##  Breadcrumb

1. [ Home ](/)
2. [ HUNDESTUNDE ](/podcast/hundestunde)
3. Hundetraining: Mythen entlarven und Vertrauen aufbauen

# Hundetraining: Mythen entlarven und Vertrauen aufbauen

            **Podcast:**

   [HUNDESTUNDE](/podcast/hundestunde)

              **Erscheinungsdatum:**

   6. August 2026

            **Länge:**

   01:35:54

    [         Link zur Episode (extern)   ](http://hundestunde.live)

 ![Sommer-Highlight: Jubiläumsfolge Hundetrainingsmythen](https://www.petcaster.de/sites/default/files/styles/podcast_n_episode_metadata_image_1x/public/2026-01/artwork-3000x3000_0.jpeg.webp?itok=uls_WnI7)

###   Sommer-Highlight: Jubiläumsfolge Hundetrainingsmythen

   6. August 2026 · [HUNDESTUNDE](/podcast/hundestunde)

Was ist im Hundetraining Fakt und was Fiktion? Kaum ein Thema erhitzt die Gemüter so sehr wie die richtige Erziehung unserer vierbeinigen Begleiter. In der 150. Jubiläumsfolge ihres Podcasts [HUNDESTUNDE](https://www.petcaster.de/podcast/hundestunde) nehmen sich die Hundetrainerin Conny Sporrer und ihr Kollege Marc Eichstedt genau dieser Frage an. Sie sezieren hartnäckige Trainingsmythen, die in der Hundeszene kursieren - von der Angst vor Fehlverknüpfungen bei Korrekturen bis hin zur Illusion der „Resozialisierung“. Diese Episode ist mehr als nur eine Aufklärung; sie ist ein Plädoyer für einen differenzierten, fairen und beziehungsbasierten Umgang mit unseren Hunden. Sie richtet sich an alle, die sich im Dschungel der Erziehungstipps verloren fühlen und nach einem klaren, nachvollziehbaren Kompass suchen.

## Das Wichtigste auf einen Blick

- **Korrekturen mit Bedacht:** Die Angst, ein Hund könnte eine Korrektur falsch verknüpfen (z. B. mit einem vorbeifahrenden Auto statt dem eigenen Fehlverhalten), ist laut Conny und Marc oft übertrieben. Eine Fehlverknüpfung entsteht meist nicht durch die Korrektur an sich, sondern durch schlechtes Timing, eine unangemessene Intensität oder - am wichtigsten - eine fehlende, stabile Beziehung zum Menschen.
- **Warnsignale ernst nehmen, nicht pauschal unterdrücken:** Die Sorge, dass ein Hund, dessen Knurren korrigiert wird, beim nächsten Mal direkt zubeißt, ist unbegründet, wenn das Training fair und ursachenorientiert ist. Ziel ist nicht, die Kommunikation zu verbieten, sondern dem Hund zu zeigen, dass sein Mensch die Situation regelt und das Drohverhalten unnötig ist.
- **Selbstbewusstsein kommt von Kompetenz, nicht von Show:** Der Ratschlag, einfach nur souverän oder entspannt zu sein, ist für viele Halter:innen nutzlos. Echte Sicherheit entsteht durch einen klaren Plan und erlernte Strategien für schwierige Situationen, nicht durch gespielte Körpersprache.
- **Die Tür-Regel ist kontextabhängig:** Ob der Mensch oder der Hund zuerst durch eine Tür geht, ist keine Frage der Dominanz. Beim Verlassen des Hauses sichert der Mensch den Weg, beim Zurückkommen lässt er den Hund oft in den sicheren Bereich vorgehen. Es geht um Sicherheit und situationsbezogene Führung.
- **Der Trugschluss der Resozialisierung:** Viele Hunde, die als unsozial gelten, wurden nie richtig sozialisiert. Man kann daher nichts re-sozialisieren, was nie da war. Der Fokus sollte stattdessen auf Management und der schrittweisen Gewöhnung an ausgewählte, passende Sozialpartner liegen.

## Die Jubiläumsfolge: Ein emotionaler Blick hinter die Kulissen

Diese 150. Folge, live auf Instagram aufgezeichnet, ist mehr als nur eine Themensendung. Conny und Marc feiern mit ihrer Community und geben einen tiefen Einblick in die Verbindung, die durch den Podcast entstanden ist. Eine besonders berührende Nachricht einer Hörerin verdeutlicht, dass die HUNDESTUNDE für manche weit mehr als nur ein Ratgeber ist: Sie hilft ihr als trockener Alkoholikerin bei der Stressbewältigung und dient als Suchtverlagerung. Es sind Momente wie diese, die zeigen, wie ein gemeinsames Interesse am Hund zu einer echten Stütze im Leben werden kann. Auch ein Videogruß von Kindern aus einem Schulprojekt in Kenia, die ihre liebsten Hundenamen auf Kiswahili verraten, sorgt für Gänsehaut und zeigt die globale Reichweite der Community.

Dieser lange, persönliche Einstieg ist keine bloße Plauderei. Er schafft den Rahmen für das eigentliche Thema: Hundetraining ist zutiefst menschlich und emotional. Die Mythen, die später diskutiert werden, wurzeln oft in Unsicherheit, Angst und dem Wunsch, alles richtig zu machen. Indem Conny und Marc ihre eigene Verletzlichkeit und die ihrer Hörer:innen zeigen, schaffen sie eine vertrauensvolle Basis für die kritische Auseinandersetzung mit festgefahrenen Dogmen.

## Mythos 1: Führen Korrekturen zu Fehlverknüpfungen und mehr Aggression?

Einer der am heißesten diskutierten Punkte in der Hundewelt ist die Korrektur. Die eine Seite verteufelt sie als gewaltsam und schädlich, die andere sieht sie als notwendiges Kommunikationsmittel. Conny und Marc positionieren sich hier klar in der Mitte. Die verbreitete Sorge, ein Hund könnte eine Korrektur - etwa einen Leinenruck oder ein lautes Wort - mit einem unbeteiligten Reiz wie einem Kind oder einem Auto verknüpfen, hält Conny aus ihrer langjährigen Erfahrung für ein seltenes Phänomen. Sie argumentiert, dass Hunde viel eher den Menschen oder den Ort mit der negativen Erfahrung verbinden, wenn die Beziehung nicht gefestigt ist. Genau hier liegt der Kern ihrer Philosophie: Eine Korrektur ist kein Allheilmittel, sondern das letzte Glied in einer Kette aus Beziehungsarbeit, klaren Regeln und positiver Verstärkung. Ohne dieses Fundament ist sie wirkungslos oder sogar schädlich.

Marc ergänzt, dass sensible oder ängstliche Hunde durchaus anfälliger für Fehlverknüpfungen sein können. Es kommt also stark auf den individuellen Hund an. Beide sind sich einig, dass eine Korrektur niemals in einer Situation erfolgen darf, in der der Hund aus Angst handelt. Einem Hund, der sich erschreckt und in die Leine springt, eine Korrektur zu geben, wäre nicht nur unfair, sondern würde die Angst nur verstärken. Es geht darum, bewusst gesetzte Verhaltensweisen, die eine Grenze überschreiten, fair und im richtigen Moment zu unterbrechen. Meine eigene Erfahrung deckt sich damit: Ich habe oft gesehen, dass eine klare, faire Grenze, gesetzt von einer vertrauten Person, einem unsicheren Hund mehr Halt gibt als ständiges Wattebauschwerfen.

## Mythos 2: Der Mensch muss immer als Erster durch die Tür

Dieser Klassiker aus der Mottenkiste der Dominanztheorie wird von Conny und Marc ebenfalls entzaubert. Die Vorstellung, dass der Hund die Weltherrschaft an sich reißt, wenn er zuerst das Haus verlässt, ist veraltet. Stattdessen erklären sie das Verhalten aus einer viel logischeren Perspektive: der Sicherheit. Wenn du mit deinem Hund das sichere Zuhause verlässt, um in die potenziell unsichere Außenwelt zu treten, ist es deine Aufgabe als verantwortungsvoller Mensch, vorauszugehen und die Lage zu checken. Du übernimmst die territoriale Verantwortung. Kommt ihr vom Spaziergang zurück, ist die Situation umgekehrt. Der Hund darf oft zuerst in den sicheren Bereich - die Wohnung oder das Haus - zurückkehren, während du als „Schlusslicht“ sicherstellst, dass alles in Ordnung ist. Es ist also eine flexible Regel, die sich am Prinzip der Sicherheit orientiert und nicht an einem starren Hierarchiedenken. Eine Ausnahme gibt es jedoch: Bei Hunden, die aus reiner Impulsivität und Erregung durch Türen stürmen, kann das Warten-Müssen eine wertvolle Übung zur Impulskontrolle sein.

## Mythos 3: Energiearbeit und der Trugschluss der Resozialisierung

Besonders kritisch sehen die beiden Trainer den oft gehörten Ratschlag, man müsse nur die richtige Energie ausstrahlen. Conny erzählt von einem Gespräch mit einem Tischtennis-Weltmeister, der bestätigte, was auch im Hundetraining gilt: Souveränität ist kein Gefühl, das man auf Knopfdruck erzeugen kann. Sie ist das Ergebnis von Wissen, Training und einem klaren Handlungsplan. Einem ängstlichen Menschen zu sagen, er solle einfach entspannt sein, wenn ein anderer Hund auf ihn zukommt, ist so hilfreich wie einem Nichtschwimmer zu sagen, er solle einfach schwimmen. Was wirklich hilft, sind konkrete Werkzeuge: Management-Maßnahmen wie Ausweichen, der gezielte Einsatz von Belohnungen oder ein zuverlässig aufgebautes Alternativverhalten.

Eng damit verknüpft ist der Begriff der Resozialisierung, der oft im Tierschutzkontext fällt. Conny stellt hier eine provokante, aber treffende Frage: Wie kann man etwas re-sozialisieren, das nie sozialisiert wurde? Viele Hunde, insbesondere aus schlechter Haltung, hatten nie die Chance, in der sensiblen Prägephase einen angemessenen Umgang mit Artgenossen zu lernen. Dieses biologische Zeitfenster lässt sich nicht einfach wieder öffnen. Statt falschen Hoffnungen nachzujagen, plädieren die Experten für einen realistischen Ansatz: Es geht um Management, um das gezielte Vergesellschaften mit wenigen, passenden Hunden und darum, dem Hund beizubringen, andere Hunde zu ignorieren. Das ist kein Scheitern, sondern verantwortungsvoller Tierschutz, der den Hund so annimmt, wie er ist.

## Praktische Schritte: Was wir von den Profis lernen können

Aus der Diskussion der Mythen lassen sich klare, umsetzbare Prinzipien für den Alltag ableiten, die weit über starre Regeln hinausgehen:

1. **Beziehung vor Erziehung:** Investiere Zeit in das Fundament. Eine Korrektur oder eine klare Grenze wird von einem Hund nur dann fair aufgenommen, wenn sie von einer Person kommt, der er vertraut und an der er sich orientiert.
2. **Entwickle einen Plan B:** Statt dich darauf zu verlassen, im richtigen Moment die perfekte Energie zu haben, überlege dir konkrete Schritte für schwierige Situationen. Was tust du, wenn ein fremder Hund auf euch zugerannt kommt? Ein Plan gibt dir die Sicherheit, die du nicht vorspielen kannst.
3. **Beobachte und passe an:** Versteife dich nicht auf pauschale Regeln wie immer zuerst durch die Tür zu gehen. Frage dich stattdessen, was in der jeweiligen Situation für deinen Hund und dich am sichersten und sinnvollsten ist. Führung bedeutet, flexibel auf den Kontext zu reagieren.
4. **Setze realistische Ziele:** Besonders bei Hunden aus dem Tierschutz ist es wichtig, ihre Vergangenheit zu akzeptieren. Nicht jeder Hund wird ein Partylöwe, der sich mit jedem versteht. Ein friedliches Nebeneinander ist oft ein riesiger Erfolg und ein größeres Geschenk als eine erzwungene Sozialverträglichkeit.
5. **Erlaube dir und deinem Hund, unperfekt zu sein:** Sowohl Conny als auch Marc geben zu, dass ihre eigenen Hunde kleine Macken haben, die sie bewusst nicht wegtrainieren. Ob es das Betteln am Tisch oder das aufgeregte Fiepen ist - ein Zusammenleben ist kein militärischer Drill. Es ist in Ordnung, Prioritäten zu setzen und bei Dingen, die niemanden stören, auch mal ein Auge zuzudrücken.

---

                    Petcaster

  **Zusammengefasst von Anja Schirwinski**

Seit meine Hündin Frida mit fünf Monaten aus einem rumänischen Shelter zu mir kam, beschäftige ich mich intensiv mit Hundethemen - von Alltagstraining bis Verhaltensbesonderheiten. Viele der Fragen, die in Podcasts besprochen werden, kenne ich aus unserer gemeinsamen Erfahrung nur zu gut. Deshalb fasse ich hier die für mich interessantesten Podcastfolgen zusammen und ergänze sie mit meinen eigenen Erlebnissen mit Frida.

[Mehr über das Projekt Petcaster](/ueber-uns)

##  Themen

 - [  Hundetraining und Erziehung  ](/podcasts/themen/hundetraining-und-erziehung)

**Hinweis:** *Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe von KI aus dem Transkript der Podcast-Episode generiert.*

Alle Inhalte auf Petcaster beruhen auf öffentlich zugänglichen Podcasts aus der Hunde- und Haustierwelt. Wir fassen die Episoden nach bestem Wissen zusammen, übernehmen jedoch keine Gewähr für Vollständigkeit, Aktualität oder Richtigkeit der Inhalte. Die Rechte an den Original-Podcasts und -Inhalten liegen ausschließlich bei den jeweiligen Urheber:innen.

         ## Shownotes

  Eine unserer meistgehörten Folgen zum Wiederhören: Hundemythen im Faktencheck!

Conny und Marc räumen mit weit verbreiteten Irrtümern rund ums Hundetraining auf – von Korrekturen und „Energiearbeit“ bis zur Frage, wer wirklich zuerst durch die Tür gehen muss und was hinter dem Begriff Resozialisierung steckt.

Freut euch auf viele "Aha-Momente" – und nächste Woche folgt direkt Teil 2!

**▶️ FANSHOPS**

[HUNDESTUNDE Fan Shop](http://shop.hundestunde.live/)

[Hund und Herrl](https://www.hundundherrl.shop/)

▶️ **Social Media**

[HUNDESTUNDE Facebook-Gruppe](https://www.facebook.com/groups/1096792641171746/)

[HUNDESTUNDE Instagram Account](https://www.instagram.com/hundestunde_podcast/)

[Connys Instagram Account](https://www.instagram.com/connysporrer/)

[Connys Youtube Kanal](https://www.youtube.com/@ConnySporrerHundetraining)

▶️ **Hundeschulen**

[Connys Online Hundeschule](https://hundetraining.me/connysporrer) Spezial-Rabattcode für Stundis: "Stundi"

[Connys Hundeschule in Wien](https://www.martinruetter.com/wien/)

▶️ **Sonstiges**

**Playlist**

[HUNDESTUNDE Spotify Playlist](https://open.spotify.com/playlist/7rvNMedvyxyAeV0kJ37CBx?si=jI2XH4SbQrG_Kg8SaLt5MQ&dl_branch=1)

▶️ **Kontakt**

Fragen für die Fragestunde bitte an:

*E-mail:* **<podcast@hundestunde.live>**

**Dieser Podcast wurde bearbeitet von:**
Denise Berger [https://www.movecut.at](https://www.movecut.at/)

**🎁 Alle Infos und Links, sowie aktuelle Angebote und Rabattcodes unserer Partner:innen findest du hier:**

[http://hundestunde.live](https://linktr.ee/hundestunde_podcast)