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# Wie Longieren die Kommunikation mit deinem Hund revolutioniert

 



            **Podcast:** 

   [Furminant - Der Hundepodcast mit Johanna und Alex](/podcast/furminant) 

              **Erscheinungsdatum:** 

   27. April 2026 

            **Länge:** 

   01:37:09 

    

 

 





 ![Die Bereiche des Longierens - mit Rejana](https://www.petcaster.de/sites/default/files/styles/podcast_n_episode_metadata_image_1x/public/2026-01/Furminant.jpg.webp?itok=1P8mjIyX) 

###   Die Bereiche des Longierens - mit Rejana  

   27. April 2026 · [Furminant - Der Hundepodcast mit Johanna und Alex](/podcast/furminant)

  

 

 





 

Stell dir vor, du könntest deinem Hund ohne ein einziges Wort sagen, er solle langsamer werden, die Straßenseite wechseln oder einfach entspannt in deiner Nähe bleiben. Genau diese feine, fast unsichtbare Verständigung ist das Herzstück des Longierens, wie es die Hundetrainerin Rejana Hader-Schneidmann in der neuesten Folge des Podcasts [Furminant](https://www.petcaster.de/podcast/furminant) mit den Hosts Johanna Spahr und Alex Schillack beschreibt. Weit entfernt vom bloßen Im-Kreis-Rennen entpuppt sich dieser Hundesport als ein intensiver Sprachkurs in nonverbaler Kommunikation, der die Beziehung zwischen Mensch und Hund von Grund auf verändern kann. In dieser Episode tauchen wir tief in die Unterschiede zwischen klassischem und freiem Longieren ein, lernen, wie unser Körper zum wichtigsten Werkzeug wird und warum die wahre Magie nicht in der Geschwindigkeit, sondern in der bewussten Langsamkeit liegt.

Für wen ist diese Folge also ein Muss? Für jeden, der das Gefühl hat, im Alltag an Kommunikationsgrenzen zu stoßen, sei es beim Rückruf, an der Leine oder in aufregenden Situationen. Sie ist für alle, die nach einer freudvollen Beschäftigung suchen, die nicht nur auslastet, sondern auch die Bindung stärkt und ganz nebenbei wertvolle Lektionen für den Alltag liefert. Rejana, Johanna und Alex nehmen uns mit auf eine Reise, die zeigt, wie man durch bewusstes Training im Sport zu einem besseren Team auf dem Bürgersteig wird.

## Das Wichtigste auf einen Blick

- **Longieren als Kommunikationsfeld:** Der Sport ist weniger eine reine körperliche Auslastung als vielmehr ein Übungsfeld, um die eigene Körpersprache zu verfeinern und die nonverbale Kommunikation mit dem Hund zu meistern.
- **Frei vs. Klassisch:** Rejana praktiziert das von ihr weiterentwickelte freie Longieren. Im Gegensatz zum klassischen Longieren mit einem festen Kreis als Begrenzung arbeitet es mit flexiblen Objekten. Das macht das Training nicht nur alltagstauglicher, sondern eröffnet auch viel mehr kreative Möglichkeiten.
- **Die drei Kommunikationsbereiche:** Die Arbeit wird in drei Zonen unterteilt: den Nahbereich (enge, bindungsfördernde Arbeit), das Distanzfeld (bewusstes Wegschicken und selbstständiges Arbeiten) und die Kontrolle der Geschwindigkeit (Tempo regulieren durch frontale Körpersprache).
- **Die Gefahr des Overpacing:** Ein zentrales Anliegen von Rejana ist die Vermeidung von Overpacing, bei dem der Hund so in die Geschwindigkeit verfällt, dass er nicht mehr ansprechbar ist. Das Ziel ist ein konzentrierter, ruhiger Trab, in dem Kommunikation jederzeit möglich bleibt.
- **Der Transfer in den Alltag:** Jede im Longieren erlernte Geste hat eine direkte Anwendung im täglichen Leben - vom zuverlässigen Rückruf über eine entspannte Leinenführigkeit bis hin zum Abwarten an der Haustür.
- **Ein konfliktfreier Lernraum:** Für Teams, die im Alltag mit Problemen zu kämpfen haben, bietet Longieren eine wertvolle Möglichkeit, außerhalb von Konfliktsituationen positive Erfahrungen zu sammeln, Resilienz aufzubauen und wieder Freude an der gemeinsamen Aktivität zu finden.

## Longieren, Curving, Freilauf - Was ist was?

Zu Beginn der Diskussion herrscht, wie Alex humorvoll zugibt, eine gewisse Begriffsverwirrung. Was ist der Unterschied zwischen klassischem Longieren, Curving und dem, was Rejana praktiziert? Rejana klärt auf, indem sie ihren eigenen Weg beschreibt. Sie begann mit dem klassischen Longieren, bei dem ein physischer Kreis aus Schläuchen oder Flatterband eine klare Grenze zwischen dem Innenbereich des Menschen und dem Außenbereich des Hundes zieht. Der Hund lernt, diese Grenze zu respektieren und sich außerhalb davon zu bewegen. Johanna teilt ihre eigene, anfangs frustrierende Erfahrung mit diesem Ansatz, bei dem die Konzentration und Impulskontrolle ihres Hundes stark gefordert waren.

Der entscheidende Nachteil des klassischen Aufbaus, so Rejana, war für sie der enorme Aufwand und der Platzbedarf. Wer hat schon einen Garten, in dem man mal eben einen 10-Meter-Kreis auslegen kann? Aus dieser praktischen Notwendigkeit heraus entwickelte sie das freie Longieren. Statt einer festen Kreisgrenze nutzt sie einzelne Gegenstände wie Pylonen oder Bäume, die der Hund umrunden lernt. Das ultimative Ziel ist es, dass der Hund am Ende gar keine sichtbaren Bezugspunkte mehr benötigt und sich rein an der Körpersprache seines Menschen orientiert. Diese Flexibilität ist der größte Vorteil: Du kannst es überall üben, die Elemente frei kombinieren und bist nicht an starre Regeln gebunden. Curving, wie Alex es kurz anreißt, scheint hingegen wieder formeller und regelbasierter zu sein, mit festen Parcours und einem Punktesystem, was es vom kreativen Ansatz des freien Longierens unterscheidet.

## Die Anatomie der Kommunikation: Nahbereich, Distanz und Tempo

Das Herzstück von Rejanas Ansatz ist die Aufteilung des Trainings in drei klar definierte Kommunikationsbereiche. Sie dienen als eine Art Vokabular, das Mensch und Hund gemeinsam lernen.

Der **Nahbereich** ist die Basis von allem. Rejana beschreibt ihn bildhaft als eine Seifenblase, die Mensch und Hund umschließt. Hier finden alle nahen, bindungsfördernden Interaktionen statt. Es beginnt mit einem einfachen Ritual: Den Hund bewusst an die eigene Seite einzuladen. Dies geschieht durch öffnende, einladende Gesten - ein Schritt zurück, eine offene Körperseite, ein weicher Blick. In diesem geschützten Raum lernt der Mensch, seinen Körper bewusst einzusetzen, um den Hund zu sich zu holen oder ihn sanft zu verschieben, etwa von einer Seite zur anderen. Für viele Menschen, deren Körperhaltung im Alltag eher geschlossen und nach vorne gebeugt ist, ist das bereits ein intensives Lernfeld. Rejana betont: Wer im Nahbereich keine klaren Gespräche führen kann, wird es auf Distanz umso schwerer haben. Gleichzeitig dient dieser Bereich später auch als Bremse für schnelle Hunde, da enge Wendungen in der Nähe automatisch das Tempo drosseln.

Das **Distanzfeld** ist der nächste Schritt. Hier lernt der Hund, sich vom Menschen zu entfernen und selbstständig zu arbeiten, indem er beispielsweise die aufgestellten Objekte umrundet. Die Körpersprache des Menschen ändert sich hier fundamental. Statt einladender Gesten kommen nun schließende, richtungsweisende Signale zum Einsatz. Ein Schritt nach vorn, eine geschlossene Körperseite und ein klarer Fokus in die gewünschte Richtung signalisieren dem Hund: Dein Raum ist dort drüben. Es ist das exakte Gegenteil der einladenden Haltung aus dem Nahbereich.

Der dritte Bereich ist die **Einflussnahme auf die Geschwindigkeit**. Hier geht es darum, dem Hund zu vermitteln, wie schnell er sich bewegen darf. Das wichtigste Werkzeug dafür ist der frontale Einsatz des eigenen Körpers. Dreht sich der Mensch frontal zum Hund, wirkt das wie eine Bremse. Je mehr Präsenz und Körperspannung der Mensch zeigt, desto mehr nimmt der Hund sich zurück. Dreht sich der Mensch wieder seitlich auf und öffnet den Raum, ist das das Signal, wieder Tempo aufzunehmen. Rejana vergleicht es treffend mit einer Tür, die man öffnet oder schließt, um den Wasserfluss zu regulieren. So wird der Mensch zum lebendigen Gas- und Bremspedal.

## Overpacing: Wenn Geschwindigkeit die Kommunikation tötet

Ein Thema, das Rejana besonders am Herzen liegt, ist die Gefahr des Overpacing. Sie beobachtet kritisch, dass Longieren oft mit maximaler Geschwindigkeit gleichgesetzt wird, weil es für Zuschauer spektakulär aussieht. Doch genau hier liegt für sie die größte Falle. Wenn ein Hund im vollen Galopp um den Kreis hetzt, verliert er oft den Kopf. Die Aktivität wird dann, ähnlich wie beim Ball-Junkie, zu einem selbstbelohnenden Rausch, in dem für feine Kommunikation kein Platz mehr ist. Der Hund schießt sich, wie Rejana es formuliert, ins Nirwana und ist für seinen Menschen kaum noch erreichbar.

Deshalb legt sie den Fokus im Aufbau konsequent auf ruhigere Gangarten wie den Trab. Der Hund soll lernen, in einem Zustand konzentrierter Aufmerksamkeit zu arbeiten. Erst wenn der Trab als ruhige, zuverlässige Basis etabliert ist, wird der Galopp als weitere Gangart hinzugefügt - aber immer kontrolliert. Für Hunde, die von Natur aus sehr schnell sind, kann das ein langer Weg sein. Rejana erzählt, dass sie bei ihrem eigenen Border Collie fünf Jahre gebraucht hat, um ihn aus dem "Wann-kann-ich-wieder-rennen"-Modus in einen versammelten Trab zu bringen. Paradoxerweise kann hier der schnelle Galopp gezielt als Belohnung für wenige ruhige Trabschritte eingesetzt werden, um dem Hund den Weg zu mehr Selbstkontrolle zu weisen.

## Vom Trainingsplatz zum Alltag: Der wahre Gewinn des Longierens

Was bringt das alles für den ganz normalen Spaziergang? Enorm viel. Die im Longieren erlernten körpersprachlichen "Vokabeln" sind universell einsetzbar. Alex bringt es auf den Punkt, als er das klassische Problem beim **Rückruf** beschreibt: Ein Mensch ruft seinen Hund, beugt sich dabei aber nach vorne, starrt ihn an und wirkt durch seine geschlossene Haltung bedrohlich. Kein Wunder, dass der Hund zögert. Wer im Longieren gelernt hat, sich durch einen Schritt zurück und eine offene Geste einladend zu machen, wird einen viel zuverlässigeren Rückruf erleben.

Auch bei der **Leinenführigkeit** spielt dies eine große Rolle. Statt den Hund ständig zu korrigieren, lernt der Mensch, den Bereich neben sich zu einem angenehmen, "weichen" Ort zu machen, den der Hund gerne aufsucht. Gleichzeitig hilft die Fähigkeit, frontale Signale zu senden, um den Hund sanft auszubremsen, bevor er in die Leine läuft.

Die Fähigkeit, den Hund auf Distanz zu schicken, wird im Alltag ebenfalls praktisch: um ihn auf die andere Wegseite zu dirigieren, wenn ein Radfahrer kommt, ihn um einen Baum zu schicken, an dem sich die Leine verheddert hat, oder ihn einfach auf seinen Platz zu schicken, während man staubsaugt. Johanna fasst es wunderbar zusammen, als sie von ihren Pflegehunden erzählt: Man merkt erst, wie selbstverständlich diese feine Kommunikation geworden ist, wenn man einen Hund hat, der sie noch nicht versteht. Letztendlich, so schließt Rejana, ist Longieren wie ein Fremdsprachenkurs, der die Dialogfähigkeit im Alltag massiv verbessert und das Teamgefühl stärkt.

## Praktische Schritte für den Einstieg

Du bist neugierig geworden und möchtest selbst ausprobieren, wie du deine Körpersprache im Umgang mit deinem Hund verbessern kannst? Rejana gibt im Gespräch einige wertvolle Hinweise, die dir den Start erleichtern:

1. **Beginne im Nahbereich:** Der erste und wichtigste Schritt ist, die "Seifenblase" um euch herum zu etablieren. Übe, deinen Hund mit einer offenen, einladenden Körperhaltung an deine Seite zu holen. Mach einen Schritt zurück, öffne deine Arme leicht und nutze einen weichen Blick. Werde dir deiner eigenen Bewegungen bewusst.
2. **Lerne die Grundvokabeln:** Konzentriere dich auf den fundamentalen Unterschied zwischen "einladen" und "wegschicken". Einladen bedeutet, Raum zu geben (zurückweichen, öffnen). Wegschicken bedeutet, Raum zu nehmen (nach vorne treten, Körperseite schließen). Übe diesen Wechsel, bis er sich flüssig anfühlt.
3. **Halte die Einheiten kurz und positiv:** Besonders am Anfang ist weniger mehr. Wie Johanna aus Erfahrung mit ihrem Hund Balou berichtet, ist es entscheidend, aufzuhören, bevor Frust oder Überforderung aufkommen. Dein Ziel sind viele kleine Erfolge, nicht eine lange Trainingseinheit.
4. **Kontrolle vor Geschwindigkeit:** Widerstehe der Versuchung, deinen Hund sofort schnell im Kreis laufen zu lassen. Das Ziel ist nicht Tempo, sondern Konzentration. Etabliere einen ruhigen Trab als Basisgangart und belohne deinen Hund für seine Aufmerksamkeit und seine Bereitschaft, mit dir in Verbindung zu bleiben.
5. **Nutze deine Umgebung kreativ:** Du brauchst kein teures Equipment. Ein Baum im Park, ein Rucksack auf der Wiese oder ein Stuhl im Wohnzimmer können als Umrundungsobjekte dienen. Das macht das freie Longieren so alltagstauglich und flexibel.

 

 

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                    Petcaster 

 

 

  **Zusammengefasst von Anja Schirwinski**  

 

Seit meine Hündin Frida mit fünf Monaten aus einem rumänischen Shelter zu mir kam, beschäftige ich mich intensiv mit Hundethemen - von Alltagstraining bis Verhaltensbesonderheiten. Viele der Fragen, die in Podcasts besprochen werden, kenne ich aus unserer gemeinsamen Erfahrung nur zu gut. Deshalb fasse ich hier die für mich interessantesten Podcastfolgen zusammen und ergänze sie mit meinen eigenen Erlebnissen mit Frida.

[Mehr über das Projekt Petcaster](/ueber-uns)

 

 

 

 

     

##  Themen 

 

 

 

 - [  Hundesport und Spielen  ](/podcasts/themen/hundesport-und-spielen)
 
  

 

**Hinweis:** *Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe von KI aus dem Transkript der Podcast-Episode generiert.*

Alle Inhalte auf Petcaster beruhen auf öffentlich zugänglichen Podcasts aus der Hunde- und Haustierwelt. Wir fassen die Episoden nach bestem Wissen zusammen, übernehmen jedoch keine Gewähr für Vollständigkeit, Aktualität oder Richtigkeit der Inhalte. Die Rechte an den Original-Podcasts und -Inhalten liegen ausschließlich bei den jeweiligen Urheber:innen.

 

 

         ## Shownotes

  Wir haben Rejana von Hundeharmony zu Gast bei uns und sprechen mit ihr über ihr Herzensthema, das Longieren. In den ersten Minuten wird gleich deutlich, dass Longieren nicht gleich Longieren ist und es einen großen Unterschied zwischen "dem Hund nur im Kreis herum schicken" und Rejanas Interpretation dessen gibt.

Wir sprechen über Kommunikation, Kommunikationsbereiche und Übertrag in den Alltag. All das mit einer Portion Spaß dabei.

Wenn ihr mehr über Rejana erfahren wollt, könnt ihr das hier:

<https://hundeharmony.de/>

Mehr zu:

👩🏻 **Johanna Spahr**

[Hahutra](https://www.hahutra.de/)

📲 [Instagram](https://instagram.com/johanna_hundemensch)

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**👱🏻‍♂️ Alexander Schillack**

[TeamHundecoach](https://www.teamhundecoach.de/)

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