Kind und Hund: Wie Freundschaft, Sicherheit und Respekt im Zusammenleben gelingen - die HUNDESTUNDE für Kinder
Kinder und Hunde - das kann ein echtes Dream-Team sein. Oder (wenn wir ehrlich sind) eine Mischung aus "Beste Freunde!" und "Oh nein, warum rennt hier jemand kreischend durchs Wohnzimmer?" Genau deshalb liebe ich diese kindgerechte HUNDESTUNDE-Folge: Conny Sporrer und Marc Eichstedt nehmen die Hörer und deren Kinder an die Hand und erklären so, dass Kinder es wirklich verstehen - und Eltern dabei nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern mit praktikablen Ideen abgeholt werden.
Für mich als Hundehalterin ist die zentrale Botschaft goldwert: Ein harmonisches Zusammenleben entsteht nicht von allein. Es entsteht, weil Erwachsene anleiten, Grenzen schützen und Kindern zeigen, wie man mit einem Hund fair umgeht, ohne dass der Hund zum Spielzeug wird oder das Kind Angst bekommt.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Erwachsene sind die Sicherheitsmanager: Kinder brauchen Anleitung, und Hunde auch.
- Ruhezonen sind heilig: Schlafen, Fressen, Rückzugsort: da hat niemand zu stören.
- Hundesprache lesen: Wegdrehen, Gähnen, Lecken über die Schnauze & Co. sind oft ein "Bitte Abstand"-Signal, das falsch verstanden wird.
- Kontakt mit fremden Hunden: erst fragen, dann schauen, dann streicheln - und zwar seitlich, nicht von oben auf den Kopf.
- Beschäftigung verbindet: Suchspiele, Apportieren oder Mini-Parcours machen Hund und Kind gemeinsam glücklich, aber nur begleitet.
Vom Wolf zum Familienhund: Warum Hunde so gut zu uns passen
Conny erzählt die Entstehungsgeschichte der Mensch-Hund-Freundschaft so, dass Kinder direkt ein Bild im Kopf haben: Die mutigsten Wölfe kamen vor vielen tausend Jahren näher an Menschen heran, weil dort Futter und Sicherheit lockten. Aus dieser Zusammenarbeit wurde über Generationen ein Tier, das Menschen lesen kann wie kaum ein anderes, und das heute in unseren Familien lebt.
Ich finde diesen Teil gerade für Kinder super, weil er etwas Wichtiges vermittelt: Ein Hund ist kein "kleiner Mensch mit Fell", sondern ein Tier mit eigener Geschichte und eigenen Regeln. Wer das versteht, behandelt Hunde automatisch respektvoller.
Arbeitslos im Wohnzimmer: Warum Hunde manchmal auf dumme Ideen kommen
Marc und Conny erklären sehr anschaulich, dass viele Hunde früher klare Aufgaben hatten: hüten, bewachen, jagen, helfen. Und selbst wenn dein Hund heute nur Familienhund ist - diese Anlagen sind nicht einfach weg. Wenn ein Hund körperlich oder mental unterfordert ist, sucht er sich Beschäftigung. Und die passt selten in unseren Alltag: ständiges Bellen, Dinge klauen, unerwünschtes Jagen oder Action an der Leine.
Spiel, Spaß und Bindung: Beschäftigungen, die wirklich funktionieren
Der große Vorteil der vorgeschlagenen Spiele: Sie sind simpel, kosten fast nichts und lassen sich in den Alltag integrieren - aber sie müssen begleitet werden. Kinder und Hunde sollen dabei Team sein, nicht Gegenspieler.
Suchspiele sind mein Favorit, weil sie ruhig machen: Leckerlis oder ein Spielzeug verstecken, ein Startsignal („Such!“) geben, den Hund schnüffeln lassen - fertig. Das ist für viele Hunde wie Kopfrechnen: macht müde, aber zufrieden.
Beim Apportieren ist die wichtigste Regel: nicht in wildes Werfen-bis-zur-Erschöpfung abrutschen. Besser wenige Wiederholungen, klare Pausen und das Signal "Warte" vor dem Loslaufen. Das trainiert Impulskontrolle - und genau die macht den Alltag entspannter.
Und dann der Mini-Parcours: Über einen Baumstamm balancieren, unter einer Bank durch, um einen Pfosten herum - klingt banal, ist aber für viele Hunde ein kleines Abenteuer. Kinder lieben es, "Stationen" zu erfinden, und Hunde lieben es, wenn sie dafür gelobt werden. Win-win, solange ein Erwachsener die Regeln im Blick behält.
Hundesprache für die kleinen Hörer:innen: Wann ein Hund "Nein" sagt
Ein zentraler Teil der Folge ist die Körpersprache: Hunde sagen selten sofort laut Stopp. Viel öfter flüstern sie es und wir Menschen überhören es. Wenn ein Hund den Kopf wegdreht, gähnt, sich über die Schnauze leckt oder die Ohren anlegt, ist das oft kein Müdigkeitssymptom, sondern ein Zeichen, dass es dem Hund zuviel ist.
Was ich daran wichtig finde: Kinder können das lernen - sogar richtig gut. Und wenn ein Kind einmal verstanden hat, dass Wegdrehen eine höfliche Bitte nach Abstand ist, wird es automatisch vorsichtiger. Das senkt Stress beim Hund und macht Begegnungen sicherer.
Ruhezonen, Essen, Kuscheln: Die typischen Stolperfallen im Familienalltag
Conny betont, dass Schlaf- und Fressplätze tabu sind. Das klingt streng, ist aber fair: Jeder braucht einen Ort, an dem man wirklich in Ruhe gelassen wird. Gerade beim Fressen oder Schlafen kann ein Hund sich erschrecken - und dann entstehen Situationen, die niemand will.
Dazu passt auch der Hinweis: Ein Hund ist kein Kuscheltier. Viele Hunde mögen Umarmungen oder von oben auf den Kopf tätscheln nicht, weil es sich aus Hundesicht bedrängend anfühlt. Stattdessen sind ruhige Streicheleinheiten an der Seite oder an der Brust oft angenehmer - und man sieht schnell, ob der Hund es wirklich genießt.
Alltagsregeln, die Kindern wirklich helfen
Statt 100 Regeln helfen ein paar klare Leitlinien, die man immer wieder übt. Diese hier lassen sich gut als Familien-Mantra verwenden:
- Eltern regeln - Kinder spielen: Erwachsene entscheiden über Grenzen, Kinder dürfen sich auf das Miteinander konzentrieren.
- Wenn der Hund weggeht, gehst du nicht hinterher: Weggehen ist oft eine höfliche Bitte nach einer Pause.
- Gassi nur begleitet: Ein Hund kann erschrecken und losziehen - das ist für Kinder zu riskant.
- Pflege als Ritual: Bürsten oder Abtrocknen nach dem Spaziergang kann schöne Nähe sein - wenn der Hund es mag.
Fremde Hunde: Ein einfaches Mini-Protokoll für mehr Sicherheit
Gerade Kinder wollen oft sofort hinrennen - verständlich. Aber sicherer wird’s mit einer kleinen Reihenfolge, die man wie ein Spiel üben kann:
- Fragen: "Darf ich streicheln?" Ein Nein ist okay.
- Warten: Der Hund darf entscheiden, ob er näherkommen möchte.
- Seitlich streicheln: Nicht von oben auf den Kopf, lieber an der Seite oder Brust.
- Stoppen, wenn der Hund Stress zeigt: Wegdrehen, Lecken, Unruhe? Dann freundlich aufhören.
Unterm Strich ist die Folge ein richtig guter Familien-Ratgeber: Sie nimmt Kinder ernst, gibt Eltern Rückenwind und zeigt, wie man mit wenigen Regeln und ein bisschen Beschäftigung aus Hund und Kind ein entspanntes Team macht.
Hinweis: Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe von KI aus dem Transkript der Podcast-Episode generiert.
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Shownotes
In dieser Episode diskutieren Conny und Marc die Verantwortung von Hundehaltern, insbesondere im Umgang mit fremden Hunden und Kindern. Sie geben wertvolle Tipps, wie Kinder sicher mit Hunden interagieren können, und betonen die Bedeutung von Kommunikation zwischen Hundebesitzern und anderen Menschen. Zudem wird die Pflege und Fütterung von Hunden thematisiert, sowie die Sicherheit beim Gassigehen. Abschließend wird auf die Vorteile von Hundetraining für Kinder eingegangen und ein Ausblick auf die nächste Folge gegeben.
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Dieser Podcast wurde bearbeitet von:
Denise Berger https://www.movecut.at