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# Richtig mit dem Hund spielen: Warum Ballwerfen oft kein echtes Spiel ist

 



            **Podcast:** 

   [Hundsfaelle - der Hundepodcast für Ersthundebesitzer bis Profis](/podcast/hundsfaelle) 

              **Erscheinungsdatum:** 

   12. Juli 2026 

            **Länge:** 

   00:22:54 

    [         Link zur Episode (extern)   ](https://podcasters.spotify.com/pod/show/hundsfaelle/episodes/152---Der-grte-Irrtum-beim-Spielen-mit-dem-HUND-e3lsav1) 

 

 

 

 





 ![152 - Der größte Irrtum beim Spielen mit dem HUND!](https://www.petcaster.de/sites/default/files/styles/podcast_n_episode_metadata_image_1x/public/2026-07/37383226-1769686226614-242d4be054158.jpg.webp?itok=bkytQflB) 

###   152 - Der größte Irrtum beim Spielen mit dem HUND!  

   12. Juli 2026 · [Hundsfaelle - der Hundepodcast für Ersthundebesitzer bis Profis](/podcast/hundsfaelle)

  

 

 





 

"Aber ich spiele doch nur mit meinem Hund." Kennst du diesen Satz? Vielleicht hast du ihn selbst schon mal gedacht, während du zum x-ten Mal den Ball über eine Wiese geschleudert hast. Doch was, wenn diese gut gemeinte Beschäftigung gar kein echtes Spiel ist? Was, wenn sie die Beziehung zu deinem Hund nicht stärkt, sondern ihn vielleicht sogar in einen unerwünschten Rausch versetzt? In der neuen Folge ihres Podcasts [Hundsf(a)elle](https://www.petcaster.de/podcast/hundsfaelle) gehen die Hundetrainer Yvonne Nawrat und Mustafa Irmak genau dieser Frage auf den Grund. Sie werfen einen erfrischend ehrlichen Blick darauf, was gemeinsames Spiel wirklich ausmacht und warum es weit mehr ist als nur ein Mittel zur Auslastung. Es geht um die Qualität der Interaktion, um soziale Regeln und darum, was dein Hund im Spiel über dich lernt - eine Perspektive, die für jeden Hundebesitzer von unschätzbarem Wert ist.

## Das Wichtigste auf einen Blick

- **Spiel ist Interaktion, nicht Aktionismus:** Echte Spielfreude entsteht im Miteinander. Während das klassische Ballwerfen den Menschen oft zur reinen Wurfmaschine degradiert, fördern interaktive Spiele wie Zergeln die Kooperation, Aufmerksamkeit und Bindung.
- **Die Kunst der Selbstregulation:** Ein zentrales Merkmal eines guten Spiels ist, dass dein Hund lernen kann, aus hoher Erregung wieder herunterzufahren. Pausen sind dabei kein Spielverderber, sondern ein wichtiges Training für Impulskontrolle und Frustrationstoleranz.
- **Zerrspiele sind besser als ihr Ruf:** Richtig angeleitet sind Zerrspiele eine fantastische Möglichkeit, um Energie abzubauen, Selbstbewusstsein bei unsicheren Hunden zu fördern und eine intensive, partnerschaftliche Verbindung aufzubauen.
- **Regeln schaffen Vertrauen:** Klare soziale Strukturen und Regeln sind kein Gegensatz zu Spaß. Sie geben deinem Hund Sicherheit und Orientierung und verhindern, dass das Spiel in Überforderung oder unerwünschtes Verhalten kippt.
- **Spiel als wertvollste Belohnung:** Wenn Spiel nicht ständig und überall verfügbar ist, wird es zu etwas Besonderem. Bewusst eingesetzt, kann eine kurze, intensive Spieleinheit eine viel stärkere Belohnung sein als jedes Leckerli.

## Was echtes Spiel von bloßer Beschäftigung unterscheidet

Yvonne und Mustafa eröffnen die Diskussion mit einer provokanten, aber wichtigen These: Das klassische Ballwerfen ist in den meisten Fällen kein echtes Spiel. Warum? Weil die Interaktion fehlt. Der Hund ist auf den Ball fixiert, der Mensch wird zu einem funktionalen Werkzeug, das den Ball in Bewegung bringt. Der Hund lernt dabei vor allem, Bewegungsreizen hinterherzujagen - was für Hunde mit Jagdambitionen problematisch sein kann -, aber er lernt wenig über seinen Menschen. Echtes Spiel hingegen, so betonen beide, ist eine soziale Aktivität. Es ist ein Geben und Nehmen, ein wechselseitiger Dialog, bei dem Hund und Mensch gemeinsam agieren. Es stärkt die Orientierung am Menschen, fördert die Konzentration und schafft eine tiefere emotionale Verbindung. Denk mal darüber nach: Wenn dein Hund nur auf den Ball starrt, bist du dann sein Spielpartner oder nur Mittel zum Zweck?

## Die Kunst der Selbstregulation: Warum Pausen entscheidend sind

Ein Wort, das im Gespräch immer wieder fällt, ist „Regulation“. Yvonne erklärt sehr anschaulich, was damit gemeint ist: die Fähigkeit, aus einem Zustand hoher Erregung und Adrenalinausschüttung wieder in einen ruhigen Zustand zurückzufinden. So wie ein Sportler nach einem intensiven Match eine Pause macht, muss auch ein Hund lernen, das Spiel zu unterbrechen und „runterzufahren“. Viele Hunde, besonders junge oder sehr temperamentvolle, verlieren sich im Spielrausch und können nicht mehr aufhören. Hier bist du als Mensch gefragt. Du kannst und sollst das Spiel aktiv unterbrechen, deinen Hund kurz zu dir holen, ihn vielleicht sanft ausstreichen und eine bewusste Pause einlegen. Das ist kein Bestrafen, sondern ein wichtiges Training. Dein Hund lernt so, dass du die Kontrolle über die Situation behältst und dass es okay ist, auch mal nichts zu tun. Diese Fähigkeit zur Selbstregulation ist nicht nur im Spiel, sondern im gesamten Alltag von unschätzbarem Wert.

## Eine Lanze für das Zerrspiel: Mehr als nur ein Kräftemessen

Zerrspiele haben oft einen schlechten Ruf - sie würden aggressiv machen oder die Dominanz des Hundes fördern. Mustafa räumt mit diesen Vorurteilen auf und erklärt, warum ein gut geführtes Zerrspiel dem Ballwerfen weit überlegen ist. Beim Zergeln seid ihr in direktem Kontakt. Es ist ein intensiver Austausch, bei dem sich dein Hund körperlich auspowern und gleichzeitig eng mit dir interagieren kann. Für unsichere Hunde kann es sogar therapeutisch wirken, da sie lernen, sich etwas zu trauen und ihre Kraft kontrolliert einzusetzen. Natürlich gibt es auch hier Regeln: Wenn der Hund zu grob wird, in die Jacke beißt oder nicht mehr loslässt, wird das Spiel sofort beendet. Wichtig ist auch, den Hundetyp zu berücksichtigen. Ein hochsensibler Terrier braucht vielleicht kürzere, kontrolliertere Einheiten als ein gelassener Labrador. Richtig umgesetzt ist das Zerrspiel aber eine der besten Methoden, um Anspannung abzubauen und die Beziehung spielerisch zu festigen.

## Spiel mit Köpfchen: Die Bedeutung von Regeln und Struktur

Macht Struktur den Spaß kaputt? Ganz im Gegenteil, argumentieren die beiden Podcaster. So wie Kinder beim Spielen soziale Regeln lernen müssen (z. B. dem anderen nicht die Schaufel über den Kopf zu ziehen), braucht auch das Spiel mit dem Hund einen klaren Rahmen. Das bedeutet nicht, dass du mit einer Checkliste im Kopf agieren sollst, sondern dass du soziale Spielregeln etablierst. Du als Mensch initiierst das Spiel und du beendest es auch wieder. Wenn dein Hund überdreht oder unfair spielt, unterbrichst du die Interaktion. Diese Klarheit gibt deinem Hund Sicherheit und verhindert, dass er sich in einen Tunnel aus Erregung verliert, aus dem er allein nicht mehr herausfindet. Ein Signalwort, das das Ende des Spiels markiert (wie „Schluss“ oder „Fertig“), kann dabei eine große Hilfe sein.

## Dein Leitfaden für besseres Spielen

Wie kannst du diese Erkenntnisse nun konkret in deinen Alltag integrieren? Hier sind einige praktische Schritte, die Yvonne und Mustafa empfehlen, um die Qualität eurer gemeinsamen Spielzeit zu verbessern:

1. **Sei der Initiator:** Entscheide bewusst, wann gespielt wird. Hole das Spielzeug gezielt hervor und starte die Interaktion. Genauso klar solltest du das Spiel auch beenden und das Spielzeug wieder wegräumen. Das macht die gemeinsame Zeit zu etwas Besonderem.
2. **Baue bewusste Pausen ein:** Beobachte deinen Hund genau. Wenn du merkst, dass seine Erregung zu stark ansteigt, unterbrich das Spiel für einen kurzen Moment. Lass ihn zur Ruhe kommen, bevor ihr eventuell eine neue Runde startet.
3. **Definiere deine Spielregeln:** Was ist erlaubt und was nicht? Zähne an der Kleidung, unkontrolliertes Anspringen oder übermäßiges Bellen können klare Signale sein, das Spiel sofort zu pausieren oder zu beenden.
4. **Finde das richtige Spiel für euch:** Nicht jeder Hund ist ein Zergel-Fan und nicht jeder mag Suchspiele. Probiere verschiedene interaktive Spiele aus und finde heraus, was dir und deinem Hund am meisten Freude bereitet.
5. **Nutze Spiel als hochwertige Belohnung:** Hat dein Hund eine schwierige Aufgabe gemeistert oder sich in einer herausfordernden Situation toll verhalten? Eine kurze, ausgelassene Spieleinheit kann eine unglaublich wertvolle und bindungsfördernde Belohnung sein, die oft mehr wiegt als ein Stück Wurst.

Am Ende der Folge wird klar: Spiel ist eine der wertvollsten Ressourcen in der Mensch-Hund-Beziehung. Es ist eine Chance, Freude zu teilen, Vertrauen aufzubauen und wichtige Lektionen für den Alltag zu vermitteln. Es geht nicht darum, den Hund jeden Tag bis zur Erschöpfung zu bespaßen, sondern darum, die gemeinsamen Momente bewusst und qualitativ hochwertig zu gestalten. Hab also ruhig den Mut, albern zu sein, aber vergiss dabei nicht, der souveräne Spielleiter zu bleiben.

 

 

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                    Petcaster 

 

 

  **Zusammengefasst von Anja Schirwinski**  

 

Seit meine Hündin Frida mit fünf Monaten aus einem rumänischen Shelter zu mir kam, beschäftige ich mich intensiv mit Hundethemen - von Alltagstraining bis Verhaltensbesonderheiten. Viele der Fragen, die in Podcasts besprochen werden, kenne ich aus unserer gemeinsamen Erfahrung nur zu gut. Deshalb fasse ich hier die für mich interessantesten Podcastfolgen zusammen und ergänze sie mit meinen eigenen Erlebnissen mit Frida.

[Mehr über das Projekt Petcaster](/ueber-uns)

 

 

 

 

     

##  Themen 

 

 

 

 - [  Hundesport und Spielen  ](/podcasts/themen/hundesport-und-spielen)
 
  

 

**Hinweis:** *Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe von KI aus dem Transkript der Podcast-Episode generiert.*

Alle Inhalte auf Petcaster beruhen auf öffentlich zugänglichen Podcasts aus der Hunde- und Haustierwelt. Wir fassen die Episoden nach bestem Wissen zusammen, übernehmen jedoch keine Gewähr für Vollständigkeit, Aktualität oder Richtigkeit der Inhalte. Die Rechte an den Original-Podcasts und -Inhalten liegen ausschließlich bei den jeweiligen Urheber:innen.

 

 

         ## Shownotes

  Spielt dein HUND wirklich – oder jagt er nur dem Ball hinterher?

„Aber ich spiele doch mit meinem Hund!“

Diesen Satz hören wir ständig. Doch ist Ballwerfen wirklich Spiel? Oder fehlt dabei genau das, was gutes Spiel ausmacht?

In dieser Folge sprechen wir darüber, woran du **echtes Spiel** erkennst, warum gemeinsames Spielen eure Bindung stärkt und weshalb dein HUND dabei viel mehr lernt als nur Spaß zu haben.

In dieser Folge erfährst du:

• Warum Ballwerfen oft kein echtes Spiel ist
• Woran du gutes Spiel mit deinem HUND erkennst
• Weshalb gemeinsames Spiel die Bindung stärkt
• Warum Pausen und Selbstregulation so wichtig sind
• Wie du Spiel als Belohnung im Hundetraining einsetzen kannst

Die wichtigste Erkenntnis:

Nicht jedes Spielzeug sorgt für Spiel.
Erst die gemeinsame Interaktion macht aus Beschäftigung ein echtes Spiel.

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