Rasseportrait Australian Shepherd
In dieser Episode des Podcasts HundeRunde widmen sich die Moderatorinnen Liza und Mareike erstmals einem detaillierten Rasseportrait und erfüllen damit einen vielfachen Wunsch ihrer Hörer:innen. Den Auftakt macht der Australian Shepherd, auch Aussie genannt. Die Episode beleuchtet seine Herkunft, seinen ursprünglichen Zweck, seine Charaktereigenschaften sowie die besonderen Herausforderungen, die diese beliebte Rasse an ihre Halter:innen stellt.
Diese Folge ist eine wertvolle Ressource für alle, die darüber nachdenken, sich einen Australian Shepherd anzuschaffen, oder die das Wesen dieses intelligenten Arbeitshundes besser verstehen möchten. Sie beantwortet die zentrale Frage: Was macht den Aussie aus und für wen ist er wirklich geeignet?
Das Wichtigste auf einen Blick
- Irreführende Herkunft: Entgegen seines Namens stammt der Australian Shepherd nicht aus Australien, sondern wurde in den USA als Hütehund für Schafherden entwickelt und etabliert.
- Ein Arbeitstier im Kern: Der Aussie ist ein hochintelligenter und lauffreudiger Hund, der gezüchtet wurde, um zu arbeiten. Er benötigt daher unbedingt eine anspruchsvolle körperliche und geistige Auslastung wie Mantrailing oder Dummytraining, um ausgeglichen zu sein.
- Veränderter Charakter: Hundecoach Mareike beobachtet, dass Aussies in den letzten Jahren oft energetischer, schneller frustriert und hibbeliger geworden sind. Sie empfiehlt die Rasse daher nicht mehr uneingeschränkt für Hundeanfänger:innen.
- Klare Führung ist entscheidend: Aufgrund seiner Intelligenz erkennt der Aussie schnell Lücken in der Erziehung. Er benötigt eine klare, konsequente und strukturierte Führung, um nicht selbst die Kontrolle zu übernehmen.
- Typische Gesundheitsrisiken: Die Rasse neigt zu Gelenkerkrankungen (HD/ED), Augenproblemen (besonders bei Merle-Färbungen), Zahnfehlstellungen und Epilepsie. Auch erbliche Blind- und Taubheit können vorkommen.
- Pflegeaufwand nicht unterschätzen: Das dichte, mittellange Fell mit viel Unterwolle erfordert regelmäßige und intensive Pflege mit speziellem Werkzeug, um Verfilzungen vorzubeugen.
Das FCI-System: Wie Hunderassen klassifiziert werden
Um die Rasseportraits systematisch anzugehen, orientieren sich die Podcasterinnen an der Klassifizierung der FCI (Fédération Cynologique Internationale). Mareike erklärt, dass die FCI der internationale Dachverband für Kynologie ist, der 1911 gegründet wurde und seinen Sitz in Belgien hat. Sie erkennt derzeit 359 Hunderassen an und legt deren Rassestandards fest. Diese Standards definieren präzise Merkmale wie Aussehen, Größe, Fellbeschaffenheit und auch Verhalten. Die FCI unterteilt alle anerkannten Rassen in zehn Haupt-Rassegruppen. Der Australian Shepherd gehört zur Gruppe 1: Hüte- und Treibhunde.
Herkunft und ursprünglicher Zweck des Australian Shepherds
Obwohl sein Name auf Australien hindeutet, liegt der Ursprung des Australian Shepherds in den USA. Die Rasse wurde dort aus Hunden entwickelt, die australische Einwanderer im 19. Jahrhundert mitbrachten. Sein primärer Zweck war das Hüten und Treiben von Schafherden. Mareike führt aus, dass der Aussie für diese Aufgabe ideal geeignet war, da er eine hohe Ausdauer, Robustheit, Agilität und Intelligenz mitbringt. Zudem zeichnet ihn eine enge Bindung und Loyalität zu seinem Hundeführer sowie ein wetterbeständiges Fell mit viel Unterwolle aus.
Erscheinungsbild und Wesen des Aussies
Der Australian Shepherd ist ein mittelgroßer Hund, wobei Rüden eine Widerristhöhe von 51 bis 58 cm und Hündinnen von 46 bis 53 cm erreichen. Sein Fell ist mittellang, wetterbeständig und kommt in vielen Farbvarianten wie Blue-Merle, Red-Merle, Schwarz oder Rot vor, oft mit weißen oder kupferfarbenen Abzeichen. Charakteristisch sind auch seine oft verschiedenfarbigen oder gesprenkelten Augen.
Im Wesen beschreibt Mareike den Aussie als sehr lernwillig, intelligent und wissbegierig. Fremden gegenüber zeigt er sich oft zunächst etwas reserviert, ist aber grundsätzlich ein freundlicher Hund, der bei guter Sozialisierung gut mit Artgenossen zurechtkommt. Wichtig ist, seine hohe Energie zu verstehen: Er ist ein lauffreudiger Hund, der eine Aufgabe braucht und arbeiten möchte.
Der Wandel des Aussies: Eine Herausforderung für moderne Halter:innen
Eine zentrale Erkenntnis der Episode ist Mareikes Beobachtung, dass sich das Wesen vieler Aussies in den letzten fünf Jahren verändert hat. Während sie früher oft als ausgeglichen und führerbezogen galten, erlebt sie sie im Training heute häufig als sehr energetisch und deswegen auch schnell frustriert. Dieses Verhalten könne sich in starkem Ziehen an der Leine oder sozialer Unverträglichkeit äußern. Aus diesem Grund hält sie den Aussie nicht mehr für einen idealen Ersthund. Potenzielle Halter:innen sollten sich dieser Entwicklung bewusst sein und bereit sein, sich intensiv mit der Erziehung und Auslastung auseinanderzusetzen.
Gesundheit und rassetypische Erkrankungen
Wie viele Rassehunde bringt auch der Australian Shepherd eine Veranlagung für bestimmte gesundheitliche Probleme mit. Mareike zählt die häufigsten auf:
- Gelenkerkrankungen: Hüftgelenksdysplasie (HD) und Ellenbogendysplasie (ED) sind verbreitet.
- Augenerkrankungen: Insbesondere bei den Merle-Varianten treten häufiger Augenprobleme wie der Graue Star auf. Erbliche Blindheit ist ebenfalls ein Risiko.
- Epilepsie: Die Rasse zeigt eine Häufung von epileptischen Anfällen.
- Gebiss- und Zahnfehlstellungen.
- Erbliche Taubheit.
Es wird daher dringend empfohlen, bei der Auswahl eines Züchters auf entsprechende Gesundheitsprüfungen der Elterntiere zu achten.
Themen
Hinweis: Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe von KI aus dem Transkript der Podcast-Episode generiert.
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Shownotes
Ihr habt's euch gewünscht und hier ist sie: Die Folge über Australian Shepherds oder abgekürzt "Aussies". In dem Zusammenhang erklärt Liza erstmal was es mit dem FCI, Hundegruppen und Sektionen auf sich hat. Dann geht's um die Historie vom Aussie, welche Augen- und Fellfarben er haben kann, welche Charakteristika ihn ausmachen und wieso er eigentlich zum Trend-Hund wurde. Vielleicht überlegt ihr ja gerade, welche Art Hund ihr euch zulegen wollt? Dann hört rein für ein kleines Porträt einer der beliebtesten Hunderassen. Außerdem hört ihr in dieser Folge, in welchen tierischen TV-Star sich Taylor verguckt hat… Und nicht wundern: Diese Folge wurde aufgenommen, bevor Klein-Fred bei Liza eingezogen ist.
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