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# Vom Übungsmodus in den Alltag: So wird Hundetraining endlich alltagstauglich

 



            **Podcast:** 

   [HUNDESTUNDE](/podcast/hundestunde) 

              **Erscheinungsdatum:** 

   2. April 2026 

            **Länge:** 

   01:05:57 

    [         Link zur Episode (extern)   ](http://hundestunde.live) 

 

 

 

 





 ![#258 - Hunde-Frage-Stunde im April mit Melle Hofmann](https://www.petcaster.de/sites/default/files/styles/podcast_n_episode_metadata_image_1x/public/2026-01/artwork-3000x3000_0.jpeg.webp?itok=uls_WnI7) 

###   \#258 - Hunde-Frage-Stunde im April mit Melle Hofmann  

   2. April 2026 · [HUNDESTUNDE](/podcast/hundestunde)

  

 

 





 

Stell dir vor, du übst wochenlang geduldig die Leinenführigkeit im Garten oder auf einer ruhigen Straße. Dein Hund läuft perfekt an deiner Seite. Doch sobald ihr in den belebten Park kommt, ist alles vergessen und er zerrt an der Leine, als hättet ihr nie trainiert. Kommt dir das bekannt vor? Viele Hundebesitzer:innen kennen diese Kluft zwischen Theorie und Praxis nur zu gut. Manchmal ist es die Angst, den Trainingserfolg zu gefährden, die uns im Übungsmodus gefangen hält. In der neuesten Fragestunde des Podcasts [HUNDESTUNDE](https://www.petcaster.de/podcast/hundestunde) widmet sich die Moderatorin Conny Sporrer genau solchen Alltagsherausforderungen. Gemeinsam mit ihrer Gästin, der Hundetrainerin Melle Hoffmann, die in Osnabrück eine Martin-Rütter-Hundeschule leitet, beantwortet sie die brennendsten Fragen der Community.

In dieser Episode geht es um weit mehr als nur trockene Trainingstipps. Conny und Melle tauchen tief in die Dynamik zwischen Mensch und Hund ein. Sie beleuchten, wie unsere eigene Unsicherheit das Verhalten unserer Hunde beeinflusst und warum es manchmal nötig ist, über antrainierte Schemata hinauszugehen. Von territorialem Verhalten gegenüber Katzen über den Umgang mit einem Hund, der bereits gebissen hat, bis hin zur Angst vor der Hundepfeife - diese Folge liefert praxisnahe Lösungen für Probleme, die viele von uns kennen.

## Das Wichtigste auf einen Blick

- **Raus aus dem Übungsmodus:** Viele Hundebesitzer:innen bleiben zu lange in einer kontrollierten Übungssituation verhaftet. Der entscheidende Schritt ist oft der Mut, das Gelernte konsequent im echten Alltag anzuwenden und dem Hund (und sich selbst) mehr zuzutrauen.
- **Management ist der Schlüssel zu Souveränität:** Bei Hunden, die zu Aggression neigen, sind Hilfsmittel wie ein gut sitzender Maulkorb kein Zeichen des Versagens, sondern ein Werkzeug, das dir Sicherheit gibt. Nur wenn du dich sicher fühlst, kannst du diese Sicherheit auch auf deinen Hund übertragen.
- **Sei der Bodyguard, nicht nur der Butler:** Wenn dein Hund territorial ist oder bellt, reicht es nicht, mechanisch ein antrainiertes Protokoll abzuspulen. Du musst die Rolle des verantwortlichen Beschützers authentisch fühlen und ausstrahlen, damit dein Hund dir glaubt und seine Aufgabe abgeben kann.
- **Territoriales Verhalten braucht klare Grenzen:** Während Desensibilisierung bei Jagdverhalten wichtig ist, darf man bei territorialer Frechheit - etwa dem Verjagen von Nachbarskatzen - auch mal eine klare Ansage machen, sofern die Beziehung und die Grundlagen der Erziehung stimmen.
- **Verhalten verstärken, nicht Gefühle:** Die Idee, einen Hund für das Stress abschütteln zu loben, ist ein Missverständnis. Du kannst zwar das Verhalten des Schüttelns verstärken, aber nicht das Gefühl der Entspannung. Konzentriere dich stattdessen darauf, die stressauslösende Situation zu managen.
- **Die Pfeife sanft einführen:** Hat ein Hund Angst vor der Rückrufpfeife, wurde sie meist zu laut und zu nah am Hund eingeführt. Ein Neustart in einer dynamischen, positiven Situation, mit leisen Tönen und einer besonders wertvollen Belohnung, kann die negative Verknüpfung auflösen.

## Katzenjagd in Ligurien: Zwischen Management und klarer Ansage

Ein häufiges Problem, das Sabine in ihrer Frage schildert, ist die plötzliche Jagdleidenschaft ihres Hundes gegenüber Katzen, obwohl er zu Hause friedlich mit einer eigenen Katze zusammenlebt. Im Ferienhaus in Italien wird jede Begegnung mit den vielen freilaufenden Katzen zur Zerreißprobe. Melle schlägt hier einen klassischen Weg vor: gezieltes Training zur Impulskontrolle. Man könnte sich bewusst in die Nähe von Katzen begeben, aber mit genügend Abstand, um den Hund noch ansprechbar zu halten. In diesen Momenten wird der Hund dafür belohnt, dass er die Katze zwar wahrnimmt, aber nicht jagt - die Katze wird sozusagen zum Auslöser für eine tolle Belohnung.

Conny bringt eine weitere, wichtige Perspektive ein, die oft übersehen wird. Sie argumentiert, dass dieses Verhalten nicht nur Jagdtrieb ist, sondern oft auch eine territoriale Komponente hat. Der Hund ist regelrecht empört, dass eine fremde Katze in "seinem" Revier unterwegs ist. Wenn die Grunderziehung und die Leinenführigkeit bereits gut funktionieren, ist es ihrer Meinung nach auch legitim, dem Hund in dem Moment eine klare Grenze zu setzen. Anstatt nur mit der Leberwursttube abzulenken, kann eine deutliche Ansage wie "Lass das!" dem Hund signalisieren, dass dieses Verhalten unerwünscht ist. Es geht hier nicht um harte Strafen, sondern darum, eine impulsive Frechheit zu unterbrechen. Die Lösung liegt, wie so oft, wahrscheinlich in der Kombination beider Ansätze, abhängig von der Situation und dem Erregungslevel des Hundes.

## Ein Wachhund im Mehrfamilienhaus: Die Kunst, Verantwortung wirklich zu übernehmen

Nadja und Rolf haben eine Hündin aus zweiter Hand übernommen, die eine starke territoriale Aggression und eine Beißvergangenheit mitbringt. Sie arbeiten bereits intensiv an dem Problem, setzen viele Tipps aus dem Netzwerk um - sie sichern unübersichtliche Ecken, lassen den Hund warten und übernehmen das Abchecken, wenn er bellt. Trotzdem bleibt das Bellen ein Problem, manchmal bellt die Hündin sogar ihre Menschen an. Hier wird deutlich, wie entscheidend die innere Haltung des Menschen ist.

Melle und Conny sind sich einig: Es reicht nicht, die richtigen Handlungen wie ein Roboter auszuführen. Der Hund spürt, ob du die Rolle des souveränen Beschützers nur spielst oder sie wirklich lebst. Das Abchecken eines Geräuschs muss von dem echten Gefühl getragen sein: "Ich habe gehört, dass dich etwas beunruhigt, und ich kümmere mich darum. Du kannst dich entspannen." Wenn diese innere Überzeugung fehlt, bleibt die Handlung für den Hund bedeutungslos. Melle vergleicht es treffend mit einem Bodyguard, der nicht nur neben dem Star herläuft, sondern die volle Verantwortung für dessen Sicherheit ausstrahlt. Ein wichtiger Punkt ist zudem die Sicherheit für alle Beteiligten. In Situationen, in denen eine Reaktion des Hundes unvorhersehbar ist, wie im Restaurant oder im engen Treppenhaus, ist ein Maulkorb unerlässlich. Er schützt nicht nur andere, sondern gibt auch dir selbst die nötige Gelassenheit, um souverän zu bleiben, was wiederum dem Hund Sicherheit vermittelt.

## Mythen im Hundetraining: Vom Stress-Schütteln zur Pfeifen-Phobie

Zwei weitere Fragen der Hörer:innen decken interessante Mythen und Missverständnisse im Hundetraining auf. Die erste betrifft die gängige Annahme, man solle einen Hund loben, wenn er sich schüttelt, um den Stressabbau zu belohnen. Conny erklärt sehr anschaulich, warum dieser Ansatz auf einem Denkfehler beruht. Man kann durch Lob ein Verhalten (das Schütteln) verstärken, aber nicht das zugrunde liegende Gefühl (die Entspannung nach einer Stress-Situation). Das Schütteln ist ein physiologischer Prozess, eine Art Ventil, aber es ist keine bewusste Handlung, die der Hund lernt, gezielt einzusetzen, um sich zu beruhigen. Es ist also weder schädlich noch besonders nützlich, dieses Verhalten zu belohnen. Die Energie sollte stattdessen darauf verwendet werden, die stressigen Situationen für den Hund besser zu bewältigen.

Die zweite Frage von Alexander beschreibt, wie seine Zwergdackeldame eine regelrechte Phobie gegen die Rückrufpfeife entwickelt hat. Der Fehler lag hier höchstwahrscheinlich im Timing und in der Intensität. Alexander hat gepfiffen, als der Hund schon direkt bei ihm war und fraß. Der laute, plötzliche Ton so nah am Ohr hat die sensible Hündin erschreckt und negativ geprägt. Die Lösung ist ein kompletter Neustart. Anstatt statisch zu üben, sollte er die Pfeife in einer dynamischen Situation einsetzen, zum Beispiel, wenn der Hund freudig auf ihn zuläuft. Der Pfiff sollte anfangs sehr leise und aus einiger Entfernung erfolgen, gefolgt von einer Jackpot-Belohnung, die länger andauert - eine Futtertube eignet sich hierfür perfekt. So wird die Pfeife schrittweise mit positiver Erwartung und nicht mit einem Schreckmoment verknüpft.

## Praktische Schritte für mehr Sicherheit und einen zuverlässigen Rückruf

Aus den Diskussionen lassen sich konkrete Handlungsanweisungen ableiten, die dir im Alltag helfen können.

### Umgang mit territorialem oder unsicherem Verhalten:

1. **Sicherheit als Fundament:** Wenn dein Hund eine Beißvergangenheit hat oder in bestimmten Situationen unberechenbar ist, gewöhne ihn an einen gut sitzenden Maulkorb. Das gibt dir die Sicherheit, souverän zu agieren, was wiederum deinem Hund hilft.
2. **Lebe deine Rolle:** Übernimm die Verantwortung für Sicherheit nicht nur durch Handlungen, sondern auch durch deine innere Haltung. Wenn du ein Geräusch abcheckst, dann tu es mit der Überzeugung eines Bodyguards, der die Lage im Griff hat.
3. **Sei konsequent und fair:** Überprüfe regelmäßig deine Alltagsstrukturen. Hältst du dich noch an die Regeln, die du am Anfang aufgestellt hast (z. B. an der Tür warten)? Konsequenz gibt deinem Hund einen klaren Rahmen und Orientierung.
4. **Unterscheide die Motivation:** Lerne, das Verhalten deines Hundes zu lesen. Bellt er, weil er eine potenzielle Gefahr meldet? Dann ist es dein Job, die Situation zu klären. Bellt er dich jedoch fordernd an, um Aufmerksamkeit zu bekommen, ist Ignoranz oder eine klare Unterbrechung die richtige Antwort.

### So klappt der Aufbau der Hundepfeife:

Wenn dein Hund die Pfeife negativ verknüpft hat, starte das Training von Grund auf neu.

- **Setting ändern:** Wähle einen neuen Ort und beginne das Training nicht aus dem Sitz oder Platz heraus, sondern in der Bewegung.
- **Timing ist alles:** Pfeife genau in dem Moment, in dem dein Hund bereits freudig auf dich zuläuft. Der Pfiff kündigt die Belohnung an, die es bei dir gibt.
- **Leise anfangen:** Beginne mit sehr leisen, sanften Pfiffen aus einiger Entfernung. Die Lautstärke kannst du schrittweise steigern, wenn dein Hund die Verknüpfung verstanden hat.
- **Der Jackpot zählt:** Nutze für den Rückruf eine besonders hochwertige Belohnung. Eine Futtertube oder gekochtes Huhn eignen sich besser als ein einzelnes trockenes Leckerli, da sie eine längere und intensivere Belohnung ermöglichen.

 

 

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                    Petcaster 

 

 

  **Zusammengefasst von Anja Schirwinski**  

 

Seit meine Hündin Frida mit fünf Monaten aus einem rumänischen Shelter zu mir kam, beschäftige ich mich intensiv mit Hundethemen - von Alltagstraining bis Verhaltensbesonderheiten. Viele der Fragen, die in Podcasts besprochen werden, kenne ich aus unserer gemeinsamen Erfahrung nur zu gut. Deshalb fasse ich hier die für mich interessantesten Podcastfolgen zusammen und ergänze sie mit meinen eigenen Erlebnissen mit Frida.

[Mehr über das Projekt Petcaster](/ueber-uns)

 

 

 

 

     

##  Themen 

 

 

 

 - [  Hundetraining und Erziehung  ](/podcasts/themen/hundetraining-und-erziehung)
 
  

 

**Hinweis:** *Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe von KI aus dem Transkript der Podcast-Episode generiert.*

Alle Inhalte auf Petcaster beruhen auf öffentlich zugänglichen Podcasts aus der Hunde- und Haustierwelt. Wir fassen die Episoden nach bestem Wissen zusammen, übernehmen jedoch keine Gewähr für Vollständigkeit, Aktualität oder Richtigkeit der Inhalte. Die Rechte an den Original-Podcasts und -Inhalten liegen ausschließlich bei den jeweiligen Urheber:innen.

 

 

         ## Shownotes

  In dieser Folge führt Conny ein inspirierendes Gespräch mit Melle Hofmann, Hundetrainerin und Inhaberin der Martin-Rütter-Hundeschule in Osnabrück. Es werden wieder eure Fragen beantwortet und es wird über Herausforderungen im Alltag, Verhaltenstraining, Missverständnisse bei Signalen und wie man als Hundebesitzer Sicherheit und Vertrauen aufbaut gesprochen.

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**Links zur Folge**

Messi bei „Die Unvermittelbaren“: <https://plus.rtl.de/video-tv/shows/die-unvermittelbaren-mit-martin-ruetter-882892>

Messis Profil: <https://www.martinruetter.com/martin-ruetter/martin-sucht/die-unvermittelbaren/messi>



Melles Podcast: <https://open.spotify.com/show/1rPnPCr2niGAoZIlCAoL1n>



Melles Hundeschule: <https://www.martinruetter.com/osnabrueck-vechta/>



2-€-Spendenaktion: <https://pfotenherz-tierschutz.com/tue-gutes-ab-2-e-im-monat/>
Freiwilligenarbeit vor Ort: <https://pfotenherz-tierschutz.com/freiwilligenarbeit-vor-ort/>



**In dieser Hunde-Frage-Stunde werden folgende Fragen beantwortet:**

- Wie kann ich das starke Jagdverhalten meiner Hündin gegenüber Katzen in einer Umgebung mit vielen freilaufenden Katzen gezielt in den Griff bekommen und sinnvoll trainieren?
- Wie können wir einer territorial motivierten Hündin abgewöhnen, auf Geräusche mit Bellen und Wachverhalten zu reagieren, damit sie die Verantwortung dafür an uns abgibt?
- Ist es sinnvoll, einen Hund fürs Schütteln (als möglichen Stressabbau) zu loben – oder verstärkt man damit unbewusst ein eher unwillkürliches Verhalten?
- Wie kann ich einen Pfeifenrückruf aufbauen, wenn mein eher unsicherer Hund negativ auf das Pfeifgeräusch reagiert und dadurch sogar die Belohnung meidet?



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▶️ **Kontakt**

Fragen für die Fragestunde bitte an:

*E-mail:* **<podcast@hundestunde.live>**


**Dieser Podcast wurde bearbeitet von:**
Denise Berger [https://www.movecut.at](https://www.movecut.at/)