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# Warum wir über Kampfhunde neu nachdenken müssen

 



            **Podcast:** 

   [HundeRunde - Profitipps vom Hundecoach](/podcast/hunderunde) 

              **Erscheinungsdatum:** 

   1. April 2026 

            **Länge:** 

   00:56:46 

    [         Link zur Episode (extern)   ](https://hunderunde.podigee.io/b157-lieblingsfolge-listenhunde-opfer-von-vorurteilen) 

 

 

 

 





 ![Lieblingsfolge: Listenhunde - Opfer von Vorurteilen?](https://www.petcaster.de/sites/default/files/styles/podcast_n_episode_metadata_image_1x/public/2025-10/2be76038-b7bb-45f1-ae33-6d0220816579.png.webp?itok=SeqHKzcd) 

###   Lieblingsfolge: Listenhunde - Opfer von Vorurteilen?  

   1. April 2026 · [HundeRunde - Profitipps vom Hundecoach](/podcast/hunderunde)

  

 

 





 

Stell dir vor, du schlenderst an einem sonnigen Wochenende über einen Garagenflohmarkt. Zwischen altem Trödel und neugierigen Nachbarn siehst du einen Hund, der auf den ersten Blick vielleicht einschüchternd wirkt - ein kräftiger Staffordshire Terrier. Deine erste Reaktion könnte von einem leisen Unbehagen geprägt sein, geformt durch unzählige Medienberichte und tief sitzende Klischees. Doch dann siehst du, wie dieser Hund liebevoll sein Frauchen anhimmelt und entspannt das Treiben beobachtet. Genau eine solche Szene erlebte Liza Gerlach, eine der Moderatorinnen des Podcasts [HundeRunde](https://www.petcaster.de/podcast/hunderunde), und sie dient als perfekter Einstieg in eine längst überfällige Diskussion. Gemeinsam mit ihrer Co-Moderatorin Mareike Klohr widmet sie sich in dieser Folge einem Thema, das von Vorurteilen und Fehlinformationen durchzogen ist: den sogenannten Listenhunden.

Angestoßen durch eine Nachricht des Hörers Thorsten, der selbst Halter einer American-Bully-Hündin namens Jodie ist, räumen die beiden mit Mythen auf und beleuchten, warum die pauschale Verurteilung ganzer Hunderassen nicht nur unfair, sondern auch gefährlich ist. Die zentrale Frage, die wie ein roter Faden durch das Gespräch führt, lautet: Ist es wirklich die Rasse, die einen Hund gefährlich macht, oder liegt das Problem nicht vielmehr am anderen Ende der Leine - beim Menschen?

## Das Wichtigste auf einen Blick

- **Die Rasselisten sind willkürlich und ungerecht:** Liza stellt klar, dass die Einstufung von Hunden als potenziell gefährlich allein aufgrund ihrer Rasse wissenschaftlich nicht haltbar ist und von Bundesland zu Bundesland variiert. Niedersachsen beispielsweise verzichtet komplett auf solche Listen.
- **Der Mensch formt den Hund:** Ein wiederkehrender Konsens im Gespräch ist, dass das Verhalten eines Hundes maßgeblich von seiner Erziehung, Sozialisierung und den Erfahrungen geprägt wird, die der Mensch ihm ermöglicht - im Guten wie im Schlechten.
- **Statistiken entlarven die Vorurteile:** Ein Fakt, der die gesamte Debatte auf den Kopf stellt: Laut offiziellen Beißstatistiken steht nicht der Pitbull oder der Staffordshire Terrier an der Spitze, sondern der Deutsche Schäferhund - eine Rasse, die auf keiner Liste zu finden ist.
- **Aussehen prägt die Wahrnehmung, nicht den Charakter:** Ein breiter Kopf und ein muskulöser Körperbau führen oft zu einer negativen Ersteinschätzung, während kleine, flauschige Hunde fälschlicherweise als harmlos gelten. Liza betont, dass jeder Hund, unabhängig von seiner Optik, Respekt verdient.
- **Ein bundesweiter Hundeführerschein als Lösung:** Statt pauschaler Rasseverbote plädieren sowohl die Moderatorinnen als auch Hörer Thorsten für einen einheitlichen, verpflichtenden Hundeführerschein für alle Halter, um Sachkunde und verantwortungsvollen Umgang sicherzustellen.

## Der Kampfhund von nebenan: Ein Plädoyer gegen Vorurteile

Die Episode lebt von persönlichen Geschichten, die das abstrakte Thema greifbar machen. Thorsten beschreibt seine Hündin Jodie als eine unglaublich gelehrige, verspielte und dankbare Seele. Seine Schilderungen zeichnen das Bild eines treuen Familienhundes, der nichts mit dem aggressiven Monster aus den Schreckensmeldungen gemein hat. Er erzählt aber auch von den Schattenseiten: von Menschen, die die Straßenseite wechseln, ihn anpöbeln oder ihn und seine Frau heimlich filmen. Diese Erfahrungen zeigen, wie tief die Vorurteile in der Gesellschaft verankert sind und welchen Alltagsstress sie für betroffene Halter bedeuten.

Liza Gerlach ergänzt diese Perspektive mit ihrer eigenen Erfahrung vom Flohmarkt. Die Begegnung mit der freundlichen Staffordshire-Hündin war für sie eine weitere Bestätigung dessen, was sie aus ihrer Arbeit als Hundetrainerin weiß: Der Charakter eines Hundes lässt sich nicht an seiner Rasse ablesen. Diese Anekdoten sind deshalb so wertvoll, weil sie dem anonymen Label "Kampfhund" ein Gesicht geben - oder besser gesagt, viele freundliche, wedelnde Gesichter.

## Was sind Listenhunde eigentlich? Ein Blick auf die rechtliche Grauzone

Doch woher kommt diese Stigmatisierung überhaupt? Liza erklärt, dass die sogenannten Rasselisten nach einem tragischen Vorfall im Jahr 2001 eingeführt wurden, bei dem ein Kind von einem Hund getötet wurde. In der Folge erließen viele Bundesländer Gesetze, die bestimmte Rassen wie den American Staffordshire Terrier, den Pitbull oder den Bullterrier pauschal als gefährlich einstuften. Die Konsequenzen für die Halter sind gravierend: höhere Steuern, Leinen- und Maulkorbzwang sowie strenge Auflagen an die Haltung.

Das Problem an dieser Vorgehensweise ist die fehlende Logik. Wie Liza ausführt, ist die Auswahl der Rassen oft willkürlich und nicht durch wissenschaftliche Erkenntnisse gestützt. Dass Bundesländer wie Niedersachsen oder Schleswig-Holstein diese Listen wieder abgeschafft haben, zeigt, dass ein Umdenken möglich ist. Statt einer pauschalen Verurteilung setzen sie auf die individuelle Beurteilung jedes Hundes und vor allem auf die Sachkunde des Halters. Dies ist ein entscheidender Punkt, denn er verlagert den Fokus vom Symptom (der Rasse) auf die Ursache (den Umgang des Menschen mit dem Tier).

## Die Statistik lügt nicht: Wer wirklich beißt

Einer der stärksten Momente der Episode ist, als Liza eine offizielle Beißstatistik zitiert. Mit 27 Prozent der gemeldeten Vorfälle führt der Deutsche Schäferhund die Liste an. Diese Information ist ein Schlag ins Gesicht für jeden, der an die Mär vom "geborenen Kampfhund" glaubt. Sie beweist, dass Aggressionspotenzial nicht an eine bestimmte Rasse geknüpft ist. Vielmehr spielen Faktoren wie Verbreitung, Haltungsbedingungen und der Einsatzzweck (z. B. als Schutzhund) eine Rolle.

Darüber hinaus weist Liza auf eine hohe Dunkelziffer hin. Beißvorfälle mit als familienfreundlich geltenden Rassen wie dem Labrador Retriever werden oft nicht gemeldet, besonders wenn sie innerhalb der Familie passieren. Ein kleiner, niedlicher Hund, der zuschnappt, wird gesellschaftlich ganz anders bewertet als ein muskulöser Bullterrier, obwohl das zugrunde liegende Problem - sei es Angst, Schmerz oder fehlende Erziehung - dasselbe sein kann. Diese Einordnung ist wichtig, um zu verstehen, dass die öffentliche Wahrnehmung und die Realität oft weit auseinanderklaffen.

## Am anderen Ende der Leine: Die Verantwortung des Menschen

Sowohl Liza als auch Hörer Thorsten sind sich einig: Der Hund ist immer nur ein Spiegel seines Menschen. Thorsten unterscheidet treffend zwischen zwei Typen von Haltern sogenannter Listenhunde. Auf der einen Seite stehen Menschen wie er, die die loyalen und liebevollen Eigenschaften dieser Rassen schätzen und alles tun, um die Vorurteile zu widerlegen. Auf der anderen Seite gibt es jene, die einen solchen Hund als Statussymbol missbrauchen, sein einschüchterndes Aussehen bewusst kultivieren und damit das negative Klischee bedienen.

Diese Analyse trifft den Kern des Problems. Kein Hund kommt aggressiv auf die Welt. Aber durch falsche Erziehung, mangelnde Sozialisierung oder gezieltes Scharfmachen kann jeder Hund zu einer Gefahr werden - egal ob Dackel oder Dogge. Die Verantwortung liegt also klar beim Halter. Es geht darum, die Bedürfnisse des Hundes zu verstehen, seine Signale richtig zu deuten und ihn souverän und fair durchs Leben zu führen.

## Praktische Schritte für ein besseres Miteinander

Wie können wir also dazu beitragen, diese festgefahrenen Vorurteile aufzubrechen? Die Episode liefert hierzu einige konkrete Denkanstöße, die jeder von uns umsetzen kann.

1. **Hinterfrage deine eigenen Vorurteile:** Sei ehrlich zu dir selbst. Ertappst du dich dabei, wie du bei dem Anblick eines bestimmten Hundetyps automatisch in eine Schublade denkst? Bewusstes Reflektieren ist der erste Schritt zur Veränderung.
2. **Begegne jedem Hund als Individuum:** Urteile nicht nach dem Aussehen oder der Rasse, sondern beobachte das Verhalten des konkreten Hundes und seines Menschen. Ein entspannter Halter und ein locker an der Leine gehender Hund sind oft die besten Indikatoren für ein freundliches Wesen.
3. **Sei ein Botschafter für deinen Hund:** Wenn du selbst einen "Listenhund" oder einen Hund hältst, der oft missverstanden wird, sei ein Vorbild. Ein gut erzogener, sozialverträglicher Hund ist das beste Argument gegen jegliche Vorurteile.
4. **Übe proaktive Aufklärung:** Teile dein Wissen und positive Erfahrungen. Wenn jemand in deinem Umfeld abfällig über Kampfhunde spricht, biete eine andere Perspektive an. Teile zum Beispiel diese Podcast-Zusammenfassung oder erzähle von positiven Begegnungen.
5. **Unterstütze faire Gesetze:** Statt pauschaler Rasseverbote ist ein verpflichtender, bundesweit einheitlicher Hundeführerschein der sinnvollere Weg. Er stellt sicher, dass jeder Halter über das nötige Grundwissen verfügt, um seinen Hund verantwortungsvoll zu führen.

 

 

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                    Petcaster 

 

 

  **Zusammengefasst von Anja Schirwinski**  

 

Seit meine Hündin Frida mit fünf Monaten aus einem rumänischen Shelter zu mir kam, beschäftige ich mich intensiv mit Hundethemen - von Alltagstraining bis Verhaltensbesonderheiten. Viele der Fragen, die in Podcasts besprochen werden, kenne ich aus unserer gemeinsamen Erfahrung nur zu gut. Deshalb fasse ich hier die für mich interessantesten Podcastfolgen zusammen und ergänze sie mit meinen eigenen Erlebnissen mit Frida.

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##  Themen 

 

 

 

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**Hinweis:** *Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe von KI aus dem Transkript der Podcast-Episode generiert.*

Alle Inhalte auf Petcaster beruhen auf öffentlich zugänglichen Podcasts aus der Hunde- und Haustierwelt. Wir fassen die Episoden nach bestem Wissen zusammen, übernehmen jedoch keine Gewähr für Vollständigkeit, Aktualität oder Richtigkeit der Inhalte. Die Rechte an den Original-Podcasts und -Inhalten liegen ausschließlich bei den jeweiligen Urheber:innen.

 

 

         ## Shownotes

  Ein Thema, das immer wieder polarisiert: Sogenannte „Listenhunde“. Bestimmte Rassen wie Rottweiler, Staffordshire Terrier oder Pitbulls gelten vielerorts als besonders gefährlich – aber ist das wirklich gerechtfertigt?

Passend dazu bringt Liza eine aktuelle Begegnung mit: Auf einem Garagenflohmarkt lernten Fred und sie eine Staffordshire-Hündin kennen, die so freundlich, ruhig und zugewandt war, dass sie einmal mehr zeigt, wie wenig solche Vorurteile oft mit der Realität zu tun haben.

In dieser Lieblingsfolge sprechen Liza und Mareike darüber, was hinter dem Begriff „Listenhund“ steckt, welche Regelungen es gibt und warum nicht die Rasse, sondern vor allem Haltung und Erziehung entscheidend sind. Am Beispiel von Hörer Torsten und seiner American Bully-Hündin Jody wird deutlich, wie vielschichtig das Thema ist. Eine Folge, die dazu einlädt, Hunde individueller zu betrachten und noch einmal eigene Vorurteile zu hinterfragen.

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