##  Pfadnavigation

1. [ Startseite ](/)
2. [ Sitz! Platz! Bleibt! - der Hundepodcast ](/podcast/sitz-platz-bleibt)
3. Passive Demut: Cleveres Verhalten oder Ausdruck von Angst?

# Passive Demut: Cleveres Verhalten oder Ausdruck von Angst?

            **Podcast:**

   [Sitz! Platz! Bleibt! - der Hundepodcast](/podcast/sitz-platz-bleibt)

              **Erscheinungsdatum:**

   17. September 2026

            **Länge:**

   00:23:45

    [         Link zur Episode (extern)   ](https://podcasters.spotify.com/pod/show/hundeplatz/episodes/75-Wenn-dein-Hund-sich-klein-macht---was-dahinter-stecken-kann-e3njlag)

 ![#75 Wenn dein Hund sich klein macht - was dahinter stecken kann](https://www.petcaster.de/sites/default/files/styles/podcast_n_episode_metadata_image_1x/public/2026-09/43422011-1748358504878-890bdc6622b89.jpg.webp?itok=QUv4eSzF)

###    #75 Wenn dein Hund sich klein macht - was dahinter stecken kann

   17. September 2026 · [Sitz! Platz! Bleibt! - der Hundepodcast](/podcast/sitz-platz-bleibt)

Wenn dein Hund sich auf den Rücken wirft und klein macht, steckt oft passive Demut dahinter. Ist das ein Zeichen echter Angst oder eine clevere Strategie, um sich aus einer unangenehmen Situation zu ziehen? Dieses vielschichtige Signal der Hundekommunikation wird häufig missverstanden. In der Episode #75 ihres Podcasts **[Sitz! Platz! Bleibt!](https://www.petcaster.de/podcast/sitz-platz-bleibt)** nehmen die Hundetrainer Nicole Borowy und Sami El Ayachi die Körpersprache der passiven Demut genau unter die Lupe. Sie erklären, warum dieses Verhalten nicht zwangsläufig auf traumatische Erlebnisse hindeutet und wie du als Halter lernst, zwischen echter Überforderung und geschickter Taktik zu unterscheiden. So entwickelst du ein feineres Gespür für die Kommunikation deines Hundes und kannst souveräner reagieren.

Zu Beginn der Folge weisen Nicole und Sami außerdem auf ihre bevorstehenden Live-Veranstaltungen hin. Geplant sind Workshops, eine Live-Podcast-Aufnahme in Kiel und eine Tour zum Jahresende, bei der Sami sein Infotainment-Bühnenprogramm in verschiedenen Städten präsentiert.

## Das Wichtigste auf einen Blick

- **Passive Demut als Deeskalation:** Das Verhalten, bei dem sich ein Hund flach auf den Boden legt, auf die Seite oder den Rücken dreht und erstarrt, dient primär dazu, einen Konflikt zu vermeiden und das Gegenüber zu besänftigen.
- **Die Körpersprache im Detail:** Typische Anzeichen sind nach hinten gezogene Mundwinkel, schlitzförmige Augen, ein abgewandter Blick, angelegte Ohren, eine eingeklemmte Rute und angezogene Beine. Manchmal verlieren Hunde dabei auch Urin.
- **Strategie versus ehrliches Gefühl:** Passive Demut kann eine erlernte Strategie sein, um unangenehmen Aufforderungen zu entgehen. Ein Hund, der die Geste strategisch einsetzt, ist oft im nächsten Moment wieder fröhlich und aktiv, sobald der Druck nachlässt.
- **Nicht immer ein Zeichen von Trauma:** Entgegen der häufigen Annahme ist dieses Verhalten nicht automatisch ein Hinweis auf Misshandlung oder eine schlechte Vergangenheit. Es ist ein normaler und wichtiger Teil des hündischen Verhaltensrepertoires.
- **Menschliches Eingreifen kann schaden:** Wenn ein souveräner Hund von einem anderen eine ehrliche Demutsgeste einfordert, kann das eine wichtige soziale Lektion sein. Ein zu frühes Eingreifen des Menschen verhindert diesen Lernprozess.
- **Resilienz im Alltag fördern:** Du kannst deinem Hund helfen, indem du ihm beibringst, leichten Druck oder klare Ansagen auszuhalten, ohne sofort in die passive Demut zu fallen. Das stärkt sein Selbstvertrauen.

## Was genau ist passive Demut?

Passive Demut ist ein eindrucksvolles Signal, das der Deeskalation dient. Nicole beschreibt die Körpersprache sehr anschaulich: Der Hund macht sich klein, legt sich auf die Seite oder den Rücken und erstarrt förmlich. Die Mundwinkel sind nach hinten gezogen, die Augen schmal, der Blick ist abgewandt, und die Ohren liegen eng am Kopf an. Die Beine sind zum Schutz des Körpers angezogen und die Rute ist fest unter den Bauch geklemmt. In diesem Zustand versucht der Hund, jegliche Provokation zu vermeiden und signalisiert seinem Gegenüber: Ich bin keine Bedrohung, bitte tu mir nichts. Sami ergänzt, dass es in solchen Momenten auch zum unkontrollierten Urinieren kommen kann - ein Zeichen höchster Anspannung, das sowohl bei passiver als auch bei aktiver Demut auftreten kann.

## Clevere Taktik oder echte Unterwerfung: Wie du den Unterschied erkennst

Eine der zentralen Fragen der Episode ist, ob der Hund die passive Demut authentisch zeigt oder sie als erlernte Strategie einsetzt. Sami schildert hierzu ein prägnantes Beispiel aus einem seiner Workshops: Ein Dackel, der ansonsten selbstbewusst und sogar übergriffig auftrat, warf sich bei jeder noch so kleinen Aufforderung durch seine Halterin sofort auf die Seite. Er zeigte alle äußeren Anzeichen passiver Demut, doch sein Blick wanderte wachsam umher, als würde er nur darauf warten, dass die Anforderung zurückgenommen wird. Sobald der Druck nachließ, war er sofort wieder der Alte. Dieses Verhalten, erklärt Sami, war eine clevere Taktik, um sich Aufgaben zu entziehen.

Im Gegensatz dazu beschreibt er eine Begegnung zwischen einem jungen Hund namens Bruno und einem souveränen Rottweilerrüden. Bruno versuchte zunächst ebenfalls, eine Konfrontation mit einer schnell gezeigten Demutsgeste zu beenden. Der Rottweiler ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken und bestand auf einer ehrlichen, gehaltenen Unterwerfung. Bruno musste die Position halten, bis der Rottweiler den Druck langsam löste. Entscheidend war Brunos Verhalten danach: Er stand nicht sofort auf und schüttelte sich, sondern blieb noch eine Weile in einer gedämpften, demütigen Haltung. Das, so Sami, ist der Schlüssel zur Unterscheidung: Ein Hund, der die Demut wirklich gefühlt hat, braucht einen Moment, um sich aus diesem Zustand zu lösen, während ein strategischer Hund die Situation sofort mental verlässt.

## Warum dein Eingreifen nicht immer hilfreich ist

Viele Hundebesitzer neigen dazu, sofort einzugreifen, wenn sie sehen, wie ein Hund einen anderen in die passive Demut zwingt. Es wirkt hart und unfair. Sami warnt jedoch davor, solche Situationen vorschnell zu unterbrechen. In der Interaktion zwischen Bruno und dem Rottweiler war es eine wichtige soziale Lektion. Der Rottweiler handelte nicht aggressiv, sondern kommunizierte klar und konsequent. Er lehrte Bruno, dass eine nur vorgetäuschte Demut nicht ausreicht, um einen Konflikt wirklich zu beenden. Würde ein Mensch hier eingreifen, würde er dem Hund die Botschaft vermitteln, dass seine clevere Ausweichstrategie funktioniert und er sich einer ehrlichen Auseinandersetzung nicht stellen muss. Solange die Situation nicht eskaliert und der überlegene Hund fair bleibt, können Hunde in solchen Momenten wertvolle soziale Kompetenzen erlernen.

## Die menschliche Falle: Wenn passive Demut falsch gedeutet wird

Das Bild eines sich unterwerfenden Hundes löst bei Menschen oft starkes Mitleid und den Impuls aus, den Hund zu beschützen. Viele interpretieren es sofort als Zeichen, dass der Hund in der Vergangenheit Schlimmes erlebt haben muss. Sami betont, dass dies oft eine Fehlinterpretation ist. Passive Demut ist ein angeborenes Verhalten, das jeder Hund im Repertoire hat. Er vergleicht es mit einer menschlichen Situation: Wenn man einen Fehler gemacht hat, etwa vergessen hat, die Milch einzukaufen, kann ein schnelles Sorry mit gesenktem Blick oft das Gegenüber besänftigen. Nutzt man diese Strategie jedoch ständig, verliert sie ihre Wirkung. Manchmal ist es notwendig, die Konsequenz des eigenen Handelns kurz auszuhalten. Ähnlich ist es beim Hund: Es ist wichtig, die Situation objektiv zu bewerten und nicht sofort aus der eigenen Emotion heraus zu handeln. Das hilft nicht nur dem Hund, sondern schult auch die eigene Fähigkeit, hündische Kommunikation besser zu verstehen.

## Praktische Schritte für den Alltag

Um im Umgang mit passiver Demut sicherer zu werden, geben Nicole und Sami konkrete Anregungen:

1. **Beobachte den gesamten Kontext:** Achte genau darauf, in welchen Situationen dein Hund dieses Verhalten zeigt. Passiert es nur bei bestimmten Befehlen, beim Anleinen in der Wohnung oder auch in anderen Zusammenhängen? Das Muster gibt Hinweise darauf, ob es sich um eine erlernte Strategie handelt.
2. **Analysiere das Verhalten danach:** Der entscheidende Moment ist der, nachdem der Druck nachlässt. Springt dein Hund sofort auf und ist wieder fröhlich? Dann war es wahrscheinlich eine Taktik. Bleibt er noch einen Moment ruhig und gedämpft? Dann war die Demut echt.
3. **Fördere die Resilienz deines Hundes:** Wenn dein Hund dazu neigt, bei der kleinsten Anforderung umzufallen, unterstütze ihn aktiv dabei, stehen zu bleiben. Sami beschreibt, wie er dem Dackel half, auf allen vier Pfoten zu bleiben, während er angesprochen wurde. So lernt der Hund, dass eine Aufforderung nicht bedrohlich ist und er sie aushalten kann.
4. **Greife bei Hundebegegnungen überlegt ein:** Lerne, die Körpersprache der beteiligten Hunde zu lesen. Wenn du siehst, dass ein sozial kompetenter Hund eine ehrliche Demutsgeste einfordert, ohne dabei unfair oder übermäßig aggressiv zu sein, gib den Hunden einen Moment Zeit, die Situation selbst zu klären.

---

                    Petcaster

  **Zusammengefasst von Anja Schirwinski**

Seit meine Hündin Frida mit fünf Monaten aus einem rumänischen Shelter zu mir kam, beschäftige ich mich intensiv mit Hundethemen - von Alltagstraining bis Verhaltensbesonderheiten. Viele der Fragen, die in Podcasts besprochen werden, kenne ich aus unserer gemeinsamen Erfahrung nur zu gut. Deshalb fasse ich hier die für mich interessantesten Podcastfolgen zusammen und ergänze sie mit meinen eigenen Erlebnissen mit Frida.

[Mehr über das Projekt Petcaster](/ueber-uns)

##  Themen

 - [  Hundetraining und Erziehung  ](/podcasts/themen/hundetraining-und-erziehung)
- [  Aggression und Konflikte  ](/podcasts/themen/aggression-konflikte)

**Hinweis:** *Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe von KI aus dem Transkript der Podcast-Episode generiert.*

Alle Inhalte auf Petcaster beruhen auf öffentlich zugänglichen Podcasts aus der Hunde- und Haustierwelt. Wir fassen die Episoden nach bestem Wissen zusammen, übernehmen jedoch keine Gewähr für Vollständigkeit, Aktualität oder Richtigkeit der Inhalte. Die Rechte an den Original-Podcasts und -Inhalten liegen ausschließlich bei den jeweiligen Urheber:innen.

         ## Shownotes

  Blick abgewandt, Beine angezogen, auf die Seite geworfen und bloß nicht bewegen – die **passive Demut** ist eines der am stärksten missverstandenen Signale der Hundekommunikation. Reines Einfrieren aus Angst oder doch eine clevere Alltagsstrategie, um sich unbequemen Ansagen zu entziehen?

In dieser Folge nehmen Nicole Borowy und Sami El Ayachi die Körpersprache der passiven Demut genau unter die Lupe. Sie erklären, warum das Flachlegen auf den Rücken nicht immer auf traumatische Erlebnisse zurückgeht, wie Hunde dieses Verhalten strategisch einsetzen und wie du als Halter\*in lernst, feinfühlig, aber bestimmt die Grenze zwischen echter Überforderung und geschicktem Ausweichen zu erkennen.

Zusätzlich sprechen Nicole und Sami über die bevorstehenden Live-Events, Workshops und die Podcast-Tour zum Jahresende!

**Erfahre mehr über uns:**

Hundeplatz: <https://www.hunde-platz.de>

Sami El Ayachi: <https://www.longieren-mit-hund.de/>

Videokurs von Sami: [https://www.kosmos.de/de/korpersprachlich-arbeiten-video-kurs-mit-sami-el-ayachi\_1900308\_900308](https://www.kosmos.de/de/korpersprachlich-arbeiten-video-kurs-mit-sami-el-ayachi_1900308_900308)

Instagram Hundeplatz: <https://www.instagram.com/hundeplatz.de/>

Tickets zum Live-Podcast am 09.12.2026 in Kiel: <https://jaxies.de/products/podcast-live-am-mittwoch-09-12-2026-sitz-platz-bleibt>

Tickets zu Samis Livetour 2027: <https://www.ticketmaster.de/artist/sami-el-ayachi-tickets/1484843>