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# Hundealltag besser meistern: Praktische Hundetrainer-Tipps für typische Probleme

 



            **Podcast:** 

   [HundeRunde - Profitipps vom Hundecoach](/podcast/hunderunde) 

              **Erscheinungsdatum:** 

   15. Juli 2026 

            **Länge:** 

   00:40:37 

    [         Link zur Episode (extern)   ](https://hunderunde.podigee.io/167-158-q-a-hund-im-bett-beisserei-sirenen-gejaule) 

 

 

 

 





 ![#158 Q&amp;A | Hund im Bett, Beißerei &amp; Sirenen-Gejaule](https://www.petcaster.de/sites/default/files/styles/podcast_n_episode_metadata_image_1x/public/2025-10/2be76038-b7bb-45f1-ae33-6d0220816579.png.webp?itok=SeqHKzcd) 

###   \#158 Q&amp;A | Hund im Bett, Beißerei &amp; Sirenen-Gejaule  

   15. Juli 2026 · [HundeRunde - Profitipps vom Hundecoach](/podcast/hunderunde)

  

 

 





 

Diesmal ist bei [HundeRunde](https://www.petcaster.de/podcast/hunderunde) alles ein bisschen anders: Liza Gerlach übernimmt das Mikro allein und beantwortet in einer Q&amp;A-Folge die Fragen der Community. Dabei geht es um Themen, die viele Hundehalter wirklich beschäftigen - vom Kastrationschip über Hundebegegnungen bis zur Frage, was im Ernstfall bei einer Beißerei zu tun ist. Herausgekommen ist eine Folge mit vielen ehrlichen, praxisnahen Tipps für den ganz normalen Hundealltag.

Diese Zusammenfassung taucht tief in die sechs Kernthemen ein, die Liza bespricht. Sie ist für dich gedacht, wenn du nach konkreten, verständlichen und sofort anwendbaren Lösungen für alltägliche Hundeprobleme suchst und verstehen möchtest, was hinter dem Verhalten deines Vierbeiners steckt.

## Das Wichtigste auf einen Blick

- **Der Kastrationschip ist kein Allheilmittel:** Er dient als temporärer Test, um die Auswirkungen einer Hormonreduktion zu beobachten, ersetzt aber niemals konsequentes Training. Bei unsicheren oder ängstlichen Hunden kann er das Problem sogar verschlimmern.
- **In einer Beißerei gilt: Eigenschutz zuerst.** Greife niemals mit den Händen zwischen die kämpfenden Hunde. Versuche stattdessen, die Tiere durch einen Schreckmoment (z. B. einen lauten Reiz) zu trennen, und ziehe sie niemals auseinander, um Risswunden zu vermeiden.
- **Vorsorge für den Notfall ist entscheidend:** Eine Notfallkarte im Auto mit Kontaktdaten einer Vertrauensperson und wichtigen Informationen zum Hund kann im Falle eines Unfalls Gold wert sein, um sicherzustellen, dass dein Tier schnell und gut versorgt wird.
- **Winseln bei Hundebegegnungen ist Erregung, nicht nur Freude.** Die beste Strategie ist, den Abstand zum Auslöser zu vergrößern, bis dein Hund wieder ansprechbar ist. Belohne jeden ruhigen Moment und jeden Blick zu dir, um ihm ein alternatives Verhalten beizubringen.
- **Hunde auf dem Bett sind kein Tabu - unter einer Bedingung:** Es ist deine Ressource, die du teilst. Der Hund sollte fragen, bevor er hochspringt, und den Platz ohne Diskussion wieder freigeben. Knurren oder Verteidigen des Platzes ist ein klares Zeichen dafür, dass diese Regelung überdacht werden muss.

## Ein persönlicher Einblick: Freds Entwicklung und die Wahl eines Jagdhundes

Zu Beginn gibt Liza ein Update zu ihrem eigenen Hund Fred, einem Deutschen Wachtelhund. Mit anderthalb Jahren ist er aus dem Gröbsten raus und entwickelt sich vom ungestümen „Dampfhammer“ zu einem reiferen Begleiter. Diese Phase ist für viele Hundebesitzer eine riesige Erleichterung. Die anstrengende Welpen- und Junghundzeit, in der alles neu gelernt werden muss und die Energie unerschöpflich scheint, weicht langsam einer harmonischen Routine. Liza erklärt, dass sie genau diese Phase liebt: wenn das Training Früchte trägt und man auf einer tieferen Ebene mit dem erwachsenen Hund arbeiten kann.

Sie geht auch auf die bewusste Entscheidung für einen Jagdhund ein und plant, diesem komplexen Thema eine eigene Folge zu widmen. Das ist ein wichtiger Punkt, denn die Anschaffung eines Hundes, der für eine spezielle Aufgabe gezüchtet wurde, bringt eine große Verantwortung mit sich. Einen Jagdhund wie Fred nicht jagdlich oder zumindest mit adäquatem Ersatztraining auszulasten, kann schnell zu Verhaltensproblemen führen. Lizas offener Umgang damit zeigt, dass es darum geht, den Bedürfnissen der Rasse gerecht zu werden, anstatt zu versuchen, sie zu unterdrücken.

## Der Kastrationschip: Testlauf statt endgültiger Entscheidung

Eine häufig gestellte Frage dreht sich um den Kastrationschip für Rüden. Liza beschreibt ihn als das, was er ist: ein Hormonimplantat, das die Testosteronproduktion für einen begrenzten Zeitraum (meist 6 bis 12 Monate) unterdrückt. Seine größte Stärke liegt darin, als eine Art Generalprobe für eine endgültige Kastration zu dienen. Du kannst beobachten, wie sich das Verhalten deines Hundes verändert, wenn der Testosteronspiegel sinkt.

Doch hier kommt die entscheidende Warnung: Testosteron ist nicht der alleinige Übeltäter für jedes Problemverhalten. Im Gegenteil, es fördert auch Selbstbewusstsein. Einem bereits unsicheren oder ängstlichen Hund dieses Hormon zu entziehen, kann seine Probleme verstärken und sogar zu einer Zunahme von Aggression aus Unsicherheit führen. Der Chip, so betont Liza, ist ein Hilfsmittel zur Unterstützung der Erziehung, aber niemals ein Ersatz dafür. Diese Einschätzung ist enorm wichtig, denn sie holt viele Hundebesitzer aus der Vorstellung, ein medizinischer Eingriff könne Trainingsdefizite magisch beheben.

## Notfallmanagement: Was tun bei einer Beißerei oder einem Unfall?

Zwei der besprochenen Fragen behandeln echte Albtraumszenarien: eine Beißerei und die Versorgung des Hundes nach einem Autounfall, bei dem der Halter handlungsunfähig ist. Hier liefert Liza klare, überlebenswichtige Protokolle.

Bei einer Beißerei ist die oberste Regel der Eigenschutz. Mit den Händen einzugreifen, ist tabu, da die Hunde in ihrer Aufregung oder Panik ungezielt schnappen und schwere Verletzungen verursachen können. Stattdessen rät Liza, die Hunde durch einen überraschenden Reiz - etwa einen lauten Knall oder einen gezielten, aber ungefährlichen Einsatz der Leine - zu trennen. Wichtig ist auch, die Hunde niemals auseinanderzureißen, da dies schlimme Risswunden verursacht. Danach: Kontaktdaten austauschen, umgehend zum Tierarzt (auch bei scheinbar kleinen Wunden) und das Verhalten des Hundes in den Tagen danach genau beobachten. Eine traumatische Erfahrung kann Spätfolgen haben, die professionelle Hilfe erfordern.

Für den Fall eines Unfalls empfiehlt Liza eine einfache, aber geniale Vorsichtsmaßnahme: eine Notfallkarte im Portemonnaie oder am Hundezubehör im Auto. Darauf sollten der Name des Hundes, wichtige Verhaltenshinweise (z.B. „ist unsicher bei Männern“) und vor allem die Telefonnummer einer Kontaktperson stehen. Rettungskräfte können so schnell jemanden erreichen, der den Hund abholt und versorgt. Das gibt nicht nur dir Sicherheit, sondern erspart dem Hund auch den zusätzlichen Stress eines Aufenthalts im Tierheim.

## Wenn die Leine zur Bühne wird: Winseln und Heulen verstehen

Viele Hundebesitzer kennen es: Ein anderer Hund kommt entgegen und der eigene Vierbeiner beginnt zu winseln, zu fiepen oder zu jaulen. Liza entkräftet den Mythos, dass dies immer pure Freude ist. Vielmehr ist es ein Ausdruck von hoher Erregung, die aus Frust, Unsicherheit, Stress oder einer starken Erwartungshaltung resultieren kann. Den Hund in diesem Zustand einfach weiterzuzerren, verstärkt das Problem nur.

Die Lösung klingt paradox, ist aber hochwirksam: vergrößere den Abstand zum Auslöser. Gehe so weit zurück, bis dein Hund wieder zur Ruhe kommt und ansprechbar ist. In diesem Moment kannst du ihn für seine Ruhe belohnen. Jeder noch so flüchtige Blick zu dir ist ein riesiger Erfolg, den du positiv bestärken solltest. So lernt der Hund, dass es sich lohnt, sich in aufregenden Situationen an dir zu orientieren, anstatt in sein altes Verhaltensmuster zu verfallen.

Ein ähnliches Phänomen ist das Heulen bei Sirenen. Liza erklärt zwei mögliche Gründe: Entweder erinnert die Frequenz der Sirene instinktiv an das Heulen von Wölfen, oder der Lärm ist für das empfindliche Gehör des Hundes einfach nur unangenehm und stressig. Auch hier gilt: Bleib selbst ruhig und souverän. Trösten oder übermäßiges Zureden würde die Angst nur bestätigen. Stattdessen kannst du deinem Hund durch körperliche Nähe (ohne zu streicheln) Sicherheit geben oder ihm, wenn möglich, die Ohren zuhalten.

## Ressource Bett: Klare Regeln für gemeinsame Kuschelmomente

Darf der Hund mit ins Bett oder aufs Sofa? Diese Frage spaltet die Hundewelt. Liza vertritt hier eine pragmatische und faire Haltung: Ja, warum nicht - solange die Regeln klar sind. Das Bett und das Sofa sind aus Hundesicht wertvolle Ressourcen. Wenn du sie teilst, sollte dies ein Privileg sein, kein selbstverständliches Recht. Das bedeutet konkret: Der Hund fragt um Erlaubnis, bevor er hochkommt, und verlässt den Platz auf dein Kommando hin sofort und ohne Widerworte.

Der kritische Punkt ist erreicht, wenn der Hund anfängt, den Platz zu verteidigen - sei es durch Knurren, Zähnefletschen oder schlichtes Ignorieren. In diesem Moment, so Liza, ist die Grenze überschritten und das Privileg sollte vorübergehend oder dauerhaft entzogen werden. Diese klare Linie ist entscheidend, denn sie bewahrt die Hierarchie und verhindert, dass aus gemütlichen Kuschelstunden ernsthafte Konflikte um Ressourcen entstehen.

## Praktische Schritte für deinen Alltag

Aus Lizas Antworten lassen sich konkrete Handlungsanleitungen ableiten, die du direkt umsetzen kannst.

1. **Checkliste für den Ernstfall (Beißerei):**
    - **Ruhe bewahren und Eigenschutz:** Greife niemals mit den Händen dazwischen.
    - **Trennen durch Schreckmoment:** Nutze laute Geräusche, um die Hunde kurz zu irritieren. Ziehe sie niemals auseinander.
    - **Kontaktdaten sichern:** Tausche sofort Namen und Telefonnummern mit dem anderen Halter aus.
    - **Tierärztliche Kontrolle:** Fahre umgehend zum Tierarzt, auch wenn du keine offensichtlichen Verletzungen siehst. Bisswunden können sich tief unter dem Fell verbergen.
    - **Verhaltensbeobachtung:** Achte in den folgenden Tagen auf Veränderungen im Verhalten deines Hundes und ziehe bei Bedarf einen Trainer hinzu.
2. **Deeskalations-Protokoll für Hundebegegnungen:** Wenn dein Hund beim Anblick anderer Hunde winselt oder fiept, kehre dem Problem buchstäblich den Rücken zu. Vergrößere den Abstand, bis dein Hund wieder ansprechbar ist. Jeder ruhige Moment und jeder Blick zu dir wird sofort belohnt. Arbeite dich dann langsam und in kleinen Schritten wieder näher heran, ohne die Erregungsschwelle deines Hundes zu überschreiten.
3. **Deine Notfall-Vorsorge:** Erstelle eine kleine Karte oder einen Zettel für dein Auto und dein Portemonnaie. Notiere darauf: den Namen deines Hundes, eventuelle gesundheitliche Besonderheiten, wichtige Verhaltenshinweise (z.B. "ängstlich bei Fremden") und die Telefonnummer einer oder mehrerer Notfallkontaktpersonen, die im Ernstfall für deinen Hund da sein können.

 

 

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                    Petcaster 

 

 

  **Zusammengefasst von Anja Schirwinski**  

 

Seit meine Hündin Frida mit fünf Monaten aus einem rumänischen Shelter zu mir kam, beschäftige ich mich intensiv mit Hundethemen - von Alltagstraining bis Verhaltensbesonderheiten. Viele der Fragen, die in Podcasts besprochen werden, kenne ich aus unserer gemeinsamen Erfahrung nur zu gut. Deshalb fasse ich hier die für mich interessantesten Podcastfolgen zusammen und ergänze sie mit meinen eigenen Erlebnissen mit Frida.

[Mehr über das Projekt Petcaster](/ueber-uns)

 

 

 

 

     

##  Themen 

 

 

 

 - [  Hundetraining und Erziehung  ](/podcasts/themen/hundetraining-und-erziehung)
 
  

 

**Hinweis:** *Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe von KI aus dem Transkript der Podcast-Episode generiert.*

Alle Inhalte auf Petcaster beruhen auf öffentlich zugänglichen Podcasts aus der Hunde- und Haustierwelt. Wir fassen die Episoden nach bestem Wissen zusammen, übernehmen jedoch keine Gewähr für Vollständigkeit, Aktualität oder Richtigkeit der Inhalte. Die Rechte an den Original-Podcasts und -Inhalten liegen ausschließlich bei den jeweiligen Urheber:innen.

 

 

         ## Shownotes

  Diese HundeRunde ist eine besondere Folge: Da Mareike leider ausfällt, übernimmt Liza heute zum ersten Mal ganz allein und beantwortet eure Fragen von Insta, Spotify &amp; Co.!

Vom Kastrations-Chip und wann er sinnvoll sein kann, über das richtige Verhalten, wenn sich euer Hund mit einem anderen Hund beißt, bis zum Thema: Warum jaulen manche Hunde bei Sirenen mit? Außerdem vertieft Liza auch vergangene Folgen nochmal. Zum Beispiel mit der Frage, was eigentlich mit dem Hund passiert, wenn man selbst einen schweren Unfall hat und sich nicht mehr kümmern kann.

Zum Abschluss gehen wir auch nochmal die klassische Frage an, die auf Insta für viele Reaktionen gesorgt hat: Darf euer Hund mit ins Bett? Viel Spaß beim Hören und lasst uns gern ein Feedback zu dieser Folge da! Insbesondere, wie sich Liza so in ihrer ersten Solo-Folge geschlagen hat. 😊

Mehr Infos rund um die HundeRunde und unsere Werbepartner (Codes, Infos, Angebote): [https://linktr.ee/hunderunde\_podcast](https://linktr.ee/hunderunde_podcast)