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# Hundeernährung verstehen: Expertin klärt über Hundefutter-Mythen, Trends und die größten Fütterungsfehler auf

 



            **Podcast:** 

   [HUNDESTUNDE](/podcast/hundestunde) 

              **Erscheinungsdatum:** 

   12. März 2026 

            **Länge:** 

   00:35:01 

    [         Link zur Episode (extern)   ](http://hundestunde.live) 

 

 

 

 





 ![#255 - Ernährungsmythen - ein Ausritt mit Katharina Miklauz](https://www.petcaster.de/sites/default/files/styles/podcast_n_episode_metadata_image_1x/public/2026-01/artwork-3000x3000_0.jpeg.webp?itok=uls_WnI7) 

###   \#255 - Ernährungsmythen - ein Ausritt mit Katharina Miklauz  

   12. März 2026 · [HUNDESTUNDE](/podcast/hundestunde)

  

 

 





 

Stell dir vor, du sitzt auf einem Islandpferd, reitest durch einen sonnigen Wald, während die Hunde fröhlich um euch herumtollen. Genau in diesem außergewöhnlichen Setting findet die neueste Episode des Podcasts [HUNDESTUNDE](https://www.petcaster.de/podcast/hundestunde) statt. Moderatorin Conny Sporrer trifft sich mit einer langjährigen Freundin und Wegbegleiterin: Katharina Miklauz, Mitgründerin der bekannten Tiernahrungsmarke [DOG'S LOVE](https://www.dogslove.com/). Es ist mehr als nur ein Gespräch unter Freundinnen; es ist ein tiefer Einblick in die oft verwirrende Welt der Hundeernährung, geleitet von einer echten Expertin, die seit über einem Jahrzehnt die Branche mitgestaltet.

Gemeinsam nehmen Conny und Kathi die größten Trends, Mythen und Fehler rund um den Futternapf unter die Lupe. Warum sind wir bei der Ernährung unserer Hunde oft strenger als bei unserer eigenen? Braucht ein Hund wirklich getreidefreies Futter? Und woran erkennst du, ob dein Hund sein Futter gut verträgt, ganz ohne teure Analysen? Diese Episode richtet sich an alle Hundebesitzer, die sich im Dschungel der Futteroptionen verloren fühlen und nach ehrlichen, praxisnahen Antworten suchen, um ihren Vierbeiner gesund und mit gutem Gewissen zu ernähren.

## Das Wichtigste auf einen Blick

- **Die Ernährung deines Hundes ist keine Religion:** Kathi plädiert dafür, weniger dogmatisch und stattdessen pragmatischer an das Thema heranzugehen. Ein hochwertiges Alleinfuttermittel kann ein Hundeleben lang gefüttert werden - ständige Abwechslung ist ein menschliches Bedürfnis, kein hündisches.
- **Beobachte deinen Hund genau:** Das beste Feedback zur Futterverträglichkeit gibt dir dein Hund selbst. Ein glänzendes Fell, klare Augen, Energie und vor allem ein gut geformter Kot sind die wichtigsten Indikatoren für eine gesunde Verdauung.
- **Der Mythos "Getreidefrei":** Die meisten Hunde haben keine Getreideunverträglichkeit. Dieser Trend wurde stark vom Marketing geprägt. Hochwertiges Getreide in Maßen ist für die meisten Hunde unproblematisch. In den USA wird sogar untersucht, ob ein Zuviel an Hülsenfrüchten (als Getreideersatz) zu Herzproblemen führen kann.
- **Weniger Fleisch ist manchmal mehr:** Der Trend bewegt sich weg von extrem hohen Fleischanteilen hin zu nachhaltigeren und ausgewogeneren Rezepturen. Ein Hund benötigt nicht nur Muskelfleisch, sondern eine durchdachte Komposition aus verschiedenen Nährstoffquellen.
- **Der größte Fehler ist zu viel Futter:** Übergewicht ist ein massives Gesundheitsproblem. Viele Besitzer vergessen, Leckerlis und Kauartikel in die tägliche Futterration einzuberechnen, was schnell zu einer Überversorgung führt.
- **Lerne, Etiketten zu verstehen:** Eine offene Deklaration, bei der alle Zutaten einzeln und prozentual aufgelistet sind, ist ein Zeichen von Qualität. Vage Sammelbegriffe wie "Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse" deuten oft auf minderwertigere Inhaltsstoffe hin.

## Zwischen Trends und Tradition: Wie sich die Hundeernährung entwickelt

Als Conny und Kathi vor über 13 Jahren in die Hundebranche starteten, sah die Futterlandschaft noch anders aus. Kathi erinnert sich, dass damals der Trend zum Premium-Nassfutter gerade begann, eine Gegenbewegung zum lange dominierenden Trockenfutter. Danach erlebte das Barfen (biologisch artgerechte Rohfütterung) einen Hype. Kathi sieht diesen Trend jedoch kritisch, da er für den Laien extrem komplex und fehleranfällig ist. Sie erklärt, dass es eine Wissenschaft für sich ist, ein Tier roh und gleichzeitig ausgewogen zu ernähren, weshalb dieser Trend für die breite Masse wieder an Bedeutung verliert.

Aktuell schwappt aus den USA der Trend zu gefriergetrocknetem Futter (Freeze-Dried) nach Europa. Dieses Futter ist leichter als Nassfutter und schonender hergestellt als herkömmliches Trockenfutter. Kathi ist jedoch skeptisch, ob sich dieser Trend hierzulande durchsetzen wird. Der Hauptgrund: die hohen Kosten. In einem preissensiblen Markt wie Deutschland oder Österreich ist eine Nische für hochpreisige Produkte kleiner als in den USA. Diese Einblicke zeigen, wie stark die Futterindustrie von Trends geprägt ist, die nicht immer nur auf den Bedürfnissen des Hundes, sondern auch auf wirtschaftlichen und kulturellen Faktoren basieren.

## Wenn Futter zur Religion wird: Warum wir bei Hunden strenger sind als bei uns selbst

Conny bringt einen Punkt auf, den wohl viele Hundebesitzer kennen: die Tendenz, die Ernährung des Hundes zu einer Art Religion zu machen. Viele Menschen analysieren jede Zutat im Hundenapf akribisch, während sie selbst zu Pizza und Schokolade greifen. Kathi bestätigt diesen Eindruck und beschreibt die oft hitzigen Debatten zwischen Anhängern von Nassfutter, Trockenfutter und Barf. Sie wünscht sich hier mehr Gelassenheit und Vertrauen in qualitativ hochwertige Hersteller.

Ein besonders frustrierendes Thema für sie als Produzentin sind die unrealistischen Vorstellungen mancher Kunden über die Herkunft des Fleisches. Der Wunsch, dass jedes Tier bis zu seinem Tod glücklich auf der Weide stand, ist verständlich, aber in der Massenproduktion nicht umsetzbar. Kathi erklärt, dass sie zwar auf regionale Rohstoffe und hohe Standards achten, aber keine Märchen erzählen können. Dieser Punkt ist wichtig, weil er uns daran erinnert, realistisch zu bleiben und zu verstehen, dass unsere Konsumentscheidungen - auch für unsere Tiere - Konsequenzen haben.

## Die hartnäckigsten Mythen im Futternapf

Im Laufe des Gesprächs räumen Conny und Kathi mit einigen weitverbreiteten Mythen auf. Einer der größten ist die Annahme, dass Futter mit sichtbaren Fleischstücken hochwertiger sei. Kathi stellt klar: Das ist reine Optik für den Menschen. Hunde sind Schlinger, sie kauen ihr Futter kaum. Ob es püriert oder stückig ist, spielt für ihre Verdauung und den Genuss keine Rolle. Die Konsistenz ist eher eine technische Herausforderung in der Produktion als ein Qualitätsmerkmal.

Ein weiterer Mythos ist die Notwendigkeit von ständigem Sortenwechsel. Ein als Alleinfuttermittel deklariertes Futter ist so konzipiert, dass es den Hund ein Leben lang mit allen Nährstoffen versorgt. Der Wunsch nach Abwechslung kommt vom Menschen, der sich vorstellt, wie langweilig es wäre, jeden Tag dasselbe zu essen. Für einen Hund mit stabilem Verdauungssystem ist das jedoch kein Problem. Bei mäkeligen Hunden rät Kathi sogar zu mehr Konsequenz: Ein gesunder Hund verhungert nicht vor einem vollen Napf.

## Die Kunst des Weglassens: Warum weniger Fleisch ein Fortschritt ist

Besonders spannend ist Kathis Einblick in einen aktuellen Gegentrend. Jahrelang galt die Devise: Je mehr Fleischanteil, desto besser das Futter. Diese Wahrnehmung wandelt sich nun, angetrieben von Nachhaltigkeitsgedanken und steigenden Rohstoffpreisen. Kathi erklärt, dass man ein Futter auch mit einem geringeren Fleischanteil hervorragend ausgewogen zusammensetzen kann. Das Problem dabei ist die Kommunikation an den Kunden. Es erfordert viel Aufklärungsarbeit, den Menschen zu vermitteln, warum ein Produkt mit weniger Fleisch nicht zwangsläufig schlechter oder günstiger sein muss. Diese Entwicklung ist aus meiner Sicht extrem positiv, da sie den Fokus von reiner Quantität auf eine intelligente und ressourcenschonende Komposition lenkt.

## Praktische Schritte für den Futteralltag

Was kannst du nun konkret tun, um die beste Entscheidung für deinen Hund zu treffen? Kathi gibt dazu klare und umsetzbare Ratschläge.

1. **Werde zum Beobachter deines Hundes:** Anstatt dich in Online-Foren zu verlieren, schau dir deinen Hund genau an. Wie ist sein Energielevel? Glänzt sein Fell? Kratzt er sich oft? Die Antworten auf diese Fragen geben dir mehr Aufschluss über die Verträglichkeit des Futters als jede Zutatenliste.
2. **Der Kot-Check - ehrlich und effektiv:** Der Stuhlgang ist der Spiegel der Verdauung. Kathi zitiert hier schmunzelnd Hundeprofi Martin Rütter: Wenn man den Kot aufheben und werfen könnte, hat er die perfekte Konsistenz. Er sollte fest, aber nicht bröckelig sein und sich leicht vom Boden entfernen lassen.
3. **Futteretiketten richtig deuten:** Lerne, zwischen einer offenen und einer geschlossenen Deklaration zu unterscheiden.
    - **Gut ist eine offene Deklaration:** Hier sind alle Bestandteile genau aufgelistet, zum Beispiel: 65 % Rind (bestehend aus 40 % Muskelfleisch, 15 % Herz, 10 % Lunge), 10 % Karotten, 5 % Kartoffeln. Du weißt genau, was drin ist.
    - **Vorsicht bei geschlossener Deklaration:** Begriffe wie "Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse (davon 4 % Rind)" sind unpräzise. Du weißt nicht, was die restlichen 96 % sind - das können minderwertige Schlachtabfälle, aber auch hochwertige Innereien sein. Transparenz ist hier das A und O.
4. **Die richtige Menge füttern:** Halte dich an die Fütterungsempfehlung und passe sie an die Aktivität deines Hundes an. Ganz wichtig: Ziehe Leckerlis, Kauartikel und Trainingssnacks von der Tagesration ab! Das ist der häufigste Grund für Übergewicht, eine der größten Gefahren für die Hundegesundheit.

 

 

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                    Petcaster 

 

 

  **Zusammengefasst von Anja Schirwinski**  

 

Seit meine Hündin Frida mit fünf Monaten aus einem rumänischen Shelter zu mir kam, beschäftige ich mich intensiv mit Hundethemen - von Alltagstraining bis Verhaltensbesonderheiten. Viele der Fragen, die in Podcasts besprochen werden, kenne ich aus unserer gemeinsamen Erfahrung nur zu gut. Deshalb fasse ich hier die für mich interessantesten Podcastfolgen zusammen und ergänze sie mit meinen eigenen Erlebnissen mit Frida.

[Mehr über das Projekt Petcaster](/ueber-uns)

 

 

 

 

     

##  Themen 

 

 

 

 - [  Gesundheit und Langlebigkeit  ](/podcasts/themen/gesundheit-und-langlebigkeit)
 
  

 

**Hinweis:** *Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe von KI aus dem Transkript der Podcast-Episode generiert.*

Alle Inhalte auf Petcaster beruhen auf öffentlich zugänglichen Podcasts aus der Hunde- und Haustierwelt. Wir fassen die Episoden nach bestem Wissen zusammen, übernehmen jedoch keine Gewähr für Vollständigkeit, Aktualität oder Richtigkeit der Inhalte. Die Rechte an den Original-Podcasts und -Inhalten liegen ausschließlich bei den jeweiligen Urheber:innen.

 

 

         ## Shownotes

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**Dieser Podcast wurde bearbeitet von:**
Denise Berger [https://www.movecut.at](https://www.movecut.at/)