Hundestunde: So gelingt der perfekte Spaziergang mit deinem Hund

Sommer-Highlight: Der perfekte Spaziergang

Sommer-Highlight: Der perfekte Spaziergang

20. August 2026 · HUNDESTUNDE

Ein perfekter Spaziergang mit Hund fängt nicht erst draußen an, sondern bereits in den eigenen vier Wänden. Die richtige Vorbereitung und klare Rituale legen den Grundstein für eine entspannte und bereichernde gemeinsame Zeit. In der Sommer-Highlight-Folge ihres Podcasts HUNDESTUNDE nehmen die erfahrenen Hundetrainer Conny Sporrer und Marc Eichstedt dich mit auf einen solchen Spaziergang und erklären Schritt für Schritt, wie aus dem alltäglichen Gassigehen ein echtes Highlight für die Mensch-Hund-Beziehung wird. Conny und Marc beleuchten dabei alles von der idealen Ausrüstung über den Umgang mit Aufregung bis hin zu den ersten entscheidenden Metern vor der Haustür. Diese Episode ist eine wertvolle Ressource für alle Hundebesitzer, die ihre Spaziergänge bewusster und strukturierter gestalten wollen, um Impulskontrolle, Leinenführigkeit und die allgemeine Ansprechbarkeit ihres Hundes zu verbessern.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Vorbereitung ist entscheidend: Eine gut gepackte Tasche mit Leckerlis, Kotbeuteln und eventuell einem Spielzeug spart Stress. Hochwertige Belohnungen wie Nassfutter oder Leberwurst aus der Tube können besonders bei ablenkbaren Hunden den Unterschied machen.
  • Ruhe vor dem Sturm: Ein Hund, der schon vor der Tür extrem aufgeregt ist, wird draußen kaum ansprechbar sein. Übe mit deinem Hund, ruhig zu warten, während du dich anziehst. Dies ist eine wichtige Lektion in Impulskontrolle.
  • Klare Rituale schaffen Sicherheit: Etabliere eine feste Routine beim Verlassen des Hauses. Der Mensch geht zuerst durch die Tür, sichert die Umgebung und gibt dem Hund dann die Freigabe. Das stärkt deine Rolle als verlässlicher Partner.
  • Die ersten Meter setzen den Ton: Beginne jeden Spaziergang mit einigen Minuten konzentrierter Leinenführigkeit, auch wenn dein Hund eigentlich frei laufen dürfte. So stellst du von Anfang an klar, dass Kooperation gefragt ist und belohnt wird.
  • Kontrolliertes Lösen statt wildes Markieren: Gib deinem Hund gezielt die Erlaubnis, sich zu lösen, anstatt ihn sofort an jeder Ecke schnüffeln und markieren zu lassen. Ein Signalwort kann dabei helfen, diesen Moment steuerbar zu machen.

Die richtige Ausrüstung: Was wirklich in die Gassitasche gehört

Die Grundlage für einen gelungenen Spaziergang ist eine durchdachte Vorbereitung, die bereits bei der Ausrüstung beginnt. Conny und Marc verfolgen hier unterschiedliche Ansätze, die aber beide zum Ziel führen. Conny schwört auf ihre fest gepackte Bauchtasche, die sie immer griffbereit hat. Darin befinden sich Standard-Leckerlis, Kotbeutel und ein Ball mit Schnur als besonderes Spielzeug. Ihr Geheimtipp ist jedoch eine kleine, frisch abgepackte Portion Nassfutter. Diese hochwertige Belohnung dient als Jackpot für den Rückruf und stellt sicher, dass ihr Hund auch in schwierigen Situationen motiviert bleibt. Marc hingegen ist pragmatischer und nutzt einfach die Taschen seiner Jacke für Futter und Kotbeutel. Diese Diskussion führt zu einem wichtigen Punkt: Für Hunde, die für Trockenfutter nicht alles tun, sind Alternativen wie Leberwurstpasten aus der Tube ideal. Sie sind sauber zu handhaben und für den Hund eine besonders wertvolle Belohnung.

Warum beginnt der perfekte Spaziergang schon vor der Haustür?

Viele Hundebesitzer kennen das Problem: Sobald der Hund merkt, dass es nach draußen geht, beginnt ein aufgeregtes Schauspiel aus Fiepen, Hecheln und im Kreis drehen. Marc und Conny betonen, dass genau hier der Schlüssel für einen entspannten Spaziergang liegt. Ein Hund, der bereits drinnen in einen hohen Erregungszustand gerät, nimmt diese Anspannung mit nach draußen und ist dort kaum noch ansprechbar oder in der Lage, Neues zu lernen. Die Lösung ist, dem Hund beizubringen, ruhig zu warten, während man sich selbst fertig macht. Anstatt die Aufregung des Hundes durch schnelles Anleinen zu belohnen, solltest du ihm einen festen Platz zuweisen, zum Beispiel eine Decke im Flur. Dort soll er bleiben, während du in aller Ruhe deine Schuhe und Jacke anziehst. Jeder Moment, den er ruhig wartet, wird belohnt. Steht er auf, wird er kommentarlos zurück auf seinen Platz gebracht. Diese Übung schult die Impulskontrolle und lehrt den Hund, dass Ruhe und Geduld zum Erfolg führen - nämlich zum ersehnten Spaziergang.

Rituale beim Verlassen des Hauses

Der Moment, in dem die Tür aufgeht, ist für viele Hunde das Signal, loszustürmen. Ein perfekter Spaziergang beginnt jedoch auch hier mit einem klaren und sicheren Ritual. Conny erklärt, wie wichtig es ist, dass der Mensch zuerst die Wohnung oder das Haus verlässt. Dies dient nicht einer veralteten Dominanztheorie, sondern der reinen Sicherheit. Der Mensch kann so prüfen, ob der Weg frei ist, ob Nachbarn im Treppenhaus sind oder ob direkt vor der Tür ein anderer Hund wartet. Der Hund wartet währenddessen hinter der Schwelle und bekommt erst auf ein klares Signal hin die Erlaubnis, nach draußen zu treten. Dieses Vorgehen stärkt das Vertrauen des Hundes in seinen Menschen als denjenigen, der die Situation im Griff hat und Entscheidungen trifft. Es ist eine weitere kleine, aber wirkungsvolle Übung, die den Hund lehrt, sich an seinem Menschen zu orientieren.

Vom Aufbruch bis zum ersten Schnüffeln: Die ersten Meter meistern

Die ersten Schritte draußen sind entscheidend für den weiteren Verlauf des Spaziergangs. Selbst wenn die Umgebung es erlauben würde, den Hund sofort von der Leine zu lassen, empfehlen beide Experten, die ersten fünf bis zehn Minuten an der Leine zu gehen und auf eine gute Leinenführigkeit zu achten. Dieser gemeinsame, fokussierte Start signalisiert dem Hund, dass der Spaziergang eine Team-Aktivität ist und nicht nur sein persönliches Abenteuer. Es festigt die Routine, dass Kooperation und Orientierung am Menschen gefragt sind, bevor es in den Freilauf oder zum ausgiebigen Schnüffeln geht. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die bewusste Freigabe. Anstatt den Hund einfach losstürmen zu lassen, um sich zu lösen, sollte dies kontrolliert geschehen. Conny beschreibt ihre Methode: Nach einigen Metern lockeren Gehens an der Leine gibt sie ihrem Hund mit dem Wort Lauf die Erlaubnis, eine nahegelegene Wiese zu erkunden und sein Geschäft zu verrichten. Marc nutzt dafür den liebevoll-ironischen Befehl Mach fein. Egal, wie das Signal heißt, das Prinzip ist dasselbe: Der Mensch gibt den Rahmen vor, in dem der Hund agieren darf. Dies schafft eine klare Struktur und verhindert, dass der Hund den gesamten Spaziergang über nur mit Markieren beschäftigt ist.

Praktische Schritte für den Start in den perfekten Spaziergang

  1. Ausrüstung vorbereiten: Packe deine Tasche oder deine Jackentaschen mit allem, was du brauchst. Denke an eine Mischung aus normalen Leckerlis für einfache Übungen und einer hochwertigen Belohnung für den Rückruf oder besonders schwierige Situationen.
  2. Ruhe im Flur etablieren: Schicke deinen Hund auf seinen Platz und belohne ihn dafür, dass er ruhig wartet, während du dich anziehst. Unterbrich den Vorgang, falls er zu aufgeregt wird, und setze dich kurz hin, bis er sich beruhigt hat. Erst dann geht es weiter.
  3. Kontrolliert durch die Tür: Öffne die Tür, trete als Erster hindurch und sichere die Umgebung. Erst wenn du das Okay gibst, darf dein Hund folgen. Gib ihm dafür ein klares Freigabe-Signal.
  4. Fokus auf den ersten Metern: Beginne den Spaziergang mit lockerer Leinenführigkeit. Dein Hund soll sich an dir orientieren. Belohne ihn für seine Aufmerksamkeit und Kooperation.
  5. Gezielte Freigabe zum Lösen: Nach einigen Metern konzentrierten Gehens führst du deinen Hund zu einer geeigneten Stelle und gibst ihm mit einem Signalwort die Erlaubnis, zu schnüffeln und sich zu lösen. So lernt er, dass auch dieser wichtige Moment von dir initiiert wird.

Petcaster
Zusammengefasst von Anja Schirwinski

Seit meine Hündin Frida mit fünf Monaten aus einem rumänischen Shelter zu mir kam, beschäftige ich mich intensiv mit Hundethemen - von Alltagstraining bis Verhaltensbesonderheiten. Viele der Fragen, die in Podcasts besprochen werden, kenne ich aus unserer gemeinsamen Erfahrung nur zu gut. Deshalb fasse ich hier die für mich interessantesten Podcastfolgen zusammen und ergänze sie mit meinen eigenen Erlebnissen mit Frida.

Mehr über das Projekt Petcaster

Hinweis: Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe von KI aus dem Transkript der Podcast-Episode generiert.

Alle Inhalte auf Petcaster beruhen auf öffentlich zugänglichen Podcasts aus der Hunde- und Haustierwelt. Wir fassen die Episoden nach bestem Wissen zusammen, übernehmen jedoch keine Gewähr für Vollständigkeit, Aktualität oder Richtigkeit der Inhalte. Die Rechte an den Original-Podcasts und -Inhalten liegen ausschließlich bei den jeweiligen Urheber:innen.

Shownotes

Der perfekte Spaziergang gehört überraschenderweise zu euren meistgehörten Folgen – und das freut Conny ganz besonders. Denn kaum ein Thema ist so wichtig für Beschäftigung, Beziehung und Erziehung im Alltag mit Hund. 

In dieser Folge erfahrt ihr, warum Spaziergänge so viel mehr sein können als nur Gassigehen und wie ihr sie sinnvoll und abwechslungsreich gestaltet.


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