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# Husky-Touren in Schweden: Was hinter dem Traum vom Schlittenhunde-Abenteuer steckt

 



            **Podcast:** 

   [The Petfood Family - der Hunde-Podcast](/podcast/petfood-family) 

              **Erscheinungsdatum:** 

   9. Juni 2026 

            **Länge:** 

   01:12:05 

    [         Link zur Episode (extern)   ](https://the-petfood-family.podigee.io/132-neue-episode) 

 

 

 

 





 ![124: Wenn Hunde dich nach Hause führen: Karine Mastroleo über Huskys, Vertrauen und Auswanderung](https://www.petcaster.de/sites/default/files/styles/podcast_n_episode_metadata_image_1x/public/2025-09/f3a9bd6c-7959-4f15-bc24-796adc1e89f0.jpg.webp?itok=0rT97TT4) 

###   124: Wenn Hunde dich nach Hause führen: Karine Mastroleo über Huskys, Vertrauen und Auswanderung  

   9. Juni 2026 · [The Petfood Family - der Hunde-Podcast](/podcast/petfood-family)

  

 

 





 

Stell dir vor, du stehst auf einem Schlitten, vor dir ein Gespann energiegeladener Huskys, die nur darauf brennen, loszulaufen. Um dich herum nichts als die unendliche, schneebedeckte Weite und eine Stille, die so tief ist, dass du das Hecheln der Hunde und das Knirschen der Kufen im Schnee hören kannst. Für viele ist das eine romantische Vorstellung, ein Abenteuer auf der Bucket List. Doch was steckt wirklich hinter der Faszination für Schlittenhunde? In einer neuen Folge des Podcasts [*The Petfood Family*](https://www.petcaster.de/podcast/petfood-family) spricht Moderator Jan Dießner mit einer Frau, die diesen Traum lebt: Karine Mastroleo, ausgebildete Tierpsychologin, Hundetrainerin und Gründerin des Husky-Camps Nayeli in Nordschweden.

Dieses Gespräch ist weit mehr als nur ein Reisebericht. Es ist die persönliche Geschichte einer Auswanderung, die von einer tiefen Leidenschaft für Hunde angetrieben wurde. Karine nimmt uns mit auf ihren Weg vom Hundezentrum im Saarland bis über den Polarkreis. Dabei gewährt sie uns nicht nur einen Einblick in den Alltag mit einem Rudel Schlittenhunde, sondern spricht auch offen über die Schattenseiten des boomenden Husky-Tourismus. Diese Episode ist ein Muss für alle, die Hunde lieben, von einem Leben in der Natur träumen und verstehen wollen, wie man Tierschutz und Tourismus verantwortungsvoll miteinander verbinden kann.

## Das Wichtigste auf einen Blick

Karine Mastroleos Geschichte ist eine Inspiration, dem eigenen Herzen zu folgen. Ihr Weg zeigt, wie eine Leidenschaft zu einer lebensverändernden Entscheidung werden kann und welche Verantwortung damit einhergeht.

- **Der Weg ist das Ziel:** Karines Reise nach Schweden begann nicht mit einem großen Auswanderungsplan, sondern mit der Adoption ihrer ersten Tierschutz-Huskys. Ihre Entwicklung zur Schlittenhundeführerin war ein organischer Prozess, bei dem sie von ihren Hunden genauso viel lernte wie diese von ihr.
- **Die Schattenseiten des Tourismus:** Nicht jeder Anbieter von Schlittenhundetouren stellt das Wohl der Tiere an erste Stelle. Karine warnt vor großen, profitorientierten Farmen, in denen Hunde oft wie Sportgeräte behandelt und nach ihrer aktiven Zeit abgeschoben werden.
- **Ethik erkennt man im Detail:** Ein entscheidendes Merkmal für einen seriösen Anbieter ist der Umgang mit den alten Hunden. Dürfen die "Senioren" ihren Lebensabend im Camp verbringen? Das ist für Karine ein absolutes Muss und ein starkes Indiz für echten Tierschutz.
- **Qualität vor Quantität:** Ein verantwortungsvoller Umgang zeigt sich in kleinen, persönlich geführten Camps. Hier haben Gäste die Möglichkeit, eine echte Verbindung zu den Hunden aufzubauen und werden langsam und sicher an das Führen eines Schlittens herangeführt.
- **Die Kraft der Stille:** Das Leben in der unberührten Natur Lapplands hat nicht nur Karines Hunde, sondern auch sie selbst verändert. Sie hat gelernt zu entschleunigen - eine Erfahrung, die sie in ihrem Camp bewusst an ihre Gäste weitergibt.

## Vom Saarland nach Lappland: Eine Reise aus Leidenschaft

Karines Geschichte beginnt nicht in der arktischen Kälte, sondern im Saarland, wo sie ein Hundezentrum mit Hundeschule und Pension leitete. Obwohl sie mit verschiedensten Rassen - vom Rottweiler bis zum Galgo - arbeitete, schlug ihr Herz seit ihrer Kindheit für Huskys. Ein Schlittenhunde-Workshop im Bayerischen Wald entfachte diese alte Leidenschaft neu. Kurz darauf bot sich ihr die Gelegenheit, zwei Huskys aus dem Tierschutz aufzunehmen, deren Besitzer, ein sogenannter Mascher (Schlittenhundeführer), plötzlich verstorben war. Diese beiden Hunde, Nahabo und Akene, waren der wahre Anfang ihres Weges. Sie waren anfangs sehr unsicher gegenüber Menschen, aber Profis in der Zugarbeit. Es entwickelte sich eine wunderbare Symbiose: Karine schenkte ihnen neues Vertrauen in den Menschen, und die Hunde zeigten ihr die Feinheiten der Zugarbeit. Wie sie selbst sagt, war es eine absolute Win-Win-Situation.

Kurz darauf erweiterte sie ihr Rudel um zwei weitere Hunde. Auch hier traf sie eine Entscheidung, die viel über ihre Philosophie verrät. Anstatt sich junge, leistungsstarke Hunde für den Aufbau eines Teams zu suchen, entschied sie sich für ein neun Jahre altes Geschwisterpärchen. Ihr Bauchgefühl sagte ihr, dass die ruhige und selbstbewusste Ausstrahlung dieser beiden Senioren perfekt in ihr bestehendes Rudel passen würde - und sie behielt recht. Die souveränen Neuzugänge halfen den beiden unsichereren Hunden enorm und die vier wuchsen zu einem harmonischen Team zusammen.

## Der Wendepunkt: Die erste Fahrt im Schnee und die Schattenseiten der Szene

Der Wunsch, einen Husky-Welpen aufzuziehen, führte Karine schließlich auf ihre erste Reise nach Lappland. Mit ihren Hunden im Auto fuhr sie bis über den Polarkreis. Dort erlebte sie zum ersten Mal, was es bedeutet, mit einem Schlitten durch die unendliche, stille Winterlandschaft zu gleiten. Sie beschreibt dieses Gefühl als Gänsehaut-Moment, der alles veränderte. Die Weite, die Stille und die intensive Verbindung zu ihren Hunden in diesem Element waren eine transformative Erfahrung.

Doch diese Reise hatte auch eine dunkle Seite. Der Welpe, den sie abholen wollte, stammte von einem Züchter, der seine Tiere unter tierschutzwidrigen Bedingungen hielt. Die kleine Hündin Naeli war extrem ängstlich und kaum sozialisiert. Karine, mit ihrem geschulten Auge als Tierpsychologin, erkannte sofort, dass hier etwas gewaltig schieflief. Diese Erfahrung öffnete ihr die Augen für die Probleme in der Schlittenhunde-Szene, in der nicht selten der Profit über das Wohl der Tiere gestellt wird. Anstatt einfach nur das Geld zurückzuverlangen, entschied sie sich, als Kompensation einen weiteren Hund aus diesen Verhältnissen zu retten - Navig, der später zu ihrem wichtigsten Leithund werden sollte.

## Was einen Leithund ausmacht: Mehr als nur der Stärkste im Team

Was macht einen Hund eigentlich zum Leithund? Karine erklärt, dass es nicht allein um Kraft oder Dominanz geht. Ein guter Leithund ist intelligent, orientiert sich stark am Menschen und will gefallen. Navig, der vom Züchter als "nicht zu gebrauchen" abgestempelt wurde, zeigte genau diese Eigenschaften. Er war lernbegierig und suchte aktiv die Zusammenarbeit mit Karine. Sie trainierte ihn gezielt am Bauchgurt, um die Kommandos für Richtungswechsel zu festigen. Den Rest lernte er im Gespann an der Seite ihrer erfahrenen Leithündin.

Diese Dynamik ist faszinierend: Ein guter Leithund ist quasi der verlängerte Arm des Maschers. Er übersetzt die Kommandos für das Team und trifft in Sekundenbruchteilen eigene Entscheidungen auf dem Trail. Karine betont, dass sich dieses Potenzial bei Hunden zeigt und gefördert werden muss. Hat man einmal einen verlässlichen Leithund, kann dieser wiederum dabei helfen, jüngere, talentierte Hunde anzulernen. Es ist ein System aus Vertrauen, Erfahrung und Teamwork, das weit über schlichtes Ziehen hinausgeht.

## Husky-Tourismus: Worauf du als Reisender achten solltest

Nach mehreren Reisen und der schmerzhaften Erkenntnis, dass sie sich in Deutschland nicht mehr zu Hause fühlte, wanderte Karine schließlich aus. Heute bietet sie in ihrem Husky-Camp Nayeli selbst Touren an und setzt dabei Maßstäbe für einen ethischen Umgang mit den Tieren. Sie rät Touristen dringend, genau hinzusehen, bevor sie ein Abenteuer buchen.

Die größten Unterschiede liegen oft in der Größe des Betriebs. Während Karine ein kleines, familiäres Camp mit einer überschaubaren Anzahl an Hunden führt, gibt es riesige Farmen mit 150 bis 250 Tieren. Dort sei es kaum möglich, auf die individuellen Bedürfnisse jedes Hundes einzugehen. Oft arbeiten dort saisonale Helfer ohne tiefgreifende Hundeerfahrung, und die Tiere werden zu reinen Arbeitstieren degradiert. Ein absolutes No-Go ist für Karine, wenn alte Hunde, die jahrelang hart gearbeitet haben, einfach "entsorgt" werden, weil sie nicht mehr leistungsfähig sind. In ihrem Camp dürfen alle Hunde ihren Lebensabend verbringen und bleiben Teil der Familie.

Ich selbst achte bei Reisen mit Tierbezug immer darauf, wie die Tiere auf ihre Menschen reagieren. Wirkt die Beziehung vertraut und liebevoll oder distanziert und rein funktional? Karines Tipp, gezielt nach den "Rentnern" zu fragen, ist dabei ein genial einfacher, aber unglaublich aussagekräftiger Indikator für die Haltung eines Betreibers.

## Praktische Schritte: Checkliste für deine ethische Schlittenhunde-Tour

Wenn du selbst eine Schlittenhundetour planst, kannst du mit ein paar gezielten Fragen und Beobachtungen sicherstellen, dass du einen verantwortungsvollen Anbieter unterstützt. Karine Mastroleos Erfahrungen lassen sich in einer einfachen Checkliste zusammenfassen:

1. **Recherchiere im Vorfeld:** Lies nicht nur die Hochglanz-Beschreibungen auf den Webseiten. Suche nach echten Erfahrungsberichten in Reiseforen oder frage in themenspezifischen Communitys (z. B. Facebook-Gruppen wie "Schweden Freunde") nach Empfehlungen.
2. **Achte auf die Größe:** Kleine, familiär geführte Camps können meist individueller auf Hunde und Gäste eingehen. Sei skeptisch bei riesigen Farmen mit weit über 100 Tieren.
3. **Frage nach den Senioren:** Die wichtigste Frage von allen: Was passiert mit den Hunden, wenn sie zu alt für die Touren sind? Ein seriöser Anbieter wird dir stolz seine Rentner zeigen, die ihren Lebensabend im Camp verbringen.
4. **Analysiere die Online-Präsenz:** Wirken die Hunde auf Fotos und Videos wie glückliche Teammitglieder oder eher wie anonyme Sportgeräte? Zeigen die Bilder eine echte, persönliche Beziehung zwischen dem Mascher und den Hunden?
5. **Beobachte vor Ort:** Wie ist die Interaktion zwischen Mensch und Tier? Wirken die Hunde entspannt und vertrauensvoll oder gestresst und ängstlich? Ein guter Mascher kennt jeden seiner Hunde beim Namen und kann dir ihre individuelle Persönlichkeit beschreiben.
6. **Sicherheit geht vor:** Ein seriöser Anbieter gibt eine gründliche Einweisung und schickt unerfahrene Gäste nicht sofort allein los. Eine erste Mitfahrt auf dem Schlitten des Guides, um ein Gefühl für das Gespann und das Gelände zu bekommen, ist ein Zeichen von Professionalität.

Karines abschließender Rat lautet: "Folge dem, was dein Herz höher schlagen lässt." Für sie war es die bedingungslose Liebe zu ihren Hunden und die Stille der arktischen Natur. Ihre Geschichte ist ein beeindruckendes Beispiel dafür, dass es sich lohnt, für seine Träume zu kämpfen - besonders, wenn man dabei die Verantwortung für andere Lebewesen trägt.

 

 

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                    Petcaster 

 

 

  **Zusammengefasst von Anja Schirwinski**  

 

Seit meine Hündin Frida mit fünf Monaten aus einem rumänischen Shelter zu mir kam, beschäftige ich mich intensiv mit Hundethemen - von Alltagstraining bis Verhaltensbesonderheiten. Viele der Fragen, die in Podcasts besprochen werden, kenne ich aus unserer gemeinsamen Erfahrung nur zu gut. Deshalb fasse ich hier die für mich interessantesten Podcastfolgen zusammen und ergänze sie mit meinen eigenen Erlebnissen mit Frida.

[Mehr über das Projekt Petcaster](/ueber-uns)

 

 

 

 

     

##  Themen 

 

 

 

 - [  Hundesport und Spielen  ](/podcasts/themen/hundesport-und-spielen)
 
  

 

**Hinweis:** *Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe von KI aus dem Transkript der Podcast-Episode generiert.*

Alle Inhalte auf Petcaster beruhen auf öffentlich zugänglichen Podcasts aus der Hunde- und Haustierwelt. Wir fassen die Episoden nach bestem Wissen zusammen, übernehmen jedoch keine Gewähr für Vollständigkeit, Aktualität oder Richtigkeit der Inhalte. Die Rechte an den Original-Podcasts und -Inhalten liegen ausschließlich bei den jeweiligen Urheber:innen.

 

 

         ## Shownotes

  Wie fühlt es sich an, alles hinter sich zu lassen – und mit einem Rudel Huskys nach Lappland auszuwandern? In dieser Folge spricht Jan mit Hundetrainerin, Autorin und Musherin Karine Mastroleo über ihren außergewöhnlichen Weg vom Hundezentrum im Saarland bis über den Polarkreis nach Nordschweden. Gemeinsam tauchen sie ein in eine Welt aus Schnee, Stille und Schlittenhunden – aber auch in die emotionalen Entscheidungen dahinter: Warum verändern manche Orte unser ganzes Leben? Was passiert, wenn Hunde uns plötzlich zeigen, wo wir wirklich hingehören? Und weshalb beginnt Freiheit oft genau dort, wo Kontrolle endet? Eine Folge über Sehnsucht, Mut und die besondere Verbindung zwischen Mensch und Hund.

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