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# Können wirklich alle Hunde alles lernen? Eine ehrliche Auseinandersetzung mit Grenzen im Hundetraining

 



            **Podcast:** 

   [Hundsfaelle - der Hundepodcast für Ersthundebesitzer bis Profis](/podcast/hundsfaelle) 

              **Erscheinungsdatum:** 

   3. Mai 2026 

            **Länge:** 

   00:22:33 

    [         Link zur Episode (extern)   ](https://podcasters.spotify.com/pod/show/hundsfaelle/episodes/142--Kann-dein-HUND-wirklich-alles-lernen-e3ig1dt) 

 

 

 

 





 ![142 - Kann dein HUND wirklich alles lernen?](https://www.petcaster.de/sites/default/files/styles/podcast_n_episode_metadata_image_1x/public/2026-05/37383226-1769686226614-242d4be054158.jpg.webp?itok=r2F0tuV1) 

###   142 - Kann dein HUND wirklich alles lernen?  

   3. Mai 2026 · [Hundsfaelle - der Hundepodcast für Ersthundebesitzer bis Profis](/podcast/hundsfaelle)

  

 

 





 

Der Satz "Alle Hunde können alles lernen" klingt wie eine wunderbare, motivierende Maxime für jeden, der sich mit Herz und Seele dem Training seines Vierbeiners widmet. Doch was, wenn dieser gut gemeinte Leitsatz mehr Frust als Fortschritt schafft? In der neuesten Folge ihres Podcasts [Hundsf(a)elle](https://www.petcaster.de/podcast/hundsfaelle) nehmen die Hundetrainer Yvonne Nawrat und Mustafa Irmak genau diese Annahme unter die Lupe und kommen zu einem klaren Ergebnis: Es ist ein Mythos. Gemeinsam decken Yvonne und Mustafa auf, warum Genetik, körperliche Voraussetzungen und individuelle Erfahrungen unüberwindbare Grenzen setzen können und wie wir als Halter lernen, diese nicht als Scheitern, sondern als Teil der einzigartigen Persönlichkeit unseres Hundes zu akzeptieren.

Diese Folge ist ein Muss für alle, die sich manchmal fragen, warum das Training stagniert oder warum ihr Hund einfach nicht den Erwartungen entspricht, die sie - oft unbewusst - an ihn stellen. Sie liefert keine einfachen Antworten, sondern regt zu einem tiefgreifenden Umdenken an: Weg von starren Trainingsplänen und hin zu einem individuellen, verständnisvollen und realistischen Miteinander.

## Das Wichtigste auf einen Blick

- **Der Leitsatz ist falsch:** Die Vorstellung, dass jeder Hund alles lernen kann, ignoriert grundlegende biologische und individuelle Unterschiede. Ein Mops hat andere körperliche und mentale Voraussetzungen als ein Border Collie, was sich direkt auf seine Lernfähigkeit und Belastbarkeit auswirkt.
- **Genetik ist ein Fundament, keine Ausrede:** Die ursprüngliche Zuchtbestimmung deines Hundes - ob Jagd-, Hüte- oder Wachhund - prägt sein Verhalten tiefgreifend. Dieses Wissen hilft dir, seine Bedürfnisse zu verstehen und das Training anzupassen, anstatt unerklärliches Verhalten als Sturheit abzutun.
- **Körperliche Grenzen sind real:** Insbesondere bei brachyzephalen (kurzschnäuzigen) Rassen wie Möpsen oder Französischen Bulldoggen diktiert die Anatomie das Leben. Hitzeempfindlichkeit und Atemprobleme sind keine Kleinigkeiten, sondern ernstzunehmende Faktoren, die Spaziergänge, Spiel und Training massiv beeinflussen.
- **Die Vergleichsfalle führt zu Frust:** Der ständige Vergleich mit anderen Hunden - sei es der perfekte Hund aus dem Freundeskreis oder ein Vierbeiner auf Social Media - erzeugt unrealistischen Druck. Yvonne teilt offen ihre eigene Erfahrung und zeigt, wie dieser Vergleich die Beziehung zum eigenen Hund belasten kann.
- **Akzeptanz ist ein Akt der Liebe:** Manchmal bedeutet erfolgreiches Hundetraining nicht, ein Verhalten komplett zu verändern, sondern zu lernen, mit den Grenzen des Hundes umzugehen. Akzeptanz und cleveres Management sind oft der Schlüssel zu einem harmonischen Zusammenleben.

## Der Mythos vom universell lernfähigen Hund und unsere Erwartungen

Gleich zu Beginn stellen Yvonne und Mustafa die weitverbreitete Annahme infrage, dass jeder Hund das gleiche Potenzial hat. Sie erklären, dass diese Idee zwar motivierend klingt, aber an der Realität vorbeigeht. Unsere Erwartungen sind oft von einem Idealbild geprägt: Der Hund, der perfekt an der Leine geht, jeden Rückruf befolgt und uns entspannt ins Café begleitet. Doch dieses Bild passt nicht auf jedes Tier. Mustafa betont, wie menschlich diese Wünsche sind, aber auch, wie wichtig es ist, sie kritisch zu hinterfragen. Scheitern wir wirklich am Training, oder versuchen wir, einem Hund etwas aufzuzwingen, das seiner Natur oder seinen Fähigkeiten widerspricht? Die entscheidende Botschaft lautet hier: Das Unvermögen eines Hundes, eine bestimmte Erwartung zu erfüllen, ist keine böse Absicht seinerseits, genauso wenig wie unsere Wünsche böswillig sind. Es entsteht jedoch ein Konflikt, wenn wir die individuellen Grenzen nicht anerkennen.

## Genetik: Mehr als nur eine Ausrede

Ein zentraler Punkt der Diskussion ist die Genetik. Jeder Hund wurde ursprünglich für einen bestimmten Zweck gezüchtet. Dieses genetische Erbe, so Yvonne, verschwindet nicht einfach, nur weil unsere Hunde heute Familienmitglieder und keine Arbeitstiere mehr sind. Sie rät eindringlich dazu, sich mit der Geschichte der eigenen Hunderasse zu beschäftigen: Wofür wurde sie selektiert? Wie hat sie vor 100 Jahren gelebt und gearbeitet? Ein Jagdhund wird immer einen stärkeren Jagdtrieb haben als ein reiner Gesellschaftshund. Ein Herdenschutzhund wird von Natur aus wachsamer und eigenständiger sein.

Besonders eindrücklich wird dieser Punkt an Yvonnes persönlicher Geschichte mit ihrem Harzer Fuchs. Dieser kam mit fünf Jahren vom Bauernhof, wo er Rinder hütete und als Wachhund diente, direkt in die Stadt. Plötzlich sollte er ein völlig anderes Leben führen. Jahrelang kämpfte Yvonne mit Trainingsproblemen, bis sie sich intensiv mit seiner Vergangenheit und seiner Rasse auseinandersetzte. Dieser Moment des Verstehens war der Wendepunkt. Es ging nicht mehr darum, den Hund zu reparieren, sondern darum, seine angeborenen Verhaltensweisen und seine bisherigen Lebenserfahrungen zu akzeptieren und den Alltag entsprechend zu gestalten. Gleichzeitig warnen beide davor, die Genetik als pauschale Ausrede für mangelndes Training zu nutzen. Ein Dackel mag eigenständig sein, aber das bedeutet nicht, dass er keinen zuverlässigen Rückruf lernen kann. Es bedeutet nur, dass der Weg dorthin vielleicht ein anderer ist.

## Körperliche Grenzen: Wenn die Rasse das Training diktiert

Neben der Genetik spielen auch körperliche Voraussetzungen eine entscheidende Rolle. Mustafa spricht hier gezielt die brachyzephalen, also kurzschnäuzigen Rassen an. Ein Mops oder eine Französische Bulldogge leidet oft unter Atemproblemen, ist extrem hitzeempfindlich und schnell erschöpft. Lange Wanderungen, wildes Toben in der Hundegruppe oder intensives Training bei warmem Wetter sind für diese Hunde nicht nur anstrengend, sondern potenziell lebensgefährlich.

Yvonne untermauert dies mit einer schockierenden, aber lehrreichen Anekdote: Während eines langen Spaziergangs mit einer Hundegruppe brach ein junger Mops im Spiel plötzlich ohnmächtig zusammen. Sie hatte seine Belastungsgrenze massiv überschätzt - eine Erfahrung, die ihr die physischen Limits dieser Rassen drastisch vor Augen führte. Es geht hier nicht um mangelnden Willen, sondern um anatomische Gegebenheiten, die wir als Halter kennen und respektieren müssen. Das betrifft nicht nur Extremsport, sondern auch das alltägliche Training, wie Yvonne mit dem Beispiel einer Französischen Bulldogge zeigt, die bei einer einfachen Leinenführigkeitsübung im Sommer kollabierte. Aber auch andere Rassen, wie sehr große Hunde (Doggen) oder solche mit besonderem Körperbau (Corgis), bringen spezielle Bedürfnisse mit sich.

## Die Vergleichsfalle: Dein Hund ist nicht der Hund von Instagram

Einer der größten modernen Stressfaktoren für Hundehalter ist der ständige Vergleich. Ob mit dem vermeintlich perfekten Hund aus dem Bekanntenkreis, dem eigenen Vorgängerhund oder den Hochglanz-Videos auf Social Media - dieser Abgleich führt fast zwangsläufig zu Frustration. Yvonne erzählt sehr persönlich, wie sie selbst in diese Falle tappte. Als sie ihre Tierschutzhündin bekam, verglich sie deren Fortschritte mit denen des Welpen einer Trainerkollegin. Während die Kollegin scheinbar mühelos Erfolge feierte, fühlte sich Yvonnes Weg steinig und langsam an.

Der entscheidende Unterschied, den sie erst später wirklich verinnerlichte: Die Ausgangsbedingungen waren völlig verschieden. Ein wohlbehüteter Welpe vom Züchter startet anders ins Leben als eine junge Hündin aus dem Tierschutz mit bereits vier Vorbesitzern. Dieser Vergleich war nicht nur unfair, sondern auch schädlich, da der eigene Frust schnell auf den Hund projiziert wird. Die Moderatoren beobachten oft, wie Halter ihre Hunde als "dumm" oder "stur" bezeichnen, weil sie nicht so schnell lernen, wie es das Idealbild suggeriert. Die Botschaft ist klar: Jeder Hund und jeder Halter hat seine eigene Geschichte und sein eigenes Tempo. Ein individueller Blick ist unerlässlich.

## Vom Wissen zum Handeln: Konkrete Schritte für einen realistischen Umgang

Was kannst du also tun, um deinen Hund besser zu verstehen und realistischer mit ihm zu arbeiten? Yvonne und Mustafa geben dir wertvolle Denkanstöße, die sich in konkrete Schritte übersetzen lassen:

1. **Erstelle ein Profil deines Hundes:** Nimm dir bewusst Zeit und beantworte die Frage: Wer ist dieser Hund vor mir? Recherchiere seine Rasse(n), seine Geschichte (wenn bekannt), beobachte seine Persönlichkeit und lass ihn tierärztlich durchchecken, um körperliche Einschränkungen auszuschließen. Diese Analyse ist die Basis für jedes erfolgreiche Training.
2. **Überprüfe deine Erwartungen:** Sei ehrlich zu dir selbst. Welche Ziele sind für deinen Hund wirklich realistisch? Ein passionierter Jagdhund wird vielleicht nie zu 100 % sicher ohne Leine laufen. Ein ängstlicher Hund aus dem Tierschutz wird möglicherweise nie der Star auf der vollen Hundewiese. Das zu erkennen, ist kein Versagen, sondern verantwortungsvoll.
3. **Individualisiere das Training:** Es gibt keine Patentlösung. Ein reizoffener Hund wie Podcast-Hündin Erna braucht ein kleinschrittigeres, ablenkungsarmes Training. Ein Hund mit geringer Frustrationstoleranz wie Rudi benötigt gezielte Übungen im Alltag, um Impulskontrolle zu lernen. Passe die Methode dem Hund an, nicht umgekehrt.
4. **Setze auf Management, wo Training an Grenzen stößt:** Manchmal ist die beste Lösung nicht endloses Training, sondern kluges Management. Die Schleppleine für den jagdlich ambitionierten Hund oder das Meiden von überfüllten Orten für den unsicheren Hund sind keine Niederlagen, sondern intelligente Strategien für ein entspanntes Zusammenleben.

 

 

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                    Petcaster 

 

 

  **Zusammengefasst von Anja Schirwinski**  

 

Seit meine Hündin Frida mit fünf Monaten aus einem rumänischen Shelter zu mir kam, beschäftige ich mich intensiv mit Hundethemen - von Alltagstraining bis Verhaltensbesonderheiten. Viele der Fragen, die in Podcasts besprochen werden, kenne ich aus unserer gemeinsamen Erfahrung nur zu gut. Deshalb fasse ich hier die für mich interessantesten Podcastfolgen zusammen und ergänze sie mit meinen eigenen Erlebnissen mit Frida.

[Mehr über das Projekt Petcaster](/ueber-uns)

 

 

 

 

     

##  Themen 

 

 

 

 - [  Hundetraining und Erziehung  ](/podcasts/themen/hundetraining-und-erziehung)
 
  

 

**Hinweis:** *Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe von KI aus dem Transkript der Podcast-Episode generiert.*

Alle Inhalte auf Petcaster beruhen auf öffentlich zugänglichen Podcasts aus der Hunde- und Haustierwelt. Wir fassen die Episoden nach bestem Wissen zusammen, übernehmen jedoch keine Gewähr für Vollständigkeit, Aktualität oder Richtigkeit der Inhalte. Die Rechte an den Original-Podcasts und -Inhalten liegen ausschließlich bei den jeweiligen Urheber:innen.

 

 

         ## Shownotes

  Kann dein HUND wirklich alles lernen?

„Alle Hunde können alles lernen.“

Klingt gut… stimmt aber nicht.

In dieser Folge sprechen wir darüber, warum jeder HUND **individuelle Grenzen** hat – und warum genau das im Training so oft übersehen wird. Du erfährst, welche Rolle Genetik, Erfahrungen und körperliche Voraussetzungen spielen und warum es nicht darum geht, jeden Hund „perfekt“ zu machen.

- Warum nicht jeder HUND alles lernen kann
- Welche Rolle Genetik und Rasse wirklich spielen
- Warum Erwartungen oft nicht zur Realität passen
- Wie Erfahrungen und Herkunft das Verhalten prägen
- Warum Vergleiche (z. B. Social Media) dich im Training blockieren

Gutes Training beginnt nicht mit einer Methode.

Sondern mit der Frage: Wer ist dein HUND?

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