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# Border Collie im Rasseporträt und Buckelwal in der Ostsee

 



            **Podcast:** 

   [Tierisch Menschlich](/podcast/tierisch-menschlich) 

              **Erscheinungsdatum:** 

   8. April 2026 

            **Länge:** 

   01:04:36 

    [         Link zur Episode (extern)   ](https://tierisch-menschlich.blogs.audiorella.com/7-von-walen-und-menschen) 

 

 

 

 





 ![007: Von Walen und Menschen](https://www.petcaster.de/sites/default/files/styles/podcast_n_episode_metadata_image_1x/public/2026-04/1781_cover.jpg.webp?itok=Y4d6yHUE) 

###   007: Von Walen und Menschen  

   8. April 2026 · [Tierisch Menschlich](/podcast/tierisch-menschlich)

  

 

 





 

Was passiert, wenn das Schicksal eines einzigen Tieres eine ganze Nation in Aufruhr versetzt? Ein gestrandeter Buckelwal in der Ostsee wurde kürzlich zum Mittelpunkt einer hitzigen öffentlichen Debatte, die weit über das Tierwohl hinausging. In der neuesten Folge ihres Podcasts [**Tierisch Menschlich**](https://www.petcaster.de/podcast/tierisch-menschlich) tauchen der Hundeprofi Martin Rütter und die Wissenschaftsjournalistin Katharina Adick tief in die Ereignisse ein. Gemeinsam mit dem Meeresbiologen [Thilo Maack](https://www.greenpeace.de/ueber-uns/expertinnen/thilo-maack) von Greenpeace, der direkt vor Ort war, analysieren sie nicht nur die tragische Situation des Wals, sondern auch den medialen Sturm, der um ihn tobte. Außerdem geht es im Rasseporträt der Folge um den Border Collie und die Frage, warum diese hochintelligente Hunderasse im Alltag so oft unterschätzt wird. Diese Episode ist mehr als nur ein Bericht über eine gescheiterte Rettungsaktion; sie ist ein Spiegel unserer Gesellschaft, der die gefährliche Dynamik von Social Media, die Kluft zwischen Expertenwissen und populistischen Helden-Narrativen sowie die schmerzhafte Wahrheit über unsere eigene Bequemlichkeit im Umweltschutz aufzeigt.

## Das Wichtigste auf einen Blick

- **Expertenwissen vs. Social Media-Meinung:** Die Rettungsaktion wurde von einem Team anerkannter Experten geleitet, geriet jedoch durch ein populistisches Narrativ in den sozialen Medien unter Beschuss, das die Fachleute als inkompetent darstellte.
- **Die Komplexität der Realität:** Einfache Lösungen, die von Laien gefordert wurden (wie den Wal einfach ins Meer zu ziehen oder zu erlösen), waren aus wissenschaftlichen und tierschutzrechtlichen Gründen nicht umsetzbar und hätten das Leiden des Tieres nur vergrößert.
- **Hass und Hetze gegen Helfer:** Die beteiligten Wissenschaftler und Tierschützer, darunter Thilo Maack von Greenpeace, sahen sich massiven Anfeindungen und sogar Morddrohungen ausgesetzt, was ihre Arbeit zusätzlich erschwerte.
- **Das Symptom, nicht die Ursache:** Der gestrandete Wal ist kein tragischer Einzelfall, sondern ein Symbol für den desolaten Zustand unserer Meere, verursacht durch Überfischung, Plastikmüll, Unterwasserlärm und Schiffskollisionen.
- **Kognitive Dissonanz im Alltag:** Thilo Maack beschreibt eine Schlüsselszene, in der Schaulustige, die eben noch um den Wal trauerten, anschließend Fischbrötchen aßen und damit unwissentlich Teil des Problems sind.
- **Eitelkeiten im Tierschutz:** Martin kritisiert scharf die Selbstdarstellung und die Grabenkämpfe innerhalb der Tierschutz-Szene, die oft eine effektive Zusammenarbeit verhindern und dem eigentlichen Ziel - dem Tier zu helfen - schaden.
- **Border Collie im Rasseporträt:** Martin beschreibt den Border Collie als hochintelligenten, sensiblen und extrem arbeitsorientierten Hund, der bei Unterforderung schnell auffälliges Verhalten entwickeln kann. Er plädiert deshalb für mehr Ehrlichkeit bei Haltung und Zucht.

## Ein Wal in Not und die Welle der Empörung

Alles begann mit der Nachricht von einem Buckelwal, der sich in die Ostsee verirrt hatte und schließlich entkräftet an der Küste strandete. Sofort erregte sein Schicksal Mitleid und eine enorme Anteilnahme in der Bevölkerung. Auch die Postfächer von Martin und Katharina füllten sich mit verzweifelten Nachrichten: Sie sollten helfen, ihr Netzwerk nutzen, irgendetwas tun. Martin erzählt, wie er mit Vorschlägen bombardiert wurde, dem Wal doch einfach per Signal beizubringen, ihm zu folgen - eine Idee, die seine Expertise mit Hunden auf absurde Weise auf ein Meeressäugetier überträgt. Als er versuchte, die Situation zu beruhigen und auf die bereits anwesenden Experten verwies, schlug ihm offene Pöbelei entgegen. Dieses Phänomen zeigt eindrücklich, wie schnell in emotional aufgeladenen Situationen der Wunsch nach einer schnellen, einfachen Lösung die Anerkennung von Fachexpertise verdrängt.

## Expertenwissen gegen Helden-Narrativ: Ein Kampf um die Deutungshoheit

Während ein Expertenteam aus Wissenschaftlern des Deutschen Meeresmuseums, des Instituts für Wildtierforschung sowie erfahrenen Tierschützern von Greenpeace und Sea Shepherd fieberhaft nach Lösungen suchte, entwickelte sich in den sozialen Medien eine parallele Realität. Angetrieben von reichweitenstarken Influencern, allen voran Robert Marc Lehmann, entstand das Bild eines einsamen Helden, der den Wal retten wolle, aber von einem unfähigen Krisenstab daran gehindert werde. Martin zeigt sich zutiefst irritiert von dieser Dynamik. Er kritisiert, wie dieses Narrativ gezielt befeuert wurde, obwohl vor Ort ausgewiesene Fachleute wie Thilo Maack, ein Meeresbiologe mit jahrzehntelanger Erfahrung, im Einsatz waren.

Katharina ergänzt, dass die wissenschaftliche Expertise der Beteiligten leicht überprüfbar sei, etwa durch einen Blick auf ihre Publikationen. Der Shitstorm, der über Organisationen wie Greenpeace hereinbrach, sei diffamierend und haltlos gewesen. Im Gespräch mit Katharina schildert Thilo Maack, wie diese Anfeindungen die Helfer persönlich belasteten. Es ging plötzlich nicht mehr um den Wal, sondern um Egos, Meinungen und persönliche Animositäten. Diese Entwicklung ist symptomatisch für unsere Zeit: Ein emotional ansprechendes, aber simplifiziertes Helden-Narrativ gewinnt in der öffentlichen Wahrnehmung oft gegen die komplexe und nüchterne Realität wissenschaftlicher Arbeit.

## Die schmerzhafte Realität: Warum es keine einfachen Lösungen gab

Im Interview mit Katharina räumt Thilo Maack mit den populärsten Mythen und Forderungen auf. Er erklärt geduldig, warum die scheinbar naheliegendsten Ideen in der Praxis unmöglich oder sogar grausam gewesen wären.

- **Den Wal ziehen oder schieben?** Das Tier war bereits durch das wiederholte Stranden schwer geschwächt. Seine Haut war so stark beschädigt, dass das rohe Fleisch sichtbar war. Jeder Versuch, ihn mit Gewalt zu bewegen, hätte immense Schmerzen und weitere Organschäden durch sein eigenes kolossales Gewicht verursacht.
- **Das Geisternetz entfernen?** Ein Netzrest hing im Maul des Wals. Eine Tierärztin versuchte, daran zu ziehen, doch es saß fest. Es könnte in die Speiseröhre eingewachsen sein oder sich an den Barten verfangen haben. Ein gewaltsames Entfernen war ohne genaue Diagnose unmöglich.
- **Den Wal erlösen?** Auch das Thema Euthanasie wurde im Expertenteam intensiv diskutiert. Alle denkbaren Methoden, von einer Überdosis an Medikamenten bis hin zu Sprengsätzen (ein Vorschlag, den Martin als zynisch, aber technisch denkbar bezeichnet), wurden verworfen. Es gab keine Methode, die garantiert hätte, das Leiden des Tieres nicht noch zu vergrößern.

Thilos Ausführungen machen klar: Die Entscheidungen wurden nach bestem Wissen und Gewissen auf Basis wissenschaftlicher Fakten getroffen. Die Zurückhaltung der Experten war kein Zeichen von Inkompetenz, sondern von Verantwortungsbewusstsein gegenüber dem Tier.

## Vom Einzelschicksal zum großen Ganzen

Thilo Maack nutzt die Gelegenheit, um den Blick zu weiten. Der Wal, so erklärt er, ist nur ein einzelnes, sichtbares Opfer eines viel größeren Problems. Unsere Meere sind in einem katastrophalen Zustand. Er nennt konkrete Zahlen: Fast 45.000 Schiffsbewegungen allein in der Ostsee verursachen massiven Unterwasserlärm, der die Orientierung der Tiere stört. Hinzu kommen Verletzungen durch Schiffsschrauben, die auch bei diesem Wal festgestellt wurden. Überfischung hat die Nahrungsquellen dezimiert, und Verschmutzung durch Plastik und Chemikalien belastet die Ökosysteme.

Besonders eindrücklich ist seine Anekdote von der Seebrücke in Niendorf. Dort sprach er mit Besuchern über die verheerenden Auswirkungen der Fischerei, die jährlich für den Tod hunderttausender Wale und Delfine verantwortlich ist. Zehn Minuten später sah er dieselben Menschen an einer Bude Fischbrötchen essen. Diese kognitive Dissonanz - das Mitgefühl für das eine Tier bei gleichzeitigem Ignorieren der eigenen Beteiligung am System, das diese Tiere tötet - ist laut Thilo und Martin der Kern des Problems.

## Wenn der Tierschutz an sich selbst scheitert

Martin zieht aus den Ereignissen ein bitteres Fazit über die Tierschutzszene selbst. Nach 30 Jahren im Geschäft hat er unzählige Male erlebt, wie Eitelkeiten, Futterneid und Selbstdarstellung effektive Hilfe verhindern. Projekte scheitern, weil sich Vereine nicht einigen können, wer die Lorbeeren erntet. Tiere sterben, weil die Zusammenarbeit verweigert wird. Der Fall des Wals sei ein Paradebeispiel dafür. Er appelliert an alle Akteure, sich selbst zu hinterfragen. Auch er müsse bei seiner Arbeit stets abwägen, wie viel Persönliches er einbringe. Am Ende, so Martin, dürfe man sich niemals die Krone des alleinigen Retters aufsetzen. Er sei nicht der "Hühnerretter" und auch nicht der "Hunderetter" - Tierschutz ist und bleibt eine Teamleistung.

## Praktische Schritte: Was Du wirklich tun kannst

Anstatt Wut-Mails an Experten zu schreiben, gibt es konkrete Möglichkeiten, wie jeder von uns zum Schutz der Meere beitragen kann. Die Diskussion im Podcast liefert hier klare Anstöße:

1. **Überdenke Deinen Fischkonsum:** Informiere Dich mit Hilfe von Ratgebern (z. B. von Greenpeace), welche Fischarten aus welchen Fanggebieten noch einigermaßen vertretbar sind. Oft ist der Verzicht die beste Option.
2. **Vermeide Produkte mit Krillöl:** Omega-3-Kapseln basieren oft auf Krill, winzigen Krebstierchen, die die Nahrungsgrundlage für Wale und viele andere Meeresbewohner bilden. Pflanzliche Alternativen, etwa aus Algenöl, sind eine hervorragende Wahl.
3. **Unterstütze seriöse Organisationen:** Spende an etablierte Organisationen, die auf wissenschaftlicher Basis und mit langjähriger Erfahrung für den Meeresschutz kämpfen, anstatt blind populistischen Social-Media-Aufrufen zu folgen.
4. **Reduziere Deinen Plastikverbrauch:** Ein Großteil unseres Plastikmülls landet in den Meeren und wird zur tödlichen Falle für unzählige Tiere. Jeder kleine Schritt zur Müllvermeidung zählt.

Neben dem großen Thema rund um den gestrandeten Buckelwal widmet sich die Folge auch einem klassischen Hundethema: Im Rasseporträt geht es um den Border Collie und darum, warum diese beliebte Rasse im Alltag so häufig missverstanden wird.









### Rasseporträt Border Collie

Im Rasseporträt geht es diesmal um den **Border Collie** - für Martin ein Paradebeispiel dafür, wie sehr ein Hund unter falschen Erwartungen leiden kann. Er beschreibt die Rasse als extrem intelligent, sensibel und vor allem als hochgradig auf Arbeit und Bewegung ausgerichtet. Problematisch werde es immer dann, wenn Menschen diese Eigenschaften romantisieren, aber im Alltag nicht wirklich auslasten können. Dann zeige sich die enorme Frustration der Hunde oft in geradezu absurden Verhaltensweisen: Martin berichtet von Border Collies, die nach Regen unter Bäumen standen, um fallende Tropfen zu jagen, an Ampeln auf Lichtwechsel fixiert waren oder sogar Waschbecken von der Wand rissen. Für ihn ist das kein Zeichen eines verrückten Hundes, sondern Ausdruck massiver Unterforderung und fehlender Passung zwischen Hund und Lebensumfeld.

Besonders kritisch sieht Martin deshalb die Zuchtentwicklung. Er plädiert sehr deutlich für eine konsequente Trennung von Arbeits- und Showlinien, weil viele Border Collies aus leistungsstarken Linien in einem normalen Familienalltag kaum glücklich werden können. An einem Beispiel aus seiner Praxis erzählt er von einem Border Collie aus einer Arbeitslinie, der zuvor einen Bauwagen komplett zerlegt hatte und erst bei einem Zirkuskünstler mit stundenlangem täglichem Training einigermaßen passend gehalten werden konnte. Selbst dort blieb der Hund extrem spezialisiert und nahm am normalen sozialen Leben nur eingeschränkt teil. Martins Fazit ist entsprechend klar: Border Collies sind keine Hunde, die man sich wegen ihres klugen Blicks oder ihrer Lernfreude einfach so anschafft. Wer ihre Veranlagung unterschätzt, riskiert Verhaltensprobleme, die letztlich menschengemacht sind.

 

 

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                    Petcaster 

 

 

  **Zusammengefasst von Anja Schirwinski**  

 

Seit meine Hündin Frida mit fünf Monaten aus einem rumänischen Shelter zu mir kam, beschäftige ich mich intensiv mit Hundethemen - von Alltagstraining bis Verhaltensbesonderheiten. Viele der Fragen, die in Podcasts besprochen werden, kenne ich aus unserer gemeinsamen Erfahrung nur zu gut. Deshalb fasse ich hier die für mich interessantesten Podcastfolgen zusammen und ergänze sie mit meinen eigenen Erlebnissen mit Frida.

[Mehr über das Projekt Petcaster](/ueber-uns)

 

 

 

 

     

##  Themen 

 

 

 

 - [  Rasseporträt  ](/podcasts/themen/rasseportraet)
 
  

 

**Hinweis:** *Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe von KI aus dem Transkript der Podcast-Episode generiert.*

Alle Inhalte auf Petcaster beruhen auf öffentlich zugänglichen Podcasts aus der Hunde- und Haustierwelt. Wir fassen die Episoden nach bestem Wissen zusammen, übernehmen jedoch keine Gewähr für Vollständigkeit, Aktualität oder Richtigkeit der Inhalte. Die Rechte an den Original-Podcasts und -Inhalten liegen ausschließlich bei den jeweiligen Urheber:innen.

 

 

         ## Shownotes

  Das Schicksal des gestrandeten Buckelwals „Timmy" beschäftigt viele Tierfreunde, sorgt allerdings auch für eine bizarre Verschiebung der Debatte.

Angefeuert durch eine Social Media Hetzwelle stehen plötzlich die Helferinnen und Helfer unter Beschuss – wie der erfahrene Meeresbiologe Thilo Maack, der für Greenpeace vor Ort war. Wie es dem Wal geht und wie er auf die Bedrohungen reagiert, erzählt er selbst bei Tierisch Menschlich.

Im Rasseportrait: FCI-Nr. 297.

Thilo Maack: [Thilo Maack | Greenpeace](https://www.greenpeace.de/ueber-uns/expertinnen/thilo-maack)

Mai Think X: [MAITHINK X - Die Show](https://www.zdf.de/shows/mai-think-x-die-show-102)

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