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# Tierfutter richtig lesen: So verstehst du die Deklaration bei Hund und Katze

 



            **Podcast:** 

   [Der Tierarzt-Podcast zur Ernährung von Hunden und Katzen - napfcheck](/podcast/napfcheck) 

              **Erscheinungsdatum:** 

   12. Juni 2026 

            **Länge:** 

   01:02:32 

    [         Link zur Episode (extern)   ](https://napfcheck.podigee.io/31-futtermittelbeurteilung-hund-katze-tierarzt) 

 

 

 

 





 ![Folge 31 – Futtermittelbeurteilung: Wie finde ich das perfekte Futter für meinen Hund oder meine Katze?](https://www.petcaster.de/sites/default/files/styles/podcast_n_episode_metadata_image_1x/public/2025-09/c31793dc-ace6-40d5-a160-8fe874141288.jpg.webp?itok=R3ZvuS5x) 

###   Folge 31 – Futtermittelbeurteilung: Wie finde ich das perfekte Futter für meinen Hund oder meine Katze?  

   12. Juni 2026 · [Der Tierarzt-Podcast zur Ernährung von Hunden und Katzen - napfcheck](/podcast/napfcheck)

  

 

 





 

Stell dir vor, du stehst im Tierfachhandel. Vor dir erstrecken sich meterhohe Regale, vollgepackt mit Säcken und Dosen, die mit glücklichen Hunden, saftigem Fleisch und Schlagworten wie artgerecht, natürlich oder getreidefrei werben. Die Auswahl ist erdrückend, die Versprechen sind groß und die Verwirrung ebenso. Welches Futter ist wirklich das beste für dein Tier? Und wie durchschaust du als Laie den Marketing-Dschungel, ohne auf leere Phrasen hereinzufallen?

Genau diese Fragen stehen im Mittelpunkt einer Episode des Podcasts [**napfcheck**](https://www.petcaster.de/podcast/napfcheck). Die Fachtierärztin für Tierernährung, Dr. Julia Fritz, und die Fachjournalistin Manuela Bauer nehmen uns mit auf eine Reise durch die Welt der Futterdeklarationen. Ihr Ziel ist es, dir das nötige Rüstzeug an die Hand zu geben, damit du selbstbewusst und informiert eine gute Entscheidung für deinen Hund oder deine Katze treffen kannst. Es geht darum, hinter die hübsche Verpackung zu blicken und zu lernen, was wirklich zählt.

## Das Wichtigste auf einen Blick

Bevor wir in die Details eintauchen, hier die zentralen Erkenntnisse aus dem Gespräch, die dir als erste Orientierung dienen:

- **Alleinfutter ist nicht gleich Alleinfutter.** Das wichtigste Kriterium ist die Unterscheidung zwischen Allein- und Ergänzungsfutter. Ein echtes Alleinfuttermittel muss laut Julia zwingend eine Liste mit zugesetzten Vitaminen und Spurenelementen aufweisen, da eine bedarfsdeckende Versorgung allein durch natürliche Zutaten praktisch unmöglich ist.
- **Der Preis sagt nichts über die Qualität aus.** Teuer ist nicht automatisch gut und günstig nicht zwangsläufig schlecht. Wie Julia betont, schneiden gerade viele Supermarktfutter bei unabhängigen Tests wie Stiftung Warentest gut ab, weil große Hersteller oft strenge Qualitätskontrollen haben.
- **Dein Tier hat das letzte Wort.** Die beste Deklaration und die teuersten Zutaten nützen nichts, wenn dein Hund oder deine Katze das Futter nicht verträgt. Die individuelle Verträglichkeit - sichtbar an einer guten Verdauung, glänzendem Fell und einem stabilen Gewicht - ist der ultimative Qualitätsbeweis.
- **Fütterungsempfehlungen sind nur grobe Richtwerte.** Die Angaben auf der Verpackung können den individuellen Bedarf deines Tieres (Alter, Aktivität, Kastrationsstatus) niemals exakt abbilden. Beginne am unteren Ende der Empfehlung und passe die Menge basierend auf regelmäßigen Gewichtskontrollen an.
- **Es gibt klare K.o.-Kriterien.** Bestimmte Zutaten haben in Tierfutter absolut nichts zu suchen. Julia nennt hier vor allem Knoblauch, der für Tiere giftig ist, sowie Kehlkopf oder Gurgel, da diese Reste von Schilddrüsengewebe enthalten und den Hormonhaushalt empfindlich stören können.

## Alleinfutter oder Ergänzungsfutter: Die wichtigste Weichenstellung

Die erste und wichtigste Hürde bei der Futterwahl ist eine, die viele Tierbesitzer unwissend überspringen. Wie Dr. Julia Fritz erklärt, liegt der entscheidende Unterschied in der Kennzeichnung als **Alleinfuttermittel** oder **Ergänzungsfuttermittel**. Ein Alleinfutter muss, wie der Name schon sagt, den gesamten Nährstoffbedarf deines Tieres decken - und zwar jeden Tag, ein Leben lang. Ein Ergänzungsfutter, wie zum Beispiel eine reine Fleischdose, tut dies nicht und muss mit weiteren Komponenten (wie Kohlenhydraten, Gemüse und vor allem einem Mineralpulver) kombiniert werden.

Hier verrät Julia einen entscheidenden Trick, den ich selbst seitdem bei jedem Futterkauf anwende: den Plausibilitäts-Check. Ein Hersteller kann zwar „Alleinfuttermittel“ auf die Dose schreiben, aber ob das stimmt, kannst du selbst grob überprüfen. Wirf einen Blick auf die Liste der **Zusatzstoffe**. Findest du dort keine ernährungsphysiologischen Zusätze wie Vitamin D, Jod, Zink oder Kupfer, solltest du skeptisch werden. Julia macht deutlich, dass es nahezu unmöglich ist, alle essenziellen Nährstoffe allein durch die Kombination von Fleisch, Gemüse und Co. in der richtigen Menge abzudecken. Fehlen diese Zusätze, handelt es sich sehr wahrscheinlich - trotz anderslautender Deklaration - um ein Mangelprodukt. Dieser einfache Blick hat mir schon oft geholfen, übertriebene Werbeversprechen von solider Futterkonzeption zu unterscheiden.

## Die Zutatenliste entschlüsseln: Zwischen Transparenz und Verwirrung

Nachdem die erste Hürde genommen ist, folgt der Blick auf die Zutaten. Hier unterscheidet man zwischen der **offenen Deklaration**, bei der jede Zutat einzeln aufgelistet ist (z. B. Rindfleisch, Rinderleber, Karotten), und der **geschlossenen Deklaration**, die Zutaten in Gruppen zusammenfasst (z. B. Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse). Manu merkt an, dass viele Halter letzteres als minderwertig empfinden. Julia stellt jedoch klar, dass dies nicht zwangsläufig ein Zeichen für schlechte Qualität ist. Große Hersteller nutzen diese Form oft aus Platzgründen oder um Rezepturen flexibel anpassen zu können. Es ist einfach nur weniger transparent.

Im Gespräch werden auch einige „Angst-Zutaten“ entmystifiziert. Die Frage einer Hörerin zu **Grieben** (hoch erhitztes, fettreduziertes Bindegewebe und Fleisch) beantwortet Julia gelassen: Es ist eine übliche und legitime Proteinquelle. Auch **Zucker**, der oft in kleinen Mengen in Katzenfutter zu finden ist, sei kein Grund zur Panik. Er dient nicht der Süßung - Katzen können süß ohnehin nicht schmecken -, sondern wird in minimalen Mengen für die Bräunung (Maillard-Reaktion) und den Geschmack (Umami) eingesetzt. Er ist technologisch notwendig und für die Katze gesundheitlich völlig unbedenklich.

## Marketing-Mythen und teure Missverständnisse

Eine der größten Sorgen, die viele Tierbesitzer umtreibt, ist die Frage nach dem Supermarktfutter. Eine Hörerin fragt verzweifelt, ob sie ihrer Katze mit dem günstigen Futter aus dem Discounter schadet. Julias Antwort ist ein klares und erlösendes „Nein“. Sie erklärt, dass gerade die Produkte großer, etablierter Hersteller oft ernährungsphysiologisch einwandfrei sind, weil sie sich keine Fehler erlauben können und wollen. Es ist ein Punkt, der vielen Haltern ein schlechtes Gewissen nimmt und den Fokus wieder auf das Wesentliche lenkt: die Verträglichkeit und die Akzeptanz durch das Tier.

Ein weiterer Marketingbegriff, der beleuchtet wird, ist **kaltgepresst**. Das klingt für uns Menschen nach schonender Verarbeitung und Nährstofferhalt, ähnlich wie beim Olivenöl. Julia entlarvt dies jedoch als Milchmädchenrechnung. Auch bei diesem Herstellungsverfahren müssen die Zutaten, insbesondere die Stärkequellen, im Vorfeld thermisch aufgeschlossen werden, damit der Hund sie überhaupt verdauen kann. Der Begriff ist also mehr Marketing als ein echtes Qualitätsmerkmal, das einen fundamentalen Unterschied macht. Es zeigt, wie wichtig es ist, Begriffe kritisch zu hinterfragen und sich nicht von emotional aufgeladenen Wörtern leiten zu lassen.

## Die individuelle Verträglichkeit: Dein Tier ist der beste Tester

Am Ende aller Theorie steht die Praxis - und die findet im Napf deines Tieres statt. Mehrere Hörerfragen drehen sich um individuelle Probleme: Ein Hund aus dem Tierschutz mit chronischem Durchfall, ein anderer, der von Trockenfutter achtmal am Tag Kot absetzt. Hier wird die zentrale Botschaft der Episode besonders deutlich: Das „perfekte“ Futter gibt es nicht pauschal. Es ist immer das Futter, das dein Tier am besten verträgt.

Der Hund aus dem Ausland, der auf ein sehr einfaches Futter ohne viel Schnickschnack am besten reagiert, ist dafür das perfekte Beispiel. Julia erklärt, dass gerade solche Hunde oft eine karge Kost gewohnt sind und mit hochkomplexen Rezepturen überfordert sein können. Die Beobachtung am eigenen Tier ist daher unerlässlich. Glänzt das Fell? Ist die Verdauung regelmäßig und der Kot gut geformt? Ist das Tier aktiv und hält sein Gewicht? Wenn du diese Fragen mit „Ja“ beantworten kannst, hast du ein passendes Futter gefunden - ganz egal, was auf der Verpackung steht oder wie teuer es war.

## Praktische Schritte: Dein Fahrplan zur richtigen Futterwahl

Zusammengefasst lässt sich aus dem Gespräch ein klarer Leitfaden für deine nächste Futter-Entscheidung ableiten:

1. **Die Grundlage schaffen: Allein- oder Ergänzungsfutter?** Entscheide zuerst, ob du eine Komplettversorgung suchst oder selbst Komponenten ergänzen möchtest. Das ist die Basis für alles Weitere.
2. **Der Plausibilitäts-Check:** Wenn du ein Alleinfutter wählst, wirf einen Blick auf die Zusatzstoffe. Eine Liste mit Vitaminen und Mineralien (z. B. Vitamin D, Zink, Jod) ist ein gutes Zeichen dafür, dass der Hersteller seine Hausaufgaben gemacht hat.
3. **Die Zutatenliste prüfen:** Gibt es Zutaten, auf die dein Tier allergisch reagiert? Sind absolute No-Gos wie Knoblauch enthalten? Eine offene Deklaration ist zwar transparenter, eine geschlossene aber nicht automatisch schlecht.
4. **Der Praxistest am Tier:** Füttere das ausgewählte Futter und beobachte deinen Hund oder deine Katze genau. Die Verdauung, das Fell und das allgemeine Wohlbefinden sind die wichtigsten Indikatoren für die Qualität und Verträglichkeit.
5. **Die Futtermenge anpassen:** Verlasse dich niemals blind auf die Fütterungsempfehlung auf der Packung. Beginne eher am unteren Ende und passe die Menge je nach Gewichtsentwicklung deines Tieres an. Regelmäßiges Wiegen ist hier der Schlüssel zum Erfolg.

 

 

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                    Petcaster 

 

 

  **Zusammengefasst von Anja Schirwinski**  

 

Seit meine Hündin Frida mit fünf Monaten aus einem rumänischen Shelter zu mir kam, beschäftige ich mich intensiv mit Hundethemen - von Alltagstraining bis Verhaltensbesonderheiten. Viele der Fragen, die in Podcasts besprochen werden, kenne ich aus unserer gemeinsamen Erfahrung nur zu gut. Deshalb fasse ich hier die für mich interessantesten Podcastfolgen zusammen und ergänze sie mit meinen eigenen Erlebnissen mit Frida.

[Mehr über das Projekt Petcaster](/ueber-uns)

 

 

 

 

     

##  Themen 

 

 

 

 - [  Ernährung  ](/podcasts/themen/ernaehrung)
- [  Gesundheit und Langlebigkeit  ](/podcasts/themen/gesundheit-und-langlebigkeit)
 
  

 

**Hinweis:** *Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe von KI aus dem Transkript der Podcast-Episode generiert.*

Alle Inhalte auf Petcaster beruhen auf öffentlich zugänglichen Podcasts aus der Hunde- und Haustierwelt. Wir fassen die Episoden nach bestem Wissen zusammen, übernehmen jedoch keine Gewähr für Vollständigkeit, Aktualität oder Richtigkeit der Inhalte. Die Rechte an den Original-Podcasts und -Inhalten liegen ausschließlich bei den jeweiligen Urheber:innen.

 

 

         ## Shownotes

  Zwischen Marketing und Wissenschaft: Orientierung im Futtermitteldschungel.

- Handelt es sich um ein Allein- oder Ergänzungsfuttermittel?
- Was zeichnet ein Alleinfuttermittel aus?
- Welche Rolle spielen die zugesetzten Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente?
- Welche Standards setzen FEDIAF und AAFCO – und warum sind sie wichtig?
- Welche Zutaten sind enthalten, und woran erkennt man, ob sie gut oder schlecht verdaulich sind?
- Was bedeutet eine offene bzw. geschlossene Deklaration?
- Schade ich meiner Katze, wenn ich Futter aus dem Supermarkt füttere?
- Wie findet man ein gutes Trockenfutter?
- Woran erkennt man eine gute Qualität bei Soft-Trockenfutter?
- Sind Grieben in der Zutatenliste ein Qualitätsmerkmal oder eher kritisch zu sehen?
- Warum haben Hunde aus dem Auslandstierschutz häufig Verdauungsprobleme oder Durchfall?
- Worauf sollte man bei Nassfutter für Katzen besonders achten?
- Was ist der Umami-Geschmack und welche Bedeutung hat er für Katzen?
- Ist Zucker im Tierfutter grundsätzlich problematisch?
- Dextrose wird häufig kritisch gesehen – welche Funktion hat sie im Tierfutter?
- Ist kaltgepresstes oder schonend gegartes Futter tatsächlich besser?
- Was sind Maillardprodukte bzw. Advanced Glycation End Products und wie relevant sind sie für die Gesundheit.
- Wie liest und interpretiert man die Angaben zu den analytischen Bestandteilen richtig?
- Wie hoch oder niedrig sollte der Rohaschegehalt sein?
- Kann man sich auf die Fütterungsempfehlungen der Hersteller verlassen?
- Welche Inhaltsstoffe sollten Tierhalter besonders kritisch betrachten?
- Welche typischen Fehler machen Tierhalter bei der Beurteilung eines Futtermittels?
- Fazit von Dr. Julia Fritz: Worauf sollte man als Hunde- oder Katzenhalter beim Futterkauf am meisten achten?

Zusätzliche Informationen zum Thema:

- Informationen zur [Deklaration](https://www.napfcheck.de/deklaration-was-gehoert-aufs-etikett/)
- [Werbung ](https://www.napfcheck.de/werbung-was-ist-erlaubt-was-ist-verboten/)- was darf man über Futtermittel sagen und was nicht