bis Verhaltensbesonderheiten. Viele der Fragen, die in Podcasts besprochen werden, kenne ich aus unserer gemeinsamen Erfahrung nur zu gut. Deshalb fasse ich hier die für mich interessantesten Podcastfolgen zusammen und ergänze sie mit meinen eigenen Erlebnissen mit Frida.

[Mehr über das Projekt Petcaster](/ueber-uns)

 

 

 

 

     

##  Themen 

 

 

 

 - [  Frustrationstoleranz und Impulskontrolle  ](/podcasts/themen/frustrationstoleranz-und-impulskontrolle)
- [  Hundetraining und Erziehung  ](/podcasts/themen/hundetraining-und-erziehung)
 
  

 

**Hinweis:** *Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe von KI aus dem Transkript der Podcast-Episode generiert.*

Alle Inhalte auf Petcaster beruhen auf öffentlich zugänglichen Podcasts aus der Hunde- und Haustierwelt. Wir fassen die Episoden nach bestem Wissen zusammen, übernehmen jedoch keine Gewähr für Vollständigkeit, Aktualität oder Richtigkeit der Inhalte. Die Rechte an den Original-Podcasts und -Inhalten liegen ausschließlich bei den jeweiligen Urheber:innen.

 

 

         ## Shownotes

  Viele Hunde wirken im Alltag hervorragend erzogen. Sie warten vor dem Napf, bleiben auf ihrem Platz und kennen ihre Kommandos.

Doch was passiert, wenn der Mensch plötzlich etwas anderes entscheidet als sonst?

Genau darüber sprechen wir in dieser Folge.

Wir unterscheiden zwischen **Regeln**, die vorhersehbar und konstant sind, und **Entscheidungen**, die spontan und situationsabhängig getroffen werden. Warum genau dieser Unterschied so viel über Frustrationstoleranz, Orientierung und die Mensch-Hund-Beziehung verraten kann, erfährst du in dieser Episode.

Außerdem sprechen wir darüber,

- warum Regeln Sicherheit geben können,
- weshalb situative Entscheidungen oft deutlich schwieriger zu akzeptieren sind,
- welche Rolle Frustrationstoleranz dabei spielt,
- und warum ein Hund, der auch unerwartete Entscheidungen akzeptieren kann, häufig entspannter durchs Leben geht.

Eine Folge über Erziehung, Alltag und die Frage, ob dein Hund wirklich mehr Regeln braucht – oder vielleicht etwas ganz anderes.

Mehr zu:

👩🏻 **Johanna Spahr**

[Hahutra](https://www.hahutra.de/)

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**👱🏻‍♂️ Alexander Schillack**

[TeamHundecoach](https://www.teamhundecoach.de/)

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Keywords

Orientierung am Menschen, Hundeverhalten, Hundetraining, Forschung, Hundetypen, Kommunikation, Genetik, Erziehung, Hundetraining, Hundeerziehung