##  Pfadnavigation

1. [ Startseite ](/)
2. [ Hundsehrlich - Wissen. Verhalten. Hund ](/podcast/hundsehrlich)
3. Hundsehrlich Podcast: Warum dein Mindset das Training beeinflusst

# Hundsehrlich Podcast: Warum dein Mindset das Training beeinflusst

            **Podcast:**

   [Hundsehrlich - Wissen. Verhalten. Hund](/podcast/hundsehrlich)

              **Erscheinungsdatum:**

   23. Oktober 2026

            **Länge:**

   00:51:32

    [         Link zur Episode (extern)   ](https://hundsehrlich.letscast.fm/episode/64-du-trainierst-so-viel-warum-bist-du-trotzdem-frustriert)

 ![#64 Du trainierst so viel – warum bist du trotzdem frustriert?](https://www.petcaster.de/sites/default/files/styles/podcast_n_episode_metadata_image_1x/public/2026-01/artwork-3000x3000.png.webp?itok=yzvOscYm)

###    #64 Du trainierst so viel – warum bist du trotzdem frustriert?

   23. Oktober 2026 · [Hundsehrlich - Wissen. Verhalten. Hund](/podcast/hundsehrlich)

Frust im Hundetraining trotz unzähliger Trainingsstunden? Viele Hundebesitzer kennen das Gefühl, auf der Stelle zu treten, obwohl sie viel investieren. Man kommt vom Spaziergang nach Hause und ist einfach nur enttäuscht, weil der Hund wieder an der Leine gezerrt oder einen anderen Hund angepöbelt hat. In der Episode #64 des [Hundsehrlich](https://www.petcaster.de/podcast/hundsehrlich)-Podcasts spricht Moderatorin Cinta Hamacher mit Franzi Stecher, einer Hundetrainerin aus ihrem Team, die auch Psychologie studiert hat und als systemische Coachin tätig ist. Gemeinsam beleuchten sie, warum gutes Hundetraining nicht nur aus Übungen und Plänen besteht, sondern maßgeblich von unserer inneren Haltung - unserem Mindset - beeinflusst wird. Sie ergründen, wie unsere Erwartungen, unser Umgang mit Frust und die Art, wie wir unsere Hunde wahrnehmen, den Trainingserfolg bestimmen und wie wir aus negativen Gedankenspiralen ausbrechen können.

## Das Wichtigste auf einen Blick

- Frustration im Hundetraining entsteht oft nicht durch mangelndes Training, sondern durch zu hohe Erwartungen und festgefahrene Denkmuster, die uns daran hindern, flexibel auf Situationen zu reagieren.
- Eine ungewöhnliche Frage kann helfen, aus einer Problem-Trance auszusteigen: Frage dich, was du jetzt tun könntest, um die Situation bewusst noch weiter zu verschlimmern. Das deckt oft unbewusste, schädliche Gewohnheiten auf.
- Ein vermeintlicher Rückschritt ist nicht das Ende des Trainingserfolgs. Stattdessen sollte er als wertvolle Information betrachtet werden, die zeigt, wo eine Anpassung im Training oder Management nötig ist.
- Das bewusste Sammeln von kleinen Erfolgen, zum Beispiel in einem Erfolgsmomenteglas, lenkt den Fokus auf das Positive und hilft, in schwierigen Phasen die bereits erreichten Fortschritte nicht aus den Augen zu verlieren.
- Der Schlüssel zur Überwindung von Frust liegt darin, die eigene Handlungsfähigkeit wiederzuerlangen. Es geht darum, eine funktionierende Lösung zu finden, anstatt nach einer unerreichbaren perfekten Lösung zu streben.

## Die Bedeutung des Mindsets für den Trainingserfolg

Franzi Stecher erklärt zu Beginn des Gesprächs, dass der Begriff Mindset im Kern die Fähigkeit beschreibt, mit den Herausforderungen und Krisen des Lebens umzugehen. Im Hundetraining bedeutet das, eine mentale Haltung zu entwickeln, die es einem ermöglicht, auch dann handlungsfähig und lösungsorientiert zu bleiben, wenn die Dinge nicht wie geplant laufen. Cinta Hamacher teilt dazu eine persönliche Geschichte aus der Zeit mit ihrer früheren Hündin Abby. Sie erzählt, wie sie technisch eine immer bessere Hundetrainerin wurde, aber mental nicht mitwuchs. Trotz ihres Fachwissens war sie oft frustriert und gefangen in einem Kreislauf aus schlechtem Gewissen und dem Gefühl, zu versagen. Ihr fehlte die Fähigkeit, sich die richtigen Fragen zu stellen, um nicht nur das Verhalten des Hundes, sondern auch ihre eigene innere Verfassung zu verstehen und zu verändern. Das Gespräch macht deutlich, dass technisches Wissen allein nicht ausreicht; erst die Arbeit an der eigenen Einstellung ermöglicht nachhaltige Fortschritte und eine entspannte Mensch-Hund-Beziehung.

## Warum bin ich trotz aller Mühe so frustriert?

Viele Hundehaltende kennen das Gefühl, in einer Sackgasse zu stecken. Man trainiert, liest Bücher, schaut Webinare und hat trotzdem das Gefühl, keinen Schritt voranzukommen. Laut Franzi befinden sich Menschen in solchen Momenten oft in einem sogenannten Problemsumpf. Um aus dieser negativen Gedankenspirale auszubrechen, schlägt sie eine überraschende, aber wirkungsvolle Frage vor: Was kann ich jetzt ganz konkret tun, um diese Situation noch weiter zu verschlimmern?. Diese Frage zwingt uns, aus der Opferrolle herauszutreten und unsere eigenen kontraproduktiven Verhaltensweisen zu identifizieren. Cinta reflektiert, dass sie früher die Situation mit ihrer ziehenden Hündin verschlimmert hätte, indem sie einfach weiter die gleichen frustrierenden Spaziergänge gemacht hätte, anstatt etwas Grundlegendes zu ändern. Diese Methode deckt auf, welche Gewohnheiten uns im Weg stehen und schafft so die Basis für eine echte Veränderung.

## Umgang mit Rückschritten: Eine neue Perspektive einnehmen

Ein schlechter Tag im Training wird oft sofort als Rückschritt bewertet, was zu Entmutigung führt. Gestern lief der Hund noch entspannt an anderen Hunden vorbei, heute rastet er wieder aus. Franzi betont, dass ein solches Ereignis zunächst einmal nur eine neutrale Information ist. Anstatt es negativ zu labeln, sollten wir es als Chance sehen, mehr über unseren Hund und die Situation zu lernen. War der Hund müde? War die Umgebung zu reizintensiv? Indem wir aufhören, in Kategorien wie Fortschritt oder Rückschritt zu denken, und stattdessen Daten sammeln, können wir unser Training viel gezielter anpassen. Cinta ergänzt, dass es hilft, nicht den einzelnen Tag, sondern die gesamte Woche zu bewerten. Ein einzelner Ausrutscher überschattet oft viele positive Momente. Ein Rückschlag ist also kein Zeichen des Scheiterns, sondern ein Wegweiser, der uns zeigt, wo wir genauer hinschauen müssen.

## Vom Problemdenken zur Lösungsorientierung

Manchmal halten wir unbewusst an unseren Problemen fest, weil sie uns eine gewisse Sicherheit geben. Die Lösung ist unbekannt und der Weg dorthin könnte unbequem sein. Franzi stellt die provokante Frage: Wer bist du eigentlich ohne dein Problem?. Diese Frage soll dazu anregen, sich von der Identifikation mit dem Problem zu lösen und sich vorzustellen, wie das Leben ohne dieses aussehen könnte. Cinta knüpft daran an und erklärt, wie wichtig es ist, bereits mit der inneren Haltung einer erfolgreichen Person aus dem Haus zu gehen. Anstatt ängstlich nach dem nächsten potenziellen Auslöser Ausschau zu halten, sollte man sich fragen: Wie würde ich mich bewegen und fühlen, wenn mein Hund dieses Problem nicht hätte?. Diese Visualisierung verändert die eigene Körpersprache und Ausstrahlung, was sich direkt auf den Hund überträgt. Eine weitere hilfreiche Technik, die im Training bei Cinta entstanden ist, lautet WWCT: Was würde Cinta tun?. Sich vorzustellen, wie eine als kompetent erachtete Person handeln würde, kann helfen, wieder ins Tun zu kommen und die eigene Handlungsfähigkeit zurückzugewinnen.

## Praktische Schritte für mehr Gelassenheit im Training

1. **Stelle die Verschlimmerungsfrage:** Wenn du frustriert bist, frage dich, was du tun könntest, um alles noch schlimmer zu machen. Die Antwort darauf zeigt dir oft genau, welche Verhaltensweisen du ändern solltest.
2. **Bewerte Ereignisse als Daten:** Betrachte einen schlechten Trainingstag nicht als Scheitern, sondern als neutrale Information. Analysiere die Umstände, ohne dich oder deinen Hund sofort zu verurteilen. Was war anders als an den guten Tagen?
3. **Führe ein Erfolgsmomenteglas:** Nimm ein leeres Schraubglas und schreibe jeden kleinen Erfolg - und sei er noch so winzig - auf einen Zettel. Wenn du dich schlecht fühlst, lies dir die gesammelten Zettel durch, um dich an die Fortschritte zu erinnern.
4. **Visualisiere den Erfolg:** Gehe bereits als die Person spazieren, die du sein möchtest - die Person mit einem entspannten Hund. Fühle, wie sich das anfühlt, und verhalte dich entsprechend. Diese innere Haltung überträgt sich auf deinen Hund.
5. **Suche Lösungen statt Perfektion:** Der Drang, die perfekte Lösung zu finden, führt oft zur Lähmung. Akzeptiere, dass es darum geht, handlungsfähig zu bleiben. Eine gute, umgesetzte Lösung ist immer besser als eine perfekte, die nur in der Theorie existiert.

---

                    Petcaster

  **Zusammengefasst von Anja Schirwinski**

Seit meine Hündin Frida mit fünf Monaten aus einem rumänischen Shelter zu mir kam, beschäftige ich mich intensiv mit Hundethemen - von Alltagstraining bis Verhaltensbesonderheiten. Viele der Fragen, die in Podcasts besprochen werden, kenne ich aus unserer gemeinsamen Erfahrung nur zu gut. Deshalb fasse ich hier die für mich interessantesten Podcastfolgen zusammen und ergänze sie mit meinen eigenen Erlebnissen mit Frida.

[Mehr über das Projekt Petcaster](/ueber-uns)

##  Themen

 - [  Hundetraining und Erziehung  ](/podcasts/themen/hundetraining-und-erziehung)
- [  Frustrationstoleranz und Impulskontrolle  ](/podcasts/themen/frustrationstoleranz-und-impulskontrolle)

**Hinweis:** *Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe von KI aus dem Transkript der Podcast-Episode generiert.*

Alle Inhalte auf Petcaster beruhen auf öffentlich zugänglichen Podcasts aus der Hunde- und Haustierwelt. Wir fassen die Episoden nach bestem Wissen zusammen, übernehmen jedoch keine Gewähr für Vollständigkeit, Aktualität oder Richtigkeit der Inhalte. Die Rechte an den Original-Podcasts und -Inhalten liegen ausschließlich bei den jeweiligen Urheber:innen.

         ## Shownotes

  Kennst du diese Tage, an denen du nach dem Spaziergang nach Hause kommst, die Leine weglegst und einfach nur frustriert bist?

Dein Hund hat wieder an der Leine gezogen, ist bei einer Hundebegegnung ausgerastet oder konnte plötzlich nicht mehr so lange alleine bleiben wie gestern.

Dabei trainierst du doch schon so viel. Und trotzdem hast du das Gefühl, dass ihr nicht vorankommt.

**Aber was, wenn nicht jeder vermeintliche Rückschritt wirklich ein Rückschritt ist?**

In dieser Podcastfolge habe ich Franzi zu Gast. Sie ist Hundetrainerin in meinem Team, hat Psychologie studiert und ist systemische Coachin.

Gemeinsam sprechen wir darüber, warum gutes Hundetraining nicht nur aus Trainingsplänen und Methoden besteht, sondern auch damit zu tun hat, wie wir denken, mit Frust umgehen und unsere Hunde wahrnehmen.

Du erfährst in dieser Folge:

- Warum du trotz gutem Hundetraining immer wieder frustriert sein kannst – und was deine eigenen Erwartungen damit zu tun haben.
- Welche ungewöhnliche Frage dir helfen kann, aus negativen Gedankenspiralen auszusteigen und wieder Lösungen zu finden.
- Warum ein schlechter Trainingstag nicht bedeutet, dass ihr wieder ganz am Anfang steht.
- Wie du mit einem einfachen Erfolgsmomente-Glas lernst, auch die kleinen Fortschritte deines Hundes wahrzunehmen.
- Warum wir manchmal so sehr an unseren Problemen festhalten, dass wir uns kaum noch vorstellen können, wie der Alltag ohne sie aussehen würde.
- Wie dir die Frage „Was würde Cinta tun?“ helfen kann, schwierige Situationen aus einer anderen Perspektive zu betrachten.

Außerdem erzähle ich ganz offen von den Herausforderungen mit meiner früheren Hündin Abby. Davon, wie frustriert ich damals war, obwohl ich immer mehr über Hundetraining gelernt habe. Und warum mir rückblickend nicht nur das richtige Trainingswissen, sondern vor allem auch ein anderer Umgang mit meinen eigenen Gedanken gefehlt hat.

**Diese Folge ist für dich, wenn du manchmal das Gefühl hast, dass du und dein Hund auf der Stelle tretet.**

Denn manchmal brauchst du nicht noch eine neue Trainingsmethode. Sondern einen anderen Blick auf das, was ihr gemeinsam schon geschafft habt.

Viel Spaß beim Zuhören!

**Du wünschst dir Unterstützung im Training mit deinem Hund?**

Dann buche dir hier ein Infogespräch und wir schauen gemeinsam, wie wir dich und deinen Hund unterstützen können: 👉 <https://calendly.com/cintadogs/info>