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# Überfüllte Tierheime und steigende Kosten: Brauchen wir radikal neue Ideen für die Hundehaltung?

 



            **Podcast:** 

   [Sitz! Platz! Bleibt! - der Hundepodcast mit Nicole Borowy und Sami El Ayachi](/podcast/sitz-platz-bleibt) 

              **Erscheinungsdatum:** 

   12. März 2026 

            **Länge:** 

   00:31:42 

    [         Link zur Episode (extern)   ](https://sitz-platz-bleibt.podigee.io/49-48-volle-tierheime-leere-kassen-brauchen-wir-eine-revolution-in-der-hundehaltung) 

 

 

 

 





 ![# 48 Volle Tierheime, leere Kassen: Brauchen wir eine Revolution in der Hundehaltung?](https://www.petcaster.de/sites/default/files/styles/podcast_n_episode_metadata_image_1x/public/2026-03/c62edd87-70d7-4849-b1cf-8ddb91c03563.jpg.webp?itok=TipFMd5y) 

###   \# 48 Volle Tierheime, leere Kassen: Brauchen wir eine Revolution in der Hundehaltung?  

   12. März 2026 · [Sitz! Platz! Bleibt! - der Hundepodcast mit Nicole Borowy und Sami El Ayachi](/podcast/sitz-platz-bleibt)

  

 

 





 

Stell dir vor, du gehst durch die Gänge eines Tierheims. Die Zwinger sind voll, die Mitarbeiter am Limit und die Zahl der Hunde, die ein neues Zuhause suchen, scheint kein Ende zu nehmen. Dieses Szenario ist in Deutschland leider längst Realität. In der Podcast-Episode von "[Sitz! Platz! Bleibt!](https://www.petcaster.de/podcast/sitz-platz-bleibt)" tauchen die Hosts Nicole Borowy und Sami El Ayachi tief in die strukturellen Probleme ein, die zu dieser Krise führen. Anstatt nur Symptome zu beklagen, entwickelt Sami eine provokante und zugleich faszinierende Idee, die das System der Hundevermittlung von Grund auf verändern könnte. Es geht um mehr als nur um Gassi-Runden und Futterkosten – es geht um Verantwortung, finanzielle Absicherung und die Frage, wie wir das Zusammenleben von Mensch und Hund zukunftsfähig gestalten können.

## Das Wichtigste auf einen Blick

- **Die Hundesteuer ist ungerecht und ineffizient:** Sami und Nicole kritisieren, dass die Hundesteuer eine nicht zweckgebundene Luxussteuer ist. Die Einnahmen fließen in den allgemeinen Haushalt und kommen weder den Hunden noch ihren Halter:innen direkt zugute, etwa durch den Bau sicherer Freilaufflächen.
- **Sichere Auslaufgebiete fehlen:** Besonders in Städten mangelt es an eingezäunten Freilaufflächen. Samis kreativer Vorschlag: Städte könnten sichere Areale schaffen, zu denen nur registrierte Steuerzahler:innen über ihre Hundemarke Zugang erhalten.
- **Ein radikaler Vorschlag zur Verantwortung:** Sami schlägt eine obligatorische Sicherheitsleistung von 5.000 Euro für jeden Hund vor, der in den deutschen Markt eingeführt wird - egal ob vom Züchter, aus dem Tierschutz oder von gewerblichen Händlern.
- **Wie die Sicherheitsleistung funktionieren würde:** Diese Summe (z. B. als Bankbürgschaft oder Versicherungspolice) soll sicherstellen, dass die Kosten für eine eventuelle Rücknahme und Neuvermittlung des Hundes gedeckt sind und nicht die Allgemeinheit belasten.
- **Wissen als Voraussetzung:** Ein verpflichtender Hundeführerschein soll sicherstellen, dass zukünftige Halter:innen sich vorab mit den Kosten, der Verantwortung und den Bedürfnissen eines Hundes auseinandersetzen.
- **Seriosität nachweisbar machen:** Die Sicherheitsleistung und der Führerschein würden es Käufer:innen erleichtern, seriöse von unseriösen Anbietern zu unterscheiden und so den illegalen Welpenhandel eindämmen.

## Die Hundesteuer: Ein Ärgernis ohne Zweckbindung

Gleich zu Beginn der Diskussion entzündet sich das Gespräch an einem Thema, das viele von uns kennen: der Hundesteuer. Nicole teilt ihren Frust über den kürzlich erhaltenen Steuerbescheid von rund 500 Euro für ihre drei Hunde, während Sami die hohen Sätze in Köln (über 250 Euro für den zweiten Hund) anführt. Was beide besonders stört, ist nicht allein die Höhe, sondern die fehlende Zweckbindung. Das Geld verschwindet im großen Steuertopf der Kommunen, anstatt gezielt für hunderelevante Projekte eingesetzt zu werden. Sami argumentiert, dass die Akzeptanz für die Steuer deutlich höher wäre, wenn sie in einen Fonds fließen würde, der Tierschutzprojekte, Tierheime oder eben die Infrastruktur für Hundehalter:innen finanziert.

In diesem Zusammenhang weist Sami auf eine besondere Ungerechtigkeit hin: Während Hundebesitzer:innen zur Kasse gebeten werden, gibt es keine Katzensteuer, obwohl Freigängerkatzen ebenfalls den öffentlichen Raum nutzen und beispielsweise Sandkästen auf Kinderspielplätzen verunreinigen. Diese Diskrepanz verdeutlicht, dass die Hundesteuer historisch als Luxussteuer konzipiert wurde und mit den heutigen Realitäten von Hunden als Sozialpartner kaum noch etwas zu tun hat.

## Fehlende Infrastruktur: Der Mangel an sicheren Freilaufflächen

Ein direktes Resultat der fehlenden Investitionen ist der Mangel an adäquater Infrastruktur. Nicole beschreibt eine Freilauffläche in Kiel, die direkt an einer Schnellstraße liegt - ohne Zaun. Eine absurde und gefährliche Situation, die leider kein Einzelfall ist. Auch ich kenne solche "Alibi-Flächen", die mehr Gefahr als Freiheit bieten. Hier setzt Samis erste konkrete Idee an: Städte könnten eingezäunte, sichere Auslaufparks errichten. Der Clou dabei: Der Zugang würde elektronisch über die Hundesteuermarke geregelt. Nur wer seinen Hund ordnungsgemäß angemeldet hat und Steuern zahlt, erhält Zutritt. Dieses System würde nicht nur einen echten Mehrwert für ehrliche Steuerzahler:innen schaffen, sondern auch die soziale Kontrolle erhöhen und Vandalismus vorbeugen. Man könnte sogar nachverfolgen, wer sich zu welcher Zeit im Park aufgehalten hat, was bei Problemen oder Konflikten helfen würde. Ein solches Modell würde die Hundesteuer von einer reinen Last in eine Art Servicegebühr verwandeln.

## Der Kern des Problems: Eine radikale Idee zur Verantwortung

Der wohl revolutionärste Gedanke der Episode ist Samis Vorschlag einer verpflichtenden Sicherheitsleistung von 5.000 Euro. Jeder, der einen Hund in den Verkehr bringt - Züchter:innen, Tierschutzorganisationen, Importeur:innen - müsste diese Summe pro Tier hinterlegen. Dies könnte über eine Bankbürgschaft, eine spezielle Versicherung oder eine direkte Einzahlung geschehen. Wozu das Ganze? Das Tierschutzgesetz verpflichtet diese Akteure bereits jetzt, einen Hund im Notfall zurückzunehmen. Doch in der Praxis scheitert dies oft an fehlenden Kapazitäten oder mangelndem Willen. Die Kosten landen dann bei den ohnehin überlasteten Tierheimen und damit bei der Allgemeinheit.

Die 5.000 Euro dienen als Puffer. Muss ein Hund zurückgegeben werden und der ursprüngliche Vermittler kann keine adäquate Unterbringung bieten, wird auf diese Sicherheit zurückgegriffen, um die Kosten für Tierheim, Training und Neuvermittlung zu decken. Sami ist überzeugt, dass dies den Markt nachhaltig verändern würde. Der illegale Welpenhandel aus dem Kofferraum würde unattraktiv, da die Hinterlegung der Sicherheit kaum möglich wäre. Auch Hobby-Vermehrer, die aus einer Laune heraus einen Wurf planen, würden durch die finanzielle Hürde zum Nachdenken angeregt. Nicole gibt zu bedenken, dass dies für seriöse Züchter:innen mit einem großen Wurf eine enorme finanzielle Belastung darstellen könnte. Sami entgegnet, dass seriöse Anbieter oft über ein stabiles Netzwerk verfügen und ihre Hunde selten im Tierheim landen. Zudem könnten die neuen Halter:innen die Bürgschaft übernehmen und die Prämie dafür zahlen, wodurch die Verantwortung fair verteilt würde.

## Mehr als nur Geld: Die Rolle von Wissen und Aufklärung

Finanzielle Anreize allein reichen jedoch nicht aus. Deshalb koppelt Sami seinen Vorschlag an einen verpflichtenden Hundeführerschein für alle Halter:innen. Er zieht den Vergleich zum Autofahren: Niemand würde auf die Idee kommen, die Führerscheinpflicht infrage zu stellen, obwohl die Kontrolldichte gering ist. Ein solcher Sachkundenachweis würde sicherstellen, dass sich Menschen schon \*vor\* der Anschaffung eines Hundes mit den realen Kosten auseinandersetzen - von der Haftpflicht- und Krankenversicherung über Futter bis hin zu unvorhergesehenen Tierarztbesuchen. Viele Probleme und Abgaben im Tierheim entstehen aus Überforderung und einer falschen Vorstellung davon, was es bedeutet, einen Hund zu halten. Ein Führerschein, der solche Themen behandelt, dient als präventive Maßnahme. Er schützt nicht nur die Hunde, sondern auch die Menschen vor dem bösen Erwachen, wenn die erste Euphorie verflogen ist und der Alltag mit all seinen Herausforderungen beginnt.

## Samis Vorschläge im Überblick: Ein System für die Zukunft

Die Ideen aus dem Podcast lassen sich als ein ineinandergreifendes System verstehen, das auf mehreren Ebenen ansetzt:

1. **Verantwortung von Anfang an sichern:** Die 5.000 Euro Sicherheitsleistung verlagern das finanzielle Risiko von der Allgemeinheit zurück zu denjenigen, die Hunde in den Umlauf bringen. Dies schafft einen starken Anreiz für eine sorgfältige Vermittlung und die Einhaltung der Rücknahmepflicht.
2. **Wissen zur Pflicht machen:** Ein bundesweit einheitlicher Hundeführerschein stellt sicher, dass sich angehende Halter:innen ihrer Verantwortung, der anfallenden Kosten und des notwendigen Zeitaufwands bewusst sind.
3. **Seriosität transparent gestalten:** Käufer:innen können leicht überprüfen, ob ein Anbieter die gesetzlichen Auflagen (Sicherheitsleistung) erfüllt. Das schafft Vertrauen und macht es unseriösen Händlern schwerer.
4. **Anreize statt nur Abgaben schaffen:** Die Hundesteuer wird durch sichtbare Gegenleistungen wie exklusive, sichere Freilaufflächen aufgewertet. Dies fördert die Akzeptanz und stärkt die Gemeinschaft der verantwortungsvollen Hundehalter:innen.

Sami betont, dass sein Ziel nicht ist, Menschen die Hundehaltung zu verbieten. Im Gegenteil: Es geht darum, ein System zu schaffen, das es Menschen ermöglicht, ihrem Hund langfristig gerecht zu werden, und das gleichzeitig die engagierten Tierschützer:innen entlastet, die an vorderster Front die Scherben einer verfehlten Politik aufkehren müssen.

 

 

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                    Petcaster 

 

 

  **Zusammengefasst von Anja Schirwinski**  

 

Seit meine Hündin Frida mit fünf Monaten aus einem rumänischen Shelter zu mir kam, beschäftige ich mich intensiv mit Hundethemen - von Alltagstraining bis Verhaltensbesonderheiten. Viele der Fragen, die in Podcasts besprochen werden, kenne ich aus unserer gemeinsamen Erfahrung nur zu gut. Deshalb fasse ich hier die für mich interessantesten Podcastfolgen zusammen und ergänze sie mit meinen eigenen Erlebnissen mit Frida.

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**Hinweis:** *Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe von KI aus dem Transkript der Podcast-Episode generiert.*

Alle Inhalte auf Petcaster beruhen auf öffentlich zugänglichen Podcasts aus der Hunde- und Haustierwelt. Wir fassen die Episoden nach bestem Wissen zusammen, übernehmen jedoch keine Gewähr für Vollständigkeit, Aktualität oder Richtigkeit der Inhalte. Die Rechte an den Original-Podcasts und -Inhalten liegen ausschließlich bei den jeweiligen Urheber:innen.

 

 

         ## Shownotes

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[Sami El Ayachi](https://www.longieren-mit-hund.de/)

[Videokurs von Sami](https://www.kosmos.de/de/korpersprachlich-arbeiten-video-kurs-mit-sami-el-ayachi_1900308_900308)

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