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# Leinenpöbeln trotz Training? Warum die Ursache manchmal bei uns liegt

 



            **Podcast:** 

   [The Petfood Family - der Hunde-Podcast](/podcast/petfood-family) 

              **Erscheinungsdatum:** 

   24. März 2026 

            **Länge:** 

   01:11:47 

    [         Link zur Episode (extern)   ](https://the-petfood-family.podigee.io/121-neue-episode) 

 

 

 

 





 ![113: Warum Hundetraining oft beim Menschen beginnt – Christel Löffler über Beziehung und Verantwortung](https://www.petcaster.de/sites/default/files/styles/podcast_n_episode_metadata_image_1x/public/2025-09/f3a9bd6c-7959-4f15-bc24-796adc1e89f0.jpg.webp?itok=0rT97TT4) 

###   113: Warum Hundetraining oft beim Menschen beginnt – Christel Löffler über Beziehung und Verantwortung  

   24. März 2026 · [The Petfood Family - der Hunde-Podcast](/podcast/petfood-family)

  

 

 





 

Stell dir vor, das nervige Bellen deines Hundes an der Leine hat weniger mit dem entgegenkommenden Artgenossen zu tun, als mit einer alten Verletzung, die du selbst noch nicht verarbeitet hast. Ein verrückter Gedanke? Nicht für Christel Löffler. In der neuesten Episode des Podcasts [*The Petfood Family*](https://www.petcaster.de/podcast/petfood-family) führt Moderator Jan Dießner ein Gespräch, das weit über klassische Trainingstipps hinausgeht und stattdessen tief in die Psychologie der Mensch-Hund-Beziehung eintaucht. Christel, eine erfahrene Hundetrainerin und zertifizierter systemischer Coach, entlarvt mit entwaffnender Ehrlichkeit, wie oft wir unbewusst unsere eigenen Ängste, Traumata und Persönlichkeitsmerkmale auf unsere Hunde übertragen.

Diese Folge ist ein Muss für jeden, der das Gefühl hat, im Training auf der Stelle zu treten. Sie fordert uns auf, den Blick vom Hund abzuwenden und stattdessen bei uns selbst anzufangen. Es geht um die entscheidende Frage: Was hat das Verhalten meines Hundes wirklich mit mir zu tun?

## Das Wichtigste auf einen Blick

- **Die Mensch-Hund-Beziehung ist ein System:** Christel Löffler betont, dass wir unseren Hund nicht isoliert betrachten können. Mensch und Hund bilden ein dynamisches System, in dem sich beide gegenseitig beeinflussen. Das Verhalten des Hundes ist oft eine Reaktion auf die Emotionen, Erwartungen und das Handeln des Menschen.
- **Verstehe die Charaktertypen:** Basierend auf dem DISG-Modell gibt es verschiedene Persönlichkeitstypen bei Mensch und Hund (z. B. der Macher, das Party-Mäuschen, der Teamplayer, der Buchhalter). Konflikte entstehen oft, wenn diese Typen aufeinanderprallen - etwa wenn ein detailverliebter Mensch auf einen spontanen, extrovertierten Hund trifft. Verständnis für diese Dynamik schafft Empathie und neue Lösungsansätze.
- **Deine Vergangenheit beeinflusst deinen Hund:** Eigene Traumata, wie ein früherer Unfall oder tiefe Verlustängste, können sich direkt auf den Hund übertragen. Ein Hund spürt die Anspannung seines Menschen und reagiert darauf - sei es durch Leinenaggression oder Trennungsstress. Manchmal liegt die Lösung nicht im Hundetraining, sondern in der Aufarbeitung eigener ungelöster Themen.
- **Raus aus der Retter-Rolle:** Besonders bei Hunden aus dem Tierschutz neigen wir dazu, sie in eine Opferrolle zu stecken, während wir die des Retters einnehmen. Um einem ängstlichen Hund wirklich zu helfen, müssen wir ihn aus dieser Rolle befreien und ihn sicher und konsequent durch seine Ängste führen, anstatt ihn davor zu beschützen.
- **Führung bedeutet Sicherheit, nicht Dominanz:** Ein ängstlicher oder unsicherer Hund braucht keine Wattebäuschchen, sondern jemanden, der ihm souverän zeigt, dass die Welt nicht gefährlich ist. Echte Führung bedeutet, in stressigen Momenten stabil zu bleiben und dem Hund eine verlässliche Stütze zu sein, an der er sich orientieren kann.

## Der systemische Blick: Warum es nie nur am Hund liegt

Christel Löfflers Ansatz ist erfrischend anders. Anstatt sich auf Symptombekämpfung wie Sitz, Platz und Fuß zu konzentrieren, blickt sie auf das große Ganze: das System aus Mensch und Hund. Ihre Erfahrung als Coach für Führungskräfte und Teams hat sie gelehrt, dass die Dynamiken in menschlichen Beziehungen oft verblüffende Parallelen zur Interaktion mit unseren Hunden aufweisen. Sie erklärt, dass ein Hund, genau wie ein menschlicher Partner oder ein Kind, auf unsere Stimmungen, unsere Konsequenz und unsere inneren Konflikte reagiert. Wenn wir gestresst sind, ist unser Hund es oft auch. Wenn wir unsicher sind, versucht der Hund vielleicht, diese Lücke zu füllen - und das Ergebnis ist selten das, was wir uns wünschen.

Diese Perspektive ist unglaublich entlastend. Sie befreit uns von dem Gedanken, einen "kaputten" Hund zu haben, und lädt uns stattdessen zur Selbstreflexion ein. Die zentrale Frage lautet nicht mehr: Wie repariere ich meinen Hund?, sondern: Welchen Anteil habe ich an dieser Situation und was kann ich bei mir verändern, damit sich das System als Ganzes stabilisiert?

## Die vier Charaktertypen: Wenn der Buchhalter auf das Party-Mäuschen trifft

Ein Kernstück von Christels Arbeit ist die Anwendung von Persönlichkeitsmodellen wie dem DISG-System auf Mensch-Hund-Teams. Sie unterteilt Charaktere grob in vier Typen:

- **Der Macher:** Zielorientiert, durchsetzungsstark und konfliktbereit.
- **Das Party-Mäuschen:** Extrovertiert, kreativ, schnell und manchmal etwas chaotisch.
- **Der Teamplayer:** Harmoniebedürftig, fürsorglich und der soziale Klebstoff jeder Gruppe.
- **Der Buchhalter:** Strukturiert, genau, perfektionistisch und sachorientiert.

Probleme entstehen laut Christel oft, wenn unterschiedliche Typen aufeinandertreffen. Ein "Buchhalter"-Mensch, der alles perfekt machen will und lange überlegt, ist für einen "Party-Mäuschen"-Hund (denk an den typischen jungen Labrador) oft zu langsam. Der Hund prescht vor, weil er nicht warten kann, und der Mensch ist frustriert. Umgekehrt kann ein "Party-Mäuschen"-Mensch, der Kommandos ständig ändert und wenig Struktur bietet, einen "Buchhalter"-Hund, der klare Abläufe liebt, völlig verunsichern.

Das Spannende daran ist, dass keine Eigenschaft per se gut oder schlecht ist. Es geht darum, die Bedürfnisse des Gegenübers zu verstehen und wertzuschätzen. Wenn ich erkenne, dass mein Hund nicht aus Bosheit handelt, sondern einfach seinem Charakter entsprechend, kann ich aufhören, wütend zu sein, und anfangen, konstruktive Lösungen zu finden.

## Wenn die eigene Vergangenheit an der Leine zieht

Einer der bewegendsten Aspekte des Gesprächs ist, wie tief Christel in die menschliche Psyche blickt. Sie teilt beeindruckende Fallbeispiele, die zeigen, wie ungelöste persönliche Themen das Verhalten des Hundes direkt beeinflussen. Da ist die Frau, die von ihrem Hund umgerissen wurde und sich die Schulter brach. Obwohl sie wusste, dass sie sich bei Hundebegegnungen entspannen sollte, reagierte ihr Körper automatisch mit Anspannung - eine Reaktion, die ihr Hund sofort spürte und mit noch stärkerem Pöbeln beantwortete.

Noch tiefgreifender ist die Geschichte der Frau, die als Kind im Jugoslawien-Krieg von ihren Eltern getrennt wurde. Ihr Hund litt unter massivem Trennungsstress, und kein Training half. Die Ursache lag bei ihr: Ihre eigene, nie verarbeitete Verlustangst führte dazu, dass sie unbewusst das Training sabotierte, weil sie es im Grunde gar nicht ertragen konnte, dass ihr Hund lernte, allein zu sein. Der Hund spürte diese Ambivalenz und konnte keine Sicherheit finden. Erst als sie an ihrem eigenen Trauma arbeitete, konnte auch der Hund entspannen.

Diese Beispiele machen klar: Unsere Hunde sind unglaublich empathische Wesen. Sie nehmen unsere feinsten emotionalen Schwingungen wahr. Manchmal ist der Hund nicht der Patient, sondern nur der Symptomträger für ein tiefer liegendes Problem im System.

## Die Falle der Retter-Rolle: Warum Mitleid ängstlichen Hunden schadet

Besonders bei Hunden aus dem Tierschutz tappen viele Menschen in die sogenannte "Retter-Falle". Aus tiefem Mitgefühl möchten sie den Hund vor allem Bösen beschützen. Doch Christel warnt eindringlich davor, einen Hund in der Opferrolle zu belassen. Ein Hund, der permanent in Watte gepackt wird, lernt nie, mit den Herausforderungen des Lebens umzugehen. Seine Angst wird nicht kleiner, sondern größer, weil er nie die Erfahrung macht, eine schwierige Situation selbst meistern zu können.

Jan teilt hierzu eine persönliche Anekdote aus einem Hochseilgarten, wo er von Panik erfasst wurde. Seine Begleiterin zwang ihn nicht, aber sie ließ ihn auch nicht einfach umkehren. Sie blieb bei ihm, gab ihm Sicherheit und führte ihn in seinem Tempo durch die Angst. Genau das, so Christel, brauchen auch ängstliche Hunde. Es geht um einen "wohlwollenden Zwang" - das sanfte, aber bestimmte Anleiten durch eine furchteinflößende Situation. Ziel ist es, dem Hund zu zeigen: "Ich bin bei dir, ich führe dich, und du wirst sehen, es passiert nichts Schlimmes." Das ist anstrengend und erfordert vom Menschen Stabilität und Mut, ist aber der einzige Weg zu echter Resilienz.

## Praktische Schritte: Vom Verstehen zum Handeln

Wie kannst du diese Erkenntnisse nun für dich und deinen Hund nutzen? Christel gibt keine einfachen Patentrezepte, aber ihr Ansatz liefert eine klare Richtung.

1. **Beginne bei dir selbst:** Frage dich ehrlich: Wer bin ich? Bin ich eher der strukturierte Typ oder der kreative Chaot? Und wer ist mein Hund? Allein das Bewusstsein für mögliche Persönlichkeitskonflikte kann den Druck aus vielen Situationen nehmen.
2. **Erkenne deine emotionalen Auslöser:** In welchen Momenten mit deinem Hund wirst du wütend, ängstlich oder hilflos? Oft sind das alte Muster oder Trigger, die gar nichts mit dem Hund zu tun haben. Wenn du sie erkennst, kannst du bewusster reagieren, anstatt dich von ihnen steuern zu lassen.
3. **Verabschiede dich von der Retter-Rolle:** Wenn du einen ängstlichen Hund hast, frage dich, ob dein Verhalten seine Angst vielleicht unbewusst verstärkt. Dein Ziel sollte sein, deinen Hund zu befähigen, nicht ihn zu bemuttern. Gib ihm die Chance, zu lernen, dass er stark ist.
4. **Sei ein Fels in der Brandung:** In unsicheren Momenten schaut dein Hund zu dir. Wenn du Panik ausstrahlst, wird er in seiner Angst bestätigt. Wenn du hingegen Ruhe und Souveränität zeigst, gibst du ihm die Sicherheit, die er braucht, um sich zu entspannen. Arbeite an deiner eigenen Stabilität - dein Hund wird es dir danken.

 

 

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                    Petcaster 

 

 

  **Zusammengefasst von Anja Schirwinski**  

 

Seit meine Hündin Frida mit fünf Monaten aus einem rumänischen Shelter zu mir kam, beschäftige ich mich intensiv mit Hundethemen - von Alltagstraining bis Verhaltensbesonderheiten. Viele der Fragen, die in Podcasts besprochen werden, kenne ich aus unserer gemeinsamen Erfahrung nur zu gut. Deshalb fasse ich hier die für mich interessantesten Podcastfolgen zusammen und ergänze sie mit meinen eigenen Erlebnissen mit Frida.

[Mehr über das Projekt Petcaster](/ueber-uns)

 

 

 

 

     

##  Themen 

 

 

 

 - [  Leinenführigkeit  ](/podcasts/themen/leinenfuehrigkeit)
 
  

 

**Hinweis:** *Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe von KI aus dem Transkript der Podcast-Episode generiert.*

Alle Inhalte auf Petcaster beruhen auf öffentlich zugänglichen Podcasts aus der Hunde- und Haustierwelt. Wir fassen die Episoden nach bestem Wissen zusammen, übernehmen jedoch keine Gewähr für Vollständigkeit, Aktualität oder Richtigkeit der Inhalte. Die Rechte an den Original-Podcasts und -Inhalten liegen ausschließlich bei den jeweiligen Urheber:innen.

 

 

         ## Shownotes

  Was, wenn viele Probleme mit dem Hund gar nicht beim Hund entstehen? In dieser Folge spricht Jan mit Hundetrainerin und systemischem Coach Christel Löffler darüber, warum Verhalten immer im Zusammenhang gesehen werden muss – als Zusammenspiel aus Mensch, Hund und Beziehung. Gemeinsam gehen sie der Frage nach, weshalb Training manchmal nicht funktioniert, obwohl „alles richtig gemacht“ wurde, und warum Veränderung oft erst möglich wird, wenn wir unseren eigenen Anteil erkennen. Ein ehrliches Gespräch über Verantwortung, Erwartungen und die Bereitschaft, nicht nur den Hund zu verändern – sondern auch sich selbst.

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**Shownotes**

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