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# Schulhund im Klassenzimmer: Welche Wirkung Hunde auf Kinder wirklich haben

 



            **Podcast:** 

   [HundeRunde - Profitipps vom Hundecoach](/podcast/hunderunde) 

              **Erscheinungsdatum:** 

   27. Mai 2026 

            **Länge:** 

   00:54:50 

    [         Link zur Episode (extern)   ](https://hunderunde.podigee.io/163-154-schulhund-im-klassenzimmer-ausbildung-alltag-echte-wirkung) 

 

 

 

 





 ![#154 Schulhund im Klassenzimmer: Ausbildung, Alltag &amp; echte Wirkung](https://www.petcaster.de/sites/default/files/styles/podcast_n_episode_metadata_image_1x/public/2025-10/2be76038-b7bb-45f1-ae33-6d0220816579.png.webp?itok=SeqHKzcd) 

###   \#154 Schulhund im Klassenzimmer: Ausbildung, Alltag &amp; echte Wirkung  

   27. Mai 2026 · [HundeRunde - Profitipps vom Hundecoach](/podcast/hunderunde)

  

 

 





 

Stell dir eine typische Grundschulklasse vor: 25 bis 30 Kinder, eine Geräuschkulisse aus Geraschel, Getuschel und Stühlerücken. Für manche Kinder ist dieser Trubel eine echte Herausforderung. Was aber, wenn plötzlich ein großer, ruhiger Hund den Raum betritt, sich auf seine Decke legt und allein durch seine Anwesenheit eine Welle der Ruhe auslöst? Genau dieses faszinierende Szenario beleuchten die Moderatorinnen Liza Gerlach und Mareike Klohr in einer neuen Episode ihres Podcasts [*HundeRunde*](https://www.petcaster.de/podcast/hunderunde). Zu Gast ist die Lehrerin Sarah, die bereits aus einer früheren Folge zum Thema Beißvorfälle bekannt ist. Diesmal bringt sie ihren vierjährigen Goldendoodle Smirre mit und gibt einen tiefen Einblick in seinen Alltag als ausgebildeter Schulhund. Gemeinsam ergründen sie, was es wirklich bedeutet, einen Hund im pädagogischen Kontext einzusetzen - von der anspruchsvollen Ausbildung über wissenschaftlich belegte Wirkungen bis hin zu den alltäglichen Herausforderungen und emotionalen Sternstunden.

## Das Wichtigste auf einen Blick

- **Charakter ist entscheidend:** Nicht die Rasse, sondern ein ruhiges, ausgeglichenes und stressresistentes Wesen ist die Grundvoraussetzung für einen Schulhund. Smirres größte Stärke, so erklärt Sarah, ist seine Fähigkeit, in jeder Situation zu ruhen und zu schlafen.
- **Intensive Ausbildung mit Fokus auf Ruhe:** Die Ausbildung eines Schulhundes dauert etwa ein Jahr und ist ein erheblicher Zeit- und Kostenaufwand (ca. 1.500 Euro und mehr). Der zentrale Baustein ist nicht das Erlernen von Tricks, sondern das Training von Ruhe, Impulskontrolle und Gelassenheit unter verschiedensten Reizen.
- **Wissenschaftlich belegte positive Effekte:** Mareike verweist auf Studien, die zeigen, dass die Interaktion mit einem Hund das Bindungshormon Oxytocin freisetzt. Dies senkt das Stresshormon Cortisol und die Herzfrequenz, was nachweislich die Konzentrations- und Lernfähigkeit der Kinder verbessert.
- **Die Rolle des Menschen als Anwalt des Hundes:** Ein zentrales Learning für Sarah war, konsequent für Smirres Grenzen einzustehen. Nicht jeder darf den Hund einfach anfassen. Sie musste lernen, klar zu kommunizieren, wann Smirre seine Ruhe braucht - eine entscheidende Fähigkeit zum Schutz des Tieres.
- **Mehr als nur ein Job für den Hund:** Ein Schulhund-Einsatz darf für den Hund kein Stress sein. Sarah betont, wie wichtig es ist, dass der Hund Freude an seiner Aufgabe hat. Smirre läuft morgens schwanzwedelnd ins Schulgebäude - ein klares Zeichen dafür, dass er sich in seiner Rolle wohlfühlt.
- **Es braucht die Unterstützung des gesamten Umfelds:** Die Genehmigung der Schulleitung, die Akzeptanz im Kollegium und die transparente Kommunikation mit den Eltern sind unabdingbar. Sarah musste sogar eine Schule ablehnen, weil die Mitnahme ihres Hundes nicht erwünscht war.

## Smirre: Der zufällige Held auf vier Pfoten

Smirres Weg zum Schulhund begann mit einer kleinen Überraschung: Er war das Ergebnis eines ungeplanten Wurfes und der einzige Welpe. Da Sarah ihn von Geburt an kannte und sogar mit der Flasche aufzog, entstand eine außergewöhnlich tiefe Bindung. Schnell wurde klar, dass er das perfekte Temperament für die pädagogische Arbeit mitbrachte. Während seine Mutter, ein Königspudel, eher hibbelig und unruhig ist, erbte Smirre die gelassene Art seines Vaters. Er ist von Natur aus, wie Sarah liebevoll beschreibt, ein ruhiger, verfressener und ausgeglichener Hund. Diese Eigenschaften machten ihn zum idealen Kandidaten für die anspruchsvolle Aufgabe im Klassenzimmer - eine Rolle, für die Sarahs andere Hunde aufgrund ihrer Größe oder ihres Temperaments nie infrage gekommen wären.

## Vom Welpen zum Schulhund: Einblicke in die anspruchsvolle Ausbildung

Die Ausbildung zum Schulhund ist alles andere als ein Spaziergang. Wie Sarah und Liza im Gespräch herausarbeiten, handelt es sich um eine massive Investition an Zeit, Energie und Geld. Die offizielle Ausbildung für Smirre begann im Alter von sechs Monaten und dauerte rund ein Jahr. Die Trainingsstunden fanden meist am Wochenende statt, und die ersten Besuche in der Schule absolvierte Sarah in ihrer Freizeit - zusätzlich zu ihrem Referendariat. Der Kern der Ausbildung lässt sich in drei Worten zusammenfassen: schlafen, schlafen, schlafen. Smirre lernte, inmitten von Lärm, Bewegung und anderen Hunden zur Ruhe zu kommen. Es ging nicht darum, unzählige Tricks zu beherrschen, sondern darum, eine felsenfeste Impulskontrolle und Stressresistenz zu entwickeln. Er musste lernen, gelassen zu bleiben, wenn ein Stift vom Tisch fällt oder ein Ball über den Schulhof rollt. Gleichzeitig lernte Sarah die theoretischen Grundlagen - von Tierschutzrecht bis hin zur Körpersprache des Hundes - und vor allem, wie sie als seine Bezugsperson für sein Wohlbefinden sorgen kann.

## Mehr als nur süß: Die wissenschaftlich belegte Wirkung von Schulhunden

Dass ein Hund wie Smirre eine positive Atmosphäre schafft, spüren die meisten intuitiv. Mareike liefert dazu die wissenschaftliche Untermauerung. Sie erklärt, dass die physische Interaktion mit einem Hund, also das Streicheln und Kuscheln, im menschlichen Körper die Ausschüttung von Oxytocin anregt. Dieses sogenannte Bindungshormon hat eine stressreduzierende Wirkung: Der Cortisolspiegel sinkt, der Blutdruck reguliert sich und die Herzfrequenz verlangsamt sich. Das Ergebnis ist ein Zustand der Entspannung, in dem Kinder offener für Lerninhalte sind. Sarah bestätigt dies mit eindrücklichen Beispielen aus ihrem Alltag: Kinder mit ADHS, die sonst motorisch sehr unruhig sind, legen sich in Arbeitsphasen zu Smirre, streicheln mit einer Hand sein Fell und können sich mit der anderen Hand deutlich besser auf ihre Aufgaben konzentrieren. Allein dieser sensorische Reiz hilft ihnen, sich zu fokussieren und zur Ruhe zu kommen.

## Der Schulalltag mit Smirre: Zwischen Herzensmomenten und klaren Regeln

Einer der bewegendsten Momente, von denen Sarah berichtet, ist die Geschichte eines Mädchens, das zu Beginn panische Angst vor Hunden hatte. Über Monate hinweg wurde sie langsam und auf freiwilliger Basis an Smirre herangeführt. Zuerst beobachtete sie ihn nur aus sicherer Entfernung, dann fütterte sie ihn mithilfe eines langen Kochlöffels und schließlich traute sie sich, ihn zu berühren. Heute sind die beiden unzertrennlich. Diese Erfahrung zeigt, wie ein Schulhund nicht nur das Klassenklima verbessert, sondern auch tief sitzende Ängste überwinden helfen kann. Doch der Alltag besteht nicht nur aus solchen Sternstunden. Es gibt klare Regeln: Die Kinder lernen, Smirres Ruhezonen zu respektieren und seine Signale zu deuten. Liza hebt hervor, wie wichtig es ist, dass der Hund in unruhigen Momenten zuverlässig "funktioniert" - er muss auf Kommando auf seine Decke gehen, damit die Lehrkraft sich voll und ganz auf eine eskalierende Situation zwischen Schülern konzentrieren kann. Genau diese Zuverlässigkeit ist das Ergebnis des langen und intensiven Trainings.

## Die Kehrseite der Medaille: Herausforderungen und was oft übersehen wird

Trotz aller Vorteile birgt der Einsatz eines Schulhundes auch erhebliche Herausforderungen. Ein Punkt, den sowohl Sarah als auch Liza stark betonen, ist die geteilte Aufmerksamkeit. Als Lehrkraft muss man stets ein Auge auf die Klasse und gleichzeitig auf den Hund haben. Das erfordert enorme Konzentration und ist eine mentale Dauerbelastung. Zudem stößt man nicht immer auf offene Türen. Sarah musste sich aktiv eine Schule suchen, die ihre Arbeit mit Smirre unterstützte, nachdem ein potenzieller Arbeitgeber dies ablehnte. Auch Vorurteile sind an der Tagesordnung - der abfällige Kommentar, sie würde den Hund ja nur mitbringen, weil er nicht allein bleiben kann, gehört dazu. Die größte Gefahr sehen die Expertinnen jedoch in einer mangelhaften Ausbildung und einer falschen Auswahl des Tieres. Ein ungeeigneter Hund, der in der Schule gestresst oder überfordert ist, leidet nicht nur selbst, sondern kann im schlimmsten Fall auch ein Sicherheitsrisiko darstellen. Daher ist es essenziell, dass Ausbilder den Mut haben, einem Team ehrlich zu sagen, wenn der Hund für diese Aufgabe nicht gemacht ist.

## Praktische Schritte: Ein Wegweiser für angehende Schulhund-Teams

Wenn du nun selbst mit dem Gedanken spielst, deinen Hund in einem pädagogischen oder therapeutischen Umfeld einzusetzen, fassen die Erkenntnisse aus dem Gespräch die wichtigsten Schritte für dich zusammen:

1. **Ehrliche Selbsteinschätzung:** Frage dich kritisch: Besitzt mein Hund die nötige Ruhe, Gelassenheit und Menschenfreundlichkeit? Und bin ich als Mensch in der Lage, die Doppelbelastung zu stemmen und konsequent für die Grenzen meines Hundes einzutreten?
2. **Eine qualifizierte Ausbildung wählen:** Recherchiere sorgfältig und suche nach zertifizierten Ausbildern, die tierschutzkonform arbeiten. Liza warnt eindringlich vor "schwarzen Schafen", denen es nur ums Geld geht. Ein guter Trainer wird auch den Mut haben, ein Team als ungeeignet einzustufen.
3. **Institutionelle Hürden frühzeitig klären:** Sprich offen mit deiner Schulleitung, dem Kollegium und den Eltern. Hole alle Beteiligten ins Boot und erstelle ein transparentes Konzept, das Hygienestandards und klare Regeln beinhaltet. Ohne diese Unterstützung ist das Projekt zum Scheitern verurteilt.
4. **Langsam und behutsam starten:** Beginne mit kurzen Besuchen, in denen der Hund zunächst nur beobachtet und sich an die Umgebung gewöhnt. Steigere die Dauer und die Interaktion schrittweise, immer mit Blick auf das Wohlbefinden deines Hundes.
5. **Ressourcen realistisch planen:** Mache dir bewusst, dass die Ausbildung und die Ausstattung (Box, Decken, spezielle Leckerlis) erhebliche Kosten verursachen und du anfangs viel Freizeit investieren musst. Es ist ein Herzensprojekt, das weit über den normalen Job hinausgeht.

 

 

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                    Petcaster 

 

 

  **Zusammengefasst von Anja Schirwinski**  

 

Seit meine Hündin Frida mit fünf Monaten aus einem rumänischen Shelter zu mir kam, beschäftige ich mich intensiv mit Hundethemen - von Alltagstraining bis Verhaltensbesonderheiten. Viele der Fragen, die in Podcasts besprochen werden, kenne ich aus unserer gemeinsamen Erfahrung nur zu gut. Deshalb fasse ich hier die für mich interessantesten Podcastfolgen zusammen und ergänze sie mit meinen eigenen Erlebnissen mit Frida.

[Mehr über das Projekt Petcaster](/ueber-uns)

 

 

 

 

     

##  Themen 

 

 

 

 - [  Hundetraining und Erziehung  ](/podcasts/themen/hundetraining-und-erziehung)
 
  

 

**Hinweis:** *Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe von KI aus dem Transkript der Podcast-Episode generiert.*

Alle Inhalte auf Petcaster beruhen auf öffentlich zugänglichen Podcasts aus der Hunde- und Haustierwelt. Wir fassen die Episoden nach bestem Wissen zusammen, übernehmen jedoch keine Gewähr für Vollständigkeit, Aktualität oder Richtigkeit der Inhalte. Die Rechte an den Original-Podcasts und -Inhalten liegen ausschließlich bei den jeweiligen Urheber:innen.

 

 

         ## Shownotes

  Ein Hund im Klassenzimmer? Für Lehrerin Sarah und ihren Schulhund Smirre gehört genau das zum Alltag. In dieser HundeRunde erzählt Sarah, wie Smirre zum ausgebildeten Schulhund wurde und welche Rolle er heute bei ihrer Arbeit spielt.

Gemeinsam mit Liza und Mareike spricht sie darüber, wie eine Schulhund-Ausbildung abläuft, welche Voraussetzungen Hund und Mensch mitbringen müssen und warum ein Schulhund deutlich mehr ist als ein „Hund zum Streicheln“. Es geht um Impulskontrolle, Stressresistenz, klare Grenzen und die Frage, wie ein Hund in einem Umfeld mit vielen Kindern ruhig und sicher arbeiten kann.

Außerdem erfahrt ihr, welche Wirkung Smirre auf die Kinder hat: Wie er Ängste abbauen, Konzentration fördern und emotionale Sicherheit geben kann - aber auch, welche Herausforderungen und Rückschläge dazugehören.

Smirre auf Instagram: <https://www.instagram.com/smirreswelt/>

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