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# Warum Geduld und Nachsicht beim Hundetraining wichtig sind

            **Podcast:**

   [Furminant - Der Hundepodcast mit Johanna und Alex](/podcast/furminant)

              **Erscheinungsdatum:**

   30. August 2026

            **Länge:**

   00:59:32

 ![Es ist ein Prozess - auch für Dich!](https://www.petcaster.de/sites/default/files/styles/podcast_n_episode_metadata_image_1x/public/2026-01/Furminant.jpg.webp?itok=1P8mjIyX)

###    Es ist ein Prozess - auch für Dich!

   30. August 2026 · [Furminant - Der Hundepodcast mit Johanna und Alex](/podcast/furminant)

Hundetraining ist ein Prozess, der nicht nur den Hund, sondern vor allem auch dich als Mensch fordert. Es geht darum, geduldig zu sein, Fehler als Teil des Weges zu a

kzeptieren und sich von dem Druck zu befreien, alles sofort perfekt machen zu müssen. In der aktuellen Episode *Es ist ein Prozess - auch für Dich!* des Podcasts [**Furminant**](https://www.petcaster.de/podcast/furminant) beleuchten die Hosts Johanna Spahr und Alex Schillack genau diesen Aspekt der Mensch-Hund-Beziehung. Sie sprechen darüber, warum wir oft nachsichtiger mit uns selbst sein dürfen und teilen persönliche Erfahrungen, die zeigen, wie wichtig die eigene Entwicklung für ein erfolgreiches Training ist. Diese Folge ist ein Plädoyer für mehr Gelassenheit und ein tieferes Verständnis dafür, dass echtes Teamwork Zeit zum Wachsen braucht - sowohl für den Hund als auch für dich.

## Das Wichtigste auf einen Blick

- **Hundetraining ist ein zweiseitiger Lernprozess:** Nicht nur dein Hund lernt neue Verhaltensweisen, auch du als Mensch musst neue Fähigkeiten entwickeln. Dein Timing, deine Körpersprache und dein Selbstvertrauen sind entscheidende Faktoren für den Erfolg.
- **Perfektionismus ist ein Hindernis:** Der Anspruch, alles sofort richtig zu machen, führt schnell zu Frust und kann den Lernprozess für euch beide blockieren. Erlaube dir und deinem Hund, Fehler zu machen.
- **Gefühl schlägt reines Wissen:** Theoretisches Wissen aus Büchern oder Podcasts ist eine gute Grundlage, aber das richtige Gefühl für deinen Hund und die jeweilige Situation entwickelst du nur durch praktische Erfahrung und genaues Beobachten.
- **Deine innere Haltung zählt:** Hunde spüren deine Unsicherheit. Zweifel können eine Übung untergraben, während eine klare und selbstbewusste Haltung oft der Schlüssel zum Erfolg ist, selbst wenn die Technik nicht perfekt ist.
- **Fairness durch Klarheit:** Bevor du etwas von deinem Hund verlangen kannst, musst du für dich selbst klar definieren, welche Regeln gelten. Diese innere Klarheit schafft eine verlässliche Struktur, die für deinen Hund fair und nachvollziehbar ist.

## Warum Hundetraining auch für den Menschen ein Marathon ist

Oftmals gehen wir mit der Erwartung ins Hundetraining, dass nach ein paar Kursen alles reibungslos funktioniert. Doch die Realität sieht anders aus. Johanna und Alex vergleichen den Lernprozess treffend mit dem Autofahren lernen: Anfangs denkst du über jeden einzelnen Schritt bewusst nach - kuppeln, schalten, blinken. Es fühlt sich überwältigend an, und wenn dann noch unerwartete Dinge wie Regen dazukommen, kann schnell Stress aufkommen. Mit der Zeit automatisieren sich diese Abläufe jedoch. Ähnlich ist es im Hundetraining. Was anfangs höchste Konzentration erfordert, wie die richtige Leinenführung oder das Erkennen von Körpersprache, wird nach und nach zur zweiten Natur.

Die besondere Herausforderung für viele Hundehalter:innen besteht darin, dass oft beide Seiten - Mensch und Hund - gleichzeitig lernen. Alex beschreibt dies als eine Art Doppelschwierigkeit. Während ein erfahrener Trainer einem Hund schnell Sicherheit vermitteln kann, muss sich ein Anfänger nicht nur auf den Hund, sondern auch auf die eigenen, neuen Bewegungsabläufe und Reaktionen konzentrieren. Dein Hund spürt diese Unsicherheit und hinterfragt deine Anweisungen möglicherweise stärker. In solchen Momenten ist es entscheidend, nicht aufzugeben oder an sich zu zweifeln, sondern einfach weiterzumachen und die Situation als Übungseinheit zu betrachten.

## Persönliche Lernkurven: Johannas und Alex' Erfahrungen mit ihren Hunden

Sowohl Johanna als auch Alex teilen sehr offen ihre eigenen Lernprozesse. Johanna erzählt von ihrem Hund Balu, bei dem sie rückblickend erkennt, dass ihr damals das nötige Wissen fehlte, um sein Potenzial voll auszuschöpfen. Bei ihrer Hündin Berta, die extrem unsicher im Kontakt mit fremden Hunden war, hatte sie zwar intuitiv vieles richtig gemacht, würde aber heute mit ihrem erweiterten Wissen anders ansetzen. Ein zentraler Punkt, den sie heute anders machen würde, ist, von Anfang an den Nahbereich beim Menschen als sichersten Ort der Welt zu etablieren. Dies hätte Berta in vielen panischen Momenten helfen können.

Alex hingegen hatte bei seinem Hund Balu zwar ein gutes Händchen im Umgang, ihm fehlte es aber an der richtigen Trainingsstrategie. Selbst als er das Wissen hatte, dauerte es noch ein halbes Jahr, bis das Kernproblem kontrollierbar war. Das zeigt eindrücklich: Wissen allein ist nicht die Lösung, die Umsetzung braucht Zeit und Konsequenz. Sein anderer Hund, Louis, wird von ihm liebevoll als Geschenk bezeichnet, da er sehr unkompliziert war. Doch Alex betont, dass selbst ein solch einfacher Hund ohne klare Führung und Regeln hätte problematisches Verhalten entwickeln können.

## Die Falle des Perfektionismus und der Einfluss von außen

Ein wiederkehrendes Thema in der Episode ist der immense Druck, den sich viele Hundehalter:innen selbst machen. Dieser wird oft durch die Angst vor der Bewertung durch andere - Nachbarn, andere Spaziergänger - verstärkt. Man möchte nach außen das Bild eines perfekt erzogenen Hundes vermitteln. Dieser Perfektionismus führt dazu, dass Fehler als persönliches Versagen gewertet werden. Johanna beschreibt, wie Menschen im Training oft innerlich erstarren, wenn sie merken, dass sie etwas falsch gemacht haben. Anstatt die Situation zu korrigieren und weiterzumachen, bleiben sie im Jetzt ist es kaputt-Gefühl stecken. Genau diese Momente des Zögerns und Zweifelns nimmt der Hund jedoch wahr und wird ebenfalls unsicher.

Der Schlüssel liegt darin, wohlwollender mit sich selbst zu sein. Es ist vollkommen normal, dass Techniken nicht auf Anhieb sitzen und dass es Rückschläge gibt. Wer diesen Prozess akzeptiert, bleibt handlungsfähig und vermittelt seinem Hund auch in schwierigen Momenten Souveränität.

## Was tun, wenn theoretisches Wissen an seine Grenzen stößt?

Du kannst unzählige Bücher lesen und Podcasts hören, aber am Ende des Tages musst du mit deinem Hund rausgehen und praktische Erfahrungen sammeln. Alex und Johanna betonen, wie wichtig es ist, ein Gefühl für den eigenen Hund zu entwickeln. Manchmal überlagert angelesenes Wissen die eigene Intuition. Alex nennt das Beispiel von Hundehalter:innen, die das selbstbewusste und kontrollierende Verhalten ihres Hundes als Unsicherheit deuten, weil sie gelernt haben, dass Pöbeln immer aus Unsicherheit entsteht. Oftmals spüren die Menschen aber instinktiv, was die tatsächliche Motivation ihres Hundes ist.

Auch erfahrene Trainer:innen stoßen manchmal an einen Punkt, an dem sie einen Hund selbst an der Leine führen müssen, um die Dynamik zu spüren. Dieses Fühlen ist durch reines Zuschauen oder theoretische Analysen nicht zu ersetzen. Es geht darum, eine Verbindung aufzubauen, die über reine Kommandos hinausgeht und auf gegenseitigem Verständnis und Vertrauen basiert.

## Dein Weg zu mehr Gelassenheit im Training

Diese Episode ist weniger eine Anleitung mit konkreten Trainingsübungen als vielmehr eine Ermutigung, die eigene Haltung zu überdenken. Hier sind ein paar praktische Denkanstöße, die du aus dem Gespräch mitnehmen kannst:

1. **Akzeptiere den Prozess:** Mache dir immer wieder bewusst, dass Hundetraining Zeit braucht. Es gibt keine Abkürzungen oder magischen Lösungen. Jeder kleine Schritt nach vorn ist ein Erfolg.
2. **Sei nachsichtig mit dir selbst:** Fehler sind menschlich und ein wichtiger Teil des Lernens. Anstatt dich über einen Fehler zu ärgern, frage dich, was du daraus für das nächste Mal lernen kannst.
3. **Fokussiere auf das Gefühl, nicht nur auf die Technik:** Achte auf deine Körpersprache und die deines Hundes. Manchmal ist eine entspannte und klare Haltung wichtiger als die technisch perfekte Ausführung einer Übung.
4. **Definiere deine eigenen Regeln:** Bevor du ins Training startest, nimm dir Zeit, um für dich selbst festzulegen, was dir in der Beziehung zu deinem Hund wichtig ist. Diese Klarheit hilft dir, konsequent zu sein und gibt deinem Hund die nötige Sicherheit.
5. **Hol dir Unterstützung:** Du musst diesen Weg nicht alleine gehen. Wenn du merkst, dass du feststeckst, kann der Austausch mit anderen oder die Hilfe von Profis neue Perspektiven eröffnen und den Druck nehmen. Johanna und Alex bieten hierfür zum Beispiel ihren Online-Workshop "[Furminante Grandiosität](https://furminant.de/furminante-grandiositat-14)" an, der darauf abzielt, einen eigenen, intuitiven Kompass im Umgang mit dem Hund zu entwickeln.

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                    Petcaster

  **Zusammengefasst von Anja Schirwinski**

Seit meine Hündin Frida mit fünf Monaten aus einem rumänischen Shelter zu mir kam, beschäftige ich mich intensiv mit Hundethemen - von Alltagstraining bis Verhaltensbesonderheiten. Viele der Fragen, die in Podcasts besprochen werden, kenne ich aus unserer gemeinsamen Erfahrung nur zu gut. Deshalb fasse ich hier die für mich interessantesten Podcastfolgen zusammen und ergänze sie mit meinen eigenen Erlebnissen mit Frida.

[Mehr über das Projekt Petcaster](/ueber-uns)

##  Themen

 - [  Hundetraining und Erziehung  ](/podcasts/themen/hundetraining-und-erziehung)

**Hinweis:** *Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe von KI aus dem Transkript der Podcast-Episode generiert.*

Alle Inhalte auf Petcaster beruhen auf öffentlich zugänglichen Podcasts aus der Hunde- und Haustierwelt. Wir fassen die Episoden nach bestem Wissen zusammen, übernehmen jedoch keine Gewähr für Vollständigkeit, Aktualität oder Richtigkeit der Inhalte. Die Rechte an den Original-Podcasts und -Inhalten liegen ausschließlich bei den jeweiligen Urheber:innen.

         ## Shownotes

  Hundetraining funktioniert nicht von heute auf Morgen, vor allen Dingen weil es zwei Variablen gibt, die Zeit benötigen. Zum einen braucht der Hund eine gewisse Möglichkeit, Anpassungen für sich selbst vorzunehmen, sich zu entwickeln und zu verstehen - aber auch wir Menschen dürfen nicht vergessen, dass es auch für uns ein Prozess des Lernens ist.

Wir besprechen, wo und warum wir oft wohlwollender mit uns selbst sein dürfen und wo wir eigene Erfahrungen derart gemacht haben, dass wir feststellten, dass Training ein Prozess ist.

Mehr zu:

👩🏻 **Johanna Spahr**

[Hahutra](https://www.hahutra.de/)

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**👱🏻‍♂️ Alexander Schillack**

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🖥 [Website](https://teamhundecoach.de/)

Keywords

Orientierung am Menschen, Hundeverhalten, Hundetraining, Forschung, Hundetypen, Kommunikation, Genetik, Erziehung, Hundetraining, Hundeerziehung