Den Hund bei Freunden oder Familie lassen - So klappt die Urlaubsbetreuung

Lieblingsfolge: Urlaubszeit: Den Hund woanders alleine lassen

Lieblingsfolge: Urlaubszeit: Den Hund woanders alleine lassen

9. Juli 2025 · HundeRunde - Profitipps vom Hundecoach

In dieser Episode des Podcasts HundeRunde erklärt Expertin Liza, wie du deinen Hund schrittweise und stressfrei daran gewöhnst, während deines Urlaubs bei Freunden oder in der Familie zu bleiben. Gemeinsam mit der Moderatorin bespricht sie die typischen Herausforderungen, gibt eine klare Anleitung für die Vorbereitung und erklärt, worauf es sowohl für den Hund als auch für den Hundesitter ankommt.

Die zentrale Frage der Folge ist: Wie schaffst du eine positive und sichere Betreuungssituation, damit du beruhigt in den Urlaub fahren kannst und dein Hund die Zeit der Trennung gut meistert? Die Episode richtet sich an alle Hundebesitzer, die vor der Herausforderung stehen, eine passende Betreuung für ihre Abwesenheit zu finden und diesen Übergang für alle Beteiligten so angenehm wie möglich zu gestalten.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Urlaub ohne Hund ist erlaubt: Liza betont, dass es völlig in Ordnung ist, ohne Hund in den Urlaub zu fahren, solange eine gute und sichere Betreuung gewährleistet ist. Eine Pause kann sogar die Beziehung zwischen Mensch und Hund stärken.
  • Schrittweise Gewöhnung ist der Schlüssel: Ein Hund sollte nie unvorbereitet bei einem Sitter abgegeben werden. Ein schrittweises Training - von gemeinsamen Besuchen über kurze Trennungen bis hin zu einer Übernachtung - ist entscheidend für den Erfolg.
  • Vertraute Gegenstände schaffen Sicherheit: Das eigene Körbchen, die Decke, die Näpfe und das gewohnte Futter helfen dem Hund, sich in der neuen Umgebung sicherer zu fühlen, da sie vertraute Gerüche und Routinen mitbringen.
  • Ruhe und Entspannung aktiv trainieren: Es ist wichtig, dass der Hund lernt, am Betreuungsort nicht nur zu spielen, sondern auch zur Ruhe zu kommen und zu schlafen. Dies sollte bereits bei den ersten gemeinsamen Besuchen geübt werden.
  • Klare Kommunikation mit dem Sitter: Der Hundesitter sollte über die wichtigsten Regeln, Kommandos und Routinen informiert werden. Konsistenz hilft dem Hund, sich schneller anzupassen, auch wenn kleine Abweichungen normal sind.
  • Anzeichen für Stress erkennen: Achte nach der Betreuung darauf, wie sich dein Hund verhält. Ist er extrem aufgedreht, zeigt körperliche Symptome wie Durchfall oder kehrt nur schwer in den Alltag zurück, war die Situation möglicherweise zu stressig.
  • Die Übergabe entspannt gestalten: Eine lange, emotionale Verabschiedung kann den Hund verunsichern. Liza rät dazu, die Übergabe so normal und unspektakulär wie möglich zu gestalten, ähnlich wie bei alltäglichen Trennungen.

Urlaub ohne Hund? Eine Frage des Gewissens

Liza stellt zu Beginn klar, dass es keinen Grund für ein schlechtes Gewissen gibt, wenn man als Hundebesitzer auch mal ohne seinen Vierbeiner in den Urlaub fährt. Sie erklärt, dass der Alltag vieler Menschen stark auf den Hund ausgerichtet ist und eine bewusste Auszeit der eigenen Erholung dient. Die Voraussetzung ist jedoch immer, dass für den Hund eine liebevolle und stressfreie Alternative gefunden wird. Eine vorübergehende Trennung, so Liza, kann die Wiedersehensfreude steigern und der Beziehung guttun, anstatt ihr zu schaden.

Die schrittweise Eingewöhnung: Ein Plan für den Erfolg

Der Kern einer erfolgreichen Betreuung liegt laut Liza in einer sorgfältigen und schrittweisen Vorbereitung. Sie warnt davor, einen Hund unvorbereitet in einer fremden Umgebung abzugeben. Stattdessen empfiehlt sie ein strukturiertes Vorgehen, das etwa einen Monat vor dem Urlaub beginnen sollte:

  1. Gemeinsame Besuche: Zunächst sollten Besitzer und Hund den zukünftigen Sitter mehrfach gemeinsam besuchen. In dieser Zeit geht es nicht nur um Spiel und Action, sondern vor allem darum, dass der Hund lernt, in der fremden Umgebung zur Ruhe zu kommen, beispielsweise auf seiner mitgebrachten Decke.
  2. Kurze Trennungsphasen: Hat der Hund gelernt, sich in Anwesenheit seines Besitzers beim Sitter zu entspannen, folgt der nächste Schritt. Der Hund bleibt für wenige Stunden allein bei der Betreuungsperson. So lernt er, dass sein Mensch wiederkommt.
  3. Die Generalprobe: Funktioniert die kurze Trennung gut, sollte eine Übernachtung folgen. Wenn auch diese positiv verläuft, steht einem längeren Aufenthalt nichts mehr im Wege.

Liza betont, dass jeder Hund ein individuelles Tempo hat. Wenn ein Hund mehr Zeit benötigt, um sich anzupassen, sollten die Schritte entsprechend langsamer und kleinteiliger gestaltet werden.

Herausforderungen in der neuen Umgebung

Eine neue Umgebung stellt für einen Hund eine große Herausforderung dar. Fremde Gerüche, ein anderer Tagesablauf und die An- oder Abwesenheit von Kindern oder anderen Tieren können Stress verursachen. Die größte Schwierigkeit besteht für die meisten Hunde laut Liza darin, zur Ruhe zu kommen und abschalten zu können.

Ob eine Betreuung erfolgreich war, erkennen Besitzer an mehreren Anzeichen: Der Hund freut sich bei der Abholung, ist aber nicht übermäßig aufgelöst oder panisch. Zu Hause findet er schnell wieder in seinen gewohnten Rhythmus zurück und zeigt keine körperlichen Stresssymptome wie Erbrechen, Durchfall oder übermäßiges Kratzen. Ein ehrliches Feedback der Betreuungsperson ist ebenfalls ein wichtiger Indikator.

Kommunikation ist alles: Die Rolle des Hundesitters

Damit sich der Hund schnell einlebt, ist eine klare Kommunikation zwischen Besitzer und Sitter unerlässlich. Der Sitter sollte über die grundlegenden Regeln (z. B. „Darf der Hund aufs Sofa?“), die wichtigsten Kommandos und den Tagesablauf (Fütterungszeiten, Spaziergänge) informiert werden. Liza erklärt, dass es dem Hund Sicherheit gibt, wenn Strukturen und Grenzen ähnlich wie zu Hause sind.

Gleichzeitig rät sie zu einer gewissen Gelassenheit: Es ist normal, dass ein Sitter nicht alles zu 100 % identisch macht. Nach dem Urlaub kann es vorkommen, dass der Hund bestimmte Regeln wieder infrage stellt. In diesem Fall müssen die Besitzer einfach konsequent sein, und nach wenigen Tagen pendelt sich das Verhalten wieder ein.

Praktische Schritte für die Übergabe

  1. Grundlagen schaffen: Stelle sicher, dass dein Hund zu Hause zuverlässig zur Ruhe kommen kann, idealerweise auf einem festen Platz wie einer Decke oder in einer Box.
  2. Vorbereitungsbesuche durchführen: Besuche den Sitter mehrmals gemeinsam mit deinem Hund. Übe dabei aktiv das Entspannen, damit der Ort positiv und mit Ruhe verknüpft wird.
  3. Testläufe planen: Beginne mit einer kurzen Betreuung von wenigen Stunden und steigere die Dauer schrittweise bis zu einer Übernachtung.
  4. Wichtige Informationen weitergeben: Erstelle eine Liste mit Fütterungsanweisungen, wichtigen Kommandos, Regeln und Notfallkontakten für den Sitter.
  5. Den Hundekoffer packen: Gib deinem Hund vertraute Gegenstände wie sein Körbchen oder seine Decke, die eigenen Näpfe, das gewohnte Futter und eventuell sein Lieblingsspielzeug mit.
  6. Den Abreisetag entspannt gestalten: Vermeide eine lange und emotionale Verabschiedung. Gestalte die Übergabe kurz und routiniert, um deinem Hund zu signalisieren, dass alles in Ordnung ist.

Petcaster
Zusammengefasst von Anja Schirwinski

Seit meine Hündin Frida mit fünf Monaten aus einem rumänischen Shelter zu mir kam, beschäftige ich mich intensiv mit Hundethemen - von Alltagstraining bis Verhaltensbesonderheiten. Viele der Fragen, die in Podcasts besprochen werden, kenne ich aus unserer gemeinsamen Erfahrung nur zu gut. Deshalb fasse ich hier die für mich interessantesten Podcastfolgen zusammen und ergänze sie mit meinen eigenen Erlebnissen mit Frida.

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Hinweis: Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe von KI aus dem Transkript der Podcast-Episode generiert.

Alle Inhalte auf Petcaster beruhen auf öffentlich zugänglichen Podcasts aus der Hunde- und Haustierwelt. Wir fassen die Episoden nach bestem Wissen zusammen, übernehmen jedoch keine Gewähr für Vollständigkeit, Aktualität oder Richtigkeit der Inhalte. Die Rechte an den Original-Podcasts und -Inhalten liegen ausschließlich bei den jeweiligen Urheber:innen.

Shownotes

Es ist wieder Urlaubszeit und das bedeutet: Fahren wir mit Hund weg oder bringen wir ihn für die Zeit bei Freunden unter? Oder im Hunde-Hotel? Zunächst möchte Liza eine Lanze für alle brechen, die sich für eine Reise ohne Hund entscheiden. Das ist total in Ordnung, sofern der Vierbeiner währenddessen gut versorgt ist. Lizas Hündin Nala hat sehr gerne Zeit bei Lizas Mutter verbracht – auch außerhalb der Urlaubssaison, z.B. wenn Liza viel zu tun hatte. Hört gerne zu und erfahrt, wie ihr euren Hund darauf vorbereiten könnt, anderswo allein zu sein. Viel Spaß! 😊

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