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# Warum unkontrollierte Hundebegegnungen Stress auslösen und wie respektvoller Freilauf gelingt

 



            **Podcast:** 

   [HundeRunde - Profitipps vom Hundecoach](/podcast/hunderunde) 

              **Erscheinungsdatum:** 

   25. März 2026 

            **Länge:** 

   00:32:32 

    [         Link zur Episode (extern)   ](https://hunderunde.podigee.io/157-148-freilauf-vs-leine-ich-wuensche-mir-mehr-ruecksicht) 

 

 

 

 





 ![#148 Freilauf vs. Leine: Ich wünsche mir mehr Rücksicht!](https://www.petcaster.de/sites/default/files/styles/podcast_n_episode_metadata_image_1x/public/2025-10/2be76038-b7bb-45f1-ae33-6d0220816579.png.webp?itok=SeqHKzcd) 

###   \#148 Freilauf vs. Leine: Ich wünsche mir mehr Rücksicht!  

   25. März 2026 · [HundeRunde - Profitipps vom Hundecoach](/podcast/hunderunde)

  

 

 





 

Stell dir vor: Du bist entspannt mit deinem angeleinten Hund unterwegs, vielleicht im Training oder weil dein Vierbeiner einfach nicht ohne Leine laufen kann. Plötzlich schießt aus dem Nichts ein unangeleinter Hund auf euch zu. Dein Herz rutscht dir in die Hose, dein Hund gerät in Stress, und die Situation eskaliert. Genau dieses alltägliche Drama, das unzählige Hundebesitzer:innen zur Verzweiflung treibt, steht im Mittelpunkt einer neuen Folge des Podcasts [HundeRunde](https://www.petcaster.de/podcast/hunderunde). Die Moderatorinnen Liza Gerlach und Mareike Klohr tauchen tief in ein Thema ein, das von Missverständnissen, Ignoranz und unnötigen Konflikten geprägt ist. Sie fragen nicht nur, warum so viele Begegnungen schieflaufen, sondern beleuchten auch, was dabei im Kopf deines Hundes wirklich passiert und wie wir alle zu einem rücksichtsvolleren Miteinander finden können.

### Das Wichtigste auf einen Blick

- **Die goldene Regel:** Kommt dir ein angeleinter Hund entgegen, ist es deine Pflicht als Halter:in eines freilaufenden Hundes, diesen sofort zu dir zu rufen und ebenfalls anzuleinen. Diese einfache Geste ist der Kern von Respekt und Sicherheit.
- **Keine Rechtfertigung nötig:** Es gibt unzählige Gründe, warum ein Hund an der Leine ist - von Training über Jagdtrieb, Krankheit, Angst bis hin zur simplen Tatsache, dass der Halter oder die Halterin es in diesem Moment so möchte. Niemand ist verpflichtet, sich dafür zu erklären.
- **Stress ist messbar, nicht eingebildet:** Eine unkontrollierte Hundebegegnung löst im angeleinten Hund eine massive, neurologisch nachweisbare Stressreaktion aus. Liza erklärt detailliert, wie Hormone wie Adrenalin und Cortisol den Körper fluten und langfristig zu Verhaltensproblemen führen können.
- **Verbale Übergriffe sind keine Seltenheit:** Die Diskussionen enden oft nicht beim Hund. Viele Zuhörer:innen berichten von persönlichen Angriffen, bei denen ihnen unterstellt wird, sie seien das Problem und bräuchten psychologische Hilfe - eine absolut inakzeptable Grenzüberschreitung.
- **Der Appell an die Gemeinschaft:** Letztendlich teilen wir alle die Liebe zum Hund. Die Episode ist ein eindringlicher Aufruf zu mehr Empathie, Voraussicht und gegenseitiger Unterstützung, anstatt sich das Leben unnötig schwer zu machen.

## Ein alltäglicher Konflikt: Lizas und Mareikes Erlebnisse

Liza wirft uns direkt in eine Szene, die viele von uns nur zu gut kennen. Auf einem Morgenspaziergang mit ihrem Hund Fred, der vorschriftsmäßig angeleint ist, kommt ihr um eine Ecke eine Frau mit einem freilaufenden Hund entgegen. Der fremde Hund stürmt sofort auf Fred zu, der verständlicherweise mit Aufregung und Bellen reagiert. Anstatt die Situation zu deeskalieren, fragt die andere Halterin lediglich, ob Fred ein Rüde sei. Nach Lizas Bejahung lässt sie ihren Hund mit den Worten "dann ist doch egal" einfach wieder laufen. Erst als Liza explizit darum bittet, den Kontakt zu unterbinden, reagiert die Frau - allerdings mit einem schnippischen "dann halt nicht". Für Liza und Fred waren die nächsten zehn Minuten des Spaziergangs gelaufen. Fred war kaum noch ansprechbar, was zu Frust und einer angespannten Atmosphäre führte. Diese Erfahrung, so Liza, war der Auslöser für einen Social-Media-Post, der eine Welle an ähnlichen Geschichten aus der Community lostrat.

Mareike schildert eine vergleichbare Situation mit ihrer Hündin Taylor, die jedoch glimpflicher ausging. Auch hier näherte sich ein unangeleinter Hund, doch der Halter war aufmerksam, rief seinen Hund zurück und leinte ihn an. Er fragte sogar freundlich, ob die Hunde spielen dürften. Mareike lehnte ab, da Taylor in einer für sie neuen und aufregenden Umgebung war und sie ihr für ihr aufgeregtes Verhalten keine Belohnung in Form von Spiel geben wollte. Der andere Halter akzeptierte dies ohne Diskussion. Dieser Kontrast zeigt eindrücklich: Es ist nicht die Begegnung an sich, die das Problem ist, sondern die Haltung und der Respekt, mit dem sie gehandhabt wird.

## Mehr als nur eine schlechte Angewohnheit: Die Community spricht Klartext

Die Reaktionen auf Lizas Post machten das Ausmaß des Problems erschreckend deutlich. Die Geschichten, die die Hörer:innen teilten, gingen weit über einfache Unhöflichkeiten hinaus. Eine Zuhörerin berichtete, wie sie sich schützend vor ihren Angsthund stellte, nur um von dem anderen Halter persönlich angegriffen zu werden. Er warf ihr vor, sie habe ein "Menschenproblem", solle sich psychologische Hilfe suchen und würde ihre Neurosen auf ihre "Problemhunde" übertragen. Ein anderer schockierender Bericht kam von einer Frau, die inzwischen Pfefferspray mit auf Spaziergänge nimmt, weil sie sich nach wiederholten negativen Erfahrungen nicht mehr anders zu helfen weiß.

Diese Beispiele sind keine Einzelfälle. Unzählige Nachrichten bestätigten das Muster: Halter:innen von angeleinten Hunden werden regelmäßig belehrt, ihre Hunde als asozial beschimpft oder es wird ihnen unterstellt, sie würden inkompetent handeln. Dieser Abschnitt der Episode macht klar, dass es hier um mehr als nur Hunde-Etikette geht. Es geht um verbale Gewalt und darum, dass sich Menschen im öffentlichen Raum unsicher und bedrängt fühlen - nur weil sie verantwortungsvoll mit ihrem Hund umgehen.

## Was im Gehirn deines Hundes passiert: Ein Blick auf die Stressreaktion

Für mich persönlich ist dies der wichtigste Teil der Episode, denn Liza liefert hier die wissenschaftliche Untermauerung dafür, warum diese Situationen so schädlich sind. Sie erklärt anschaulich die neurobiologischen Prozesse, die im Gehirn eines angeleinten Hundes (Hund A) ablaufen, wenn ein unangeleinter Hund (Hund B) auf ihn zustürmt.

Der Reiz - der herannahende Hund - aktiviert sofort die Amygdala, das emotionale Alarmzentrum im Gehirn. Diese schlägt Alarm und aktiviert den Hypothalamus, der zwei Stressachsen in Gang setzt:

1. **Die schnelle SAM-Achse:** Sie schüttet blitzschnell Adrenalin und Noradrenalin aus. Die Folge: Der Herzschlag und die Atmung beschleunigen sich, die Muskeln spannen sich an, die Pupillen weiten sich. Der Hund ist im Kampf-oder-Flucht-Modus, was sich in Verhalten wie Fixieren, Bellen, Einfrieren oder auch aggressivem Ausfallen äußert.
2. **Die langsame HPA-Achse:** Mit einiger Verzögerung wird Cortisol freigesetzt. Dieses Stresshormon erhöht den Blutzuckerspiegel, senkt aber gleichzeitig die Lernfähigkeit. Das erklärt, warum Fred nach der Begegnung, wie Liza es beschrieb, nicht mehr "gebrauchsfähig" war: Er war körperlich hochgefahren, aber mental nicht mehr in der Lage, auf Kommandos zu reagieren.

Liza betont, dass wiederholter Stress dieser Art kurz-, mittel- und langfristige Folgen haben kann - von einer generell niedrigeren Reizschwelle über Leinenaggression bis hin zu chronischen körperlichen Beschwerden wie Magen-Darm-Problemen. Diese wissenschaftliche Einordnung ist unglaublich wertvoll, denn sie verschiebt die Debatte von einer reinen Meinungsverschiedenheit zu einem belegbaren, tierschutzrelevanten Thema.

## Die ungeschriebenen Regeln der Hunde-Etikette

Der zentrale Appell der Episode ist einfach und unmissverständlich: Rücksichtnahme sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Die Freiheit des einen Hundes endet dort, wo die Sicherheit und das Wohlbefinden des anderen beginnen. Die Moderatorinnen argumentieren, dass es bewundernswert ist, wenn ein Hund so gut erzogen ist, dass er zuverlässig im Freilauf geführt werden kann. Doch diese Fähigkeit bringt eine noch größere Verantwortung mit sich: die Pflicht, vorausschauend zu handeln und den eigenen Hund sofort zu sichern, wenn ein angeleintes Mensch-Hund-Team in Sicht kommt.

Mareike zieht einen interessanten Vergleich zu Dänemark, wo strengere Leinenpflichten gelten und die soziale Akzeptanz dafür höher zu sein scheint. Es geht nicht darum, den Freilauf zu verteufeln, sondern ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass er ein Privileg ist, das mit der Verpflichtung zur Rücksichtnahme einhergeht. Die Frage "Dürfen die spielen?" sollte immer aus sicherer Entfernung gestellt werden, nicht erst, wenn die Hunde schon fast Nase an Nase stehen.

## Praktische Schritte für eine bessere Hundebegegnung

Aus der Diskussion lassen sich klare Handlungsempfehlungen für alle Hundebesitzer:innen ableiten, um zukünftige Begegnungen positiver zu gestalten:

1. **Für Halter:innen unangeleinter Hunde:** Sei vorausschauend. Sobald du einen angeleinten Hund siehst, rufe deinen Hund zu dir und leine ihn an. Das ist kein Misstrauensvotum gegen deinen Hund, sondern ein Zeichen von Respekt. Wenn du Kontakt wünschst, frage aus der Ferne. Akzeptiere ein Nein ohne Wenn und Aber - es ist nicht persönlich gemeint.
2. **Für Halter:innen angeleinter Hunde:** Sei der Anwalt deines Hundes. Trau dich, klar und deutlich - aber nicht aggressiv - zu kommunizieren. Ein lautes "Stopp! Bitte leinen Sie Ihren Hund an!" ist oft wirksamer als eine zögerliche Bitte. Du musst dich nicht rechtfertigen. Dein Hund ist an der Leine, und das ist Grund genug. Stehe für seine Sicherheit und sein Wohlbefinden ein.
3. **Ein Appell an alle:** Lasst uns die Perspektive wechseln. Wir alle lieben unsere Hunde und wollen nur das Beste für sie. Anstatt in Konfrontation zu gehen, sollten wir uns gegenseitig unterstützen. Ein wenig mehr Empathie und Verständnis auf beiden Seiten würde unzählige stressige Situationen von vornherein vermeiden.

 

 

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                    Petcaster 

 

 

  **Zusammengefasst von Anja Schirwinski**  

 

Seit meine Hündin Frida mit fünf Monaten aus einem rumänischen Shelter zu mir kam, beschäftige ich mich intensiv mit Hundethemen - von Alltagstraining bis Verhaltensbesonderheiten. Viele der Fragen, die in Podcasts besprochen werden, kenne ich aus unserer gemeinsamen Erfahrung nur zu gut. Deshalb fasse ich hier die für mich interessantesten Podcastfolgen zusammen und ergänze sie mit meinen eigenen Erlebnissen mit Frida.

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##  Themen 

 

 

 

 - [  Leinenführigkeit  ](/podcasts/themen/leinenfuehrigkeit)
 
  

 

**Hinweis:** *Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe von KI aus dem Transkript der Podcast-Episode generiert.*

Alle Inhalte auf Petcaster beruhen auf öffentlich zugänglichen Podcasts aus der Hunde- und Haustierwelt. Wir fassen die Episoden nach bestem Wissen zusammen, übernehmen jedoch keine Gewähr für Vollständigkeit, Aktualität oder Richtigkeit der Inhalte. Die Rechte an den Original-Podcasts und -Inhalten liegen ausschließlich bei den jeweiligen Urheber:innen.

 

 

         ## Shownotes

  Wer kennt es nicht? Ein unangeleinter Hund läuft auf euren angeleinten Hund zu – ohne, dass ihr das wollt oder richtig gefragt wurde. Das ist Liza mit Fred gerade erst wieder passiert. Die Situation endet zwar ohne Eskalation, hinterlässt aber vor allem eines: Frust über fehlende Rücksicht unter Hundehaltern.

Nachdem Liza ihre Erfahrung auf Insta geteilt hat, kamen zahlreiche Nachrichten von euch mit ähnlichen Erlebnissen. Viele berichten von Unsicherheit, unangenehmen Begegnungen – und davon, wie oft sie sich für ihre Entscheidung, den eigenen Hund nicht spielen zu lassen rechtfertigen müssen.

In dieser Folge spricht Liza darüber, warum ein angeleinter Hund kein „offenes Spielangebot“ ist, welche guten Gründe es gegen ein Hundespielen geben kann, und was in solchen Begegnungen im Hirn eures Hundes passiert. Außerdem geht es um mögliche Folgen für das Verhalten des Hundes – und darum, wie wichtig es ist, die Grenzen anderer zu respektieren. Eine Folge mit einem klaren Appell: Mehr Rücksicht, mehr Verständnis – und einfach mal ein "Nein" akzeptieren!

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