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# Warum dein Hund nicht auf dich achtet - und was das mit dir zu tun hat

 



            **Podcast:** 

   [Sitz! Platz! Bleibt! - der Hundepodcast mit Nicole Borowy und Sami El Ayachi](/podcast/sitz-platz-bleibt) 

              **Erscheinungsdatum:** 

   26. März 2026 

            **Länge:** 

   00:33:43 

    [         Link zur Episode (extern)   ](https://sitz-platz-bleibt.podigee.io/51-50-orientierung) 

 

 

 

 





 ![#50 Orientierung: Warum dein Hund dich draußen als Navigationssystem braucht](https://www.petcaster.de/sites/default/files/styles/podcast_n_episode_metadata_image_1x/public/2026-03/83140374-cd84-4009-bb1d-f202f14a250e.jpg.webp?itok=A8ZW1DTI) 

###   \#50 Orientierung: Warum dein Hund dich draußen als Navigationssystem braucht  

   26. März 2026 · [Sitz! Platz! Bleibt! - der Hundepodcast mit Nicole Borowy und Sami El Ayachi](/podcast/sitz-platz-bleibt)

  

 

 





 

Kennst du das? Du gehst mit deinem Hund spazieren, doch statt eines entspannten Miteinanders fühlt es sich an, als würdest du einen enthusiastischen Touristen durch eine fremde Stadt lotsen, der an jeder Ecke stehen bleibt und seine eigene Agenda verfolgt. In der neuesten Folge des Podcasts [*Sitz! Platz! Bleibt!*](https://www.petcaster.de/podcast/sitz-platz-bleibt) tauchen die erfahrenen Hundetrainer Nicole Borowy und Sami El Ayachi tief in das Thema Orientierung ein. Sie beleuchten, warum viele Hunde sich eher an ihrer Umwelt als an ihrem Menschen orientieren und zeigen, dass die Lösung oft weniger im Hundetraining als in unserer eigenen Haltung zu finden ist.

Diese Episode ist ein Muss für alle, die sich eine tiefere Verbindung und eine verlässlichere Zusammenarbeit mit ihrem Hund wünschen. Die zentrale Frage ist nicht, wie du deinem Hund beibringst, an lockerer Leine zu laufen, sondern wie du zu der Person wirst, an der sich dein Hund freiwillig und gerne orientiert - selbst wenn die Ablenkungen groß sind.

## Das Wichtigste auf einen Blick

- **Deine Unsicherheit ist die Unsicherheit deines Hundes:** Sami stellt die These auf, dass wir Menschen in unserer modernen Welt selbst immer orientierungsloser werden. Wir verlassen uns auf Navis und verlieren das Gespür für unsere Umgebung. Diese mangelnde Souveränität spürt dein Hund und sucht sich seine Orientierungspunkte im Zweifel selbst.
- **Du bist das Navigationssystem:** Die stärkste Metapher der Folge ist die des Menschen als Navigationssystem. Deine Aufgabe ist es, deinem Hund verlässlich, klar und kompetent den Weg durch unsere komplexe Welt zu weisen. Nur wenn das Navi zuverlässig ist, verlässt man sich darauf.
- **Führung bedeutet Verantwortung, nicht Dominanz:** Führung wird oft missverstanden. Es geht darum, für die Gemeinschaft - also für dich und deinen Hund - vorausschauend zu planen und Sicherheit zu geben. Du bist derjenige, der den Überblick hat und Entscheidungen trifft, damit dein Hund das nicht tun muss.
- **Orientierung ist Beziehungsarbeit:** Ein Hund, der sich an dir orientiert, tut das nicht, weil er einen Trick gelernt hat, sondern weil er dir vertraut. Diese Vertrauensbasis muss immer wieder gepflegt werden, besonders in herausfordernden Phasen wie der Pubertät.
- **Unterstützung ist kein Scheitern:** Wenn dein Hund sich in einem Reiz verliert, ist eine gezielte Intervention von dir kein Strafen, sondern eine aktive Hilfe. Du unterstützt ihn dabei, seine Impulse zu kontrollieren und wieder bei dir anzukommen.

## Mehr als nur Leinenführigkeit: Deine Haltung verändert alles

Sami eröffnet die Diskussion mit einer provokanten Beobachtung: Wir Menschen haben verlernt, uns selbst zu orientieren. Wir kennen die Straßennamen in unserer eigenen Nachbarschaft kaum noch und sind ohne Google Maps oft aufgeschmissen. Diese innere Unsicherheit und mangelnde Wahrnehmung der Umgebung überträgt sich laut Sami direkt auf unsere Hunde. Ein Hund spürt instinktiv, ob sein Mensch einen Plan hat oder selbst unsicher durch die Welt geht. Wenn du ständig auf dein Handy schaust, unentschlossen bist oder potenzielle Konflikte zu spät erkennst, warum sollte dein Hund dir die Führung überlassen? Er wird dann instinktiv versuchen, die Situation selbst zu regeln - was sich oft in Ziehen an der Leine, Bellen oder Ausweichen äußert.

Hier geht es um einen fundamentalen Perspektivwechsel: Weg von der reinen Trainingstechnik, hin zur Selbstreflexion. Es ist eine Einladung, die Spaziergänge wieder bewusster wahrzunehmen, vorausschauend zu agieren und eine souveräne Ausstrahlung zu entwickeln. Nicole bestätigt diesen Punkt und merkt an, dass sie mit ihren drei Hunden ständig ihre Umgebung scannen muss - nicht aus Angst, sondern aus Verantwortung. Genau diese Kompetenz ist es, die einem Hund Sicherheit vermittelt.

## Du bist das Navi: Deine wichtigste Rolle als Hundehalter

Die wohl eindrücklichste Metapher der Episode ist die des Menschen als Navigationssystem. Stell dir vor, du setzt dich in ein fremdes Auto in einer fremden Stadt. Du würdest dich zu 100 % auf das Navi verlassen. Du erwartest, dass es dich sicher und effizient ans Ziel bringt, dich vor Staus warnt und verlässliche Anweisungen gibt. Genau diese Rolle, so erklärt Sami, nehmen wir für unsere Hunde ein. Ein Welpe, der vom ländlichen Züchter in eine laute Stadtwohnung zieht, ist in einer völlig fremden Welt. Er kennt die Regeln nicht, kann Gefahren nicht einschätzen und ist auf deine Führung angewiesen.

Als gutes Navigationssystem musst du verlässlich sein. Das bedeutet, deine Ansagen müssen klar und konsistent sein. Wenn du mal so und mal so reagierst, wird dein Hund anfangen, deine Kompetenz infrage zu stellen und eigene Routen zu suchen. Nicole greift das Bild auf und erzählt, wie sie sich über ihr Navi ärgert, wenn es sie in eine Sackgasse führt. Genauso fühlt sich ein Hund, wenn sein Mensch ihn in überfordernde Situationen bringt, ohne ihm zu helfen. Ein verlässliches Navi zu sein, schafft Vertrauen und ist die Basis dafür, dass dein Hund auch in stressigen Momenten bei dir bleibt und fragt: "Okay, wie kommen wir hier durch?"

## Führung neu gedacht: Sicherheit statt Kontrolle

Das Wort "Führung" ist in der modernen Hundewelt oft negativ behaftet und wird mit Dominanz und Unterdrückung gleichgesetzt. Sami räumt mit diesem Missverständnis auf. Führung bedeutet in erster Linie, Verantwortung für das Wohl der Gemeinschaft zu übernehmen. Es geht darum, dem Hund die Last der ständigen Entscheidungsfindung abzunehmen. Dein Hund soll nicht entscheiden müssen, ob der entgegenkommende Hund freundlich ist oder ob der Radfahrer eine Gefahr darstellt. Das ist dein Job.

Diese Verantwortung zeigt sich in vielen kleinen Momenten im Alltag: Du entscheidest, wann gekuschelt wird, legst Ruhezeiten fest und gestaltest die Spaziergänge so, dass sie für deinen Hund zu bewältigen sind. Das Setzen von klaren Regeln und Grenzen ist dabei kein Akt der Strenge, sondern ein Geschenk der Sicherheit. Ein Hund, der weiß, woran er ist, kann sich entspannen und die Führung vertrauensvoll abgeben. Es ist, als würde man ein Kind an einer befahrenen Straße and die Hand nehmen - eine Geste der Fürsorge, nicht der Kontrolle.

## Wenn der Empfang gestört ist: Orientierung braucht ständiges Training

Ein weitverbreiteter Irrglaube ist, dass man Leinenführigkeit einmal trainiert und das Thema dann erledigt ist. Sami und Nicole machen deutlich: Orientierung ist ein dynamischer Prozess, der immer wieder justiert werden muss. Sami vergleicht es treffend mit dem Verzicht auf Zucker: Auch wenn man lange standhaft war, kann ein stressiger Tag dazu führen, dass man doch zur Schokolade greift. Genauso kann ein Hund, der durch verschiedene Reize über den Tag hinweg gestresst ist, plötzlich wieder in alte Muster verfallen und seine gute Orientierung "vergessen".

Besonders in der Pubertät, wenn das Gehirn des Hundes eine einzige Baustelle ist, sind Rückschritte normal. Nicole teilt ihre eigenen Erfahrungen mit ihrem jungen Rüden Jaxon, der sie in dieser Phase oft an den Rand der Verzweiflung brachte. Ihre Botschaft ist klar: Dranbleiben lohnt sich. Es ist entscheidend, in diesen Momenten nicht aufzugeben, sondern bewusst wieder einen Schritt zurückzugehen. Sami nennt das "sensibilisieren und stabilisieren". Das bedeutet, die Grundlagen immer wieder aufzufrischen und dem Hund in Momenten der Überforderung aktiv zu helfen, wieder zu dir zurückzufinden. Das ist keine Niederlage, sondern kluges und faires Management.

## Praktische Schritte für eine bessere Orientierung

Wie kannst du also zum verlässlichen Navigationssystem für deinen Hund werden? Die Episode liefert konkrete, umsetzbare Ansätze:

1. **Beginne bei dir selbst:** Nimm deine Umgebung auf Spaziergängen bewusst wahr. Sei präsent, schau voraus und lass das Handy in der Tasche. Deine souveräne und aufmerksame Haltung ist der erste Schritt, um deinem Hund Sicherheit zu vermitteln.
2. **Strukturiere den Alltag:** Klare und vorhersehbare Routinen zu Hause - zum Beispiel bei der Fütterung oder bei Ruhezeiten - stärken deine Rolle als verlässlicher Partner. Wenn du im Haus die Führung übernimmst, wird es deinem Hund leichter fallen, dir auch draußen zu folgen.
3. **Übe die Grundlagen immer wieder:** Betrachte das Training der Orientierung nicht als abgeschlossen. Baue immer wieder kurze, fokussierte Übungseinheiten in die Spaziergänge ein. Das kann bedeuten, an einer reizarmen Stelle bewusst Richtungswechsel zu üben oder deinen Hund aufzufordern, eine Weile eng bei dir zu bleiben.
4. **Lerne, unterstützend einzugreifen:** Wenn du merkst, dass dein Hund sich in einem Reiz festbeißt und nicht mehr ansprechbar ist, hilf ihm aktiv. Das kann ein sanfter Impuls an der Leine, ein Geräusch oder eine körperliche Berührung sein, um seine Aufmerksamkeit wieder auf dich zu lenken. Ziel ist es, ihm zu zeigen: "Ich sehe, dass das schwer für dich ist, und ich helfe dir da durch."
5. **Sei geduldig und fair:** Jeder Hund und jeder Mensch hat gute und schlechte Tage. Erwarte keine Perfektion. Die Stärkung der Orientierung ist ein Marathon, kein Sprint. Jeder gemeinsame Spaziergang ist eine Gelegenheit, die Verbindung zu stärken und das Vertrauen zu vertiefen.

 

 

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                    Petcaster 

 

 

  **Zusammengefasst von Anja Schirwinski**  

 

Seit meine Hündin Frida mit fünf Monaten aus einem rumänischen Shelter zu mir kam, beschäftige ich mich intensiv mit Hundethemen - von Alltagstraining bis Verhaltensbesonderheiten. Viele der Fragen, die in Podcasts besprochen werden, kenne ich aus unserer gemeinsamen Erfahrung nur zu gut. Deshalb fasse ich hier die für mich interessantesten Podcastfolgen zusammen und ergänze sie mit meinen eigenen Erlebnissen mit Frida.

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##  Themen 

 

 

 

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**Hinweis:** *Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe von KI aus dem Transkript der Podcast-Episode generiert.*

Alle Inhalte auf Petcaster beruhen auf öffentlich zugänglichen Podcasts aus der Hunde- und Haustierwelt. Wir fassen die Episoden nach bestem Wissen zusammen, übernehmen jedoch keine Gewähr für Vollständigkeit, Aktualität oder Richtigkeit der Inhalte. Die Rechte an den Original-Podcasts und -Inhalten liegen ausschließlich bei den jeweiligen Urheber:innen.

 

 

         ## Shownotes

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[Sami El Ayachi](https://www.longieren-mit-hund.de/)

[Videokurs von Sami](https://www.kosmos.de/de/korpersprachlich-arbeiten-video-kurs-mit-sami-el-ayachi_1900308_900308)

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