Vom Anfänger zum „Top Dog“: Wie Zeqir Fazlija mit Border Collie Fukano durch Vertrauen zum Sieg wurde

Zusammengefasst von Anja Schirwinski
Seit meine Hündin Frida mit fünf Monaten aus einem rumänischen Shelter zu mir kam, beschäftige ich mich intensiv mit Hundethemen - von Alltagstraining bis Verhaltensbesonderheiten. Viele der Fragen, die in Podcasts besprochen werden, kenne ich aus unserer gemeinsamen Erfahrung nur zu gut. Deshalb fasse ich hier die für mich interessantesten Podcastfolgen zusammen und ergänze sie mit meinen eigenen Erlebnissen mit Frida. 
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In dieser Folge des Podcasts The Pet Food Family spricht Moderator Jan Dießner mit Zeqir Fazlija, dem frisch gekürten Sieger der TV-Show „Top Dog Germany“. Zeqir gibt einen tiefen und persönlichen Einblick in seine emotionale Reise zum Sieg, die einzigartige Beziehung zu seinem Border Collie Fukano und die mentalen Herausforderungen des Wettbewerbs. Die Episode beleuchtet, wie ein Hund seinen Menschen führen kann und dass Vertrauen und Ruhe oft wichtiger sind als reine Geschwindigkeit. Sie richtet sich an alle, die sich für Hundesport, die Psychologie von Wettkämpfen und die besondere Verbindung zwischen Mensch und Hund interessieren.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Führung neu definiert: Zeqirs zentrale Erkenntnis ist, dass nicht er seinen Hund Fukano führt, sondern Fukano ihn. Der Hund hat ihn gelehrt, geduldiger und ruhiger zu werden und ihn auf den Weg des Hundesports gebracht.
  • Der größte Gegner ist der eigene Kopf: Zeqir erklärt, dass seine größte Hürde im Wettbewerb nicht die Hindernisse waren, sondern sein eigener, selbst auferlegter Druck und seine Hektik. Er zweifelte an sich selbst, aber nie an seinem Hund.
  • Ruhe als Schlüssel zum Sieg: Ein Ratschlag des Kommentators Frank Buschmann, ruhiger zu werden und dem Hund zu vertrauen, führte im finalen Lauf zu einem mentalen Wendepunkt und einer perfekten Performance.
  • Vom Anfänger zum Champion: Zeqir startete als absoluter Hunde-Neuling, der bei der Anschaffung seines Hundes nach eigener Aussage „alles falsch gemacht hat“. Sein Weg zeigt, dass man mit Hingabe und Lernbereitschaft jedes Ziel erreichen kann.
  • Vertrauen ist die Basis für Leistung: Die Fähigkeit, Fukano selbst in hochadrenalinen Situationen mit einem einzigen Kommando zu stoppen und zu lenken, demonstriert das tiefe Vertrauen, das die Grundlage für ihren Erfolg ist.
  • Aus Fehlern lernt man: Nach einem emotional niederschmetternden Fehler im Labyrinth-Duell fühlte sich Zeqir, als hätte er seinen Hund im Stich gelassen. Doch er nutzte diese Erfahrung, um im Finale stärker und fokussierter zurückzukommen.
  • Die Kraft der Gemeinschaft: "Top Dog" hat eine starke und unterstützende Community unter den Teilnehmenden geschaffen, die sich gegenseitig helfen und Erfolge gönnen, was den Wettbewerb zu einem Miteinander macht.

Vom Anfänger zum "Top Dog": Zeqirs Weg mit Fukano

Zeqir beschreibt seinen Einstieg in die Hundehaltung als den eines kompletten Anfängers. Er habe seinen Border Collie Fukano vor siebeneinhalb Jahren über eBay-Kleinanzeigen erworben, ohne sich vorher über die Rasse zu informieren. Die erste Zeit mit dem Welpen sei eine totale Überforderung gewesen. Anstatt aufzugeben, stellte er sich jedoch der Herausforderung und besuchte eine Hundeschule, wo er die Grundlagen für eine erfolgreiche Partnerschaft legte. Gemeinsam entdeckten sie verschiedene Hundesportarten wie Agility, Rally Obedience und Turnierhundsport (THS), bei denen sie bereits viele Erfolge feierten. Die Vielseitigkeit und der Team-Aspekt von „Top Dog Germany“ stellen für ihn und Fukano jedoch die ultimative Disziplin dar, die ihnen am meisten Spaß macht.

Die mentale Herausforderung: Druck und Tunnelblick im Wettbewerb

Während der Show setzte sich Zeqir extrem unter Druck. Er erklärt, dass er wusste, welch außergewöhnliches Potenzial in Fukano steckt, und dies unbedingt allen zeigen wollte. Diese Anspannung führte zu einem „Tunnelblick“ und einer Hektik, die für ihn untypisch ist, da er bei anderen Turnieren nach eigener Aussage nie aufgeregt ist. Fukano habe diese Unruhe jedoch beeindruckend kompensiert und das Team trotz der Nervosität seines Menschen zu Bestzeiten getragen. Besonders emotional wurde es nach dem Duell im Labyrinth, das er verlor. Zeqir fühlte sich, als hätte er seinen besten Freund im Stich gelassen, weil Fukano nicht verstand, was er tun sollte, und Zeqir ihm nicht helfen konnte. Dieser Moment war für ihn ein mentaler Tiefpunkt, aus dem ihn seine Freundin und Trainerin wieder aufbauen mussten.

Der Weg ins Finale: Eine detaillierte Analyse der Läufe

Zeqir, der ursprünglich nur als Ersatzkandidat vorgesehen war und erst kurzfristig nachrückte, schildert detailliert seinen Weg durch den Wettbewerb. In der Vorrunde (Stage 1) meisterten sie Hindernisse wie die Hürden und die Eisschollen souverän und sicherten sich die Bestzeit. In Stage 2, einem Lauf, der Schnelligkeit und Präzision erforderte, beeindruckten sie mit einer Zeit von nur 53 Sekunden. Zeqir analysiert, wo er durch kleine Fehler bei der Popcorn- oder Waschmaschine Sekunden verlor, die Fukanos Geschwindigkeit aber wieder ausglich. Ein Schlüsselmoment war für ihn, als Fukano nach einem Sprint auf das Kommando „Platz“ sofort liegen blieb, obwohl er voll unter Adrenalin stand - ein Beweis für ihr tiefes Vertrauen und exzellentes Training.

Der Wendepunkt im Finale: Wie Ruhe zum Sieg führte

Der Finaltag brachte die entscheidende Wende. Zeqir erzählt von einer Begegnung mit Kommentator Frank Buschmann, der ihm riet: „Mach ruhiger, vertraue deinem Hund, der macht das schon.“ Diese Worte trafen Zeqir tief und halfen ihm, seine Selbstzweifel abzulegen. Er erkannte, dass er nur an sich selbst, aber nie an Fukano gezweifelt hatte. Mit dieser neuen Gelassenheit ging er in den finalen „Triell“-Parcours. Er beschreibt den Lauf als einen der schönsten seiner Karriere, bei dem alles perfekt funktionierte - selbst Hindernisse, die im Vorjahr noch Probleme bereitet hatten. Er war so im Reinen mit seiner Leistung, dass ihm das Ergebnis in diesem Moment fast egal war. Diese Ruhe und das uneingeschränkte Vertrauen in Fukano führten schließlich zum überlegenen Sieg.

Zentrale Lektionen für Hundesportler

Aus Zeqirs emotionaler Erzählung lassen sich wertvolle Lektionen für alle Mensch-Hund-Teams ableiten:

  1. Vertraue deinem Hund bedingungslos: Dein Hund spürt deine Unsicherheit. Konzentriere dich auf deine eigene Ruhe und klare Führung, anstatt an den Fähigkeiten deines Hundes zu zweifeln. Er wird es dir mit Leistung danken.
  2. Training basiert auf Geduld und Vertrauen: Zeqirs Philosophie ist es, Training auf Ruhe und Geduld aufzubauen, nicht nur auf Trieb. Ein Hund, der auch unter höchstem Stress auf Kommandos hört, ist das Ergebnis dieser soliden Basis.
  3. Analysiere Fehler, um zu wachsen: Negative Erlebnisse wie der gescheiterte Labyrinth-Lauf sind keine endgültigen Niederlagen, sondern Lernchancen. Analysiere, was schiefgelaufen ist, und passe dein Training gezielt an.
  4. Finde die richtige mentale Einstellung: Druck und Hektik führen zu Fehlern. Finde einen Weg, um vor einem wichtigen Lauf ruhig und fokussiert zu bleiben. Manchmal hilft ein einfacher Rat von außen, um die Perspektive zu wechseln.
  5. Sei dankbar und genieße den Moment: Zeqir betont immer wieder seine Dankbarkeit gegenüber Fukano. Die Freude am gemeinsamen Erlebnis sollte immer im Vordergrund stehen - der Sieg ist dann ein wunderbarer Bonus.

📌 Themen und Herausforderungen

Hinweis: Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe von KI aus dem Transkript der Podcast-Episode generiert und anschließend sorgfältig geprüft und redaktionell überarbeitet.
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