Ziele für 2025 mit deinem Hund - Wie du sie richtig setzt und erreichst

In dieser Episode des Hundsf(a)elle Podcasts geben die Hosts Yvonne Nawrat und Mustafa Irmak eine detaillierte Anleitung für Hundehalter:innen, die sich für das neue Jahr konkrete Ziele mit ihrem Hund setzen möchten. Der Fokus liegt darauf, vage Wünsche in strukturierte, erreichbare Pläne umzuwandeln.

Die Episode richtet sich besonders an Ersthundebesitzer:innen, aber auch an erfahrene Halter:innen, die ihre Beziehung zum Hund vertiefen und Trainingsfortschritte gezielt steuern wollen. Das zentrale Problem, das behandelt wird, ist die oft fehlende Struktur bei der Zielsetzung, was zu Frustration und ausbleibendem Erfolg führen kann. Als Lösung präsentieren die Hosts die bewährte SMART-Methode, die sie praxisnah auf das Hundetraining anwenden.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Formuliere Ziele positiv: Konzentriere dich darauf, was du erreichen möchtest (z. B. „Mein Hund läuft an lockerer Leine“), anstatt zu benennen, was der Hund nicht mehr tun soll (z. B. „Mein Hund soll nicht mehr ziehen“). Dies steigert die Motivation.
  • Nutze die SMART-Methode als Leitfaden: Definiere deine Ziele nach den Kriterien Spezifisch, Messbar, Attraktiv, Realistisch und Terminiert, um einen klaren und umsetzbaren Plan zu erstellen.
  • Definiere realistische Erwartungen: Yvonne Nawrat betont, dass jedes Ziel zum Hund passen muss. Berücksichtige die Genetik, den Charakter, das Alter und den Entwicklungsstand deines Hundes. Ein Schäferhund wird sich nie wie ein Border Collie verhalten.
  • Brich große Ziele in kleine Schritte: Um motiviert zu bleiben und Fortschritte sichtbar zu machen, solltest du große Ziele in kleine, messbare Meilensteine (Etappenziele) unterteilen.
  • Schreibe deine Ziele auf: Das Aufschreiben und sichtbare Platzieren der Ziele (z. B. am Kühlschrank) hilft laut Yvonne Nawrat, den Fokus über das Jahr hinweg nicht zu verlieren und konsequent am Training dranzubleiben.
  • Denke über die Erziehung hinaus: Ziele können sich auch auf die Stärkung der Bindung und gemeinsame Erlebnisse beziehen, wie neue Aktivitäten (z. B. Wandern, Kanufahren) oder feste Pflegerituale.

Von Wünschen zu Zielen: Die Kraft der positiven Formulierung

Yvonne Nawrat eröffnet die Diskussion mit einem zentralen Punkt: In der Hundeerziehung liegt der Fokus oft auf dem, was man nicht möchte. Für eine erfolgreiche Zielsetzung sei es jedoch entscheidend, eine klare und positive Vision zu entwickeln. Anstatt zu sagen „Mein Hund soll nicht mehr an der Leine ziehen“, empfiehlt sie die Formulierung „Mein Hund läuft entspannt an lockerer Leine neben mir“. Diese positive und zukunftsgerichtete Sprache motiviert laut Nawrat nachhaltiger und hilft, sich das gewünschte Ergebnis bildlich vorzustellen.

Mehr als nur Training: Die verschiedenen Dimensionen der Zielsetzung

Die Hosts machen deutlich, dass Ziele weit über klassische Erziehungsthemen wie Leinenführigkeit oder Rückruf hinausgehen können. Mustafa Irmak stellt die Frage in den Raum, welche neuen Abenteuer man mit seinem Hund erleben möchte, und nennt als persönliche Ziele für 2025 Wandern und Kanufahren. Es geht also auch um die Gestaltung gemeinsamer „Quality Time“, die die Beziehung stärkt.

Yvonne Nawrat ergänzt, dass auch Routinen zur Stärkung der Bindung als Ziele definiert werden können. Sie nennt als Beispiel ihr eigenes Vorhaben, wöchentlich feste Zeiten für Physiotherapie-Übungen und Fellpflege einzuplanen. Solche Rituale fördern Vertrauen und Harmonie im Alltag.

Die SMART-Methode: Ein strukturierter Weg zum Erfolg

Das Kernstück der Episode ist die Vorstellung der SMART-Methode als Werkzeug zur Konkretisierung von Zielen. Die Hosts erklären jeden Buchstaben des Akronyms und untermauern die Theorie mit praxisnahen Beispielen aus dem Hundetraining.

  • S - Spezifisch: Ein Ziel muss klar und präzise formuliert sein. Mustafa Irmak erklärt, dass vage Wünsche wie „bessere Leinenführigkeit“ nicht ausreichen. Ein spezifisches Ziel wäre: „Mein Hund soll zuverlässig an einer lockeren Leine gehen.“ Yvonne Nawrat fügt den Tipp hinzu, das Ziel im Präsens zu formulieren („Mein Hund läuft...“), um es mental bereits als erreicht zu verankern.
  • M - Messbar: Um Fortschritte zu erkennen, muss ein Ziel messbar sein. Yvonne Nawrat illustriert dies am Beispiel, mit ihrem Hund durch eine Shopping-Mall zu laufen. Anstatt sich dieses große Ziel als Ganzes vorzunehmen, setzte sie messbare Etappenziele: erst vom Parkplatz zur Tür, dann bis zum ersten Geschäft usw. So werden Erfolge sichtbar und motivieren zum Dranbleiben.
  • A - Attraktiv: Mustafa Irmak erklärt, dass dieser Punkt das „Wofür“ hinter dem Ziel beleuchtet. Warum ist das Ziel erstrebenswert? Die Antwort (z. B. „Weil entspannte Spaziergänge uns beiden mehr Freude bereiten“) dient als starke Motivationsgrundlage, besonders wenn das Training herausfordernd wird.
  • R - Realistisch: Laut Yvonne Nawrat ist dies einer der wichtigsten Punkte. Das Ziel muss für den Hund und den Halter machbar sein. Sie warnt davor, unrealistische Erwartungen zu haben, die auf der Rasse, dem Alter oder dem Charakter des Hundes basieren. Gleichzeitig geht es darum, die eigenen Ressourcen (Zeit, Wissen, Energie) realistisch einzuschätzen und sich bei Bedarf Unterstützung, z. B. durch einen Trainer, zu holen.
  • T - Terminiert: Ein Ziel benötigt eine klare Deadline. Mustafa Irmak erläutert, dass ein fester Zeitrahmen (z. B. „in sechs Monaten“) Verbindlichkeit schafft. Wichtig sei es, diesen Zeitrahmen mit Zwischenzielen zu füllen (z. B. „nach Monat eins schaffen wir 10 Minuten am Stück“), um den Weg zu strukturieren und regelmäßig den Fortschritt zu überprüfen.

Fazit: Fokus und Dranbleiben als Schlüssel zum Erfolg

Mustafa Irmak und Yvonne Nawrat fassen zusammen, dass eine bewusste und strukturierte Zielsetzung mit der SMART-Methode der Schlüssel ist, um fokussiert zu bleiben. Gerade das Dranbleiben sei im Hundetraining die größte Herausforderung. Ein gut durchdachter Plan, der aufgeschrieben und regelmäßig reflektiert wird, dient als Leitfaden und verhindert, dass man im Alltagsstress die eigenen Vorsätze aus den Augen verliert. Sie ermutigen die Zuhörer:innen, sich bewusst Zeit zu nehmen, um ihre Pläne für das kommende Jahr zu schmieden.

Praktische Schritte zur Zielsetzung mit der SMART-Methode

  1. Nimm dir Zeit: Plane 30 bis 60 Minuten ein, um deine Ziele in Ruhe zu durchdenken und schriftlich zu formulieren.
  2. Definiere dein Ziel positiv und spezifisch (S): Beschreibe genau, welches Verhalten du bei deinem Hund sehen möchtest. Je detaillierter, desto besser.
  3. Lege Messkriterien fest (M): Definiere, woran du den Fortschritt erkennst. Setze dir quantitative (z. B. Dauer, Distanz) oder qualitative Meilensteine.
  4. Kläre dein „Wofür“ (A): Notiere, warum dieses Ziel für dich und die Beziehung zu deinem Hund wichtig ist. Was ist der positive Nutzen?
  5. Prüfe die Realisierbarkeit (R): Sei ehrlich zu dir selbst: Passt das Ziel zu deinem Hund? Hast du die nötige Zeit und die Fähigkeiten? Plane realistisch, wann und wie oft du trainieren kannst (z. B. „15 Minuten täglich“).
  6. Setze eine Deadline (T): Lege ein konkretes Datum fest, bis zu dem du das Ziel erreichen möchtest, und plane Zwischenziele auf dem Weg dorthin.
  7. Mache den Plan sichtbar: Hänge deine formulierten Ziele an einen Ort, an dem du sie täglich siehst (z. B. Kühlschrank).
  8. Reflektiere und passe an: Überprüfe regelmäßig (z.B. monatlich), wo du stehst. Sei bereit, deinen Plan anzupassen, wenn du merkst, dass die Schritte zu groß oder zu klein waren.

Petcaster
Zusammengefasst von Anja Schirwinski

Seit meine Hündin Frida mit fünf Monaten aus einem rumänischen Shelter zu mir kam, beschäftige ich mich intensiv mit Hundethemen - von Alltagstraining bis Verhaltensbesonderheiten. Viele der Fragen, die in Podcasts besprochen werden, kenne ich aus unserer gemeinsamen Erfahrung nur zu gut. Deshalb fasse ich hier die für mich interessantesten Podcastfolgen zusammen und ergänze sie mit meinen eigenen Erlebnissen mit Frida.

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Themen und Herausforderungen

Hinweis: Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe von KI aus dem Transkript der Podcast-Episode generiert.

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