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# Mit dem Hund sprechen: Warum Körpersprache oft wichtiger ist als Worte

 



            **Podcast:** 

   [Sitz! Platz! Bleibt! - der Hundepodcast mit Nicole Borowy und Sami El Ayachi](/podcast/sitz-platz-bleibt) 

              **Erscheinungsdatum:** 

   16. Juli 2026 

            **Länge:** 

   00:31:40 

    [         Link zur Episode (extern)   ](https://sitz-platz-bleibt.podigee.io/67-66-redest-du-zuviel) 

 

 

 

 





 ![#66 Redest du zuviel? ](https://www.petcaster.de/sites/default/files/styles/podcast_n_episode_metadata_image_1x/public/2026-07/d03759fb-915e-4cd4-b4aa-8b387581f69d.jpg.webp?itok=DhfFMRdQ) 

###   \#66 Redest du zuviel?   

   16. Juli 2026 · [Sitz! Platz! Bleibt! - der Hundepodcast mit Nicole Borowy und Sami El Ayachi](/podcast/sitz-platz-bleibt)

  

 

 





 

Mit dem Hund sprechen ist für viele ganz selbstverständlich - mal liebevoll, mal genervt, mal wie in einem kleinen Selbstgespräch auf vier Pfoten. In der neuen Folge von [Sitz! Platz! Bleibt!](https://www.petcaster.de/podcast/sitz-platz-bleibt) schauen Nicole Borowy und Sami El Ayachi genauer hin: Was kommt von unserem Gerede beim Hund eigentlich an? Und wann werden Worte eher zum Hintergrundrauschen als zu echter Kommunikation? Eine spannende Folge über Körpersprache, Klarheit und die Frage, wie wir mit unseren Hunden verständlicher ins Gespräch kommen.





### Das Wichtigste auf einen Blick

Bevor wir tiefer in die Diskussion von Nicole und Sami eintauchen, hier die zentralen Erkenntnisse, die du direkt mit in deinen Alltag nehmen kannst:

- **Reden stärkt die Bindung, aber nur mit Gefühl.** Es ist völlig in Ordnung und sogar schön, mit deinem Hund zu plaudern. Sami betont, dass dies eine menschliche Art ist, Zuneigung auszudrücken. Problematisch wird es erst, wenn deine Worte nicht zu deinen Handlungen passen und du deinem Hund widersprüchliche Signale sendest.
- **Inkonsistenz ist der größte Feind klarer Kommunikation.** Dein Hund analysiert dich permanent. Wenn du ihn mit freundlicher Stimme rufst, aber dein Körper Anspannung oder Ungeduld signalisiert, entsteht ein Konflikt, den er nicht auflösen kann. Die Folge: Er lernt, deine Worte zu ignorieren.
- **Kommando-Inflation vermeiden.** Nicole kennt es aus dem Training: Wiederholst du ein Kommando wie "Hier" oder "Komm" immer wieder, ohne dass eine Konsequenz folgt, wird es zu bedeutungslosem Hintergrundrauschen. Dein Wort verliert an Kraft und Verbindlichkeit.
- **Dein Körper spricht lauter als deine Stimme.** Die eigentliche Magie entsteht, wenn du lernst, eine Handlung zuerst über deine Körpersprache anzubahnen. Sami erklärt, dass das verbale Signal erst dann hinzugefügt werden sollte, wenn der Hund die körperliche Geste bereits versteht und umsetzt.
- **Wenn dein Hund dich ignoriert, verringere die Distanz.** Der häufigste Fehler ist, lauter zu werden. Die bessere Strategie: Geh auf deinen Hund zu. Überbrücke die Distanz physisch, um die Verbindung wiederherzustellen, anstatt zu versuchen, sie mit deiner Stimme zu erzwingen.

## Die Kunst des Gesprächs: Warum wir so gerne mit unseren Hunden reden

Nicole eröffnet die Folge mit einer persönlichen Beobachtung: Sie redet zu Hause viel mit ihren Hunden. Es sind keine tiefgründigen Dialoge, sondern eher liebevolle Floskeln wie "Na, ihr Süßen" oder rhetorische Fragen an ihren Hund Jaxon, wenn er ihre Nähe sucht. Sie erwartet keine Antwort, es ist einfach ihre Art, Verbundenheit zu zeigen. Sami stimmt ihr voll und ganz zu. Für ihn ist es ein Ausdruck von Empathie und ein wichtiger Teil des Zusammenlebens. Die Fähigkeit, Gefühle zu verbalisieren, ist zutiefst menschlich - warum sollten wir sie im Umgang mit unseren engsten tierischen Partnern komplett ablegen?

Ich muss zugeben, dass ich mich hier sofort wiedererkannt habe. Wenn mein Hund morgens gähnend ins Arbeitszimmer trottet, entfährt mir fast immer ein "Guten Morgen, Schlafmütze". Es ist ein Ritual, das uns verbindet, auch wenn er vermutlich nur den warmen, freundlichen Tonfall versteht. Und genau hier liegt der Schlüssel: Solange die emotionale Botschaft stimmt, ist das "Was" fast egal.

## Wenn Worte und Taten kollidieren: Das Problem der widersprüchlichen Signale

Die Grenze vom liebevollen Geplauder zur handfesten Verwirrung ist jedoch schmal. Sami bringt es auf den Punkt: Kritisch wird es, wenn Sprache und Körpersprache im Widerspruch zueinander stehen. Er schildert eine typische Szene: Jemand sagt in sanftem Tonfall "Na, was willst du denn?", während er den Hund gleichzeitig unbewusst mit der Hand wegschiebt. Der Hund empfängt zwei gegensätzliche Botschaften: Die Stimme lädt ein, der Körper weist ab. Solche Momente sind für Hunde extrem schwer zu deuten und können auf Dauer das Vertrauen in unsere Signale untergraben. Anstatt Klarheit zu schaffen, säen wir Verwirrung. Ein ehrliches "Nein, gerade nicht" wäre in dieser Situation fairer und verständlicher.

## Weniger ist mehr: Wie Schweigen deine Kommunikation revolutionieren kann

Hier kommt die anfangs erwähnte "Schweigeminute" ins Spiel. Nicole vermutet, dass die Challenge darauf abzielt, Hundebesitzer zu zwingen, sich wieder mehr auf ihre Körpersprache zu konzentrieren. Wenn die Stimme als primäres Kommunikationsmittel wegfällt, sind wir gezwungen, uns sichtbarer und bewusster zu bewegen. Sami führt diesen Gedanken weiter aus und erklärt seine Methode, wie man verbale Kommandos sinnvoll aufbaut, anstatt sie zu entwerten.

Er beschreibt einen dreistufigen Prozess: Zuerst kommt die **Ansprache**. Man nutzt den Namen des Hundes und richtet seinen Oberkörper und Blick auf ihn, um seine Aufmerksamkeit zu gewinnen. Danach folgt eine rein **körpersprachliche Aktion**, zum Beispiel eine einladende, öffnende Geste, um den Hund zu sich zu rufen. Erst wenn der Hund diese Geste verstanden hat und zuverlässig darauf reagiert, wird die Handlung **benannt**, also mit einem Wort wie "Hier" oder "Komm" verknüpft. Viele Menschen, so Sami, überspringen die ersten beiden Schritte und springen direkt zur verbalen Zielformulierung - und wundern sich dann, warum sie ignoriert werden.

## "Hallo? Ich rede mit dir!": Warum dein Hund dich manchmal einfach ausblendet

Jeder kennt es: Der Hund ist in eine Geruchsspur vertieft, und unsere Rufe scheinen im Nichts zu verhallen. Nicole beschreibt genau dieses Verhalten bei Jaxon, der momentan durch die vielen läufigen Hündinnen in der Nachbarschaft wie ferngesteuert wirkt. Sami liefert dazu eine brillante Analogie: der Teenager, der mit Kopfhörern vor der Konsole sitzt. Man kann aus der Küche noch so laut rufen, dass das Essen fertig ist - die Information kommt nicht an. Was ist die Lösung? Man muss die Treppe hochgehen, die Distanz verringern und ihn vielleicht sogar an der Schulter antippen.

Wir Menschen sind, wie Sami es nennt, "ökonomisch". Wir versuchen, Distanzen bequem mit unserer Stimme zu überbrücken. Bei Hunden, die sich in einem "Tunnel" befinden - sei es ein spannender Geruch, ein anderer Hund oder ein potenzielles Beutetier -, funktioniert das nicht. Anstatt immer lauter zu werden und unsere eigene Frustration zu steigern, ist der einzig sinnvolle Weg, die Distanz physisch zu schließen. Damit zeigen wir dem Hund, dass unsere Anfrage nicht optional, sondern verbindlich ist.

## Die Falle der Lautstärke: Eine Lektion aus der Schneiderei

Dass Lautstärke selten die Lösung ist, verdeutlicht Sami mit einer sehr persönlichen Anekdote. Als Sohn eines Gastarbeiters, der nie perfekt Deutsch lernte, ist er es gewohnt, Dinge zu umschreiben und geduldig zu erklären. Eines Tages stand er in einer Schneiderei und versuchte dem türkischen Inhaber zu erklären, wie eine Hose geflickt werden sollte. Als er das Gefühl hatte, nicht verstanden zu werden, wurde er instinktiv immer lauter und energischer. Ein anderer Kunde im Laden merkte mit einem Lächeln an: "Junger Mann, es bringt nichts, dass Sie lauter werden. Er versteht Sie inhaltlich nicht."

Dieser Moment war für Sami eine Offenbarung und ist die perfekte Metapher für die Kommunikation mit unseren Hunden. Oft gehen wir davon aus, der Hund sei stur oder ungehorsam, dabei hat er uns vielleicht einfach nicht verstanden. Unsere Signale waren widersprüchlich, der Kontext unklar oder die Ablenkung zu groß. Mehr vom Gleichen - nur lauter - ist dann der falsche Weg. Stattdessen müssen wir einen Schritt zurücktreten und uns fragen: Wie kann ich meine Botschaft klarer formulieren?

## Praktische Schritte für eine klare Kommunikation

Was kannst du also konkret tun, um Missverständnisse zu vermeiden und die Verbindung zu deinem Hund zu stärken? Hier sind die wichtigsten Protokolle aus dem Gespräch zusammengefasst.

### Dein 3-Schritte-Protokoll für klare Ansagen

1. **Die Ansprache:** Bevor du ein Kommando gibst, stelle sicher, dass du die volle Aufmerksamkeit deines Hundes hast. Sage seinen Namen, richte deinen Körper auf ihn aus und warte auf eine Reaktion (z.B. einen Blick oder ein gespitztes Ohr).
2. **Die körperliche Einladung:** Nutze eine klare, offene Geste, um deinem Hund zu zeigen, was du von ihm möchtest. Wenn er zu dir kommen soll, öffne deine Arme oder gehe einen Schritt rückwärts, um ihn einzuladen. Halte diese Geste, bis er reagiert.
3. **Das Benennen:** Erst wenn dein Hund die Bewegung bereits ausführt, verknüpfst du sie mit dem passenden Wort. Wenn er auf dem Weg zu dir ist, sagst du "Hier". So lernt er, dass das Wort für genau diese Handlung steht.

### Was tun, wenn dein Hund nicht reagiert?

Wenn dein Hund auf eine Ansprache nicht reagiert, ist das kein Grund zur Panik oder zum Ärger. Betrachte es als ein Kommunikationsproblem, das du lösen kannst:

- **Stopp:** Atme tief durch und widerstehe dem Impuls, das Kommando zu wiederholen oder lauter zu werden.
- **Bewegung:** Verringere die Distanz zu deinem Hund. Gehe ruhig und bestimmt auf ihn zu.
- **Klarheit:** Stelle im Nahbereich den Kontakt wieder her - vielleicht durch eine sanfte Berührung an der Schulter oder indem du dich vor ihn stellst. Formuliere deine Bitte erst dann neu, mit klarer Körpersprache und ruhiger Stimme.

Am Ende der Folge gibt es noch eine tolle Neuigkeit: Sami geht nächstes Jahr auf große Live-Tour. In 18 Städten wird er interaktive Abende gestalten, die eine Mischung aus Information und Unterhaltung versprechen. Wenn du die Chance hast, ihn live zu erleben, solltest du sie dir nicht entgehen lassen. Den Link zu den Tickets findest du in den Shownotes des Podcasts.

 

 

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                    Petcaster 

 

 

  **Zusammengefasst von Anja Schirwinski**  

 

Seit meine Hündin Frida mit fünf Monaten aus einem rumänischen Shelter zu mir kam, beschäftige ich mich intensiv mit Hundethemen - von Alltagstraining bis Verhaltensbesonderheiten. Viele der Fragen, die in Podcasts besprochen werden, kenne ich aus unserer gemeinsamen Erfahrung nur zu gut. Deshalb fasse ich hier die für mich interessantesten Podcastfolgen zusammen und ergänze sie mit meinen eigenen Erlebnissen mit Frida.

[Mehr über das Projekt Petcaster](/ueber-uns)

 

 

 

 

     

##  Themen 

 

 

 

 - [  Hundetraining und Erziehung  ](/podcasts/themen/hundetraining-und-erziehung)
 
  

 

**Hinweis:** *Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe von KI aus dem Transkript der Podcast-Episode generiert.*

Alle Inhalte auf Petcaster beruhen auf öffentlich zugänglichen Podcasts aus der Hunde- und Haustierwelt. Wir fassen die Episoden nach bestem Wissen zusammen, übernehmen jedoch keine Gewähr für Vollständigkeit, Aktualität oder Richtigkeit der Inhalte. Die Rechte an den Original-Podcasts und -Inhalten liegen ausschließlich bei den jeweiligen Urheber:innen.

 

 

         ## Shownotes

  Warum dein Hund oft besser auf Körpersprache hört als auf Worte.

Erfahre mehr über uns:

[Hundeplatz](https://www.hunde-platz.de)

[Sami El Ayachi](https://www.longieren-mit-hund.de/)

[Videokurs von Sami](https://www.kosmos.de/de/korpersprachlich-arbeiten-video-kurs-mit-sami-el-ayachi_1900308_900308)

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[Tickets zum Live Podcast am 09.12.2026 in Kiel](https://jaxies.de/products/podcast-live-am-mittwoch-09-12-2026-sitz-platz-bleibt)

[Tickets zu Samis Livetour 2027]([https://www.ticketmaster.de/artist/sami-el-ayachi-tickets/1484843)\](<https://www.ticketmaster.de/artist/sami-el-ayachi-tickets/1484843>))