Wenn der Hundesport zur Herzenssache wird: Einblicke in die Welt des Obedience
Kennst du das Gefühl, dass in der Beziehung zu deinem Hund noch mehr steckt als der tägliche Spaziergang? Dass es da eine tiefere Ebene der Kommunikation und des Miteinanders gibt, die nur darauf wartet, entdeckt zu werden? Genau an diesem Punkt setzt die neue Themenserie des Podcasts The Petfood Family an. Moderator Jan Dießner nimmt uns mit auf eine Reise durch die faszinierende Welt des Hundesports. Den Anfang macht eine Disziplin, die auf den ersten Blick nach striktem Gehorsam klingt, aber bei genauerem Hinsehen eine beeindruckende Symbiose aus Präzision, Freude und Teamgeist ist: Obedience.
Zu Gast ist Christine Hahn, die diesen Sport nicht nur betreibt, sondern ihn mit jeder Faser lebt. Als fünffache WM-Teilnehmerin für Deutschland bringt sie eine immense Erfahrung mit, doch was im Gespräch mit Jan wirklich durchscheint, ist ihre tiefe Leidenschaft und die innige Verbindung zu ihren Hunden. Diese Episode ist weit mehr als eine trockene Erklärung von Regeln und Übungen. Sie ist eine Einladung, Hundesport als eine Form des Dialogs zu verstehen - eine gemeinsame Sprache, die die Bindung zwischen Mensch und Hund auf ein völlig neues Level heben kann. Es geht um die zentrale Frage: Wie schaffen wir es, eine so anspruchsvolle Disziplin zu einer Quelle purer, gemeinsamer Freude zu machen?
Das Wichtigste auf einen Blick
- Mehr als nur Gehorsam: Obedience bedeutet übersetzt zwar Gehorsam, aber im Kern geht es um Fokus, eine harmonische Zusammenarbeit und eine sichtbare Freude am gemeinsamen Tun. Es ist ein echter Teamsport, bei dem beide Partner glänzen sollen.
- Ein Sport für fast jedes Team: Egal ob groß oder klein, junge Hüpfer oder erfahrene Senioren - Obedience ist unglaublich anpassungsfähig. Sowohl die Rasse des Hundes als auch die körperliche Fitness des Menschen spielen eine untergeordnete Rolle.
- Der Hund als Mitdenker: Statt sturem Befolgen von Kommandos wird im modernen Obedience-Training viel Wert darauf gelegt, dass der Hund eigene Ideen einbringt und aktiv mitdenkt. Methoden wie das "Shapen" fördern die Kreativität und Problemlösefähigkeit des Hundes.
- Die Magie der gemeinsamen "Bubble": Das Training erfordert von Mensch und Hund eine so hohe Konzentration, dass der Alltagsstress komplett in den Hintergrund tritt. Man taucht in eine gemeinsame Welt ein, in der nur das Team zählt.
- Motivation ist individuell: Ein zentraler Schlüssel zum Erfolg liegt darin, die ganz persönliche Belohnung für den eigenen Hund zu finden. Für Christines Hund Sonic ist das zum Beispiel nicht das Leckerli, sondern eine erfrischende Dusche aus dem Gartenschlauch.
- Präzision durch Planung: Auf hohem Niveau ist Obedience ein Sport der Details. Ein durchdachter Trainingsplan hilft dabei, alle Übungen ausgewogen zu trainieren und sich nicht nur auf die Lieblingsaufgaben zu konzentrieren.
Was ist Obedience wirklich? Die Kunst der präzisen Freude
Wenn Christine Hahn, von Jan kurz Tine genannt, über Obedience spricht, fällt schnell auf, dass der Begriff "Gehorsam" der Sache nicht gerecht wird. Sie beschreibt es als einen facettenreichen Teamsport, bei dem es darum geht, eine Reihe von bis zu zehn Übungen in perfekter Harmonie und mit sichtbarer Begeisterung zu absolvieren. Das Spektrum reicht von der klassischen Fußarbeit über Apportierübungen und Geruchsidentifikation bis hin zur sogenannten Distanzkontrolle, bei der der Hund auf 15 Meter Entfernung blitzschnell zwischen den Positionen Sitz, Platz und Steh wechseln muss.
Eine besondere Herausforderung, die Tine hervorhebt, ist der ständige Wechsel zwischen hochkonzentrierten, ruhigen Aufgaben und schnellen, dynamischen Übungen. Dieser "Triebwechsel" verlangt dem Hund ein hohes Maß an mentaler Flexibilität ab. Doch das Wichtigste für Tine ist nicht die makellose Technik, sondern die Ausstrahlung des Teams. Sie ist überzeugt: Wenn Mensch und Hund Spaß an ihrem gemeinsamen Hobby haben, dann muss man das auch sehen. Es ist diese sichtbare Freude, die eine gute Prüfung von einer herausragenden unterscheidet.
Der Weg zum Obedience: Vom Welpen bis zur Weltmeisterschaft
Wie findet man den Einstieg in diesen Sport? Tine empfiehlt den Weg über einen Hundesportverein, um von Gleichgesinnten zu lernen. Ihr eigener Weg war eher ein Zufall. Ursprünglich vom Agility begeistert, musste sie nach einer HD-Diagnose bei ihrem ersten Hund nach einer Alternative suchen und fand in einer fantastischen Trainerin ihre Mentorin für Obedience. Diese Erfahrung prägte sie so sehr, dass der nächste Hund von Welpenbeinen an gezielt auf den Sport vorbereitet wurde.
Sie erklärt, dass man mit einem Welpen ganz anders startet. Es geht zunächst um grundlegende Dinge, die auch im Alltag Gold wert sind: Körperbewusstsein schulen, den Fokus auf den Menschen auch unter Ablenkung halten und eine grundlegende Umweltsicherheit aufbauen. Der offizielle Startschuss für eine Wettkampfkarriere ist die Begleithundeprüfung, die ein Hund mit 15 Monaten ablegen kann. Tine macht jedoch klar, dass es danach nicht darum geht, die Prüfungsklassen im Eiltempo zu durchlaufen. Vielmehr ist es ein behutsamer, schrittweiser Aufbau, bei dem auch der Akku des Hundes immer wieder aufgeladen werden muss.
Die Kunst des Trainings: Einblicke in die Methodik
Im Gespräch wird deutlich, dass Tines Trainingsphilosophie auf Partnerschaft und Verständnis basiert. Sie setzt stark auf das sogenannte "Shaping", bei dem der Hund ermutigt wird, selbstständig Verhaltensweisen anzubieten. Anstatt dem Hund jeden Schritt vorzugeben, wird er zum aktiven Problemlöser. Als Beispiel nennt sie einen einfachen Topf, den sie auf den Boden stellt und den Welpen erkunden lässt. Jede Interaktion, wie das Berühren mit der Pfote, wird positiv bestärkt, bis sich daraus eine gezielte Übung entwickelt.
Diese Herangehensweise erfordert nicht nur vom Hund, sondern vor allem vom Menschen ein hohes Maß an Beobachtungsgabe und Timing. Tine betont, dass es keine universelle Methode gibt. Jedes Mensch-Hund-Team ist ein Individuum, und der Trainingsweg muss zu beiden passen. Beeindruckend ist auch der Grad der Professionalität: Für das Training zu Hause gibt es ein eigenes Hundezimmer, um ablenkungsfrei an den Grundlagen feilen zu können. Jede Trainingseinheit wird akribisch geplant und dokumentiert, um sicherzustellen, dass alle Übungen - auch die weniger geliebten - die nötige Aufmerksamkeit bekommen.
Das Team im Mittelpunkt: Wenn der Hund zum Partner wird
Was Obedience so besonders macht, ist die intensive Teamarbeit. Es geht nicht darum, dass der Mensch dem Hund Befehle erteilt, sondern dass beide Partner eine Aufgabe gemeinsam meistern. Tine erzählt sehr persönlich davon, wie ihre Hunde ihr im Gegenzug helfen. Ihr erfahrener Rüde Flash strahlte in Prüfungssituationen eine solche Souveränität aus, dass er ihre eigene Nervosität beruhigte. Ihr anderer Hund, Sonic, ist hingegen ein reiner Quell der Freude, der sie immer wieder mit seiner unbändigen Energie ansteckt.
Die größte Belohnung ist für Tine oft nicht der Pokal, sondern ein Blick oder eine Geste ihres Hundes nach einer gelungenen Übung - dieser eine Moment, in dem beide wissen: Das haben wir zusammen gerockt. Solche Momente, so erklärt sie, brauchen kein Spielzeug und kein Leckerli, sie leben allein von der tiefen emotionalen Verbindung. Genau diese Verbindung ist es auch, die sie gegen die oft gehörte Kritik verteidigt, ihre Hunde seien nur "Sportgeräte". Sie beschreibt den immensen Aufwand, der in die Gesundheit und das Wohlbefinden ihrer vierbeinigen Partner fließt - von Physiotherapie bis hin zu mentaler Auslastung. Ihre Hunde sind Familienmitglieder, mit denen sie ein außergewöhnliches Hobby teilt.
Praktische Schritte: Dein Einstieg in die Welt des Obedience
Bist du neugierig geworden und überlegst, ob Obedience auch etwas für dich und deinen Hund sein könnte? Tines Begeisterung ist ansteckend, und der Einstieg ist einfacher, als du vielleicht denkst. Hier sind ein paar konkrete Schritte, die dir den Start erleichtern:
- Schau dich um: Gib bei YouTube "Obedience" ein und sieh dir ein paar Prüfungen an. Du wirst schnell ein Gefühl für die Ästhetik, die Präzision und die Vielfalt der Übungen bekommen. Lass dich von der Harmonie der Top-Teams inspirieren.
- Finde eine Gemeinschaft: Der beste Weg zum Start ist ein lokaler Hundesportverein oder eine Hundeschule, die Obedience anbietet. Frag nach einer Schnupperstunde. Die Atmosphäre und der Austausch mit anderen sind unbezahlbar.
- Starte spielerisch zu Hause: Du kannst schon heute beginnen. Arbeite an der Konzentration deines Hundes, indem du ihn auch unter leichter Ablenkung bei dir behältst. Übe spielerisch einfache Positionswechsel und fördere sein Körpergefühl, indem du ihn zum Beispiel über kleine Hindernisse balancieren lässt.
- Entdecke die wahre Motivation deines Hundes: Finde heraus, was deinen Hund wirklich glücklich macht. Ist es das Zergelspiel, ein gemeinsames Wettrennen oder vielleicht etwas ganz Unerwartetes? Diese individuelle Belohnung wird dein stärkstes Werkzeug im Training sein.
- Feiere die kleinen Dinge: Tine macht klar, dass Obedience ein Weg ist, kein Wettrennen. Jeder noch so kleine Fortschritt ist ein Grund zur Freude. Diese gemeinsamen Erfolgserlebnisse sind es, die eure Bindung Tag für Tag stärken und den Sport zu einer echten Herzenssache machen.
Themen und Herausforderungen
Hinweis: Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe von KI aus dem Transkript der Podcast-Episode generiert.
Alle Inhalte auf Petcaster beruhen auf öffentlich zugänglichen Podcasts aus der Hunde- und Haustierwelt. Wir fassen die Episoden nach bestem Wissen zusammen, übernehmen jedoch keine Gewähr für Vollständigkeit, Aktualität oder Richtigkeit der Inhalte. Die Rechte an den Original-Podcasts und -Inhalten liegen ausschließlich bei den jeweiligen Urheber:innen.
Shownotes
Die Hundesportart Obedience verbinden viele mit strengen Regeln und perfekter Ausführung. In dieser Folge spricht Jan mit Christine Hahn, leidenschaftliche Obedience-Hundesportlerin, darüber, warum diese Annahme zu kurz greift und was den Sport wirklich ausmacht. Christine erzählt, wie vielseitig die Übungen sind und warum es im Training vor allem auf echte Zusammenarbeit ankommt. Hund und Hundeführer:in müssen aufmerksam aufeinander achten, sich lesen können und als Team agieren – und das nicht nur bei Prüfungen. Partner: mera The Petfood Family:
Bei Herausforderungen in der Ernährung deines Hundes helfen dir jederzeit und kostenlos die Ernährungs-Expert:innen von mera! Egal ob Futtermittelunverträglichkeit, Verweigerung vom Futter, Überforderung bei der Auswahl des bestmöglichen Futters, usw.! Dr. Anika und Team beraten dich kostenlos und suchen mit dir (wenn notwendig auch auf Basis der Empfehlung deines Tierarztes oder Tierärztin) das richtige Hundefutter. Ganz individuell für deinen Liebling.
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