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# Bauchgefühl im Hundetraining: Wann du deiner Intuition vertrauen kannst

 



            **Podcast:** 

   [Sitz! Platz! Bleibt! - der Hundepodcast mit Nicole Borowy und Sami El Ayachi](/podcast/sitz-platz-bleibt) 

              **Erscheinungsdatum:** 

   30. Juli 2026 

            **Länge:** 

   00:31:51 

    [         Link zur Episode (extern)   ](https://sitz-platz-bleibt.podigee.io/69-68-bauchgefuhl-ist-gut-aber-reicht-das-wirklich) 

 

 

 

 





 ![#68 Bauchgefühl ist gut. Aber reicht das wirklich?](https://www.petcaster.de/sites/default/files/styles/podcast_n_episode_metadata_image_1x/public/2026-07/7fa96232-7984-444d-adc9-f16990eca083.jpg.webp?itok=U_M5ZIzB) 

###   \#68 Bauchgefühl ist gut. Aber reicht das wirklich?  

   30. Juli 2026 · [Sitz! Platz! Bleibt! - der Hundepodcast mit Nicole Borowy und Sami El Ayachi](/podcast/sitz-platz-bleibt)

  

 

 





 

Hörst du im Umgang mit deinem Hund auf dein Bauchgefühl? Diese Frage steht im Zentrum einer neuen Episode des Podcasts [Sitz! Platz! Bleibt!](https://www.petcaster.de/podcast/sitz-platz-bleibt). Die Hosts Nicole Borowy und Sami El Ayachi tauchen tief in ein Thema ein, das viele Hundebesitzerinnen und -besitzer täglich beschäftigt. Sie nehmen die oft romantisierte Vorstellung von Intuition auseinander und beleuchten, warum ein gutes Bauchgefühl weniger eine magische Gabe als vielmehr das Ergebnis harter Arbeit, fundierten Wissens und unzähliger kleiner Erfahrungen ist. Diese Folge ist ein Muss für alle, die verstehen wollen, wie sie eine wirklich verlässliche innere Stimme für das Zusammenleben mit ihrem Hund entwickeln können, anstatt sich von Unsicherheit oder fremden Meinungen leiten zu lassen.

## Das Wichtigste auf einen Blick

Die zentrale These der Episode ist klar: Echtes, verlässliches Bauchgefühl im Hundetraining entsteht nicht aus dem Nichts. Es ist vielmehr die Summe aus Wissen und Erfahrung, die es uns ermöglicht, in Sekundenbruchteilen die richtige Entscheidung zu treffen.

- **Bauchgefühl ist erlernt, nicht angeboren:** Sami argumentiert überzeugend, dass Intuition das Resultat von gesammelten Erfahrungswerten ist. Je mehr Situationen wir bewusst erleben und meistern, desto treffsicherer wird unser innerer Kompass.
- **Wissen schafft die Grundlage:** Ohne ein technisches und theoretisches Fundament - etwa über Hundeverhalten, Kommunikation und Lernprozesse - bleibt das Bauchgefühl oft vage und unzuverlässig. Erst die Kompetenz ermöglicht die Intuition.
- **Spontanität ist der Schlüssel:** Wahres Bauchgefühl zeigt sich in der spontanen, fast unbewussten Reaktion auf eine Situation. Sobald du anfängst, rational abzuwägen (Sollte ich jetzt vielleicht ...?), verlässt du den Bereich der Intuition und betrittst den des Verstandes.
- **Für Anfänger eine besondere Hürde:** Ersthundehalter:innen fehlt naturgemäß der Erfahrungsschatz, um Situationen instinktiv richtig einzuschätzen. Für sie ist es umso wichtiger, sich zunächst auf erlernbare Techniken und klares Wissen zu stützen.
- **Fehleinschätzungen sind Lernchancen:** Selbst das beste Bauchgefühl kann mal danebenliegen. Anstatt enttäuscht zu sein, sollten wir solche Momente als wertvolle Gelegenheiten sehen, unseren Erfahrungsschatz zu erweitern und unsere Wahrnehmung zu schärfen.

## Was ist Bauchgefühl eigentlich? Intuition vs. Verstand

Gleich zu Beginn der Folge stellt Sami eine entscheidende Frage: Worauf stützt sich unser Bauchgefühl? Er zitiert die Definition von Intuition als die Fähigkeit, Sachverhalte spontan und ohne bewusste Schlussfolgerung zu erkennen. Genau hier liegt der Knackpunkt. Sami beobachtet in seiner Arbeit oft, dass Menschen zwischen Intuition und rationaler Abwägung feststecken. Er illustriert dies mit einem einfachen Trainingsszenario: Ein Hund soll trotz eines Futterreizes sitzen bleiben. Nachdem der Mensch einige Male mit einer Führungshilfe eingegriffen hat, stellt Sami die Frage: Was sagt dein Bauchgefühl, brauchst du die Hilfe beim nächsten Mal noch?

Eine Person mit einem gut entwickelten Bauchgefühl antwortet sofort mit "Ja" oder "Nein". Wer jedoch zögert und überlegt ("Ich glaube, vielleicht nicht ..."), hat laut Sami den intuitiven Moment bereits verlassen und befindet sich im Diskurs mit dem Verstand. Dieses Zögern wurzelt oft in einem Mangel an Erfahrung. Dem Halter fehlen Vergleichswerte und die Sicherheit, das Verhalten des Hundes korrekt einordnen zu können. Ist das Verhalten noch normal? Wann muss ich eingreifen? Ohne diese Basis bleibt das Bauchgefühl ein unsicheres Tasten im Dunkeln.

## Warum technisches Wissen die Basis für ein gutes Bauchgefühl ist

Samis Kernbotschaft ist provokant und zugleich einleuchtend: Er plädiert dafür, im Hundetraining nicht direkt auf das Bauchgefühl zu setzen, sondern zunächst technische Abläufe zu etablieren. Es geht darum, Menschen handlungsfähig zu machen. Indem er ihnen klare, wiederholbare Techniken an die Hand gibt, ermöglicht er ihnen, eigene Erfahrungen zu sammeln. Aus diesen selbst gemachten Erfahrungen - nicht aus den Ratschlägen des Trainers - erwächst echte Kompetenz.

Dieses Vorgehen verwandelt ungenutztes Potenzial in konkrete Fähigkeiten. Ein Mensch, der lernt, stabil zu stehen und im richtigen Moment einzugreifen, beginnt, die Situation anders wahrzunehmen. Plötzlich bemerkt er kleinste Signale seines Hundes, wie eine nach vorne zuckende Nasenspitze. Sein Bauchgefühl sagt ihm nun: Jetzt muss ich handeln! Dieses Gefühl basiert aber nicht auf einer vagen Ahnung, sondern auf der Fähigkeit, Gelerntes anzuwenden und Beobachtungen korrekt zu deuten. So entsteht eine kraftvolle Verbindung: Die Technik schafft die Fähigkeit, und die Fähigkeit schult das Bauchgefühl. Dieser Ansatz widerlegt die weitverbreitete Klage, Menschen hätten kein Bauchgefühl mehr. Sami kontert: Woher soll es auch kommen, wenn die nötigen Erfahrungen fehlen?

## Die Falle für Ersthundehalter: Wenn die Erfahrung fehlt

Nicole bringt einen wichtigen Punkt ein, der die Herausforderung für Neulinge verdeutlicht. Sie erzählt von ihrem Hund Jaxon, der plötzlich extrem viel trank. Ihr Bauchgefühl sagte ihr sofort, dass hier was nicht stimmt. Dieses Gefühl basierte auf den Vergleichswerten, die sie mit ihren früheren Hunden gesammelt hatte. Einem Ersthundehalter fehlt dieser Referenzrahmen. Er weiß nicht, was eine normale Trinkmenge ist und ob das Verhalten besorgniserregend ist. Die logische, aber oft passive Konsequenz ist, die Verantwortung an Experten wie Tierärzte oder Hundetrainer abzugeben.

Samis Ziel ist es jedoch, die Menschen in die Selbstverantwortung zu führen. Anstatt ihnen die Probleme abzunehmen, will er sie befähigen, ihre eigenen Lösungen zu finden. Das ist ein fundamentaler Unterschied. Er kritisiert auch, wie schnell Menschen durch externe Meinungen verunsichert werden. Das eigene, vielleicht zarte Bauchgefühl wird erstickt, weil die Nachbarin oder ein Kommentar im Internet eine andere Meinung vertritt. Die Fähigkeit, das eigene Gefühl zu validieren und gegen äußere Einflüsse zu verteidigen, wächst ebenfalls mit der Erfahrung.

## Einblick in die Praxis: Ein Bauchgefühl-Moment im Spiel

Wie ein geschultes Bauchgefühl in der Praxis aussieht, zeigt eine wunderbare Anekdote von Nicole. Ihr junger Hund Jaxon forderte den älteren, körperlich eingeschränkten Carlo etwas zu stürmisch zum Spielen auf. Nicoles erster Impuls war, wie üblich, sofort einzugreifen, um den älteren Hund zu schützen. Doch an diesem Tag sagte ihr Bauchgefühl ihr, einen Moment abzuwarten.

Dieses Beispiel ist Gold wert, denn es zeigt den Unterschied zwischen einer starren Regel (immer den älteren Hund schützen) und einer intuitiven, situationsabhängigen Entscheidung. Nicole beobachtete, dass Carlo sich gut zur Wehr setzte und aus der Interaktion sogar eine neue Form des Spiels entstand. Sie hat die Situation laufen lassen, aber nicht aus den Augen verloren und griff erst ein, als es ihr zu intensiv wurde. Hier handelte eine erfahrene Hundehalterin, deren Bauchgefühl auf unzähligen Beobachtungen und einem tiefen Verständnis für ihre eigenen Hunde basiert. Es ist genau die Art von feinfühliger Führung, die aus der Kombination von Wissen und Intuition erwächst.

## Praktische Schritte: So stärkst du dein Bauchgefühl im Hundetraining

Wie kannst du also ein verlässliches Bauchgefühl entwickeln, das dich im Alltag mit deinem Hund sicher leitet? Die Episode liefert hierzu konkrete, umsetzbare Ansätze.

1. **Schaffe eine Wissensbasis:** Investiere Zeit in deine Bildung. Lies Bücher, schau dir Webinare zum Ausdrucksverhalten von Hunden an (Sami empfiehlt hierzu die Arbeit von Stephanie Lang von Lang) und lerne die theoretischen Grundlagen der Hundekommunikation. Je mehr du weißt, desto mehr Details wirst du in der Realität wahrnehmen.
2. **Übe die Technik:** Konzentriere dich darauf, praktische Fähigkeiten zu erlernen. Wie führst du die Leine korrekt? Wie positionierst du deinen Körper, um deinem Hund Sicherheit zu geben? Wenn diese Abläufe automatisiert sind, hast du den Kopf frei, um deinen Hund wirklich zu beobachten und zu spüren.
3. **Beobachte bewusst und wertefrei:** Nimm dir Zeit, deinen Hund und andere Hunde in verschiedenen Situationen zu beobachten, ohne sofort zu interpretieren oder einzugreifen. Was siehst du wirklich? Wie bewegen sich die Hunde, welche Signale senden sie aus? Schärfe deinen Blick für die feinen Nuancen der Körpersprache.
4. **Hinterfrage deine Gefühle:** Wenn du ein starkes Gefühl in einer Situation hast, frage dich, woher es kommt. Basiert es auf einer eigenen, konkreten Erfahrung? Ist es eine Befürchtung, die durch Erzählungen anderer entstanden ist? Diese Selbstreflexion hilft dir, zwischen echter Intuition und antrainierter Angst zu unterscheiden.
5. **Sammle Erfahrungen - auch kleine:** Jede Interaktion ist eine Gelegenheit zu lernen. Anstatt schwierige Situationen zu meiden, gehe sie mit einem klaren Plan und der Unterstützung eines Trainers an. Jeder gemeisterte Moment, und sei er noch so klein, füllt dein Erfahrungskonto und stärkt dein zukünftiges Bauchgefühl.

 

 

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                    Petcaster 

 

 

  **Zusammengefasst von Anja Schirwinski**  

 

Seit meine Hündin Frida mit fünf Monaten aus einem rumänischen Shelter zu mir kam, beschäftige ich mich intensiv mit Hundethemen - von Alltagstraining bis Verhaltensbesonderheiten. Viele der Fragen, die in Podcasts besprochen werden, kenne ich aus unserer gemeinsamen Erfahrung nur zu gut. Deshalb fasse ich hier die für mich interessantesten Podcastfolgen zusammen und ergänze sie mit meinen eigenen Erlebnissen mit Frida.

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##  Themen 

 

 

 

 - [  Hundetraining und Erziehung  ](/podcasts/themen/hundetraining-und-erziehung)
 
  

 

**Hinweis:** *Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe von KI aus dem Transkript der Podcast-Episode generiert.*

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         ## Shownotes

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[Sami El Ayachi](https://www.longieren-mit-hund.de/)

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