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# Leben mit 40 Hunden: Was wir von Katrin Scholz über Rudelhaltung lernen können

 



            **Podcast:** 

   [The Petfood Family - der Hunde-Podcast](/podcast/petfood-family) 

              **Erscheinungsdatum:** 

   2. Juni 2026 

            **Länge:** 

   01:35:19 

    [         Link zur Episode (extern)   ](https://the-petfood-family.podigee.io/131-neue-episode) 

 

 

 

 





 ![123: Katrin Scholz: Warum Hunde mehr Erfahrungen und weniger Kontrolle brauchen](https://www.petcaster.de/sites/default/files/styles/podcast_n_episode_metadata_image_1x/public/2025-09/f3a9bd6c-7959-4f15-bc24-796adc1e89f0.jpg.webp?itok=0rT97TT4) 

###   123: Katrin Scholz: Warum Hunde mehr Erfahrungen und weniger Kontrolle brauchen  

   2. Juni 2026 · [The Petfood Family - der Hunde-Podcast](/podcast/petfood-family)

  

 

 





 

Stell dir vor, du wachst morgens auf und das Erste, was du siehst, sind nicht nur ein oder zwei, sondern ein Dutzend treue Augenpaare, die dich aus einem Meer von Hundekörben anblicken. Für die meisten von uns ist das eine unvorstellbare, vielleicht sogar chaotische Vorstellung. Für Katrin Scholz ist es Alltag. In der neuesten Episode des Podcasts [The Petfood Family](https://www.petcaster.de/podcast/petfood-family) spricht Moderator Jan Dießner mit einer Frau, die ihr Leben nicht nur mit Hunden teilt, sondern es in einem riesigen, unkastrierten Rudel von 30 bis 40 Tieren lebt. Katrin versteht sich dabei weniger als klassische Hundetrainerin, sondern vielmehr als Dolmetscherin zwischen Mensch und Hund, als eine Art Menschencoach.

Dieses Gespräch ist weit mehr als nur ein faszinierender Einblick in ein extremes Leben. Es rüttelt an den Grundfesten dessen, was viele von uns über Hundehaltung, Kontrolle und Erziehung zu wissen glauben. Es geht um die radikale Idee, dass weniger Kontrolle zu mehr Harmonie führen kann und dass Hunde am besten lernen, wenn wir ihnen erlauben, ihre eigenen Erfahrungen zu machen - auch wenn das bedeutet, sie scheitern zu lassen. Diese Episode ist ein Muss für jeden, der die Beziehung zu seinem Hund vertiefen und verstehen möchte, warum Vertrauen oft wichtiger ist als das perfekteste Sitz-Kommando.

## Das Wichtigste auf einen Blick

- **Freiheit vor starrer Kontrolle:** Katrin Scholz vertritt die Philosophie, dass Hunde, die mehr Freiheiten genießen, weniger dazu neigen, Momente der Unaufmerksamkeit auszunutzen. Anstatt alles zu verbieten, erlaubt sie ihrem Rudel fast alles, solange sie nicht eingreift.
- **Lernen durch eigene Erfahrungen:** Ein zentraler Punkt ihrer Arbeit ist es, Hunden zu ermöglichen, selbst zu lernen. Das bedeutet auch, sie in sicheren Rahmenbedingungen Fehler machen und scheitern zu lassen, anstatt sie präventiv vor allem zu beschützen.
- **Der Mensch als sicherer Hafen:** Anstatt ständig Anweisungen zu geben, ist Katrins Rolle die eines ruhigen Ankers und einer Schutzinstanz. Hunde, die sich in Konflikten unwohl fühlen, können bei ihr Schutz suchen, was die Bindung enorm stärkt.
- **Die Gefahr der Überbehütung:** Die moderne Tendenz, Hunde vor jeder negativen Erfahrung zu bewahren, kann laut Katrin zu unsicheren oder rebellischen Tieren führen. Manchmal ist ein kurzer, unangenehmer Moment der Schlüssel zu vielen wunderbaren Erlebnissen.
- **Beziehung statt Arbeitsverhältnis:** Sie kritisiert, dass viele Mensch-Hund-Beziehungen heute auf Konditionierung und Arbeit basieren. Ihr Ziel ist eine familiäre Bindung, in der der Hund ein Partner und nicht nur ein Befehlsempfänger ist.
- **Führung als Vorbild:** Katrin sieht sich als "Familienoberhaupt", das durch Souveränität und innere Ruhe führt. Ihre eigene Impulskontrolle ist entscheidend, um dem Rudel Stabilität zu vermitteln.

## Ein Alltag im Rudel - Zwischen Chaos und Harmonie

Wenn Jan Katrin nach ihrem Tagesablauf fragt, zeichnet sie ein Bild, das überraschend geordnet ist. Ja, es schlafen viele Hunde mit im Schlafzimmer und das Aufstehen wird von Langschläfern gerne mal verzögert, aber von Chaos ist keine Spur. Das Geheimnis liegt in klaren und einfachen Regeln. Die Wichtigste: Im Haus herrscht Ruhe. Gespielt und getobt wird draußen, wofür eine Hundeklappe jederzeit den Zugang zum Auslauf ermöglicht. Diese simple Struktur sorgt dafür, dass die Energie im Haus niedrig bleibt. Besucher werden drinnen ruhig empfangen, während draußen gebellt werden darf. Katrin erklärt, dass die Energie nur in Erwartung besonderer Ereignisse, wie einem gemeinsamen Spaziergang, wirklich hochkocht. Selbst in diesen Momenten bleibt sie verständnisvoll, auch wenn es ihr schwerfällt, die aufgeregte Meute zur Ruhe zu bringen.

Ich finde diesen Einblick besonders wertvoll, weil er mit dem Vorurteil aufräumt, dass viele Hunde zwangsläufig Lärm und Unruhe bedeuten. Es zeigt, dass nicht die Anzahl der Hunde entscheidend ist, sondern die Klarheit der Struktur, die man ihnen bietet. Katrins Zuhause ist ein gelebtes Beispiel dafür, dass ein Rudel sich an die Gegebenheiten anpassen kann, wenn die Regeln verständlich und die Bedürfnisse nach Aktivität an einem anderen Ort erfüllt werden.

## Die Philosophie des Loslassens: Warum weniger Kontrolle mehr bewirkt

Draußen, während der Spaziergänge, kehrt sich das Prinzip um. Hier lautet die Devise: Die Hunde dürfen fast alles, bis Katrin eine andere Anweisung gibt. Sie verbietet nicht pauschal das Jagen, da Jagdverhalten vielfältig ist - vom Schnüffeln am Boden bis zum spielerischen Rennen mit einem Artgenossen. Stattdessen beobachtet sie ihre Hunde genau. Sie erkennt subtile Verhaltensänderungen, die auf jagdliche Ambitionen hindeuten, und greift frühzeitig und positiv ein, etwa durch einen freundlichen Rückruf. Sie betont, dass sie die meiste Zeit des Spaziergangs gar nicht aktiv trainiert, sondern die Hunde einfach Hund sein lässt. Ihre Aufgabe ist es, präsent und aufmerksam zu sein, um in entscheidenden Momenten die richtige Entscheidung zu treffen.

Diese Haltung ist ein starker Kontrast zum oft praktizierten Mikromanagement vieler Hundebesitzer. Katrin erklärt, dass ihre Hunde die Freiheit, die sie ihnen gewährt, nicht ausnutzen. Im Gegenteil: Einige ihrer Hunde übernehmen sogar Verantwortung und unterstützen sie, wenn sie merken, dass Katrin abgelenkt ist, zum Beispiel durch ein Telefonat. Ihre Theorie dazu ist bestechend: Weil die Hunde so viele Freiheiten haben, verspüren sie nicht den Drang, jede kleine Lücke im System für sich zu nutzen. Das erinnert mich an meine eigene Erfahrung: Je mehr ich meinem Hund vertraue und ihm erlaube, eigene Entscheidungen zu treffen, desto enger und kooperativer wird unsere Bindung. Er muss nicht rebellieren, weil es kaum etwas gibt, wogegen er rebellieren müsste.

## Konflikte sind erlaubt - wenn die Regeln klar sind

Ein besonders spannender Aspekt des Gesprächs ist der Umgang mit Konflikten innerhalb des Rudels. Katrin lässt zu, dass ihre Hunde Auseinandersetzungen untereinander klären, da sie ohnehin nicht jede Interaktion überwachen kann. Die Konflikte, so beschreibt sie, sind oft laut und theatralisch, fast wie eine Rauferei auf dem Schulhof, aber selten kommt es zu ernsthaften Verletzungen. Das Entscheidende an ihrem System ist jedoch, dass sie eine Sicherheitszone bietet. Ein Hund, der sich überfordert fühlt oder unter Druck gerät, kann jederzeit zu ihr kommen und erhält ihren Schutz. In ihrer unmittelbaren Nähe sind Konflikte tabu. Dieses Prinzip gibt den Hunden die Möglichkeit, soziale Kompetenzen zu erlernen, ohne dabei in echte Gefahr zu geraten.

Dies ist ein wichtiger Denkanstoß für alle Hundebesitzer, die dazu neigen, bei der kleinsten Meinungsverschiedenheit zwischen Hunden sofort einzuschreiten. Indem wir Konflikte unterbinden, nehmen wir den Hunden die Chance, Kommunikationsstrategien zu entwickeln und ihre sozialen Grenzen selbst auszuhandeln. Katrins Ansatz zeigt einen Mittelweg: Konflikte zulassen, aber einen sicheren Rückzugsort garantieren.

## Beziehung vor Arbeit: Eine Kritik an der modernen Hundehaltung

Im Laufe des Gesprächs entwickelt sich eine tiefgreifende Kritik an der modernen Hundehaltung. Katrin beobachtet, dass viele Mensch-Hund-Beziehungen heute einem Arbeitsverhältnis gleichen. Alles basiert auf Konditionierung, positiver Verstärkung und der Frage: Was tut der Mensch für den Hund? Sie plädiert dafür, wieder zu einer familiären, freundschaftlichen Bindung zurückzufinden, in der der Hund nicht ein Angestellter, sondern ein Lebenspartner ist.

Ein zentraler Punkt ist dabei die Selbstwahrnehmung des Menschen. Katrin fragt provokant: Warum fühlen wir uns oft wertloser als ein Leckerli? Viele Menschen glauben, ihr Hund hätte nichts davon, sie zu alltäglichen Dingen wie dem Einkaufen zu begleiten, und lassen ihn lieber zu Hause. Dabei, so Katrin, unterschätzen wir, wie wichtig unsere bloße Anwesenheit für den Hund ist. Sie erzählt von früher, als ihr Hund stolz im Auto wartete, während sie im Kino war - er hatte einen Job und war Teil ihres Lebens. Heute wird der Hund aus übertriebener Fürsorge oft von solchen Erlebnissen ferngehalten. Diese Überbehütung, so argumentiert sie, beraubt die Hunde vieler wertvoller Erfahrungen und schränkt ihr Leben letztlich ein, anstatt es zu bereichern.

## Praktische Schritte für eine tiefere Bindung

Aus Katrins Philosophie lassen sich konkrete Anregungen für den eigenen Alltag mit Hund ableiten. Es geht darum, die Perspektive zu wechseln und mutiger zu werden - im Sinne des Hundes.

1. **Hinterfrage deine Regeln:** Geh einmal im Kopf durch, was dein Hund alles nicht darf. Frage dich bei jeder Regel: Ist sie wirklich notwendig für ein harmonisches Zusammenleben oder entspringt sie nur deinem eigenen Kontrollbedürfnis? Vielleicht kannst du an der einen oder anderen Stelle mehr Freiheit gewähren.
2. **Ermögliche eigene Erfahrungen:** Anstatt deinen Hund vor jeder potenziell unangenehmen Situation zu bewahren, schaffe einen sicheren Rahmen, in dem er die Welt selbst erkunden darf. Ein Hund, der lernt, dass Alufolie komisch schmeckt, wird sie in Zukunft liegen lassen - eine viel nachhaltigere Lektion, als wenn du sie ihm panisch aus dem Maul nimmst.
3. **Erkenne deinen eigenen Wert an:** Du bist für deinen Hund das Wichtigste. Nimm ihn öfter mit, auch wenn es für dich nur ein langweiliger Gang zum Briefkasten ist. Für ihn ist es wertvolle Zeit mit dir. Die besten Abenteuer sind oft die unauffälligen, alltäglichen Momente.
4. **Sei ein souveränes Vorbild:** Deine innere Haltung ist ansteckender als jedes Kommando. Wenn du in stressigen Situationen ruhig und gelassen bleibst, gibst du deinem Hund die Sicherheit, die er braucht. Arbeite an dir selbst, um für deinen Hund der Fels in der Brandung zu sein.
5. **Werde zum sicheren Hafen:** Anstatt jeden Konflikt zu managen, biete deinem Hund Schutz, wenn er ihn aktiv sucht. Wenn er weiß, dass er bei dir sicher ist, wird er dir mehr vertrauen als wenn du versuchst, die ganze Welt für ihn zu kontrollieren.

 

 

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                    Petcaster 

 

 

  **Zusammengefasst von Anja Schirwinski**  

 

Seit meine Hündin Frida mit fünf Monaten aus einem rumänischen Shelter zu mir kam, beschäftige ich mich intensiv mit Hundethemen - von Alltagstraining bis Verhaltensbesonderheiten. Viele der Fragen, die in Podcasts besprochen werden, kenne ich aus unserer gemeinsamen Erfahrung nur zu gut. Deshalb fasse ich hier die für mich interessantesten Podcastfolgen zusammen und ergänze sie mit meinen eigenen Erlebnissen mit Frida.

[Mehr über das Projekt Petcaster](/ueber-uns)

 

 

 

 

**Hinweis:** *Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe von KI aus dem Transkript der Podcast-Episode generiert.*

Alle Inhalte auf Petcaster beruhen auf öffentlich zugänglichen Podcasts aus der Hunde- und Haustierwelt. Wir fassen die Episoden nach bestem Wissen zusammen, übernehmen jedoch keine Gewähr für Vollständigkeit, Aktualität oder Richtigkeit der Inhalte. Die Rechte an den Original-Podcasts und -Inhalten liegen ausschließlich bei den jeweiligen Urheber:innen.

 

 

         ## Shownotes

  Wie lebt man mit 30 bis 40 Hunden unter einem Dach – und warum funktioniert das besser, als viele glauben? In dieser Folge spricht Jan mit Katrin Scholz über ein Leben, das für die meisten Menschen kaum vorstellbar ist: ein Alltag mit einer riesigen Hundegruppe, mitten im echten Leben. Keine Zwingerhaltung, keine getrennten Bereiche – sondern gemeinsames Leben als Familie. Katrin erzählt, wie aus einem Kindheitstraum ein einzigartiges Projekt wurde und warum ihre Hunde nicht einfach „funktionieren“ sollen, sondern lernen dürfen, eigene Erfahrungen zu machen. Dabei geht es um Freiheit, Verantwortung und die Frage, wie Hunde wirklich lernen. Ein intensives Gespräch über Gruppenhaltung, Kommunikation, Vertrauen – und darüber, warum Kontrolle oft genau das Gegenteil von echter Beziehung erzeugt.

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**Shownotes**

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