##  Breadcrumb

1. [ Home ](/)
2. [ Sitz! Platz! Bleibt! - der Hundepodcast ](/podcast/sitz-platz-bleibt)
3. Mindset im Hundetraining: Nicole Borowy und Sami El Ayachi klären auf

# Mindset im Hundetraining: Nicole Borowy und Sami El Ayachi klären auf

            **Podcast:**

   [Sitz! Platz! Bleibt! - der Hundepodcast](/podcast/sitz-platz-bleibt)

              **Erscheinungsdatum:**

   13. August 2026

            **Länge:**

   00:32:30

    [         Link zur Episode (extern)   ](https://podcasters.spotify.com/pod/show/hundeplatz/episodes/70-Mindset-im-Hundetraining---Warum-Du-musst-nur-an-dich-glauben-nicht-reicht-e3na97n)

 ![#70 Mindset im Hundetraining - Warum „Du musst nur an dich glauben“ nicht reicht](https://www.petcaster.de/sites/default/files/styles/podcast_n_episode_metadata_image_1x/public/2026-08/43422011-1786529366557-b784d8d4b3146.jpg.webp?itok=vTWp0Zy2)

###   \#70 Mindset im Hundetraining - Warum „Du musst nur an dich glauben“ nicht reicht

   13. August 2026 · [Sitz! Platz! Bleibt! - der Hundepodcast](/podcast/sitz-platz-bleibt)

Kennst du das Gefühl, dass dein Hund deine Stimmungen wie ein Seismograf aufzeichnet? An Tagen, an denen du gestresst bist, scheint er unruhiger, und wenn du entspannt bist, liegt er friedlich neben dir. Dieser Gedanke führt schnell zu der Annahme, dass eine Veränderung unserer inneren Einstellung - unseres Mindsets - quasi magische Auswirkungen auf das Verhalten unserer Hunde haben könnte. Genau diesen weitverbreiteten Glauben nehmen die Hundetrainer:innen Nicole Borowy und Sami El Ayachi in ihrer Podcast-Episode von Sitz! Platz! Bleibt! kritisch unter die Lupe. Sami argumentiert pointiert, warum die populäre Idee, man müsse nur sein Mindset ändern und schon laufe alles mit dem Hund rund, eine gefährliche Vereinfachung ist. Die Episode ist eine tiefgehende Auseinandersetzung mit der Balance zwischen innerer Haltung, erlernten Fähigkeiten und der eigenständigen Persönlichkeit des Hundes - ein Muss für alle, die nach nachhaltigen Lösungen statt schnellen Versprechungen suchen. Zu Beginn informieren die beiden zudem über Samis große Deutschland-Tour im kommenden Jahr und einen gemeinsamen Live-Podcast-Abend in Kiel.

## Das Wichtigste auf einen Blick

- **Mindset ist nicht alles:** Eine reine Veränderung der Denkweise führt nicht automatisch zu einer Verhaltensänderung beim Hund. Der Hund ist ein eigenständiges Lebewesen mit eigenem Willen und eigener Entwicklung, nicht nur ein Spiegelbild seines Menschen.
- **Haltung statt Mindset:** Sami bevorzugt den Begriff Haltung. Dieser umfasst nicht nur die innere Einstellung, sondern auch die äußerlich sichtbare Konsequenz und das Handeln, das daraus folgt.
- **Fähigkeiten sind entscheidend:** Echte Veränderung entsteht erst, wenn eine neue innere Haltung mit konkreten, erlernten und authentisch ausgeführten Fähigkeiten kombiniert wird. Dein Hund muss die Veränderung spüren und sehen können.
- **Fokus auf das Positive:** Anstatt dich auf Problemverhalten zu fixieren, lenke deinen Blick bewusst auf die vielen positiven Momente im Alltag mit deinem Hund. Diese Perspektivverschiebung stärkt eure Beziehung nachhaltig.
- **Kleine, bewusste Schritte:** Statt einer radikalen Generalüberholung deiner Persönlichkeit sind es kleine, gezielte Anpassungen deiner Haltung in spezifischen Situationen, die langfristig den größten Erfolg bringen.

## Mehr als nur Kopfsache: Warum Mindset allein nicht ausreicht

Sami El Ayachi startet die Diskussion mit einer gesunden Skepsis gegenüber dem inflationär genutzten Begriff Mindset. Insbesondere auf Social Media wird oft suggeriert, dass jede Herausforderung im Hundetraining durch eine simple Änderung der eigenen Gedankenwelt lösbar sei. Er hält dies für zu kurz gegriffen und potenziell irreführend. Der Hund, so seine zentrale These, ist keine passive Marionette, die nur auf die mentalen Schwingungen seines Menschen reagiert. Er hat eine eigene Persönlichkeit, durchläuft eigene Entwicklungsprozesse und trifft eigene Entscheidungen.

Um seine Kritik zu verdeutlichen, nutzt Sami eine treffende Analogie aus dem Straßenverkehr: Nur weil er sich vornimmt, sich nicht mehr über Autofahrer zu ärgern, die nicht blinken, werden dadurch nicht plötzlich mehr Menschen den Blinker setzen. Seine veränderte Wahrnehmung - er bemerkt vielleicht eher die, die es richtig machen - ändert nichts an der Realität. Genauso verhalte es sich mit dem Hund. Wenn ein Hundebesitzer seine innere Haltung ändert, während der Hund sich parallel aus eigenem Antrieb weiterentwickelt, ist es ein Trugschluss, die positive Veränderung beim Hund allein auf das eigene Konto zu buchen. Diese Entkopplung ist wichtig, um den Hund als Individuum wertzuschätzen und nicht zu einem reinen Symptomträger unserer eigenen Befindlichkeiten zu degradieren.

## Die entscheidende Verbindung: Innere Haltung und äußere Fähigkeiten

Der Kern von Samis Argumentation liegt in der Verknüpfung von innerer Einstellung und äußerem Handeln. Eine neue, positive Haltung ist zwar eine wichtige Grundlage, wird aber erst dann wirksam, wenn sie in konkrete, für den Hund wahrnehmbare Fähigkeiten und Handlungen mündet. Es reicht nicht, sich vorzunehmen, souverän zu sein; man muss auch lernen, wie man Souveränität durch Körpersprache, klare Signale und konsequentes Handeln vermittelt. Erst wenn das Gesamtpaket aus Denken, Fühlen und Handeln authentisch und stimmig ist, kann der Hund diese Veränderung als verlässlich einstufen und sein eigenes Verhalten anpassen.

Viele Menschen, so beobachtet Sami in seinen Workshops, versuchen, neue Techniken anzuwenden, während ihre innere Unsicherheit und ihre Körpersprache etwas völlig anderes erzählen. Der Hund registriert diesen Widerspruch sofort. Deshalb ist Hundetraining für ihn auch immer Persönlichkeitsentwicklung: Es geht darum, das eigene Potenzial zu erkennen und es in erlernbare Kompetenzen umzuwandeln. Wer lernt, klar und fair aufzutreten, kann sich auch das Recht herausnehmen, vom Hund etwas einzufordern - nicht aus einem Gefühl der Überlegenheit, sondern aus einer erarbeiteten Selbstsicherheit heraus.

## Der Blickwinkel entscheidet: Vom Problemfokus zur Wertschätzung des Alltags

Eine der praktischsten Anwendungen einer veränderten Haltung liegt laut Sami in der bewussten Steuerung der eigenen Aufmerksamkeit. Viele Hundebesitzer:innen neigen dazu, sich fast ausschließlich auf das Problemverhalten zu konzentrieren - das Ziehen an der Leine, das Bellen bei Hundebegegnungen. Dabei übersehen sie die unzähligen Momente am Tag, in denen der Hund entspannt, kooperativ und einfach nur ein wunderbarer Begleiter ist. Dieser Problem-Tunnelblick erzeugt Stress und eine negative Grundstimmung, die die Beziehung belastet.

Sich bewusst dafür zu entscheiden, die positiven Momente wahrzunehmen und zu genießen - das entspannte Schlafen, das freudige Schwanzwedeln, das Gähnen nach einem Nickerchen -, verändert die Dynamik fundamental. Es geht nicht darum, Probleme zu ignorieren, sondern ihnen den richtigen Stellenwert zuzuordnen. Diese veränderte Perspektive ist eine Form von aktivem Mindset-Training, das direkt und ohne Umwege die emotionale Bindung zwischen Mensch und Hund stärkt. Es ist eine Haltung der Wertschätzung, die dem Hund signalisiert, dass er mehr ist als die Summe seiner Fehler.

## Praxisbeispiel Hundesport: Wenn die innere Anspannung zur selbsterfüllenden Prophezeiung wird

Nicole Borowy bringt ein anschauliches Beispiel aus dem Dummysport ein, das die Wechselwirkung von menschlicher Erwartung und hündischem Verhalten verdeutlicht. Ein Hund, der in Prüfungssituationen dazu neigt, zu früh zu starten, versetzt seinen Menschen oft schon im Vorfeld in Anspannung. Geht der Mensch mit der Erwartung Oh Gott, er wird bestimmt wieder einspringen in die Prüfung, verändert sich unbewusst seine Körperspannung. Er wird steifer, atmet flacher und strahlt Nervosität aus.

Sami stimmt zu, dass der Hund diese subtilen Signale wahrnehmen und als Auslöser für das unerwünschte Verhalten interpretieren kann. Eine bewusste Entscheidung des Menschen, mit einer ruhigen und zuversichtlichen Haltung in die Situation zu gehen, kann hier den entscheidenden Unterschied machen. Allerdings, und das ist sein wichtiger Einwand, funktioniert das nur, wenn die Basis stimmt: Der Hund muss bereits gelernt haben, sich in solchen Momenten an seinem Menschen zu orientieren. Die positive Haltung allein ist kein Ersatz für solides Training, aber sie kann in kritischen Momenten das Zünglein an der Waage sein, das die trainierten Fähigkeiten erfolgreich abrufbar macht.

## Kleine Schritte, große Wirkung: Wie du deine Haltung im Alltag wirklich veränderst

Anstatt eine komplette Persönlichkeitsveränderung anzustreben, plädiert Sami für kleine, aber bewusste Anpassungen im Alltag. Ein klassisches Beispiel ist die Situation, in der der Hund intensiv schnüffelt und der Mensch weitergehen möchte. Viele fühlen sich schlecht dabei, ihren Hund aus dieser für ihn so wichtigen Tätigkeit herauszureißen. Sie nähern sich zögerlich und mit einem schlechten Gewissen.

Hier kann eine veränderte Haltung ansetzen: Anstatt zu denken Ich störe ihn jetzt, könnte der Gedanke lauten: Es ist vollkommen in Ordnung und Teil unserer Partnerschaft, dass ich jetzt um seine Aufmerksamkeit bitte und wir gemeinsam weitergehen. Dieser kleine gedankliche Schalter verändert die gesamte Ausstrahlung. Man tritt selbstbewusster auf, die Aufforderung wird klarer und der Hund nimmt sie ernster. Es geht darum, sich bewusst zu machen, an wie vielen Stellen wir ohnehin Entscheidungen für den Hund treffen (Fütterungszeiten, Spazierwege, Alleinbleiben) und diese Selbstverständlichkeit auch auf Trainingssituationen zu übertragen. Es ist diese schrittweise Anpassung der eigenen Wahrnehmung, die eine innere Haltung nachhaltig formt und für den Hund verständlich macht.

## Praktische Schritte zur Veränderung deiner Haltung

1. **Ehrliche Selbstreflexion:** Beobachte dich selbst. An welchen Stellen fühlst du dich unsicher oder hast ein schlechtes Gewissen gegenüber deinem Hund? Erkenne, dass du an vielen Stellen im Alltag bereits ganz selbstverständlich Entscheidungen für ihn triffst. Nutze dieses Bewusstsein als Basis für mehr Klarheit im Training.
2. **Fokus bewusst lenken:** Nimm dir jeden Tag vor, drei Dinge zu notieren, die dein Hund besonders gut gemacht hat oder die dir Freude bereitet haben. Das trainiert dein Gehirn, das Positive stärker wahrzunehmen und dem Negativen weniger Raum zu geben.
3. **Verbinde Denken und Handeln:** Wenn du eine neue Haltung einnehmen willst (z.B. mehr Ruhe auszustrahlen), überlege dir, welche konkreten Handlungen dazugehören. Atme bewusst tief durch, bevor du eine schwierige Situation angehst. Lockere deine Schultern. Dein Körper hilft deinem Geist - und dein Hund sieht es.
4. **Fordere fair ein:** Erlaube dir, Dinge von deinem Hund einzufordern. Es ist nicht schlimm, wenn du ihn beim Schnüffeln unterbrichst, um weiterzugehen. Formuliere für dich den Anspruch, dass ihr ein Team seid, in dem beide Seiten gehört werden - auch du.
5. **Sei geduldig mit euch beiden:** Eine Haltungsänderung ist ein Prozess, kein Schalter, den man umlegt. Es wird Rückschläge geben. Sei nachsichtig mit dir selbst und erinnere dich daran, dass auch dein Hund Zeit braucht, um sich auf deine neue, klarere Art einzustellen.

---

                    Petcaster

  **Zusammengefasst von Anja Schirwinski**

Seit meine Hündin Frida mit fünf Monaten aus einem rumänischen Shelter zu mir kam, beschäftige ich mich intensiv mit Hundethemen - von Alltagstraining bis Verhaltensbesonderheiten. Viele der Fragen, die in Podcasts besprochen werden, kenne ich aus unserer gemeinsamen Erfahrung nur zu gut. Deshalb fasse ich hier die für mich interessantesten Podcastfolgen zusammen und ergänze sie mit meinen eigenen Erlebnissen mit Frida.

[Mehr über das Projekt Petcaster](/ueber-uns)

##  Themen

 - [  Hundetraining und Erziehung  ](/podcasts/themen/hundetraining-und-erziehung)

**Hinweis:** *Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe von KI aus dem Transkript der Podcast-Episode generiert.*

Alle Inhalte auf Petcaster beruhen auf öffentlich zugänglichen Podcasts aus der Hunde- und Haustierwelt. Wir fassen die Episoden nach bestem Wissen zusammen, übernehmen jedoch keine Gewähr für Vollständigkeit, Aktualität oder Richtigkeit der Inhalte. Die Rechte an den Original-Podcasts und -Inhalten liegen ausschließlich bei den jeweiligen Urheber:innen.

         ## Shownotes

  Kann dein Mindset wirklich das Verhalten deines Hundes verändern? Oder machen wir es uns damit manchmal ein bisschen zu einfach?

In dieser Folge von **Sitz! Platz! Bleibt!** sprechen Sami El Ayachi und Nicole Borowy darüber, welchen Einfluss unsere innere Haltung auf das Training und Zusammenleben mit unseren Hunden tatsächlich hat.

Was passiert, wenn wir schon mit dem Gedanken „Das klappt sowieso nicht“ ins Training gehen? Kann mehr Klarheit etwas verändern? Und warum reichen Selbstvertrauen, positives Denken und die richtige Einstellung allein nicht aus?

Denn unser Hund hat eine eigene Persönlichkeit, eigene Erfahrungen und einen eigenen Willen.

🐾 **Mehr von Hundeplatz**
[https://www.hunde-platz.de](https://www.hunde-platz.de/)

🛍️ **JAXIES – für Menschen, die Hunde nicht nur haben, sondern leben**
[https://jaxies.de](https://jaxies.de/)
Mit **HUNDEPLATZ** erhältst du 10 % Rabatt.

🎙️ **Sitz! Platz! Bleibt! LIVE – 09.12.2026 in Kiel**
Tickets:
<https://jaxies.de/products/podcast-live-am-mittwoch-09-12-2026-sitz-platz-bleibt>

🐕 **Mehr von Sami El Ayachi**
<https://www.longieren-mit-hund.de/>

🎥 **Samis Videokurs „Körpersprachlich arbeiten“**
[https://www.kosmos.de/de/korpersprachlich-arbeiten-video-kurs-mit-sami-el-ayachi\_1900308\_900308](https://www.kosmos.de/de/korpersprachlich-arbeiten-video-kurs-mit-sami-el-ayachi_1900308_900308)

🎟️ **Samis Livetour 2027**
<https://www.ticketmaster.de/artist/sami-el-ayachi-tickets/1484843>

📲 **Hundeplatz auf Instagram**
<https://www.instagram.com/hundeplatz.de/>