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# Dein Hund macht das doch extra, oder? Einblicke in die Denkfehler des Hundetrainings

 



            **Podcast:** 

   [Hundsfaelle - der Hundepodcast für Ersthundebesitzer bis Profis](/podcast/hundsfaelle) 

              **Erscheinungsdatum:** 

   26. April 2026 

            **Länge:** 

   00:15:36 

    [         Link zur Episode (extern)   ](https://podcasters.spotify.com/pod/show/hundsfaelle/episodes/141---Mein-HUND-hrt-nicht--macht-er-das-absichtlich-e3i66a9) 

 

 

 

 





 ![141 - Mein HUND hört nicht – macht er das absichtlich?](https://www.petcaster.de/sites/default/files/styles/podcast_n_episode_metadata_image_1x/public/2026-04/37383226-1769686226614-242d4be054158.jpg.webp?itok=i_U5Wcrc) 

###   141 - Mein HUND hört nicht – macht er das absichtlich?  

   26. April 2026 · [Hundsfaelle - der Hundepodcast für Ersthundebesitzer bis Profis](/podcast/hundsfaelle)

  

 

 





 

Kennst du diesen Moment der puren Frustration? Du rufst deinen Hund, und er schaut dich nicht einmal an. Stattdessen schnüffelt er genüsslich an einem Grashalm, als hättest du nie existiert. Der Gedanke schießt dir sofort in den Kopf: "Der macht das doch mit Absicht! Der will mich ärgern." Wenn dir das bekannt vorkommt, bist du nicht allein. In der neuesten Episode ihres Podcasts [*Hundsf(a)elle*](https://www.petcaster.de/podcast/hundsfaelle) nehmen sich die Hundetrainer Yvonne Nawrat und Mustafa Irmak genau diese menschlichen Fallstricke vor. Sie tauchen tief in die Welt der Missverständnisse zwischen Mensch und Hund ein und zeigen, warum unsere Interpretationen von Sturheit, Ignoranz oder Provokation uns oft mehr im Weg stehen, als dass sie uns helfen. Diese Folge ist ein Muss für alle, die verstehen wollen, was wirklich im Kopf ihres Hundes vorgeht, und die ihre Beziehung auf eine neue, verständnisvollere Ebene heben möchten.

## Das Wichtigste auf einen Blick

- **Verhalten ist ein Ergebnis, kein Plan:** Dein Hund schmiedet keine finsteren Pläne, um dich zu ärgern. Sein Verhalten ist, wie Yvonne und Mustafa betonen, eine spontane Reaktion auf seine Umgebung, seine Emotionen, seine Lernerfahrungen und seinen körperlichen Zustand im Hier und Jetzt.
- **Schluss mit der Vermenschlichung:** Die Zuschreibung menschlicher Motive wie Sturheit, Dominanzstreben oder Boshaftigkeit ist der häufigste Denkfehler. Es blockiert die Suche nach den wahren Ursachen und führt zu unangemessenem Training.
- **Jeder Hund ist ein Individuum:** Rasse, Alter und Persönlichkeitstyp spielen eine immense Rolle. Ein gemütlicher Molosser verarbeitet ein Signal langsamer als ein reaktionsschneller Border Collie. Diese Unterschiede zu kennen und zu respektieren, ist der Schlüssel zum Erfolg.
- **Gesundheit geht vor:** Bevor du ein Verhalten als Ungehorsam abstempelst, ziehe immer gesundheitliche Probleme in Betracht. Schmerzen, Erschöpfung oder nachlassende Sinnesleistungen im Alter sind oft die wahren Gründe für eine veränderte Reaktion.
- **Es geht nicht immer um dich:** Dein Hund handelt oft aus einer für ihn logischen Motivation heraus, die nichts mit eurer Beziehung zu tun hat. Der spannende Geruch am Wegesrand ist in diesem Moment einfach wichtiger als dein Rückruf-Signal. Das ist nicht persönlich gemeint.

## Der größte Denkfehler: Warum dein Hund dich nicht absichtlich ärgert

Der Kern der Diskussion von Yvonne und Mustafa ist eine wissenschaftlich fundierte und zugleich zutiefst empathische Botschaft: Hör auf, deinem Hund böse Absichten zu unterstellen. Mustafa erklärt, dass wir als Menschen dazu neigen, hinter jeder Handlung eine Absicht zu vermuten. Wenn ein Hund also nicht kommt, wenn wir ihn rufen, interpretieren wir das schnell als bewusste Verweigerung. Yvonne ergänzt, dass diese Projektion menschlicher Denkweisen - die sogenannte Anthropomorphisierung - uns daran hindert, das eigentliche Problem zu erkennen. Das Verhalten eines Hundes ist kein Schachzug in einem Beziehungskrieg, sondern das Ergebnis eines komplexen Zusammenspiels. Stell dir vor, dein Hund ist ein Computer, der in Echtzeit Daten verarbeitet: Gerüche in der Luft, Geräusche, seine aktuelle Müdigkeit, ein leichtes Ziehen im Gelenk und die Erinnerung daran, was beim letzten Mal nach deinem Ruf passiert ist. Seine Reaktion ist das Resultat dieser blitzschnellen, unbewussten Kalkulation. Dieser Perspektivwechsel ist Gold wert, denn er verwandelt Ärger und Frustration in Neugier und den Wunsch, die wahren Ursachen zu verstehen.

## Fallbeispiel Rückruf: Ignoranz oder einfach nur überfordert?

Nichts testet die Nerven von Hundehalterinnen und Hundehaltern so sehr wie ein unzuverlässiger Rückruf. Die beiden Moderatoren nutzen dieses klassische Beispiel, um ihre Thesen zu untermauern. Sie stellen die fiktive Labradorhündin Erna vor - jung, lebenslustig und extrem reizoffen. Wenn ihre ebenfalls fiktive Besitzerin Lena sie ruft, während Erna gerade einen anderen Hund oder einen spannenden Geruch entdeckt hat, scheint sie taub zu sein. Lenas Gefühl: Erna ignoriert mich. Die Realität aus Hundesicht, so erklären es die Experten, ist eine andere. Ernas Gehirn ist in diesem Moment so von den äußeren Reizen überflutet, dass das Signal von Lena einfach nicht durchdringt. Es ist keine böse Absicht, sondern eine Frage der Kapazität. Ich kenne das von meiner eigenen, sehr umweltorientierten Hündin Frida: Die Welt ist für ihn ein riesiges Buffet an Sinneseindrücken. Mein Ruf ist dabei nur eines von vielen Angeboten - und oft nicht das verlockendste. Statt also den Rückruf zum zehnten Mal zu wiederholen und immer wütender zu werden, ist es sinnvoller, das Training an die Realität anzupassen: in reizarmen Umgebungen beginnen und die Ablenkung schrittweise steigern.

## Jeder Hund tickt anders: Die Rolle von Rasse, Typ und Alter

Ein weiterer entscheidender Punkt, den Yvonne und Mustafa hervorheben, ist die Individualität jedes Hundes. Yvonne beschreibt den Unterschied zwischen ihren Hunden treffend: Ihre Border-Collie-Hündin reagiert blitzschnell, während ihre Schäferhund-Rottweiler-Mischlingshündin oft ein paar Gedenksekunden braucht, um ein Kommando zu verarbeiten und umzusetzen. Ähnlich erging es Mustafa mit seinem früheren Neufundländer, der ebenfalls eher bedächtig reagierte. Diese Latenzzeit als Sturheit zu deuten, wäre ein grober Fehler. Es ist einfach ihre Art, Informationen zu verarbeiten. Besonders eindrücklich ist Mustafas persönliche Anekdote über seinen mittlerweile 14-jährigen Hund Bootsmann. Er ertappte sich dabei, ungeduldig zu werden, weil Bootsmann auf seinen Ruf nicht mehr so prompt reagierte wie früher. Die schmerzliche, aber wichtige Erkenntnis: Es lag nicht am Willen des Hundes, sondern daran, dass seine Sinnesorgane im Alter einfach nachlassen. Sein Gehör ist nicht mehr das, was es einmal war. Dieses Beispiel zeigt, wie wichtig es ist, unsere Erwartungen an die Lebensphase und die Konstitution unseres Hundes anzupassen und nicht blind auf einst Gelerntem zu beharren.

## Wenn der Körper streikt: Gesundheit als unsichtbarer Faktor

Was, wenn der Grund für die vermeintliche Verweigerung weder an der Ablenkung noch am Charakter liegt, sondern schlicht an Schmerzen? Yvonne betont, wie oft gesundheitliche Probleme übersehen werden. Ein Hund, der sich nur zögerlich hinlegt, ist vielleicht nicht stur, sondern leidet unter Hüft- oder Gelenkschmerzen. Ein Hund, der auf dem Spaziergang plötzlich bockt, könnte müde sein - getreu dem Motto "nach müde kommt blöd". Übermüdung führt, genau wie bei uns Menschen, zu einer geringeren Konzentrationsfähigkeit und einer niedrigeren Reizschwelle. Plötzlich ist alles zu viel, und der Hund kann schlicht nicht mehr kooperieren. Bevor man also an der Erziehungsschraube dreht und strenger wird, sollte bei plötzlichen oder unerklärlichen Verhaltensänderungen immer ein gründlicher Gesundheitscheck beim Tierarzt stehen. Dieser Schritt wird oft vergessen, kann aber der entscheidende Schlüssel zur Lösung eines Verhaltensproblems sein.

## Praktische Schritte: Vom Verstehen zum Handeln

Was kannst du nun konkret tun, um diese Denkfehler im Alltag zu vermeiden? Die Episode liefert wertvolle Impulse, die sich in folgenden Schritten zusammenfassen lassen:

1. **Beobachten statt Interpretieren:** Werde zum Verhaltensforscher deines eigenen Hundes. Anstatt sofort zu urteilen ("Er ignoriert mich"), frage dich: Was genau passiert gerade? Welche Reize wirken auf meinen Hund ein? Wie ist seine Körperhaltung? Ist er angespannt, müde, aufgeregt?
2. **Analysiere den Kontext:** Jedes Verhalten hat einen Kontext. Ist die Situation für deinen Hund vielleicht zu schwierig? Hast du das gewünschte Verhalten unter genau dieser Ablenkung oft genug positiv geübt? Oder erwartest du zu viel auf einmal?
3. **Mach den Gesundheitscheck zur Routine:** Gerade bei älteren Hunden oder bei plötzlichen Verhaltensänderungen sollte der erste Weg zum Tierarzt führen. Lass Schmerzen oder andere körperliche Gebrechen als Ursache ausschließen.
4. **Passe dein Training an:** Erkenne den individuellen Lerntyp deines Hundes an. Gib einem langsameren Hund die Zeit, die er braucht. Trainiere mit einem leicht ablenkbaren Hund zunächst in einer ruhigen Umgebung, bevor du dich ins Getümmel stürzt.
5. **Arbeite an deiner eigenen Geduld:** Wenn du merkst, dass du frustriert wirst, atme tief durch. Deine negative Emotion überträgt sich auf den Hund und macht die Situation nur schlimmer. Ein Moment der Selbstreflexion kann Wunder wirken und den Weg für eine konstruktive Lösung ebnen.

 

 

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                    Petcaster 

 

 

  **Zusammengefasst von Anja Schirwinski**  

 

Seit meine Hündin Frida mit fünf Monaten aus einem rumänischen Shelter zu mir kam, beschäftige ich mich intensiv mit Hundethemen - von Alltagstraining bis Verhaltensbesonderheiten. Viele der Fragen, die in Podcasts besprochen werden, kenne ich aus unserer gemeinsamen Erfahrung nur zu gut. Deshalb fasse ich hier die für mich interessantesten Podcastfolgen zusammen und ergänze sie mit meinen eigenen Erlebnissen mit Frida.

[Mehr über das Projekt Petcaster](/ueber-uns)

 

 

 

 

     

##  Themen 

 

 

 

 - [  Hundetraining und Erziehung  ](/podcasts/themen/hundetraining-und-erziehung)
 
  

 

**Hinweis:** *Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe von KI aus dem Transkript der Podcast-Episode generiert.*

Alle Inhalte auf Petcaster beruhen auf öffentlich zugänglichen Podcasts aus der Hunde- und Haustierwelt. Wir fassen die Episoden nach bestem Wissen zusammen, übernehmen jedoch keine Gewähr für Vollständigkeit, Aktualität oder Richtigkeit der Inhalte. Die Rechte an den Original-Podcasts und -Inhalten liegen ausschließlich bei den jeweiligen Urheber:innen.

 

 

         ## Shownotes

  „Der macht das doch extra!“ – Warum dein HUND dich nicht ärgern will

In dieser Folge sprechen wir darüber, warum Verhalten beim HUND **keine Absicht ist**, sondern immer ein Ergebnis. Du erfährst, warum dein HUND dich nicht ignoriert, nicht provoziert und schon gar nicht „gegen dich arbeitet“ – sondern einfach im Moment handelt.

- Warum dein HUND nichts „extra“ macht
- Wieso Verhalten kein Plan, sondern ein Ergebnis ist
- Rückruf, Leine &amp; Co: Was wirklich dahinter steckt
- Warum Rasse, Typ und Lerntempo entscheidend sind
- Welche Rolle Emotionen, Gesundheit und Erschöpfung spielen

Dein HUND handelt nicht gegen dich.

Er handelt für sich.

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