Joggen, Jagdverhalten, Ruhetraining: Die wichtigsten Antworten aus der HundeRunde

#151 Q&A | Ihr fragt, wir antworten: Joggen mit Hund, Leinenführigkeit, uvm.

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6. Mai 2026 · HundeRunde - Profitipps vom Hundecoach

Kennst du das auch? Du richtest die Kamera auf deinen Hund, um diesen einen perfekten Moment im Abendlicht einzufangen - und was du bekommst, ist eine verschwommene Aufnahme eines Hinterteils oder eine Großaufnahme der sabbernden Nase. Genau mit dieser lustigen Anekdote starten Liza Gerlach und Mareike Klohr in eine neue Folge ihres Podcasts HundeRunde. Doch hinter dem heiteren Einstieg verbirgt sich ein Thema, das viele Hundebesitzerinnen und Hundebesitzer umtreibt: die vielen kleinen und großen Fragen des Alltags, die im Zusammenleben mit einem Vierbeiner auftauchen. In dieser Episode widmen sich die beiden genau diesen Hörerfragen.

Liza, mit ihrer langjährigen Erfahrung als Hundetrainerin, beantwortet eine bunte Mischung an Anliegen - von sportlichen Ambitionen über Erziehungsherausforderungen bis hin zu ganz praktischen Problemen wie Reiseübelkeit. Diese Folge ist wie eine persönliche Sprechstunde, die dir nicht nur konkrete Lösungen an die Hand gibt, sondern auch das beruhigende Gefühl, dass du mit deinen Fragen nicht allein bist. Es geht darum, das Verhalten unserer Hunde besser zu verstehen und zu lernen, wie wir die Beziehung zu ihnen positiv gestalten können.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Sport nur mit Vorbereitung: Bevor du mit deinem Hund joggen gehst, sind ein Gesundheitscheck, ein gründliches Warm-up und ein langsamer, schrittweiser Aufbau der Kondition unerlässlich, um Verletzungen zu vermeiden.
  • Jagdverhalten ist kein Schicksal: Auch wenn dein Hund einer Jagdrasse angehört, musst du unerwünschtes Jagdverhalten wie das Buddeln nach Mäusen nicht einfach hinnehmen. Konsequentes Anti-Jagd-Training hilft, diese Impulse zu kontrollieren.
  • Ruhe ist ein aktives Training: Ein erwachsener Hund benötigt etwa 18 bis 20 Stunden Schlaf und Ruhe pro Tag. Aktives Deckentraining ist oft der Schlüssel, um einem überdrehten Hund beizubringen, wirklich abzuschalten.
  • Autofahren - Übelkeit vs. Unsicherheit: Bei echter, körperlicher Reiseübelkeit helfen meist nur Medikamente vom Tierarzt. Handelt es sich jedoch um Stress oder Angst, ist eine schrittweise und positive Gewöhnung an das Auto die Lösung.
  • Klarheit durch unterschiedliche Ausrüstung: Liza empfiehlt eine klare Trennung: Das Geschirr steht für Freizeit und Schnüffeln, während das Halsband für konzentriertes Training wie die Leinenführigkeit genutzt wird. Das hilft dem Hund, die Erwartungshaltung zu verstehen.
  • Ein Welpe braucht Nähe, aber auch Grenzen: Wenn ein Welpe ständig auf dir schlafen möchte, ist das ein normales Bedürfnis nach Sicherheit. Gewöhne ihn schrittweise daran, neben dir und schließlich in seinem eigenen Körbchen zu schlafen, um ihm liebevoll Selbstständigkeit beizubringen.

Aktiv mit dem Hund: Richtig Joggen und Jagen kontrollieren

Viele von uns möchten ihre sportlichen Aktivitäten gerne mit dem Hund teilen. Doch wie fängt man am besten mit dem Joggen an? Liza betont, dass die Gesundheit des Hundes an erster Stelle steht. Der Hund sollte ausgewachsen sein und keine körperlichen Beschwerden haben. Genauso wie wir Menschen braucht auch der Hund ein Warm-up: Ein kurzer Spaziergang zum Lösen, gefolgt von leichten Bewegungsübungen für die Gelenke, bereitet ihn optimal vor. Der Einstieg sollte langsam erfolgen - lieber kurze Intervalle laufen und Gehpausen einlegen, als den Hund direkt zu überfordern. Ob der Hund dabei im Freilauf, an einer speziellen Joggingleine oder locker nebenher läuft, hängt von euch als Team ab. Wichtig ist, langsam Kondition aufzubauen und auf die Signale deines Hundes zu achten.

Ein anderes Thema, das Aktivität und Instinkt verbindet, ist das Jagdverhalten. Eine Hörerin fragte, wie sie damit umgehen soll, dass ihr Dackel ständig Mäuse jagt. Liza stellt klar: Nur weil eine Rasse für die Jagd gezüchtet wurde, bedeutet das nicht, dass man jedes Jagdverhalten einfach gewähren lassen muss. Wenn du nicht möchtest, dass dein Hund unkontrolliert buddelt und jagt, ist konsequentes Training gefragt. Der erste Schritt ist, für dich selbst zu definieren, was erlaubt ist. Darf der Hund an einem Mauseloch schnüffeln? Ja. Darf er anfangen zu buddeln und dabei alles um sich herum vergessen? Eher nein. Sobald der Hund nicht mehr ansprechbar ist, ist eine Grenze überschritten. Liza rät hier zu gezieltem Anti-Jagd- und Impulskontrolltraining, denn je mehr Erfolg der Hund bei der Jagd hat, desto stärker wird sein Verhalten.

Ruhe und Erziehung: Schlaf, Deckentraining und die Nerven der Menschen

Ein oft unterschätzter Aspekt im Hundealltag ist das Thema Ruhe. Ein erwachsener Hund, so erklärt Liza, sollte zwischen 18 und 20 Stunden am Tag ruhen oder schlafen. Das bedeutet nicht nur Tiefschlaf, sondern auch dösen und entspanntes Liegen. Gerade junge oder sehr aktive Hunde haben oft Schwierigkeiten, von selbst zur Ruhe zu kommen. Hier kommt das berühmte Deckentraining ins Spiel. Mareike teilt ihre eigenen, manchmal frustrierenden Erfahrungen mit Taylor, die sich anfangs theatralisch auf ihrer Decke wälzte, um dem Training zu entgehen. Ihr Tipp: Nutze ein Geschirr, um den Hund sanft, aber bestimmt auf seinem Platz zu halten. Dieser Prozess erfordert Geduld und absolute Konsequenz - auch von allen anderen Familienmitgliedern. Der lustige Fauxpas von Mareikes Freund, der Taylor mitten im Training streichelte und sie damit wieder aufdrehte, zeigt, wie wichtig Absprachen im Team sind. Auch wenn es mühsam ist, einem Hund aktiv Ruhe beizubringen, ist es eine der wichtigsten Lektionen für ein ausgeglichenes Zusammenleben.

Unterwegs im Alltag: Herausforderungen bei Autofahrten und Leinenführigkeit

Autofahren kann für manche Hunde eine echte Qual sein. Liza unterscheidet hier klar zwischen zwei Ursachen: echter Reiseübelkeit und stressbedingter Unsicherheit. Wenn einem Hund körperlich schlecht wird, er stark speichelt und sich vielleicht sogar übergibt, dann ist das ein medizinisches Problem. Hier helfen laut Liza oft nur spezielle Tabletten vom Tierarzt. Ist das Verhalten aber auf Angst zurückzuführen - zum Beispiel, weil das Auto nur mit unangenehmen Zielen wie dem Tierarzt verknüpft ist -, dann ist ein schrittweises Training der richtige Weg. Beginne damit, das Auto zu einem positiven Ort zu machen. Füttere Leckerlis im Kofferraum, ohne loszufahren. Schließe die Türen nur für wenige Sekunden. Fahre kurze Strecken zu neutralen Orten. So lernt der Hund, dass das Auto nichts Schlimmes ist.

Die Leinenführigkeit ist ein weiteres Dauerthema. Liza schwört auf ein einfaches System, das Hunden und Menschen hilft: Halsband bedeutet Arbeit, Geschirr bedeutet Freizeit. Wenn der Hund das Geschirr trägt, darf er schnüffeln und sich freier bewegen. Am Halsband wird hingegen konzentriertes Laufen geübt. Definiere für dich eine klare Grenze - zum Beispiel darf die Schulter des Hundes nicht vor dein Knie kommen. Überschreitet er diese Grenze, korrigierst du ihn sofort, indem du stehen bleibst, die Richtung wechselst oder ihn körpersprachlich begrenzt. Da das Thema sehr komplex ist, kündigen Liza und Mareike an, ihm eine eigene, ausführliche Folge zu widmen.

Vom Welpen bis zum Profi: Nähe, Grenzen und der Weg zum Hundetrainer

Eine besonders niedliche Frage kam von einer Hörerin mit einem neuen Welpen, der am liebsten auf ihr schläft, aber eigentlich nicht ins Bett soll. Liza zeigt hier viel Verständnis. Ein Welpe, der gerade von seiner Mutter und seinen Geschwistern getrennt wurde, sucht instinktiv nach körperlicher Nähe und Sicherheit. Das ist völlig normal. Um ihm trotzdem beizubringen, im eigenen Körbchen zu schlafen, empfiehlt sie einen sanften Stufenplan. Erlaube ihm anfangs, auf dir einzuschlafen, und lege ihn dann vorsichtig in sein Körbchen. Im nächsten Schritt darf er nur noch neben dir liegen, nicht mehr auf dir. Schließlich führst du ihn direkt in sein Körbchen und bleibst anfangs mit deiner Hand bei ihm, bis er sich sicher fühlt. Diese Nächte können anstrengend sein, aber die Konsequenz zahlt sich aus.

Abschließend gibt Liza noch einen Einblick in ihren eigenen Werdegang zur Hundetrainerin. Sie erklärt, dass sie ihre Ausbildung vor fast 15 Jahren noch privat begann, als der Beruf noch nicht geschützt war. Später absolvierte sie über die IHK eine intensive Nachschulung, um die offizielle Erlaubnis nach § 11 des Tierschutzgesetzes zu erhalten. Ihr Rat für angehende Trainer heute: Achtet darauf, eine Ausbildung zu wählen, die direkt zur Prüfung beim Veterinäramt und dem Erwerb dieses Paragrafen führt, um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein.


Petcaster
Zusammengefasst von Anja Schirwinski

Seit meine Hündin Frida mit fünf Monaten aus einem rumänischen Shelter zu mir kam, beschäftige ich mich intensiv mit Hundethemen - von Alltagstraining bis Verhaltensbesonderheiten. Viele der Fragen, die in Podcasts besprochen werden, kenne ich aus unserer gemeinsamen Erfahrung nur zu gut. Deshalb fasse ich hier die für mich interessantesten Podcastfolgen zusammen und ergänze sie mit meinen eigenen Erlebnissen mit Frida.

Mehr über das Projekt Petcaster

Hinweis: Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe von KI aus dem Transkript der Podcast-Episode generiert.

Alle Inhalte auf Petcaster beruhen auf öffentlich zugänglichen Podcasts aus der Hunde- und Haustierwelt. Wir fassen die Episoden nach bestem Wissen zusammen, übernehmen jedoch keine Gewähr für Vollständigkeit, Aktualität oder Richtigkeit der Inhalte. Die Rechte an den Original-Podcasts und -Inhalten liegen ausschließlich bei den jeweiligen Urheber:innen.

Shownotes

👉 Die erwähnte Folge: #027 Impulskontrolle (auf Spotify & bei Apple Podcasts)

In dieser HundeRunde beantworten Liza und Mareike eure Fragen aus der Community: Von Joggen mit Hund über Dackel auf Mäusejagd bis hin zu Leinenführigkeit, Reiseübelkeit und ausreichendem Schlaf.

Natürlich gibt's auch wieder ein Update aus dem ganz normalen Hunde-Alltag: Wenn Taylor & Fred kurz vorm Einschlafen nochmal richtig aufdrehen… und schöne Fotos mit Hund oft leichter geplant als umgesetzt sind.

Eine abwechslungsreiche Folge mit vielen Tipps für den Alltag! Und nochmal der Reminder: Schickt uns gern die unvorteilhaftesten Fotos eurer Fellnasen - und natürlich eure Fragen, damit wir solche Q&A-Folgen öfter machen können!

Mehr Infos rund um die HundeRunde und unsere Werbepartner (Codes, Infos, Angebote): https://linktr.ee/hunderunde_podcast