Gemeinsam fit ins neue Jahr: Wie Du und Dein Hund zusammen abnehmen
In dieser Episode des Podcasts Der Welpentrainer sprechen die Hosts André Vogt und Eva Birkenholz über ein Thema, das zum Jahresanfang viele beschäftigt: gute Vorsätze, Fitness und das Abnehmen. Doch sie beleuchten es aus einer besonderen Perspektive - wie Mensch und Hund als Team fitter und gesünder werden können. Sie diskutieren die häufigsten Ursachen für Übergewicht bei Vierbeinern, die oft unterschätzt werden, und geben praxisnahe Tipps zu den beiden entscheidenden Säulen: Bewegung und Ernährung.
Die Folge richtet sich an alle Hundebesitzer, die nicht nur ihre eigene Fitness verbessern, sondern auch die Gesundheit und Lebensqualität ihres Hundes langfristig sichern wollen. Im Zentrum steht die Frage, wie man die Herausforderung des Abnehmens gemeinsam meistert, ohne dass der Spaß auf der Strecke bleibt.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Übergewicht bei Hunden ist ein weit verbreitetes Problem, das von Haltern oft nicht als solches erkannt wird und gravierende gesundheitliche Folgen für Gelenke und die allgemeine Lebenserwartung hat.
- Die beiden entscheidenden Faktoren für eine erfolgreiche Gewichtsabnahme sind eine angepasste Ernährung und ausreichend Bewegung - das gilt für dich genauso wie für deinen Hund.
- Alltägliche Bewegung, wie Spazierengehen, ist enorm wichtig. Als Hundebesitzer hast du hier einen klaren Vorteil, um dein tägliches Schrittziel zu erreichen.
- Die größten Kalorienfallen sind oft die Snacks und Leckerlis zwischendurch. Unterschätze niemals, wie schnell sich Kauartikel, Dentalsticks oder Essensreste auf das Gewicht deines Hundes auswirken.
- Damit dein Hund trotz reduzierter Futtermenge satt wird, kannst du das Volumen seiner Mahlzeit kalorienarm erhöhen, zum Beispiel durch die Zugabe von Wasser, Magerquark oder spezieller Futterzellulose.
- Ein gemeinsames Ziel stärkt die Motivation. Wenn du das Fitnessprogramm zusammen mit deinem Hund durchziehst, macht es mehr Spaß und fördert eure Bindung.
- Technik kann unterstützen: Fitness-Tracker für dich oder GPS-Tracker mit Aktivitätsmessung für deinen Hund helfen dabei, den Überblick zu behalten und motiviert zu bleiben.
Das unterschätzte Problem: Übergewicht bei Mensch und Hund
Zu Beginn der Episode teilt André seinen persönlichen Neujahrsvorsatz: Er möchte wieder richtig fit werden, nicht nur für sich selbst, sondern auch, um ein Vorbild für seine Söhne zu sein. Dieses persönliche Ziel leitet direkt zum Kernthema über, denn nicht nur Menschen, sondern auch viele Hunde tragen zu viel Gewicht mit sich herum. Eva betont, wie erschreckend oft sie in ihrem Traineralltag übergewichtige Hunde sieht, deren Besitzer das Problem gar nicht wahrnehmen. Sie erklärt, dass selbst Tierärzte das Gewicht manchmal als unbedenklich einstufen, obwohl offensichtliche Anzeichen wie eine fehlende Taille oder nicht fühlbare Rippen auf ein Problem hindeuten.
André beschreibt drastische Fälle, wie den eines Dackels, dessen Bauch fast den Boden berührte. Die Ursache liegt laut den Hosts oft in einer fehlgeleiteten Zuneigung: Besitzer wollen ihren Hunden eine Freude machen und können dem bettelnden Blick nicht widerstehen. Dies führt zu einer übermäßigen Gabe von Leckerlis, was André als „richtig beschissen“ für die Lebensqualität des Hundes bezeichnet. In einem besonders extremen Fall war ein Halter psychisch so stark an seinen Hund gebunden, dass er mit ihm gemeinsam fastete, weil er es nicht ertragen konnte, vor dem Hund zu essen, während dieser Diät halten musste. Dies zeigt, wie tief die emotionale Verbindung hinter dem Fütterungsverhalten sitzen kann.
Bewegung als gemeinsamer Schlüssel zum Erfolg
André und Eva sind sich einig, dass Bewegung und Kalorien die zwei Hauptstellschrauben sind. André führt den Begriff „NEAT“ (Non-Exercise Activity Thermogenesis) ein - also die Kalorien, die wir durch alltägliche Aktivitäten außerhalb des gezielten Trainings verbrennen. Er erklärt, dass dieser Faktor oft unterschätzt wird und sich durch einfache Maßnahmen wie ein höheres tägliches Schrittziel deutlich steigern lässt. Als Hundebesitzer, so stellen beide fest, ist man prädestiniert, dieses Ziel leicht zu erreichen.
Eva berichtet jedoch auch von der Herausforderung, wenn die eigenen Hunde älter werden und keine langen Spaziergänge mehr schaffen. Sie denkt daher über die Anschaffung eines „Walking Pads“ nach, um auch zu Hause bei Telefonaten oder vor dem Fernseher in Bewegung zu bleiben. Neben dem Spazierengehen gibt es viele weitere Möglichkeiten, gemeinsam aktiv zu werden. Die Hosts nennen Hundesportarten wie Agility oder Canicross. André erinnert sich an einen früheren Kurs namens „Hund sei dank fit“, bei dem Fitnessübungen für Menschen direkt mit Gehorsamstraining für den Hund kombiniert wurden - beispielsweise Ausfallschritte, während der Hund durch die Beine läuft.
Die richtige Ernährung: Mehr als nur die Hauptmahlzeit
Der zweite entscheidende Bereich ist die Ernährung. Laut Eva liegt der häufigste Fehler in der massiven Unterschätzung der Kalorien, die in Snacks und Kauartikeln wie Schweineohren oder Dentalsticks stecken. André erzählt von einem Fall, bei dem ein Hund trotz angepasster Futtermenge nicht abnahm, weil er täglich einen kalorienreichen Zahnpflegestick bekam.
Für Hunde, die auf Diät gesetzt werden müssen, geben die Hosts praktische Ratschläge, um das Sättigungsgefühl zu erhalten. Man solle Crash-Diäten vermeiden und stattdessen das Futtervolumen auf kalorienarme Weise erhöhen. Eva schlägt vor, Trockenfutter mit Wasser aufquellen zu lassen oder Magerquark, Gemüseflocken oder Futterzellulose beizumischen. Genauso wichtig ist der Austausch von Leckerlis: Statt Wurst eignen sich für viele Hunde auch kalorienarme Alternativen wie Gurken- oder Möhrenstücke. Eine präzise Kontrolle der Futtermenge durch Abwiegen oder Messbecher ist dabei unerlässlich.
Persönliche Erfahrungen und die Kraft der Motivation
André und Eva gestehen offen, dass auch ihre eigenen Hunde schon Phasen hatten, in denen sie zu dick waren. Bei André war es sein Sohn, der den Hund aus Zuneigung heimlich zusätzlich fütterte. Bei Eva landeten die Essensreste ihres Kindes regelmäßig im Hundenapf, um nichts wegwerfen zu müssen - ein Verhalten, das André auch von seiner Frau kennt. Diese persönlichen Anekdoten zeigen, wie schnell und unbemerkt Übergewicht entstehen kann und dass niemand davor gefeit ist.
Am Ende betonen beide, dass es nicht um eine perfekte Optik, sondern um Gesundheit und Wohlbefinden geht. Übergewicht macht träge und nimmt sowohl Mensch als auch Hund die Lust an Aktivität. Das gemeinsame Ziel, fitter zu werden, kann laut André eine starke Motivation sein und den Prozess zu einer positiven Erfahrung machen, die die Bindung stärkt. Eva ergänzt, dass moderne Hilfsmittel wie Fitness-Tracker für Menschen oder GPS-Tracker für Hunde mit Gesundheitsfunktionen dabei helfen können, den Fortschritt zu verfolgen und dranzubleiben.
Praktische Schritte für ein fittes Team
- Bestandsaufnahme machen: Beurteile den Körperzustand deines Hundes ehrlich. Kannst du die Rippen leicht fühlen? Hat er eine sichtbare Taille von oben? Stelle ihn regelmäßig auf die Waage, um sein Gewicht zu kontrollieren.
- Bewegung zur Routine machen: Verlängere eure täglichen Spaziergänge schrittweise. Setze dir ein persönliches Schrittziel, das du dank deines Hundes leichter erreichst. Probiert gemeinsam neue Wege oder integriert kleine Steigungen.
- Die Ernährung überprüfen: Analysiere nicht nur das Hauptfutter, sondern liste alle Snacks, Kauartikel und Tischreste auf, die dein Hund bekommt. Ersetze kalorienreiche Leckereien durch gesunde Alternativen wie Gemüse.
- Futtermenge exakt anpassen: Gib Futter nicht nach Augenmaß, sondern wiege die tägliche Portion exakt ab. Um das Sättigungsgefühl zu steigern, kannst du das Futter mit Wasser oder kalorienarmen Füllstoffen wie Futterzellulose anreichern.
- Das ganze Rudel einbeziehen: Stelle sicher, dass alle Familienmitglieder an einem Strang ziehen und sich an den neuen Ernährungsplan halten, damit dein Hund nicht heimlich zusätzliche Kalorien erhält.
- Fortschritte festhalten: Nutze eine App oder ein Notizbuch, um die Fortschritte festzuhalten. Das hilft, motiviert zu bleiben und zu sehen, was bereits erreicht wurde - für dich und deinen Hund.
Themen und Herausforderungen
Zugehörige Folge(n)
Hinweis: Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe von KI aus dem Transkript der Podcast-Episode generiert.
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